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Veröffentlicht am 29.04.2020

Nervenkitzel von der ersten bis zur letzten Seite

Das Dorf der toten Seelen
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Zusammenfassung:
Silvertjärn, ein abgelegener Ort mitten im Wald von Norrland. Dort, wo vor 60 Jahren, alle knapp 900 Einwohner des kleinen Ortes von einen Tag auf den anderen unter mysteriösen und bisher ...

Zusammenfassung:
Silvertjärn, ein abgelegener Ort mitten im Wald von Norrland. Dort, wo vor 60 Jahren, alle knapp 900 Einwohner des kleinen Ortes von einen Tag auf den anderen unter mysteriösen und bisher ungeklärten Umständen verschwunden sind. Nach all den Jahren, die seitdem vergangen sind, ist Margareta, die damals kurz vor diesem schrecklichen Ereignis aus der Stadt gezogen ist und bis heute nicht versteht, was sich dort zugetragen hat, gestorben. Nun hat ihre Enkelin Alice es sich zur Aufgabe gemacht, einen Dokumentarfilm über dieses Dorf zu produzieren und damit die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie will herausfinden, was damals geschehen ist und bricht mit ihrem Team zu dem verlassenen Ort auf. Dort angekommen geschehen schon bald ungewöhnliche Dinge. Ein heiseres Lachen, eine immer wieder plötzlich auftauchende Gestalten und schlussendlich ein Mord. Wer ist außer ihnen noch im einsamen Silvertjärn?

Meine Meinung:
Um das ganze direkt vorweg zu nehmen, das Buch war einfach der Shit! Richtig, richtig gut!

Ich hatte am Anfang noch etwas Angst davor, dass es einen Einschlag von Horror in sich haben wird und es dadurch richtig gruselig wird. Und genau das hatte es schlussendlich auch. Aber das hat das ganze einfach nur nochmal besser gemacht.

Dieses Buch hatte Nervenkitzel und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Schöne an einer solchen Geschichte, wie wir sie hier vorfinden ist ja einfach, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer für all diese Vorfälle verantwortlich ist. Ist es jemand aus den eigenen Reihen? Wem kann man noch vertrauen? Gibt es doch noch Überlebende aus der Zeit von damals beziehungsweise sind sie gar nicht tot, sondern damals nur abgehauen? Oder sind es doch übernatürliche Gestalten, die dort ihr Unwesen treiben? Die Autorin weiß es mit dieser Ungewissheit zu spielen und lässt so den Leser jedes Mitglied des Teams und sogar sein eigenes Urteilsvermögen in Frage stellen. Grandios!

Die Charaktere in der Geschichte fand ich durchweg sehr durchdacht und spannend. Wobei ich zugeben muss, den Handlungsstrang und damit die Protagonisten der Gegenwart fand ich schon fast langweilig im Gegensatz zur Vergangenheit. Die Passagen der Vergangenheit haben mich regelrecht gepackt und wollten mich gar nicht mehr loslassen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Elsa weiter geht. Was damals wirklich passiert ist und ob es tatsächlich möglich ist, dass es noch Überlebende von damals gibt. Und sind wir mal ganz ehrlich, wenn die Hautprotagonistin der Vergangenheit dann auch noch den eigenen Namen trägt, wer kann sich da schon auf die Gegenwart konzentrieren? Und so habe ich ständig gewartet, nur um wieder mehr über Silvertjärn vor 60 Jahren zu erfahren.

Dennoch hatte auch die Gegenwart den ein oder anderen Leckerbissen in sich. Hier waren besonders viele der Schreck- und Gänsehautmomente untergebracht. Doch nicht nur das, auch das Misstrauen in die Teammitglieder und die Angst, was als nächstes passiert wurden ständig neu geschürt. Ich habe mich immer wieder selbst dabei erwischt, wie ich spekuliert habe, wer nun dahinterstecken könnte und wie das ganze in den Zusammenhang mit der Vergangenheit gebracht werden konnte.

So, jetzt habe ich die ganze Zeit nur so geschwärmt von diesem Buch. Gibt es denn auch etwas „Schlechtes“ daran? Darüber musste ich tatsächlich erst einige Minuten nachdenken, um eine Antwort zu finden. Und tatsächlich gab es nur eine Kleinigkeit, die mir ganz weit hinten im Kopf geblieben ist. Die Handlungen der Protagonistin in der Gegenwart. Teilweise hat sie so bescheuert gehandelt, wie man es sonst nur aus typischen Horrorfilmen kennt. Man hört ein Geräusch, oh ja, laufen ich allein hin und gucke. Man hört Schritte, super, frage ich mal, ob da ein Einbrecher ist. Oder in ihrem Fall, ich sehe oder höre bestimmte Dinge, ok behalte ich es lieber für mich anstelle es den anderen zu sagen, denn die könnten mir ja nicht glauben, auch wenn sie selbst schon sowas hier im Dorf erlebt haben. Einfach nur bekloppt. Darüber konnte ich mich tatsächlich dann auch einige Stunden aufregen.

