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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2021

Atmosphärisch und berührend, allerdings mit offenem Ende

Das Jahr, in dem wir verschwanden
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In ihrem Roman „Das Jahr, in dem wir verschwanden“ verarbeitet die Autorin Tayari Jones schreckliche Ereignisse welche ihre Heimatstadt im Jahr 1979 erschütterten. Dabei kommen drei kindliche Protagonist:innen ...

In ihrem Roman „Das Jahr, in dem wir verschwanden“ verarbeitet die Autorin Tayari Jones schreckliche Ereignisse welche ihre Heimatstadt im Jahr 1979 erschütterten. Dabei kommen drei kindliche Protagonist:innen zu Wort, welche alle von den damaligen Kindermorden auf unterschiedliche Weise betroffen sind. Auf eine großartige Weise gelingt es der Autorin dabei kindliche Gedankenwelten so darzustellen, dass sie für mich absolut greifbar und authentisch waren. Zwar spüren alle die Gefahr doch richtig begreifen, was in ihrer Stadt geschieht können die Kinder noch nicht. Wir als Leser:innen begreifen das Grauen allerdings in vollem Umfang. Die Stimmung des Buchs ist so durch die Thematik bedingt eher bedrückend und stellenweise sogar richtig düster, dies machte für mich allerdings auch erst die besondere Atmosphäre dieser Geschichte aus. Der Schreibstil las sich für mich zunehmend flüssiger, am Anfang erschien er mir sprachlich zunächst umständlich. Allerdings wechselt die Autorin aber auch dreimal auf beeindruckende Weise ihren Stil, da jedes der drei Kinder „anders“ denkt bzw. sich unterschiedlich ausdrückt. Einzig das sehr offen gehaltene Ende gefiel mir weniger, da für meinen Geschmack zu viele Fragen ungeklärt blieben. Wem das nichts ausmacht, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Fesselnder Erzählstil und Spannung bis zur letzten Seite

Ausweglos
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Der Thriller „Ausweglos“ von Henri Faber wirft gleich zu Beginn eine große moralische Frage auf. Wen würde man opfern (die eigene Partnerin oder eine Nachbarin), wenn man selbst vor dieser schier unmöglichen ...

Der Thriller „Ausweglos“ von Henri Faber wirft gleich zu Beginn eine große moralische Frage auf. Wen würde man opfern (die eigene Partnerin oder eine Nachbarin), wenn man selbst vor dieser schier unmöglichen Wahl stände? So gelang es dem Autor schon auf den ersten Seiten mich vollkommen in den Bann seiner Geschichte zu ziehen, auch wenn die Brisanz dieser Frage im Verlauf der Handlung etwas verloren geht. Das schnelle Erzähltempo sorgte aber auch weiterhin für ein fesselndes Leseerlebnis. Besonders gekonnt spielt Henri Faber außerdem mit unterschiedlichen Perspektiven und kreierte so eine unvorhersehbare Handlung. Gerade am Ende gab es mehrere Wendungen, auf welche ich nie im Leben gekommen wäre. Für mich zeichnet dies, auf jeden Fall einen guten Thriller aus. Auch das lebensnahe Setting in Hamburg gefiel mir gut, da man das Gefühl hatte, so könnte echte Polizeiarbeit tatsächlich aussehen. Ganz nebenbei wurde dazu noch mit so manchem Vorurteil aufgeräumt. Auch am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, er liest sich leicht und flüssig. Alle Charaktere wirkten authentisch und fügten sich wunderbar in die Handlung ein. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wurde die Geschichte dabei nicht nur spannender sondern auch abwechslungsreicher. Mein Fazit: Ein gelungener Thriller mit genau der richtigen Menge an Nervenkitzel. Dafür gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Überzeugte mich auf ganzer Linie

Tote schweigen nie
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Auf die Lektüre von „Tote schweigen nie“ der Autorin A.K. Turner habe ich mich besonders gefreut und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Die Geschichte hat für mich wirklich alles was ein gutes Buch ...

