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Veröffentlicht am 01.10.2021

Ein super Abschluss für eine wunderschöne Reihe!

Federn über London 4
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Die Rettung von London ist im vollen Gange. Clear und ihre Freunde müssen noch zwei weitere Stabfragmente finden, bevor sie hoffentlich die unbekannte Finsternis besiegen können. Für ihre Mission können ...

Die Rettung von London ist im vollen Gange. Clear und ihre Freunde müssen noch zwei weitere Stabfragmente finden, bevor sie hoffentlich die unbekannte Finsternis besiegen können. Für ihre Mission können die Engel jede erdenkliche Hilfe und Verbündete gebrauchen.

Mit der ersten Seite ist der Leser direkt wieder – ohne lange Einleitung oder Erklärungen - in der Handlung drinnen. Die Autorin Sabine Schulter gibt zwar in wenigen Sätzen noch einmal Hinweise zu der bisherigen Handlung, die einem helfen direkt wieder in die fesselnde Atmosphäre einzutauchen, aber ansonsten gibt es keine langen Wiederholungen. Das schätze ich so an ihren Geschichten. Auch wenn es ein paar Monate her ist, dass man einen Teil gelesen hat, ist es schnell so, als hätte man ihn gerade erst beendet.

Die Handlung geht abwechslungsreich und rasant weiter. Faszinierend fand ich besonders, dass der Leser immer wieder neue Aspekte kennenlernt. Es tauchen weitere, äußerst sympathische Nebencharaktere sowie weitere Wesen auf. Mich hat gefreut, dass ich dadurch immer wieder überrascht wurde und die Handlung nicht vorhersehbar war. Der allerschönste Aspekt und die größte Überraschung war für mich allerdings die Charakterentwicklung.

Ease wurde in den ersten Teilen aus ein sehr ruhige, in sich gekehrte und von Reue geprägte Figur vorgestellt. In seinen Gesprächen mit Clear hat er klar zum Ausdruck gebracht, dass er das Gefühl hat kein Glück zu verdienen. Clear hat sehr schnell die Kurve bekommen und eingesehen, dass das Leben als Todesengel keine Bestrafung ist. Bei Ease hat dies eindeutig viel länger gedauert. Ich mochte sehr, wie ich hier als Leser miterleben konnte, wie er langsam anfängt umzudenken. Aber nicht nur er lernt dazu, sondern die ganze Engelschaft. Diese kleinen, realistischen Weiterentwicklungen der Figuren hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Da dies der abschließende Band der Reihe ist, war mir von Anfang an klar, dass eigentlich nun alle Fragen beantwortet werden müssten. Ich konnte mir lange nicht vorstellen, wie dies ein gutes Ende finden sollte und wie vor allem die ganze Handlung in ein einzelnes Buch passen sollte. Ein kleiner Spoiler, die Handlung passt in einen Band. Das Ende ist sehr schlüssig und ein gelungener Abschluss für die Reihe. Alle wichtigen Fragen werden beantwortet, sodass ich auch gut mit der Geschichte abschließen konnte. Ich hätte zwar gerne noch mehr von den Engeln mitbekommen, aber es war in Summe ein runder Abschluss. Ich bin so glücklich, dass ich auf diese Reihe aufmerksam geworden bin und sie gelesen habe.

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Eine wundervolle Liebesgeschichte – auch aus Deans Sicht

Sky & Dean-Reihe 2: Looking for Hope
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Mit dem Buch „Hope Forever“ bin ich überhaupt erst auf die Autorin Colleen Hoover aufmerksam geworden. Mit der Geschichte von Sky und Dean hat sich mich in ihren Bann gezogen, weil sie so authentisch gewirkt ...

