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marpije

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2017

Was ist wichtig ?

was es ist
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Viola ist einsam, unglaublich einsam, auf ihre eigene Wunsch....tagsüber sie arbeitet im Büro wo sie entwickelt Marketingstrategie für die Stofftiere, am Abend sie steht in ihren Wohnung und schaut aus ...

Viola ist einsam, unglaublich einsam, auf ihre eigene Wunsch....tagsüber sie arbeitet im Büro wo sie entwickelt Marketingstrategie für die Stofftiere, am Abend sie steht in ihren Wohnung und schaut aus Fenster auf das Welt, ihr beste Freund am Abend ist der Bügelbrett...
Durch Krankheit ihrer Mutter Viola muss aus diesen bequemen , unsichtbaren Leben raus, sie muss nach Hause fahren und sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen , mit den alten Schmerz und die nie geheilten Wunden....
Julia  Willmann hat ein Buch geschrieben welche berührt und bringt viel Stoff zum nachdenken, sie schreibt über Einsamkeit, Verziehen, Zweifeln, Zerrissenheit zwischen Arbeit und das Kindsein, Verstehen, Vertrauen und die Liebe. Was ich wichtiger Arbeit oder pflegebedürftige Eltern, soll Viola ihre Leben hinter sich lassen und um ihre Eltern sich kümmern ? , die Entscheidungen sie muss treffen und das nicht leicht ist , weil früher in der Familie nichts alles perfekt war. Viola muss auch wegen sich selber entschieden, leben oder weiter sich verstecken ? Die nächste große Frage Liebe oder Arbeit ? Sie hat die Arbeit gewählt und ihre Wahl hat sie von die anderen Leuten abgetrennt ....
Der Schreibstil ist sehr gut, deutlich, stark und  intensiv , die Sätze sind kurz, emotional und Inhaltreich , die niesten sich im Kopf und suchen auf die Antworten. Die ganze Geschichte ist ruhig und fast melancholisch geschrieben , die Protagonistin tut mir Leid aber ganz sympathisch ist mir nicht.


Sehr lesenswert !!!

Veröffentlicht am 16.04.2017

Ruhige Krimi

Alte Schuld
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Bernardo Bertini, ein Kommissar aus Mailand wird nach kleines Dorf San Giorgio geschickt, wo ist eine Leiche von jungen Mann gefunden. Die Leiche ist schon stark verwest und gleich ist klar, dass hier ...

Bernardo Bertini, ein Kommissar aus Mailand wird nach kleines Dorf San Giorgio geschickt, wo ist eine Leiche von jungen Mann gefunden. Die Leiche ist schon stark verwest und gleich ist klar, dass hier handelt sich um ein Verbrechen aus der Vergangenheit. Da an diesen Fall ist der oberste Chef der Mailänder Polizei sehr interessiert, hat Bertini kein Wahl, er muss die Ermittlungen übernehmen und nach  San Giorgio zu fahren. Diese kleine , verschlafene  Dorf hat für unsere Kommissar dunkle Geheimnisse und verschwiegene Leute parat, im Laufe seiner Arbeit Bertini wird immer tiefer in die dörflichen Beziehungen blicken und immer wieder auf der Wand aus Schweigen treffen.


Guido Walter Müller hat ein Krimi geschrieben mit sehr sympathischen Kommissar , der ist ein Genießer von guter Essen und von Leben, bei ihm die Arbeit ist wichtig, aber die Familie steht auf die erste Stelle. Bertini kann sehr gut mit seiner Mitarbeiter umgehen und seine gemütliche Lebensstil übertragt er auf die andere Leute, seine große Stärke sind Ruhe und klare Denken.
Diese Krimi drückt nicht, hier herrscht leichte und entspannte Atmosphäre mit ständig wachsenden Spannung. Der Autor lässt weg die Brutalität und Gewalt, er schreibt viel über menschlichen Verhältnissen und diese psychologische Teil hat mir sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 01.04.2017

Die große Metamorphose

Die Verseflüsterin
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" Hör auf deine Gefühle "- diese kurze Botschaft entdeckt Marcus an seiner Windschutzscheibe und diese Botschaft verändert seine Leben. Zu erst denkt er die ganze Zeit wer kann ihm diese Nachricht gelassen? ...