Auf die Lektüre von „Tote schweigen nie“ der Autorin A.K. Turner habe ich mich besonders gefreut und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Die Geschichte hat für mich wirklich alles was ein gutes Buch braucht. Zunächst mal gibt eine richtig coole aber auch ein wenig schrullige Protagonistin, welche mir sofort ans Herz wuchs. So fiel es mir nicht schwer mit Cassie von Beginn an mitzufiebern, denn neben ihrem außergewöhnlichen Gespür für Tote, gefielen mir ihr einmaliger Humor aber auch ihre Verletzlichkeit sehr. Auch die weiteren Charaktere überzeugten zwar nicht immer durch Freundlichkeit, dafür aber mit ihrer authentischen Art sowie durch ihre deutlich erkennbare Entwicklung. Durch aktuelle und sehr gut recherchierte Themen, wirkten der Thriller außerdem stets modern auf mich. Auch der Schreibstil las sich flüssig und gefiel mir ausgezeichnet. Das Erzähltempo war dabei von Beginn an recht hoch und konnte die Spannung bis zum Schluss halten. An keiner Stelle war die Handlung für mich langweilig oder vorhersehbar. Schon jetzt freue ich mich deshalb auf weitere Bände der Serie. Mein Fazit: Einfach nur Wow! Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.08.2021

Ruhige Geschichte mit tiefen Einblicken in die Gedankenwelt der Protagonistinnen

Wildtriebe
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In ihrem Roman „Wildtriebe“ erzählt die Autorin Ute Mank, die Geschichte zweier Frauen welche stellvertretend für ihre jeweilige Generation stehen könnten. Ihre Erzählung ist dabei ruhig und legt den Fokus ...

In ihrem Roman „Wildtriebe“ erzählt die Autorin Ute Mank, die Geschichte zweier Frauen welche stellvertretend für ihre jeweilige Generation stehen könnten. Ihre Erzählung ist dabei ruhig und legt den Fokus auf die inneren Gefühlswelten der Figuren. Erstaunlicherweise passiert an sich gar nicht so viel in der Geschichte, dennoch konnte mich die Erzählung fesseln, da man als Leserin sehr nah an den beiden Hauptcharakteren Lisbeth und Marlies dran ist. Weitere Figuren, insbesondere die Männer, bleiben im Gegensatz dazu allerdings blass. Die Konflikte, Gedankengänge und auch das Leben auf dem Bauernhof waren für mich sehr authentisch beschrieben. Hier wurde nichts beschönigt, insbesondere unterschiedliche Generationskonflikte wurden gelungen herausgearbeitet. Der Schreibstil las sich, nach einer kurzen Eingewöhnung, flüssig und leicht. Besonders gerne mochte ich dabei die anschaulich beschriebene Szenerie, sowie die Erklärung zum Titel. Die Grundstimmung des Buchs ist eher getragen, da es nur wenige fröhliche Passagen gab. Einen lockeren Unterhaltungsroman findet man hier also definitiv nicht. Für mich war am Ende aber alles so stimmig, dass ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung vergebe!

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Coole Protas, spannende Handlung

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Schon durch das Cover wird klar, hier versteckt sich eine richtig coole Geschichte! Beim lesen wurde dann auch schnell deutlich, im Buch „Pirlo – Gegen alle Regeln“ des Autoren Ingo Bott, geht es nicht ...

Schon durch das Cover wird klar, hier versteckt sich eine richtig coole Geschichte! Beim lesen wurde dann auch schnell deutlich, im Buch „Pirlo – Gegen alle Regeln“ des Autoren Ingo Bott, geht es nicht nur sprachlich etwas derber zu. Der Schreibstil ist wirklich auf den Punkt, knackig kurz gehalten und je nach Protagonist:in sehr unterschiedlich was die Wortwahl betrifft. Gerade das macht die einzelnen Personen aber auch erst richtig authentisch. Neben dem Strafverteidiger Pirlo, mochte ich vor allem die zwar noch junge, aber ziemlich taffe Anwältin Sophie Mahler, besonders gerne. Der Fall ist von Anfang bis Ende super spannend und stellenweise näher an der Realität als man es von anderen Krimis gewohnt ist. So wurden zum Beispiel echte Grundsatzurteile in die Story eingebaut und sogar noch erklärt. Für mich ging die Rechnung damit voll auf, denn neben Fakten gibt es auch noch genug actionreiche Szenen und Einblicke in psychologische Beweggründe. Auch mit unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven spielt der Autor äußerst geschickt, wodurch die Spannung nochmal erhöht wird. Am Ende bleibt dann aber zum Glück, zumindest was den Fall betrifft, keine Frage mehr offen.
Mein Fazit: Vielversprechender Serienauftakt, welcher auf jeden Fall Lust auf den zweiten Band macht! Dafür gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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