Fazit:
Das Dorf der toten Seelen ist in jeder Hinsicht ein richtig gutes Buch gewesen. Es war spannend, es war gruselig und es war unvorhersehbar. Definitiv ein Highlight für Thriller Fans!

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Lässt auf eine 5-Sterne Dilogie hoffen

Night of Crowns, Band 1 - Spiel um dein Schicksal
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Zusammenfassung:
Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch.

In jede Generation müssen 32 Spieler im Schach gegeneinander antreten, bis einer ...

Zusammenfassung:
Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch.

In jede Generation müssen 32 Spieler im Schach gegeneinander antreten, bis einer der Könige schachmatt gesetzt wurde. Selbst heute, obwohl die Anwesen längst Internate geworden sind, schlägt der Fluch wieder grausam zu.

Alice ahnt von all dem nichts, als sie für ihre Sommerkurse nach Chesterfield geschickt wird. Hier lernt sie den charmanten Vincent kennen, der ihre Aufmerksamkeit fesselt. Er lässt sie alles um sich herum vergessen, doch wieso bekommt sie in seiner Gegenwart jedes Mal solche Kopfschmerzen und merkt, wie ihr Körper anfängt zu kribbeln?

All das gerät jedoch in den Hintergrund, als sie eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald findet und ihr zur Hilfe eilt. Doch sie kann sie nicht retten. Und dann taucht auf einmal das Symbol einer Schachfigur auf ihrem Handgelenkt auf, und macht sie selbst zur Spielfigur in einem Spiel um Leben und Tot.

Meine Meinung:
Als ich mich für das Buch angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich dem 1. Dezember (dem Erscheinungstermin für Band zwei) so sehr entgegenfiebern werde, wie ich es jetzt tue.

Das Setting und die Idee hinter der Geschichte finde ich beeindruckend. Tatsächlich habe ich bisher kein Buch gelesen, was im Entferntesten in diese Richtung geht. Definitiv dafür schon ein großes Lob an die Autorin.
Die Handlungen der Charaktere waren teilweise vorher zu sehen, oftmals aber dennoch spannend. Daher war auch schon recht früh im Buch klar, wohin die Reise mit Alice, Vincent und Jackson gehen wird. Wenn ich auch zugeben muss, dass die Autorin mich doch zwischenzeitlich etwas an der Nase herumgeführt hat.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat war, dass die Autorin es geschafft hat, mich nicht nur Sympathie, sondern auch immer weiter anwachsenden Hass für bestimmte Charaktere zu empfinden. Auch die Vielfalt der anderen Charaktere mit ihren Eigenschaften und ihren Bestimmungen haben der Geschichte sehr viel gegeben. Durch jeden neu eingeführten Spieler hat das Schachbrett mindestens zehn neue Facetten bekommen. So wurde die Geschichte auch mit jedem Kapitel ein kleines bisschen Tiefer.

Genauso waren die Träume von Alice eine unheimliche Bereicherung für den Leser.

Um das ganze jetzt aber nicht nur rosarot darzustellen, kommen wir mal zu ein paar Punkten, die mir nicht gefallen haben.

In vielen Bereichen des Buches hat mir die Gefühlsebene der Charaktere gefehlt. Besondern bei Alice und Jackson hätte ich mir ein ums andere Mal mehr Emotionen gewünscht.

Außerdem war es für mich teilweise sehr schwierig, mir alle Spieler, ihre Positionen, Namen und Beziehungen zueinander zu merken. Hier war ich tatsächlich froh, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe, ansonsten wäre ich definitiv nicht mehr richtig in die Geschichte reingekommen.

Als Abschluss komme ich nun nochmal zum Ende… DAS ENDE! Ja, es ist ein gutes Ende an genau der richtigen Stelle, aber ich will doch jetzt nicht ernsthaft 8 Monate warten, bis ich lesen kann, wie das ganze Spiel ausgeht. Das ist wirklich eine Herausforderung. Zumal ich den Abschied auch jetzt, einige Tage später noch genauso tief in meinem Herzen spüre wie in dem Moment als ich ihn lesen musste. Auch hier habt mir ein bisschen die Gefühlsebene gefehlt, dennoch war es zerstörend.

