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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2021

Herzerwärmende Geschichte voller wunderbarer Charaktere

Das geheime Leben des Albert Entwistle
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Mit seinem Roman „Das geheime Leben des Albert Entwistle“ hat sich der Autor Matt Cain, definitiv mitten in mein Herz geschrieben. Für mich war das Buch eine absolute Wohlfühlgeschichte, voller großer ...

Mit seinem Roman „Das geheime Leben des Albert Entwistle“ hat sich der Autor Matt Cain, definitiv mitten in mein Herz geschrieben. Für mich war das Buch eine absolute Wohlfühlgeschichte, voller großer Gefühle, welche berührend erzählt wurde. Dabei mochte ich nicht nur Protagonist:innen und das detailreiche Setting total gerne, sondern auch den Schreibstil welcher sich leicht und locker las. Hauptprotagonist Albert ist nicht nur unglaublich liebenswürdig und authentisch, sondern dazu noch richtig inspirierend. Denn nach über 50 Jahren wagt es der Mitte Sechzigjährige endlich zu seinen Gefühlen zu stehen und macht sich auf die Suche nach seiner Jugendliebe George. Im Verlauf des Romans legt Albert dabei eine riesige persönliche Entwicklung hin. So entsteht eine wunderbar positive Atmosphäre, welche das Anderssein nicht nur akzeptiert sondern immer wieder auch feiert. Durch Rückblicke in die Vergangenheit gibt es zudem tiefgehende Einblicke wie sich die rechtliche und auch gesellschaftliche Situation für Homosexuelle im Verlauf der Zeit (in England) verändert hat. Auch die weiteren Charaktere wuchsen mir rasch ans Herz, da einfach jede:r eine eigene Geschichte mitbringt. Diese zahlreichen kleinen Nebenhandlungen fügen sich dabei äußerst gelungen in die Handlung ein und sorgen für eine abwechslungsreiche Geschichte. Mein Fazit: Absolutes Must-read für alle Fans von queerer Literatur und Leser:innen von gefühlvollen Liebesgeschichten. Natürlich gibt es dafür 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.09.2021

Werdegang einer Domina: Ehrlich und ungeschönt

Herbertstraße
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In ihrem Buch „Herbertstraße“ berichtet Manuela Freitag sehr persönlich von ihrer eigenen Biografie. Die einzelnen Kapitel erzählen dabei abwechselnd von ihrer Lebensgeschichte (beginnend mit der Kindheit) ...

In ihrem Buch „Herbertstraße“ berichtet Manuela Freitag sehr persönlich von ihrer eigenen Biografie. Die einzelnen Kapitel erzählen dabei abwechselnd von ihrer Lebensgeschichte (beginnend mit der Kindheit) und aus ihrem heutigen Berufsleben als dienstälteste Domina in Hamburgs berüchtigtster Straße. Dieser geschickte Wechsel sorgt nicht nur für gelungene Abwechslung beim lesen, sondern auch für eine kontinuierliche Spannung. Für eine Biografie nicht selbstverständlich, las sich der Schreibstil richtig gut, so dass ich beim Lesen sehr schnell voran kam. Was schnell klar wurde, leicht hatte es Manuela in ihrem Leben wirklich nicht. Umso bewundernswerter war es darum für mich zu erfahren, wie sie sich aus unterschiedlich misslichen Lagen befreien konnte und es letztendlich geschafft hat ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen. Selbst den Traum Mutter zu werden hat sie sich erfüllen können, ihre Erfahrungen dazu bringen weitere sehr interessante Gesichtspunkte mit sich. Neben all den privaten Einblicken gibt es auch noch ausreichend Kapitel über ihren beruflichen Alltag. Neugierige erhalten einen guten Einblick in die Szene und auch mit so manchem Vorurteil wird aufgeräumt. Dabei spricht Manuela immer äußerst respektvoll und mit viel Verständnis von ihren Kunden und deren teils sehr speziellen Wünschen. So manche skurrile Situation meistert sie zusätzlich mit ihrem ganz besonderen Humor. Für mich war „Herbertstraße“ ein absolutes 5-Sternebuch, informativ, unterhaltsam und sympathisch. Darum gibt es natürlich eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Atmosphärisch und berührend, allerdings mit offenem Ende

Das Jahr, in dem wir verschwanden
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In ihrem Roman „Das Jahr, in dem wir verschwanden“ verarbeitet die Autorin Tayari Jones schreckliche Ereignisse welche ihre Heimatstadt im Jahr 1979 erschütterten. Dabei kommen drei kindliche Protagonist:innen ...