Mit dem Buch „Hope Forever“ bin ich überhaupt erst auf die Autorin Colleen Hoover aufmerksam geworden. Mit der Geschichte von Sky und Dean hat sich mich in ihren Bann gezogen, weil sie so authentisch gewirkt hat und so viele Emotionen bei mir geweckt hat. Mir war im ersten Moment nicht bewusst, dass „Looking for Hope“ zu dieser Reihe gehört. Sie erzählt die gleiche Geschichte aus Deans Perspektive. Es ist zwar eine neue Sicht und viele Aspekte, Gefühle sowie Gedanken sind neu, aber einige Dialoge waren gleich. Somit war ich sehr froh, dass einige Monate zwischen beiden Büchern bei mir lagen. So war vieles nicht mehr ganz so präsent und es war fast so, als würde ich die Erlebnisse noch einmal neu erleben. Wer Skys Sicht nicht kennt, kann jedoch auch dieses Buch unabhängig lesen.

Dean hat als Jugendlicher bereits mehr Schlimmes erlebt, als andere in einem ganzen Leben erleben sollten. Als Kind musste er mit ansehen, wie seine beste Freundin Hope entführt wurde und als Jugendlicher musste er dann seine Schwester tot auffinden. Da ist es nicht verwunderlich, dass er ein ziemlicher Draufgänger wird. Das alles verändert sich, als er auf Sky trifft. Sie erinnert ihn vom ersten Moment an seine Hope aus Kindertagen und Sky stellt direkt seine Welt auf den Kopf.

Bei dieser Geschichte gibt es nicht so viel Action, es gibt keine schnelle Handlung und der Roman ist eher von einer ruhigen Atmosphäre geprägt. Dadurch bekommt der Leser jedoch viel bessere Einblicke in Deans Innenleben, seine Wut auf die Welt und seine innere Zerrissenheit. Ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen und auch manchmal etwas mitleiden. Die Tiefgründigkeit der Überlegungen, der Handlung, aber auch der Charaktere hat mich fasziniert.

Das Hörbuch ist mit 8,5 Stunden eine ungekürzte Lesung, aber die Zeit ist für mich verflogen. Ich hätte gerne noch länger der Stimme von Pascal Houdus gelauscht. Mit seiner ruhigen Art passte er perfekt zu der Handlung. Soweit ich weiß, war dies das erste Hörbuch, das ich von ihm gehört habe, aber ich würde direkt weitere von ihm hören.

Die Reihe ist mit den beiden Perspektiven noch nicht abgeschlossen. Der dritte Band erzählt die Geschichte von Skys Freundin Six, die bisher nur durch ihre frechen SMS bekannt ist. Ihr Charakter wirkte bereits in den kurzen Momenten sehr sympathisch, sodass ich mit Sicherheit auch ihre Geschichte lesen möchte.

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Eine wunderschöne, gefühlvolle Geschichte, die mich mehrfach überrascht hat

A Different Blue
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„Es war einmal eine kleine Amsel, die aus dem Nest gestoßen worden war, weil niemand sie wollte. Man hatte sie achtlos weggeworfen. Aber dann wurde sie von einem Habicht gerettet – er hob sie auf, trug ...

„Es war einmal eine kleine Amsel, die aus dem Nest gestoßen worden war, weil niemand sie wollte. Man hatte sie achtlos weggeworfen. Aber dann wurde sie von einem Habicht gerettet – er hob sie auf, trug sie auf seinen Schwingen davon und gab ihr ein Zuhause in seinem Nest, wo er sie das Fliegen lehrte. Doch als der Habicht eines Tages nicht nach Hause zurückkehrte, war der kleine Vogel wieder allein, und wieder gab es niemanden, der ihn wollte. Die Amsel aber hatte keinen sehnlicheren Wunsch, als davonzufliegen.“

