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Veröffentlicht am 05.04.2022

Faszinierend, mit Schwächen (3-3,5)

Soulbird - Das Geheimnis der Nacht
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Alice kehrt in die Parallelwelt Londons zurück, obwohl sie dort viel Leid erleben musste. Sie möchte mehr über ihre Herkunft und ihre Gabe, die mit Nachtschwalben und dem Tod verbunden ist, herausfinden. ...

Alice kehrt in die Parallelwelt Londons zurück, obwohl sie dort viel Leid erleben musste. Sie möchte mehr über ihre Herkunft und ihre Gabe, die mit Nachtschwalben und dem Tod verbunden ist, herausfinden. Doch während Alice sich selbst immer mehr fürchtet, befällt eine noch größere Gefahr die Rookery, der sie sich ebenfalls stellen muss. Oder hat beides was miteinander zu tun?

Band 1 hat mir wirklich gefallen, denn ich mag dieses Konzept hinter der Reihe, das ich sonst noch nicht oft gelesen habe. Die finnische Mythologie, die Nachtschwalben und die Verbindung zur/das Verständnis der Seele in diesem Universum. Die Parallelwelt und die Gaben, die die Menschen dort haben. Das alles fand ich auch hier in Band 2 wieder super interessant, es wurden viele tolle Ideen vereint und das hab ich total gern gelesen. Vor allem dieses leicht Mystische dahinter war echt besonders. Auch Alice' Rolle in dem Ganzen war gut durchdacht und hat alles auf eine neue Ebene gehoben. Alles für eine spannende Fantasydilogie war da, und vieles wurde auch genutzt.

Aber so richtig packen konnte mich dieser Band dann leider noch irgendwie nicht. Die erste Hälfte zog sich ziemlich, weil wir Alice lange nur dabei begleitet haben, wie sie versucht ihren Alltag zu bestreiten und sich zurechtzufinden. Es passierte zu wenig, das mich am Ball bleiben ließ. Danach gings richtig los und es gab auch viel Action, aber manche Verknüpfungen, die da in der Handlung gemacht wurden, erschlossen sich mir dann leider nicht so richtig oder holten mich nicht vollständig ab.
Was die Charaktere anging, so mochte ich Alice als Protagonistin gern, aber weder zu ihr noch zu einem der anderen konnte ich wirklich eine Verbindung aufbauen. Sie blieben alle, obwohl wirklich interessant, sehr distanziert, nicht so richtig greifbar. Das zwischen Alice und Crowley war ganz schön, aber auch das hab ich nicht wirklich gefühlt.

Trotzdem war das Buch sehr interessant und vieles hat mir gefallen, ich hab defintiiv nicht bereut, diese Reihe gelesen zu haben. Aber so endgültig überzeugen konnte es mich leider nicht. Von mir gibt es 3-3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.01.2022

Ganz schön für Nebenher

December Dreams. Ein Adventskalender
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24 Adventskalendergeschichten plus eine zu Silvester. Geschrieben von vielen verschiedenen Autorinnen. Manche Story geht nur einen Tag, einige strecken sich auf zwei aufeinanderfolgende.



Die Storys ...

24 Adventskalendergeschichten plus eine zu Silvester. Geschrieben von vielen verschiedenen Autorinnen. Manche Story geht nur einen Tag, einige strecken sich auf zwei aufeinanderfolgende.



Die Storys sind alle ganz süß, man kann sie super gut zwischendurch lesen und viele Schreibstile haben mir gut gefallen. Aber es ist nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte.
Ich wollte ganz viel Weihnachtsflair - Weihnachtsmärkte, Kekse backen, romantische Lichter, Weihnachtspartys, Geschenke (kaufen), Bäume, Adventsstress und und und. Dabei dann süße Begegnungen zwischen Menschen. Womit ich zum Beispiel nicht gerechnet habe, ist, dass auch Fantasygeschichten dabei sind. Das war nicht schlimm, ich liebe ja Fantasy, passte für mich aber nicht in meine Erwartungshaltung. Zudem ging es teilweise in den Storys gar nicht oder kaum um Weihnachten bzw,. es wurde nur im Hintergrund erwähnt. Dazu kam, dass einige Geschichten wohl auf bereits erschienenen Büchern der Autorinnen basierten. Das ist toll für die, die die Bücher kennen. Mir fehlte dadurch aber der Zugang.