Fazit:
Ich bin überzeugt davon, dass dies ein toller Zweiteiler wird und freue mich jetzt schon sehr auf das Finale im Dezember.

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Erstklassiges Finale

Night of Crowns. Kämpf um dein Herz
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Band 2 der Night of Crowns Dilogie. Spoiler auf den ersten Band sind daher nicht ausgeschlossen!

Zusammenfassung:
Auf der Suche nach dem zweiten Slave, hat Alice das Spielfeld verlassen. Doch dem Fluch ...

Band 2 der Night of Crowns Dilogie. Spoiler auf den ersten Band sind daher nicht ausgeschlossen!

Zusammenfassung:
Auf der Suche nach dem zweiten Slave, hat Alice das Spielfeld verlassen. Doch dem Fluch von Chesterfield und St. Burrington kann niemand entkommen. Und so muss Alice schnell verstellen, dass sie nicht aus ihrem Albtraum entkommen ist, sondern immer tiefer in ihn hineingerät, denn plötzlich findet sie sich in einer ganz neuen Version ihres Lebens wieder. Mittendrin, Jackson, der schwarze König, den sie so sehr vermisst. Dieser kann sich allerdings nicht an sie erinnern. Aber nicht nur Jackson trifft sie wieder. Alle bisher überlebenden Spieler sind in dieser neuen Realität zuhause. Leider teilen auch sie das Schicksal des Vergessens und erkennen Alice nicht wieder. Als wäre all das nicht schon schlimm genug, steht sie auf einmal dem weißen König Vincent gegenüber und muss schmerzlich begreifen, dass ihr aller Schicksal tiefer miteinander verwoben ist, als sie bisher gedacht hatte. Sie muss unbedingt zurück auf Spielfeld, um nicht noch mehr Spielfiguren zu verlieren. Welche Seite wird sie wählen? Schwarz oder Weiß? Leben oder Tod?

Meine Meinung:
Ein sehr gelungenes Finale dieser Dilogie.

Ich muss zugeben, ich musste noch einmal die letzten zwei Kapitel des letzten Buchs lesen, um wieder richtig reinzukommen. Dies lag jedoch nicht daran, dass der Start des neuen Buchs mir Schwierigkeiten bereitet hat. Das war nicht der Fall. Hier wurde sehr gut an die letzte Szene angeschlossen, entscheidende Momente wiederholt und auch das Spielerhandbuch mit den Figuren, deren Fähigkeiten und gefallenen Spielern wiederholt. Allerdings haben mir, meiner Meinung nach, wichtige Zusammenhänge gefehlt. Ich denke, ich habe sie einfach in der Zeit zwischen Teil eins und zwei vergessen.

Und dann ging es auch direkt schon rasant los.
Alice als unser Hauptcharakter hat gefühlt keine Minute in diesem Buch, in der sie mal zu Atem kommt. Isst sie eigentlich überhaupt mal etwas? Dennoch hat sie auch in diesem Band wieder eine Stärke, die man selten findet. Sie geht proaktiv in Situationen rein und lässt sich nicht nur von einer in die nächste ziehen. Selbst in ihren Momenten des Zweifelns wirkt sie nicht verloren, sondern stellt sich diesen Gefühlen und schöpft neue Kraft aus ihnen. Eine unheimlich mächtige und willensstarke Frau.

Dann wären da auch noch die zwei Könige. Und ganz ehrlich, bei den beiden habe ich mich in dem Buch immer wieder gefragt, wem ich nun eigentlich trauen kann und wem nicht. Natürlich ist da Jackson. Jackson. - seufzt - Lieben wir ihn nicht alle ein kleines Bisschen? Und gerade das macht ihn ja auch irgendwie so vertrauenswürdig. Aber genau das hat mich auch immer wieder dazu gebracht ihn zu hinterfragen. Ist er wirklich so ehrlich, wie man denkt?

Und als Gegenspieler dazu Vincent. Von dem man die ganze Zeit zu wissen meint, dass er „böse“ ist. Dass er nur sein Ego in den Vordergrund stellt. Ich meine er ist halt einfach von Grund auf schlecht. Oder? Als weißer König war er wirklich eine tolle Besetzung. Durch ihn durfte ich von einer Person in diesem Buch nicht nur die Gegenwart auf dem Spielfeld miterleben, sondern auch gleichzeitig seine Vergangenheit spüren. So wurde mir wieder einmal gezeigt, dass man nicht zu schnell urteilen sollte.

Aber auch alle anderen Charaktere in diesem Buch, Issy, Bastion, Hawk, Regina,… Sie waren so viel mehr als einfach nur Spieler auf einem Feld. Durch jeden Einzelnen wurde die Geschichte ein Stück besser. Ein Stück größer.