" Hör auf deine Gefühle "- diese kurze Botschaft entdeckt Marcus an seiner Windschutzscheibe und diese Botschaft verändert seine Leben. Zu erst denkt er die ganze Zeit wer kann ihm diese Nachricht gelassen? wer kennt ihn so gut um zu wissen dass er mit seinem Leben nicht glücklich ist ? - seine Frau Isabelle ?, sein Chef ?, oder der merkwürdige Mann aus der Straße ? Dann Markus beginnt tatsächlich auf seine Gefühle hören und von die hektischen Alltag sich zurück ziehen , sein Leben verändert sich und er ist immer mehr glücklicher....


Der Marcus arbeitet in einer IT - Firma und ist gute Beispiel für unsere stressige Leben wo die Unzufriedenheit wächst von Tag zu Tag , wo wichtig ist nur das Geld und Arbeit - die Familie, Hobby und das was uns  gefällt spielt nur Nebenrolle . Aber Marcus gehört zu den Leuten welche, dank die kurzen Botschaft , probieren das Leben zu analysieren - was ist echt wichtig ? was macht mich glücklich ? muss ich das alles haben ? - und Marcus gehört zu den Leuten welche haben gewonnen mit die Hektik und der Stress, er beginnt auf das leben ganz anders schauen und sortieren. Die Metamorphose ist gelungen...


Der Autor hat schönes Buch geschrieben über uns und unsere Probleme in jetzigen Zeiten und er hat uns der Lösung von den Augen gestellt - wir müssen nur auf unsere Gefühle hören und das Leben wird ruhiger und glücklicher.


Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, wir blicken tief in Gefühlswelt von Marcus und wir erleben ganz nah die große Verwandlung - das loslassen und endlich leben.


Der Schreibstil ist ruhig , poetisch, melancholisch, die Sätze haben nostalgische Note und bringen viel Stoff zum nachdenken.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Die letzte Reise

Weit weg ist anders
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Edith Scholz nach einer Sturz in ihrer Wohnung und einen Aufenthalt im Krankenhaus muss in Reha fahren nach Usedom. Dort trifft sie Christel Jacobi , eine sehr freundliche Frau mit Vorliebe zum Handarbeiten, ...


Edith Scholz nach einer Sturz in ihrer Wohnung und einen Aufenthalt im Krankenhaus muss in Reha fahren nach Usedom. Dort trifft sie Christel Jacobi , eine sehr freundliche Frau mit Vorliebe zum Handarbeiten, Karten und Yoga. Die zwei Frauen sind sehr verschieden von Charakter, aber sie sind in gleichen Alter - über 70 , was am Anfang sieht nur auf kurze Reha Bekanntschaft entwickelt sich zu große Abenteuer quer durch Deutschland...


Die zwei Frauen  sind sympathisch ( auf eigene Weise ) und realistisch dargestellt , aber ich bis zum Ende war nicht richtig mit den beiden warm geworden, die letzte Funke hat mir gefehlt. Edith ist eine Frau welche weißt was sie will und die Meinung von die anderen interessiert sie nicht, sie genießt ihre Leben in Berlin und trinkt ein bisschen zu viel, sie lebt alleine - ihre Mann ist gestorben und mit der Sohn Bruno hat Edith das Kontakt abgebrochen, aber die alleine sein stört sie nicht, sie liebt ihre Ruhe und die Freiheit , sie kann jederzeit machen was sie will. Edith ist selbstbewusst und in den Umgang mit die Leuten ein bisschen rau. Christel ist ganz anders- immer nett zu den anderen, weich und jämmerlich , sie macht sich ständig Sorgen was die Leute sagen  und trotz ihre Freundlichkeit und Lebenswürdigkeit ich habe der Eindruck sie ist mit ihren Leben unzufrieden - die beide unternehmen zusammen eine Reise und ich habe mich gewundert wovon die Edith nimmt das Geduld für Christel....