Insgesamt war es schön, das Buch in der Vorweihnachtszeit zu lesen, aber wirklich hängengeblieben ist da eher nichts. Von mir gibts 3 Sterne. Es ist definitiv kein schlechtes Buch!

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Zu wenig Kommunikation

Nightsky Full Of Promise
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Sydney und Luke lernen sich in der Nacht ihrer Abifeier kennen und verbringen wundervolle Stunden miteinander. Doch Luke will für ein Jahr ins Ausland, ein weiteres Treffen ist also nicht drin. Sie beschließen, ...

Sydney und Luke lernen sich in der Nacht ihrer Abifeier kennen und verbringen wundervolle Stunden miteinander. Doch Luke will für ein Jahr ins Ausland, ein weiteres Treffen ist also nicht drin. Sie beschließen, sich nach seiner Rückkehr dort wiederzutreffen, und selbstverständlich ist Sydney da. Von Luke eine Spur. Nach fünf Jahren ist Sydney immer noch verletzt, als sie ihn plötzlich wiedersieht. Doch er erinnert sich nicht an sie.

Werbung/Danke an den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

Abgesehen vom wundervollen Cover hat mich auch der Klappentext direkt angezogen, denn der Ausgangspunkt der Geschichte klingt total super und macht neugierig. Die Frage danach, was damals geschehen ist, wieso er nicht gekommen ist. Und dann das überraschende Wiedersehen ...
Ich bin gut in das Buch reingekommen, der Schreibstil ist super schön, liest sich flüssig und angenehm und auch der Perspektivwechsel zwischen Sydney und Luke hat mir durchweg gut gefallen, gerade bei dieser Geschichte. Mit dem Prolog ist ein schöner Einstieg gelungen und dann gab es bald darauf schon eine große Überraschung, was ich echt gelungen fand. So schnell ein großer Knall, das war mal was anderes und ziemlich genial. Dann das Wiedersehen, bei dem ich echt den Atem anhalten musste.

Aber dann hat das Buch für mich persönlich leider immer weiter nachgelassen. Mein Problem war glaube ich, dass ich nicht so recht mit den Charakteren mitfühlen konnte, ich hab einfach keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen können und so fiel es mir z.B. schwer, nicht von Sydney genervt zu sein. Denn für meinen Geschmack war sie viel zu dramatisch und over the top. Ich hätte ihr das eher abgekauft, wenn diese eine Nacht noch intensiver und magischer gewesen wäre, aber so fand ich ihr Verhalten oft übertrieben. Luke mochte ich schon mehr, er war sympathisch und ihn konnte ich besser verstehen, aber so richtig ins Herz geschlossen hab ich ihn irgendwie auch nicht.
Während ich lange noch gespannt verfolgt habe, wie sich das Drama zwischen den beiden weiter zuspitzt, fand ich deren mangelnde Kommunikation irgendwann nur noch anstrengend. Ja, im echten Leben redet man nicht immer sofort offen und ehrlich miteinander, das ist schon realistisch. Aber über so langen Zeitraum überhaupt kein gehaltvolles Gespräch in irgendeiner Richtung zu führen, das war mir zu viel des Guten. Ich bin einfach kein Fan von diesen „Niemand redet mal Klartext“-Geschichten.