Amy Harmon hat bei mir bereits mehrfach mit sehr emotionalen Geschichten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich muss mir bei neuen Büchern von ihr eigentlich gar nicht mehr den Klappentext durchlesen, um zu wissen, dass ich das Buch gerne lesen möchte. Nach diesem Klappentext hatte ich den Eindruck, dass es um eine Geschichte gehen könnte, in der sich eine Schülerin in ihren Lehrer verliebt. Solche Formate gibt es bereits mehrfach, aber ich habe in diesem Szenario auch schon häufiger Romane gelesen. Wer darauf nicht so steht, der kann dieses Buch dennoch getrost lesen. Es war für mich eine – von vielen – Überraschungen, dass es eben nicht so ein Buch ist. Hier gibt es keine verbotene Liebesgeschichte zwischen Schülerin und Lehrer. Ich hoffe, dass ich so viel verraten durfte ohne, dass sich jemand gespoilert fühlt.

Das Buch handelt davon, dass die 19-jährige Blue Echohawk gerne ihre Wurzeln kennen würde. Mit zwei Jahren wurde sie von ihrer Mutter am Straßenrand zurückgelassen und ist bei einer Pflegemutter groß geworden. Seitdem hat sie das Gefühl nirgendwo dazu zu gehören und versucht auch sich in keine Schublade stecken zu lassen. So reagiert sie auf andere häufig abweisend und teilweise aggressiv. Überraschender Weise schafft es ihr neuer Geschichtslehrer zu ihr durchzudringen.

Die Figur von Blue fand ich sehr faszinierend. Sie ist sehr selbständig und auch wenn sie knallhart wirkt, ist sie doch auch sehr weich. Da sie mit Menschen nicht so gut auskommt, verbringt sie ihre Zeit damit Holzfiguren zu schaffen. Über den Vorgang Kunst aus Holz zu schaffen, wusste ich vorher nicht sonderlich viel und fand es spannend mehr darüber zu erfahren. Hier wird auch gut erklärt, wofür diese Statuen stehen und was sie bedeuten. Neben der etwas schwierigeren Vergangenheit gibt es auch immer wieder lockere, leichte Momente. Blue kann auch manchmal witzig sein und sich über die kleinen Dinge im Leben freuen. Somit hat der Roman eine angenehme Atmosphäre und ist nicht zu schwerfällig.

Den Schreibstil finde ich überragend. Immer wieder gibt es tolle Metaphern und Gleichnisse. Blue vergleicht sich beispielsweise mit einer kleinen Amsel, die aus ihrem Nest gestoßen wird. Dieser Vergleich wird immer wieder aufgegriffen und fortgeführt. So werden aber auch an der ein oder anderen Stelle Parallelen zu historischen Persönlichkeiten oder Ereignissen gezogen. Falls hier auf eine historische Begebenheit eingegangen wird, so wird diese vorab noch einmal grob umrissen, sodass jeder den Vergleich auch ohne geschichtliches Vorwissen verstehen kann.

Ein weiteres, kleines Highlight ist, dass der Titel auch bei jeder Kapitelüberschrift aufgegriffen wird. So ist jedes Kapitel nach einem Blauton (bspw. azurblau, mitternachtsblau, eisblau) benannt. Eben immer „a different blue“. Mir hat diese Lektüre sehr viel Spaß bereitet und ich hatte vielleicht sogar einmal ein kleines Tränchen im Auge. Es war eine wundervolle, bewegende Geschichte und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman der Autorin.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Eine schöne, kurzweilige Liebesgeschichte mit einigen Parallelen zum Film

Sleepless in Manhattan
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„Es gibt nur eins, was ich mir wirklich wünsche… Wenn du tatsächlich der Weihnachtsmann bist, kannst du mir und meinem Dad dann bitte eine liebe Freundin bringen? So etwas Ähnliches wie eine Mutter, allerdings ...