Nur in den letzten Szenen des Kampfes ging es mir dann doch etwas zu schnell und reibungslos. Nach all den Auf und Abs, Geheimnissen und Herausforderungen, findet sie einfach so dass, wonach sie die ganze Zeit gesucht haben. Es taucht einfach wie aus dem nichts auf? Das war mir tatsächlich etwas zu einfach. Hier hätte ich mir mehr von der Autorin gewünscht, selbst wenn das bedeutet, dass nochmal 30 Seiten dazu kommen. Nicht das ich mich bei Stella Tack jemals um 30 zusätzliche Seiten beschweren würde.

Fazit:
Spannung, Liebe, Zweifel, Action. All das wird auch hier im finalen Band wieder erstklassig verwoben.

Die Seiten sind für mich (leider) nur so dahingeflogen und viel zu schnell kam schon das Ende und damit der Abschied von Alice, Jackson, Vincent, etc.

Beide Bände definitiv eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Puh, das war wirklich ein Hammer

Und immer nur du
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Zusammenfassung:
Vor 10 Jahren hat Fenja durch einen dramatischen Fehler ihrer Mutter ihr Zuhause und ihre erste Liebe Elias verloren. Jetzt, 10 Jahre später, muss sie zurück an den Ort, der sie vor vielen ...

Zusammenfassung:
Vor 10 Jahren hat Fenja durch einen dramatischen Fehler ihrer Mutter ihr Zuhause und ihre erste Liebe Elias verloren. Jetzt, 10 Jahre später, muss sie zurück an den Ort, der sie vor vielen Jahren zerbrochen hat, um den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter zu regeln. Als sie auf ihrer Beerdigung nun Elias trifft, reißen ihre alten Wunden erneut auf. Gleichzeitig spürt sie, dass sich nach all der Zeit endlich wieder etwas wirklich richtig anfühlt. Und trotz aller Widerstände in ihr merkt sie schnell, dass die Anziehungskraft von früher noch genauso stark ist wie vor 10 Jahren. Doch das Leben wäre nicht das Leben, wenn es nicht immer neue, undenkbare und schmerzhafte Hindernisse für sie bereithalten würde.

Meine Meinung:
Puh,… Das war wirklich ein Hammer.

Ich muss ja zugeben, ich habe des Öfteren in diesem Buch gedacht „Oh man, bitte lass es nicht so enden.“ Doch ich habe mich jedes Mal erneut damit beruhigt, dass die Autorin bei einer so kurzen Geschichte sicherlich nicht so ein Ende schreiben würde. Das wäre ja wirklich grausam… Jap, und als es dann doch genau so kam, hat es mich trotz all der Vorahnungen komplett aus der Bahn geworfen. Ich saß da und dachte einfach nur: „Ne, das ist jetzt nicht wirklich passiert. Da kommt noch was.“ Jaaaaaaaa, ne.

Aber fangen wir nochmal ganz vorne an.

Die Charaktere fand ich alle bezaubernd. Fenja, Elias, aber auch jeder andere aus diesem süßen kleinen Dörfchen war so herzlich und liebevoll, dass sie wie eine kleine Familie für mich geworden sind.
Besonders stark waren natürlich die beiden Hauptcharaktere Fenja und Elias.

Elias, der seine Fehler eingesehen hat und jetzt kämpft, bis er sich das Leben zurückerobert hat, was er vor all der Zeit weggestoßen hat. Der immer zu Fenja steht, ihr Halt gibt, sie nicht drängt, sie an ihre Grenzen führt und für sie da ist, wenn sie diese überschreitet. Ganz ehrlich, wer möchte nicht gerne einen Elias an seiner Seite haben?

Doch ich finde, Fenja hat noch viel mehr Potenzial gehabt. Und dieses Potenzial hat die Autorin auch bis aufs Äußerste aus ihr herausgekitzelt. Ihr Wandel von einer kalten, zurückhaltenden Frau zu einer selbstbewussten, starken, emotionalen und leidenschaftlichen Löwin fand ich einfach nur wundervoll mitanzusehen. Wie sie jeder Rückschritt immer wieder aufs Neue hat aufstehen lassen. Wie sie immer neuen Mut und neue Kraft hervorgeholt hat. Und ganz besonders auch ihre Stärke mit den Geheinissen aus der Vergangenheit umzugehen hat mich tief beeindruckt. Für mich definitiv ein Vorbild.