Das Ende fand ich dann noch ganz schön, außerdem haben mir die Nebencharaktere wie die Oma oder auch die Freundinnen gut gefallen, und es gab auch wirklich immer wieder lustige, süße Szenen. Dazu kam die tolle Berlin-Atmosphäre, das supercoole Café, in das ich mich am liebsten sofort reingesetzt (und eine von Sydneys Torten genascht) hätte, und eben der Schreibstil.


Leider hat es das allein für mich nicht rausreißen können. Aber wer sich nicht so schnell aufregt wie ich, kann die Geschichte sicher sehr genießen. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Viel Potenzial, aber nicht ausgereift genug

The Run 1: Die Prüfung der Götter
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Einst läuteten vier Götter das Zeitalter der Menschen ein und schufen vier Reiche: des Kampfes, der Weisheit, des Todes und des Lebens. Sari lebt im Reich der Weisheit, ihre Lebensaufgabe besteht darin, ...

Einst läuteten vier Götter das Zeitalter der Menschen ein und schufen vier Reiche: des Kampfes, der Weisheit, des Todes und des Lebens. Sari lebt im Reich der Weisheit, ihre Lebensaufgabe besteht darin, ihren Bruder zu schützen. Doch als sie 18 wird, muss sie wie alle anderen einen gefährlichen Run durch alle vier Reiche absolvieren. Nur so kann sie ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden. Doch der Run ist noch härter, als erwartet und unterwegs beginnt sie, die wahre Geschichte ihres Landes zu verstehen – nicht zuletzt durch die Hilfe des mysteriösen Schattenbringers, der ihr nichts als Rätsel aufgibt ...


The Run klang nach spannender High Fantasy und ich war super neugierig, denn der Klappentext klang vielversprechend. Allerdings muss ich leider sagen, dass meiner Meinung nach das Potenzial hier nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Erstmal liebe ich die Grundidee, das Gefüge dahinter. Die Götter, die verschiedenen Reiche, der Run, die Magie in dieser Buchwelt, Fähigkeiten und Personen wie Alben, Schattenbringer, Seelenseher und vieles mehr. Es war alles super spannend, die Ideen total genial, auch die Reiche wurden faszinierend und gut beschrieben, ich konnte sie mir gut vorstellen. Der Bezug zu den Göttern und die Auszüge aus einer der heiligen Schriften waren ein toller Zusatz. Dazu viel Action durch den Lauf, ein möglicher Love Interest und viele Geheimnisse, die es aufzudecken galt. Ich liebe sowas! Und dadurch, dass hier so viel grandiose Grundzüge drin waren, hab ich das Buch auch immer noch ganz gern gelesen.

Aber ... leider ein Aber. Für mich war das alles nicht ausgereift. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte zu viel, hat alle möglichen Ideen reingepackt und die Geschichte damit überladen. Dadurch wurde es unübersichtlich, verwirrend, Sachen wurden nur angekratzt und nicht endgültig ausgearbeitet oder erklärt. Auch gegen Ende hab ich einiges an Regeln oder an der Geschichte der Götter immer noch nicht kapiert (die Alben, die Masken, generell vieles zu den Vorfahren, die Funktion von Schicksalsgefährten, die Gaben und wer welche hat und welche wie benutzt werden kann). Es war alles irgendwie sehr wuselig. Und zu viel. Was mich sehr verwirrt, aber auch enttäuscht hat, denn ich fand doch das Grundprinzip so super. Aber leider wurde mir vieles nicht nachvollziehbar genug entwickelt.
Dazu kommt, dass ich der „Beziehung“ zwischen Sari und dem Schattenbringer nicht sonderlich viel abgewinnen konnte, obwohl schöne, spannende Momente dabei waren.
Das Ende war dann, wie fast schon erwartet, etwas zu plötzlich und schnell, denn es gab ja so viel, das im Buch aufgemacht wurde, das irgendwie noch zu irgendeinem Abschluss gebracht werden musste.