„Es gibt nur eins, was ich mir wirklich wünsche… Wenn du tatsächlich der Weihnachtsmann bist, kannst du mir und meinem Dad dann bitte eine liebe Freundin bringen? So etwas Ähnliches wie eine Mutter, allerdings keine richtige, weil ich nur eine Mommy habe, und die ist ja gestorben. Aber vielleicht eine Frau, die Daddy wieder zum Lachen bringt? Und wenn sie Zöpfe flechten kann, wäre das supercool! Das hat mein Dad echt nicht drauf. Vielen Dank!“

Der Film „Schlaflos in Seattle“ gehört mit Sicherheit schon zu den Klassikern. Bei diesem Buch ist es kein Zufall, dass der Titel sehr ähnlich klingt. Es gibt hier einige Parallelen zu der wundervollen Liebeskomödie. In „Sleepless in Manhattan“ ruft jedoch kein kleiner Junge in einer Radiosendung an, um eine neue Frau für seinen Vater zu finden, sondern die kleine Birdie schreibt mitten im Sommer einen Brief an den Weihnachtsmann, um ihm von ihrem Wunsch zu erzählen. Sie möchte gerne, dass ihr Vater Maxwell wieder glücklich ist und außerdem könnte er auch noch neue Socken gebrauchen. Sadie arbeitet in der Redaktion und ist verwundert einige Monate vor Weihnachten bereits einen Brief an den Weihnachtsmann zu bekommen. Sie geht der Sache allerdings auf den Grund und lernt durch einen Zufall Maxwell kennen, der sie für seine neue Hundetrainerin hält.

Das Rad wird hier nicht neu erfunden und die beiden Geschichten sind sich trotz der Unterschiede ähnlich. Mich haben die Parallelen nicht gestört, da es dennoch eine zuckersüße und wundervolle Geschichte ist. Sie macht sehr schön deutlich, was es bedeutet eine Mutter zu sein und dass hier die Blutsbande nicht immer das wichtigste sind. Außerdem zeigt sie noch einmal deutlich, dass es verschiedene Arten von Liebe gibt und dass es durchaus sein kann, dass man sich im Leben mehrfach verlieben kann.

Maxwell war mir direkt sympathisch, weil er so normal gewirkt hat. Als alleinerziehender Vater ist es nicht unbedingt leicht und er ist da alles andere als perfekt. Wenn er einmal Zeit für sich allein hat, dann sucht er kurzweilige Gesellschaft von Frauen. Für eine ernsthafte Beziehung ist er noch nicht bereit, da er immer noch um seine verstorbene Frau trauert. Er kann nicht kochen und erst recht keine Zöpfe flechten, dafür liebt er jedoch Birdie über alles und gibt sich die größte Mühe. Das mochte ich auf Anhieb.

Bei Sadie war dies zunächst anders. Sie war mir etwas zu aufdringlich und zu forsch. Bei ihr hatte ich immer das Gefühl, dass sie zu direkt ist und sich in Dinge einmischt, die sie nichts angehen. Sadie hat zwar auch ein paar Macken, aber bei ihr sind die Fehler nicht so offensichtlich. Ihre Darstellung war teilweise schon zu perfekt. Da hätte es auch gut ein paar schlechte Wesenszüge geben dürfen. Nach einiger Zeit ist sie mir jedoch auch ans Herz gewachsen. Die Interaktion von ihr und Birdie ist einfach zu schön.

Der Roman ist definitiv etwas fürs Herz. Er kommt ohne viel Drama auf und hat ein ruhiges sowie angenehmes Tempo. Wer gerne viel Action lesen möchte, der sollte zu einem anderen Buch greifen, wer sich allerdings auch ein kleines bisschen verlieben möchte, der wird mit dieser Geschichte glücklich werden.

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Ein emotionaler, wunderschöner Ausflug in die schillernde Welt der Drag Queens

In all seinen Farben
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„Du wirst deinen Weg schon machen“, sagt sie. „Das ist kein Weltuntergang.“ „Warum fühlt es sich dann so an?“ „Weil all deine Hoffnungen und Träume soeben zunichte gemacht wurden.“ Sie erklärte das ganz ...