Das Buch fängt sehr leicht und mit witzigen Stimmung , aber dann die Atmosphäre betrübt sich immer mehr durch die Familiäreprobleme und die Krankheit von Christel, das Ende ist nur traurig und sehr nachdenklich. die leichte Note ist weggewischt.


Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen , die Autorin ist gut gelungen die Gefühle und die Emotionen auf der Leser übertragen, genauso gut und ausführlich sind die zwei Damen beschrieben. Die Nebenpersonen haben starken Charakterriss  - die Tochter von Christel, Kim, weckt gemischte Gefühle von Mitleid bis zum Wut und der charmante Herr aus Baden- Baden lässt nur bittere Geschmack....


Das Buch bietet gute Unterhaltung und bringt viel Stoff zum nachdenken.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Der bömische Samurai

Der böhmische Samurai
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Im Jahr 1896 kehrt Graf Heinrich Coudehove- Kalergi mit seiner japanischen Ehefrau Mitsuko und den beiden Söhnen Richard und Johannes ( Hansi ) aus dem diplomatischen Dienst in Japan zurück nach Ronsperg ...

Im Jahr 1896 kehrt Graf Heinrich Coudehove- Kalergi mit seiner japanischen Ehefrau Mitsuko und den beiden Söhnen Richard und Johannes ( Hansi ) aus dem diplomatischen Dienst in Japan zurück nach Ronsperg in der Schloss. Die Ehepaar bekommt noch fünf weiter Kinder und kurze Zeit sie leben fast sorglos, doch dann stirbt der Graf mit nur 46 Jahren und die Mitsuko bleibt alleine mit die Kinder und der große Sehnsucht nach Heimat, sie ist deutlich überfordet und die fremde Kultur macht ihr das Leben schwer. Mitsuko wird immer mehr verbittert und depressiv, sie flieht , nach den Tod von Heinrich, mit ihren Kinder nach Stockau in der alte Kloster, dort sie richtetet ein Garten auf die japanische Still . Nach Paar Jahren Hansi kehrt zurück zu seinem Schloss in der Ronsperg, er wohnt dort zusammen mit seine Ehefrau Lily, doch seine arogante, hochnäsige Benehmen vertreibt Lily und die gemeinsame Tochter aus der Schloss weg. Nach den zweiten Weltkrieg Hansi landet in tschechischen Internierungslager in Chrastavice, durch die " Benes- Dekrete " hat die Familie alles verloren...

Der Autor hat ein historisches Roman geschrieben wo die Sprache ist sehr gut an damalige Zeiten angepasst, ihm ist auch gelungen die Atmosphäre mit alle dazugehörigen Stimmungswandlungen auf uns Leser übertragen .

Die Protagonisten sind gut ausgebaut , alle haben starken Charakterriss, besonders Hansi , mit alle Schwächen und Kanten, alle sind mehr oder weniger sympathisch und was sehr wichtig ist die alle "leben" in diesen Buch. Nur bei Hansi meine Gefühle waren kalt geblieben, er war egoistisch und verliebt nur in sich selbst, seine ektrawagante Leben beschreibt der Autor sehr detailreich und mit eine kleine Nute Ironie.

Das Buch mischt zwei Erzählstränge - die eine von 1896 bis zum 1945 und die zweite ist von 1945 wenn der Hansi im Lager ist. Die Wechsel tut gut ,weil manchmal die Geschichte ein bisschen langatmig war . Der Handlung ist konstruiert wie eine Familienchronik , die liest sich gut aber der Schreibstil ist nicht leicht - dicht und mit sehr vielen Informationen, hier ist die langsame lesen angesagt :)

Lesenswert !!!