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Veröffentlicht am 30.07.2021

Wirklich interessant und überraschend ehrlich!

Panik-Pastor
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Der beliebte Prediger und Sprecher Martin Dreyer ist eigentlich gar keine Rampensau, sondern wird von Panik-Attacken gequält, wenn er sich Bühnen nähert. Hier erzählt er von seinem authentischen Ringen ...

Der beliebte Prediger und Sprecher Martin Dreyer ist eigentlich gar keine Rampensau, sondern wird von Panik-Attacken gequält, wenn er sich Bühnen nähert. Hier erzählt er von seinem authentischen Ringen um einen glaubwürdigen und am Vorbild Jesu orientierten Weg aus seiner Angst.

Martin Dreyer erzählt in seinem Buch „Panik-Pastor: Wie Gott mir meine Angst nahm“ seine Geschichte von der Angst. Ich fand das Thema sehr spannend und es hat mich auch neugierig gemacht, mehr über den Gründer der Jesus-Freaks zu erfahren.
Dreyer erzählt kapitelweise von Erlebnissen, die er auf seinen Predigtreisen hatte. Er erzählt, wo ihn die Panik gepackt hat und in welchen Momenten es plötzlich gar nicht mehr so schlimm war. Er erzählt schonungslos ehrlich von seinen schwachen Momenten, von seinen Versuchen die Panik zu besiegen, von seinem Rückfall in die Sucht.
Dreyer tritt dabei nicht als perfekter Christ auf. Er ist mal arrogant und selbstsicher, zu sehr auf sein Ego und sein Auftreten bedacht. Mal ist er unsicher und zweifelt sogar an seinem Weg im Namen des Herrn. Ihn hier so zu erleben fand ich mutig und bewegend.
Die Kapitel sind zwar von den Jahreszahlen her nicht chronologisch aber sie geben dem Leser ein gutes Bild von Martin Dreyers Kampf, bis hin zum Besiegen der Angst mit Gottes Hilfe, die oft anders kommt, als man es sich selbst vorstellt.
Interessant bei all den Anekdoten ist auch das Bild, welches sich Dreyer im Laufe der Jahre von der deutschen Kirchenlandschaft machen konnte. Er zeigt hier Probleme und Schwierigkeiten auf aber auch positive Beispiele und mögliche Lösungen.
Insgesamt ein wirklich spannendes und lesenswertes Buch. Auch für Nicht-Christen!

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Veröffentlicht am 30.07.2021

Überraschend spannend!

Hinter diesen Türen
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Es schien der ideale Job zu sein: Rowan Caine ist überglücklich, als sie die Stelle als Kindermädchen in einem einsam gelegenen Haus in Schottland bekommt - bei einer perfekten Familie mit vier Töchtern. ...

Es schien der ideale Job zu sein: Rowan Caine ist überglücklich, als sie die Stelle als Kindermädchen in einem einsam gelegenen Haus in Schottland bekommt - bei einer perfekten Familie mit vier Töchtern. Doch in kürzester Zeit wird der vermeintliche Traumjob zum absoluten Albtraum. In dem schönen alten Haus, dessen hinterer Teil aus einem hypermodernen Glasanbau besteht und das mit allen High-Tech-Finessen ausgestattet ist, geschehen beängstigende, unerklärliche Dinge. Rowan fühlt sich ständig beobachtet, nicht nur von den Überwachungskameras, die in jedem Zimmer hängen. Auch das Verhalten der Kinder wird immer seltsamer. Bis es einen schrecklichen Todesfall gibt - und Rowan unter Mordverdacht gerät.