„Du wirst deinen Weg schon machen“, sagt sie. „Das ist kein Weltuntergang.“ „Warum fühlt es sich dann so an?“ „Weil all deine Hoffnungen und Träume soeben zunichte gemacht wurden.“ Sie erklärte das ganz beiläufig, so als wäre mir nicht gerade erst das Herz aus der Brust gerissen worden. „Wow.“ „Aber jetzt heißt es, Kopf hoch und weitermachen.“ Mum löst sich von mir und legt eine Hand an meine Wange. „Es bedeutet nur, dass es umso schöner wird, wenn du es dann schaffst.“

Mittlerweile gibt es einige queere Romane und es freut mich immer wieder, dass auch im Marketing kaum noch Unterschiede gemacht werden, ob ein Buch eine Liebesgeschichte von einem Mann zu einem Mann oder einem Mann zu einer Frau beinhaltet. Für mich ist dies ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Dieses Buch war dennoch für mich etwas Besonderes, da es nicht nur Robins Liebesgeschichte erzählt, sondern mich vor allem in die Welt der Drag Queens entführt hat. Ich habe zwar einmal eine Drag Show besucht, aber mich ansonsten nicht weiter mit dieser Thematik beschäftigt. Somit habe ich hier noch einiges dazu gelernt, bspw. war mir nie bewusst, dass auch Cis-Frauen als Drag Queen auftreten.

Robin weiß zu Beginn des Romans bereits, dass er homosexuell ist und ist in einer Beziehung zu Conner, der sich allerdings noch nicht outen möchte. Die Geheimnistuerei erleichtert die Beziehung eindeutig nicht. Als Robin von seinem Traumcollege eine Absage erhält, ist er am Boden zerstört. Seine Freunde laden ihn daher zu seinem Geburtstag zu einer Drag Show ein. Fasziniert von der künstlerischen Darstellung fragt sich Robin, ob er nicht auch Teil dieser Welt sein könnte.

Mir gefällt bei diesem Buch, dass hier die Charakterentwicklung und die Selbstfindung im Vordergrund steht. Jede Veränderung wird authentisch beschrieben und der Leser kann so mit Robin mitfühlen. Die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet, auch wenn ich bei ihnen nicht immer so gut nachvollziehen konnte, warum sie sich so verhalten. Hier wäre es vielleicht hilfreich gewesen, wenn die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben würde. Mich hätte sehr interessiert, warum es für Connor so schwer ist, offen zu Robin zu stehen.

Ansonsten mochte ich den Ausflug in die Drag Welt. Mir war nie bewusst, wie aufwändig so ein Make-Up sein kann und wie viel Übung hinter einem fünfminütigen Auftritt steckt. So viele Gedanken habe ich mir wohl noch nie über ein Outfit gemacht. Das Miteinander der Queens hat mich allerdings berührt. Sie geben denen ein Zuhause, die vielleicht woanders nicht dazugehören und das war bewegend. Auch hier hätte ich gerne mehr Sichten gehabt, um noch mehr Hintergrundgeschichten der einzelnen Queens zu erfahren.

Das Einzige, was mich manchmal gestört hat, war Robins Launenhaftigkeit. Er reagiert häufig äußerst emotional und in meinen Augen an der ein oder anderen Stelle zu übertrieben. Ich weiß nicht, wie häufig er in dem Buch geweint hat, aber die Reaktionen waren nicht immer in dem Maße nachvollziehbar. Jeder darf mal zickig oder traurig sein, aber wegen einer Kleinigkeit tagelang eingeschnappt zu sein, finde ich nicht unbedingt normal.

Alles in allem hat mich jedoch dieses Buch mit all seinen Facetten und in all seinen Farben überzeugt. Es war ein schillernder, emotionaler Ausflug in die Welt der Drags und es hat mir Spaß gemacht Robin ein Stück auf seinem Weg zu sich selbst zu begleiten. Einfach nur ein wundervolles Jugendbuch.

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