Muss ich hier noch erwähnen, dass ihr ihren Macker, den alten Kotzbrocken nicht mochte? Einfach ein ekelhafter Typ. Ich musste wirklich sehr an mich halten als er seine „großen“ Auftritte in diesem Buch hatte. So ein Abschaum.

Wen ich aber wirklich nochmal erwähnen möchte, einfach weil er es meiner Meinung nach mehr als verdient hat, ist Thomas. Was soll ich sagen. Er war einfach die gute Seele dieses Buchs. Danke, dass ich dich in dieser tollen Geschichte kennenlernen durfte!

Fazit:
Einerseits, ein locker leichtes Buch, was mal sehr schnell lesen kann und was einem einfach ein gutes Gefühl vermittelt. Es trägt dich in ein kleines Dörfchen, in eine eigene kleine Gemeinschaft, die dich so aufnimmt wie du bist. Andererseits hat es das Potenzial, dich auch einfach fassungslos und innerlich kaputt zurückzulassen.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Endlich die lang ersehnte, richtig gute Fortsetzung

Das Gedächtnis von Babel
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Band 3 der Spiegelreisenden-Saga

Zusammenfassung:
Fast drei Jahre sind vergangen, seit Ophelia Thorn das letzte Mal gesehen hat.
Nachdem er spurlos verschwunden ist, musste sie zurück auf ihre Heimat-Arche. ...

Band 3 der Spiegelreisenden-Saga

Zusammenfassung:
Fast drei Jahre sind vergangen, seit Ophelia Thorn das letzte Mal gesehen hat.
Nachdem er spurlos verschwunden ist, musste sie zurück auf ihre Heimat-Arche.
Doch nach all der Zeit stehen auf einmal ihre Freunde vor ihrer Tür und bieten ihr einen Ausweg.
Sie hat die Wahl: Entweder, sie geht mit auf die Suche der verschwundenen Arche, oder sie begibt sich alleine auf die Suche nach Thorn.
Ihr Entschluss ist schnell gefasst und so führt ihr Weg sie direkt nach Babel, der Arche des Wissens.
Dort schreibt sie sich auf einer Schule ein, um an das "geheime" Wissen heran zu kommen und so evtl. einen Hinweis auf Thorns Aufenthaltsort zu bekommen.
Allerdings machen ihr die strikten Regeln und Roboter ähnlichen Bewohner das Leben schwer.
Und damit nicht genug. Immer mehr Menschen verunglücken auf mysteriöse Art und Weise und Ophelia merkt, dass sie selbst schon viel tiefer in dieser tödlichen Geschichte verstrickt ist als sie dachte.
Wird sie es schaffen Thorn zu finden oder wird sie selbst das nächste Opfer der mysteriösen Unfälle werden?

Meine Meinung:
Ich hätte es ehrlich gesagt nicht erwartet, aber ich war richtig begeistert.

Die vorherigen Bände waren für mich zeitweise ziemlich langatmig und haben mich regelrecht aufgeregt, weil die Protagonisten so unfähig waren.
Doch hier wurde ich endlich, nach all der Zeit des Wartens und Durchhaltens mit einem richtig guten Band belohnt.

Ophelia wird nach all den schweren Zeiten zu der starken Frau, die schon lange in ihr schlummert. Sie kämpft sich, völlig auf sich alleine gestellt durch jede neuen Herausforderungen und meistert alle Höhen und Tiefen.
Auch findet sie hier das erste Mal, nach den vielen miserablen Lebensumständen, denen sie sich bisher stellen musste, Vertrauen in ihre Mitmenschen.
Doch nicht nur Ophelia hat in diesem Band ihre großen Auftritte.
Viele der Charaktere aus den ersten beiden Bänden finden sich hier wieder und zeigen neue Facetten der Geschichte.
Ganz besonders spannend fand ich dahingehend auch die kleine Viktoria.
Sie hat in diesem Buch eigene Kapitel, in denen mach aus ihrer Sicht die Geschehnisse erlebt.
Denn auch sie hat eine bisher ungeahnte Gabe, die am Ende des Buches zu einem fiesen Cliffhanger führt.
Was wird es mit dem kleinen Mädchen und ihren Reisen noch auf sich haben? Welche Rolle wird sie noch haben? Und wie fügt sich das ganze in das Bild ein?

Fazit:
Dieses Buch war wirklich ein durchweg guter Band. Es gab reichlich Spannung, unvorhergesehene Wendungen und neue Handlungsstränge.
Es wurden wieder einige Fragen beantwortet aber noch viel mehr aufgeworfen.
Ich bin sehr gespannt, wie all diese Stränge im finalen Band zusammenkommen und freue mich schon tierisch ihn zu lesen.
Erst recht nach diesem Cliffhanger...

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