„Hinter diesen Türen“ von Ruth Ware hat mich zunächst durch das Cover angesprochen. Es hat mich neugierig gemacht und der Klappentext hat mich dann überzeugt.
Das Konzept des Buchs ist richtig interessant. Die Geschichte wird aus der Sicht der (ehemaligen) Nanny Rowan Caine erzählt. Aber wir erleben nicht einfach alles durch ihre Augen, sie erzählt die ganze Sache in Briefen einem Anwalt.
Der Autorin ist dieser etwas ungewöhnliche Stil wirklich gut gelungen. Für mich hat sich die Spannung und die Frage nach dem, was wirklich passiert ist, nur erhöht.
Rowan ist kein Charakter, der immer und sofort sympathisch ist. Sie hat ganz schön viele Ecken und ist grade als Nanny nicht perfekt aber sie hat etwas an sich, wodurch ich einfach immer weiter wissen wollte, was passiert ist.
Die Kinder schwanken zwischen süß, nervig und unheimlich und auch die anderen Figuren verströmen alle einen Hauch Ungewissheit. Wie Rowan weiß man auch als Leser nie, was wirklich los ist und wer ein ehrliches Spiel spielt.
Im Laufe der Geschichte tun sich immer weitere Dinge auf und vieles weiteres geschieht, was immer mehr Fragen aufwirft und die Spannung weiter vorantreibt. Ich habe mir zwischendurch wirklich den Kopf zerbrochen und bin der Lösung nur nahegekommen.
Es gab einige Wendungen, die ich nicht erwartet habe. Das fand ich richtig gut.
Das Ende mag nicht jedem gefallen aber ich fand es klasse. Es hat irgendwie zu allem gepasst und vor allem auch zu der Grundstimmung des Buchs. Denn nichts ist so, wie es scheint.
Ein geniales Buch! Ich hoffe, es gibt bald mehr dieser Art!

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Spannend und interessant

Eskalation
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»Nicht langsamer werden«, befiehlt die verzerrte Stimme durch die Freisprecheinrichtung. Dina Martin ist allein auf der Autobahn unterwegs. Hinter ihr ein riesiger Wagen, der plötzlich bedrohlich nah auffährt. ...

»Nicht langsamer werden«, befiehlt die verzerrte Stimme durch die Freisprecheinrichtung. Dina Martin ist allein auf der Autobahn unterwegs. Hinter ihr ein riesiger Wagen, der plötzlich bedrohlich nah auffährt. Zu den Schuldgefühlen, dass Dina heute Abend nicht bei ihrer Tochter ist, gesellt sich jetzt die Angst. »Abfahren«, kommandiert die Stimme. Sie sind mittlerweile kilometerweit von ihrer eigentlichen Ausfahrt entfernt. Nach der Kurve sieht Dina ein rotes Licht aufflammen: Halt Polizei. Alles wird gut werden, denkt Dina noch. Doch dann ertönt ein Schuss - und der wahre Albtraum beginnt.

Mit „Eskalation“ legt Nora Benrath ein wirklich gutes Debüt hin.
Die Ereignisse laufen schon, wenn der Leser einsteigt. Dina Martin ist bereits in ihrer brenzligen Lage und weiß nicht ein noch aus. Sie muss tun, was der Mann ihr über die Freisprecheinrichtung befiehlt. Nicht einmal die Polizei kann ihr helfen.
Gerd Kaarst ermittelt in diesem Fall und muss nach und nach alle losen Fäden miteinander verknüpfen und sich nicht auf die falsche Fährte führen lassen.
Wir erleben als Leser Kapitel, die sich mit Gerd beschäftigen und welche, die sich um den Täter und die Opfer drehen.
Ich war wirklich durchweg gefesselt und konnte richtig gut miträtseln, wer wohl der Täter ist und wie sich alles am Ende aufklären wird.
Der Autorin ist hier ein richtig spannender Thriller, ohne zu viel Blutvergießen gelungen, der mit einer überraschenden Auflösung aufwartet.
Ich freue mich schon auf noch mehr Werke, aus der Feder von Nora Benrath.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Toller zweiter Teil

Everything I Ever Needed
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Als Ava bei einer Einführungsveranstaltung ihrer Universität Dexter kennenlernt, ahnt sie nicht, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird. Dexter ist nicht nur sexy und geheimnisvoll, er ...

Als Ava bei einer Einführungsveranstaltung ihrer Universität Dexter kennenlernt, ahnt sie nicht, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird. Dexter ist nicht nur sexy und geheimnisvoll, er bringt sie auch zum Lachen, was vor ihm nur wenige geschafft haben. Noch am selben Abend landen die beiden miteinander im Bett - nur um kurz darauf festzustellen, dass eine Beziehung zwischen ihnen unmöglich ist.