Meiner Meinung nach wäre es gut gewesen, wenn etwas weniger eingebaut worden wäre und das dafür ausgefeilter. Bzw. – das was da alles drinsteckte, hätte locker eine Dilogie, vielleicht sogar Trilogie werden können, dann hätte das alles etwas entzerrt werden können und mich glaub ich ziemlich begeistert. So war es bei weitem kein schlechtes Buch, aber mehr als 3 Sterne kann ich persönlich nicht geben. Ich bin ein bisschen traurig deshalb.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Hinterlässt mich zwiegespalten

Elfenkönig
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Jude hat Cardan auf den Thron gesetzt, doch nur um ihren Bruder Oak zu schützen. Nun zieht sie im Geheimen die Fäden für den neuen König. Doch der lässt sich nicht gern herumkommandieren. Gleichzeitig ...

Jude hat Cardan auf den Thron gesetzt, doch nur um ihren Bruder Oak zu schützen. Nun zieht sie im Geheimen die Fäden für den neuen König. Doch der lässt sich nicht gern herumkommandieren. Gleichzeitig steht Jude neuen Gefahren und Intrigen gegenüber – und einem Verrat aus ihrem vertrauten Umfeld. Sie muss alles tun, um nicht die Kontrolle über die Krone zu verlieren.


Spannend und wieder voller Intrigen geht es in Band 2 weiter, diesmal gab es aber nicht so langes Vorgeplänkel, sondern es ging direkt los mit dem Kern der Dinge, den Machtspielen rund um die Krone und das hat mir besser gefallen als im Auftakt. Die Handlung macht neugierig, fesselt einen, und hat mich fasziniert – aber auf eine angewiderte Art. Denn ich hab auch weiterhin so meine Probleme mit der Welt.

Für mich wirkt das Reich irgendwie willkürlich und durcheinander geschrieben, so auch der Schreibstil, weshalb ich manchmal das Gefühl hab, es werden Dinge nicht ordentlich erklärt oder spontan dazugedichtet, weils grad passt, obwohl davon vorher nie die Rede war. Dazu kommt, dass mir das Elfenreich mit all seinen Charakteren unfassbar unsympathisch ist. Ich werde mit Jude einfach nicht warm, ich find sie seltsam und kann keinerlei Bindung zu ihr aufbauen. Auch mit Cardan kann ich nicht viel anfangen. Ebenso Judes Familie und Bekannte etc.
Aber darüber hinaus ist eben auch das Reich an sich abstoßend. Es scheint einzig und allein daraus zu bestehen, dass alle Welt sich an Demütigungen und Pein ergötzt (Stichwort: Königin des Frohsinns). Dabei scheint keine wirkliche Logik dahinter zu stehen, es wird einfach zum Spaß ständig beleidigt, gedemütigt, hintergangen und das ist alles völlig normal und okay so, niemand hinterfragt da irgendwas (eher wird es noch gefeiert), das ist allgemeiner Konsens. Und zwar so, dass es unangenehm ist, das ständig zu lesen. Das ist mir teilweise zu viel.

Dazu sind viele Beziehungsdynamiken ziemlich fragwürdig, vor allem das ganze Jude-Locke-Taryn-Geflecht. Es ist irgendwie echt toxisch und unschön, aber auch das ist in der Welt scheinbar ganz selbstverständlich, es wird unkommentiert akzeptiert.

Es stört mich also schon einiges. Warum ich trotzdem weitergelesen habe und auch weiterlesen und die Reihe beenden werde? Weil die Handlung trotz allem spannend ist und ich mit Neugier verfolge, was da passiert, welche neuen Entwicklungen entstehen, und es das Buch schafft, mich zu überraschen. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und auch das Ende dieses Buches kam mit einem Knall und ich dachte nur „oh wow und jetzt? Wie geht’s weiter?"


Ich bin also etwas zwiegespalten. Ich kann mich viel und lange über die Reihe aufregen. Gleichzeitig will ich sie aber weiterlesen und finde sie interessant. Ich denke ich pendel mich irgendwo in der Mitte bei 3 Sternen ein.

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