In ihrem Roman „Das Jahr, in dem wir verschwanden“ verarbeitet die Autorin Tayari Jones schreckliche Ereignisse welche ihre Heimatstadt im Jahr 1979 erschütterten. Dabei kommen drei kindliche Protagonist:innen zu Wort, welche alle von den damaligen Kindermorden auf unterschiedliche Weise betroffen sind. Auf eine großartige Weise gelingt es der Autorin dabei kindliche Gedankenwelten so darzustellen, dass sie für mich absolut greifbar und authentisch waren. Zwar spüren alle die Gefahr doch richtig begreifen, was in ihrer Stadt geschieht können die Kinder noch nicht. Wir als Leser:innen begreifen das Grauen allerdings in vollem Umfang. Die Stimmung des Buchs ist so durch die Thematik bedingt eher bedrückend und stellenweise sogar richtig düster, dies machte für mich allerdings auch erst die besondere Atmosphäre dieser Geschichte aus. Der Schreibstil las sich für mich zunehmend flüssiger, am Anfang erschien er mir sprachlich zunächst umständlich. Allerdings wechselt die Autorin aber auch dreimal auf beeindruckende Weise ihren Stil, da jedes der drei Kinder „anders“ denkt bzw. sich unterschiedlich ausdrückt. Einzig das sehr offen gehaltene Ende gefiel mir weniger, da für meinen Geschmack zu viele Fragen ungeklärt blieben. Wem das nichts ausmacht, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Fesselnder Erzählstil und Spannung bis zur letzten Seite

Ausweglos
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Der Thriller „Ausweglos“ von Henri Faber wirft gleich zu Beginn eine große moralische Frage auf. Wen würde man opfern (die eigene Partnerin oder eine Nachbarin), wenn man selbst vor dieser schier unmöglichen ...

Der Thriller „Ausweglos“ von Henri Faber wirft gleich zu Beginn eine große moralische Frage auf. Wen würde man opfern (die eigene Partnerin oder eine Nachbarin), wenn man selbst vor dieser schier unmöglichen Wahl stände? So gelang es dem Autor schon auf den ersten Seiten mich vollkommen in den Bann seiner Geschichte zu ziehen, auch wenn die Brisanz dieser Frage im Verlauf der Handlung etwas verloren geht. Das schnelle Erzähltempo sorgte aber auch weiterhin für ein fesselndes Leseerlebnis. Besonders gekonnt spielt Henri Faber außerdem mit unterschiedlichen Perspektiven und kreierte so eine unvorhersehbare Handlung. Gerade am Ende gab es mehrere Wendungen, auf welche ich nie im Leben gekommen wäre. Für mich zeichnet dies, auf jeden Fall einen guten Thriller aus. Auch das lebensnahe Setting in Hamburg gefiel mir gut, da man das Gefühl hatte, so könnte echte Polizeiarbeit tatsächlich aussehen. Ganz nebenbei wurde dazu noch mit so manchem Vorurteil aufgeräumt. Auch am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, er liest sich leicht und flüssig. Alle Charaktere wirkten authentisch und fügten sich wunderbar in die Handlung ein. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wurde die Geschichte dabei nicht nur spannender sondern auch abwechslungsreicher. Mein Fazit: Ein gelungener Thriller mit genau der richtigen Menge an Nervenkitzel. Dafür gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Überzeugte mich auf ganzer Linie

Tote schweigen nie
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Auf die Lektüre von „Tote schweigen nie“ der Autorin A.K. Turner habe ich mich besonders gefreut und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Die Geschichte hat für mich wirklich alles was ein gutes Buch ...

Auf die Lektüre von „Tote schweigen nie“ der Autorin A.K. Turner habe ich mich besonders gefreut und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Die Geschichte hat für mich wirklich alles was ein gutes Buch braucht. Zunächst mal gibt eine richtig coole aber auch ein wenig schrullige Protagonistin, welche mir sofort ans Herz wuchs. So fiel es mir nicht schwer mit Cassie von Beginn an mitzufiebern, denn neben ihrem außergewöhnlichen Gespür für Tote, gefielen mir ihr einmaliger Humor aber auch ihre Verletzlichkeit sehr. Auch die weiteren Charaktere überzeugten zwar nicht immer durch Freundlichkeit, dafür aber mit ihrer authentischen Art sowie durch ihre deutlich erkennbare Entwicklung. Durch aktuelle und sehr gut recherchierte Themen, wirkten der Thriller außerdem stets modern auf mich. Auch der Schreibstil las sich flüssig und gefiel mir ausgezeichnet. Das Erzähltempo war dabei von Beginn an recht hoch und konnte die Spannung bis zum Schluss halten. An keiner Stelle war die Handlung für mich langweilig oder vorhersehbar. Schon jetzt freue ich mich deshalb auf weitere Bände der Serie. Mein Fazit: Einfach nur Wow! Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben. Absolute Leseempfehlung!

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