Schon der erste Teil „Everything I didn’t say“ von Kim Nina Ocker konnte mich begeistern und so habe ich mich voller Vorfreude auch auf „Everything I ever needed“ gestürzt.
Die Autorin bleibt ihrem Schreibstil treu und so habe ich mich schnell eingefunden und war super drin in der Geschichte.
Wir begleiten Ava aufs College. Sie hat durch einen angeborenen Herzfehler harte Jahre hinter sich und möchte einfach nur im Leben vorwärtskommen. Eigentlich wartet ihr langjähriger Freund Nathan auf sie aber der fühlt sich etwas zu wohl am College. Ava war mir direkt sympathisch. Sie ist keine Überfliegerin und so gestrickt, dass ich viel von ihr nachvollziehen konnte. Nathan dagegen ist ein klassischer Antagonist und eigentlich durchgehend unsympathisch. Aber das hat auch seinen Reiz, wie ich finde.
Dexter taucht recht früh auf und wer Band eins kennt, erkennt ihn auch sofort wieder. Schön finde ich, dass durch ihn Jamie und Carter wieder auftauchen und man erfährt, wie es mit ihnen weitergeht.
Die Entwicklung zwischen Ava und Dex ist wirklich ein einziges auf und ab. Das ist die meiste Zeit spannend und bringt auch mal zum Schmunzeln. Manchmal ist es ein bisschen zu viel aber das hat mich nicht groß gestört. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und war sehr gespannt, wie sich alles entwickelt. Die beiden dabei immer weiter kennen zu lernen war klasse. Auch gut gefallen hat mir, dass man erleben kann, wie Ava sich immer weiter ein eigenes Leben aufbaut und wie Dex sich zur Normalität zurückkämpft.
Sympathische Nebenfiguren runden das Ganze ab.
Band eins war ein bisschen stärker aber auch Band zwei konnte mich wirklich überzeugen.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Einfach schön!

Game Changer - Nicht mehr ohne dich
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Rook hat eigentlich alles, was er je wollen könnte. Als Captain des NHL-Teams von Chicago ist er auf dem Höhepunkt seiner Eis-Hockey-Karriere angekommen: er ist erfolgreich, berühmt - und hat keine Probleme, ...

Rook hat eigentlich alles, was er je wollen könnte. Als Captain des NHL-Teams von Chicago ist er auf dem Höhepunkt seiner Eis-Hockey-Karriere angekommen: er ist erfolgreich, berühmt - und hat keine Probleme, weibliche Gesellschaft zu finden. Doch trotzdem hat Rook plötzlich das Gefühl, dass in seinem Leben etwas fehlt. Daher flieht er an einen Ort, an dem ihn hoffentlich niemand kennt: Alaska! Schon auf dem Flug dahin, muss Rook allerdings erkennen, dass seine geplante Auszeit nicht so ruhig wird, wie erhofft. Denn er hatte nicht mit Laiyne gerechnet, die ihm auf dem Flug praktisch in den Schoss fällt. Die Zeit mit ihr ist so viel mehr als Rook jemals zu träumen gewagt hätte. Aber viel zu schnell holt ihn die Realität wieder ein und seine und Laiynes Wege trennen sich. Bis sie ihm ein Jahr später unerwartet wieder begegnet.

„Game Changer – Nie mehr ohne dich“ von Helena Hunting ist einfach ein wundervoller New Adult Roman!
Rook und Laiyne sind beide unheimlich sympathisch und mir ist es nicht schwergefallen, die Zwei auf Anhieb in mein Herz zu schließen.
Klasse fand ich, dass Laiyne, abgesehen von einer Sache, ziemlich unbelastet in das Ganze mit Rook gestolpert ist. Sie hatte keinen Ex vor dem sie davongelaufen ist oder anderweitige Probleme. Rooks Lüge ist da eine andere Hausnummer, die das Ganze eben so spannend gemacht hat.
Die beiden Hauptfiguren miteinander zu erleben ist einfach schön. Sie harmonieren richtig gut miteinander und schon alleine damit hätte man das Buch füllen können.
Der unweigerliche Bruch und die Zeit danach waren herzzerreißend und nervenaufreibend. Man wünscht sich so sehr, dass die Zwei sich vertragen und dann dauert es und dauert es. Ich konnte dadurch richtig gut mitfiebern und wollte das Buch nicht aus der Hand legen.
Viele Gefühle und eine unerwartete Wendung des Geschehens sind bei dem Buch garantiert.

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