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Veröffentlicht am 04.10.2021

Spannender Psycho-Thriller - von Anfang bis zum Schluss

Sharing – Willst du wirklich alles teilen?
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Zusammen mit seiner Frau Bettina betreibt Markus eine Sharing-Firma. Eines Abends taucht seine Frau nicht zu Hause auf, er macht sich grosse Sorgen um sie. Die erwähnte Stunde ist längst vorbei und Bettina ...

Zusammen mit seiner Frau Bettina betreibt Markus eine Sharing-Firma. Eines Abends taucht seine Frau nicht zu Hause auf, er macht sich grosse Sorgen um sie. Die erwähnte Stunde ist längst vorbei und Bettina taucht einfach nicht zu Hause auf. Auch an ihr Handy geht sie nicht und alle Sprachnachrichten bleiben unbeantwortet. Markus macht sich immer mehr Sorgen. Über WhatsApp bekommt er einen Link, der ihn ins Darknet führt. Dort bekommt er seine Frau zu sehen. Gefesselt und umgeben von mehreren vermummten Männern. Eine unaushaltbare Situation für Markus, die ihn verrückt werden lässt. Am nächsten Tag erhält er eine Nachricht, wo er seine Frau finden kann. Als er sie auffindet ist sie tot. Die Polizei verdächtigt Markus und es kommen immer mehr Hinweise zusammen, die gegen ihn sprechen. Als dann auch noch seine Tochter Leonie entführt wird, scheint für die Polizei alles klar zu sein. Wie soll man seine Unschuld beweisen, wenn alles gegen einem spricht und sich auch seine eigene Familie und Freunde abwenden?

‘Sharing’ ist sehr fesselnd geschrieben. Bereits ab der ersten Seite ist man ans Buch gefesselt und kann es nicht mehr zur Seite legen. Ein weiterer spannender Psycho-Thriller von Arno Strobel, der einem nicht mehr loslässt. Bis zum Schluss ist nicht klar wer hinter den Entführungen steckt und was den genau das Motiv ist.

Der Thriller dreht sich rund um Markus, den Inhaber der Sharing-Firma. Er wird arg gebeutelt und steht doch immer wieder auf. Mit ihm leidet man als Leser besonders mit, den kann man sich doch gar nicht vorstellen, dass er seine Frau ermordet hat und seine Tochter entführt. Wer spielt ihm da so übel mit, diese Frage hat mich während des ganzen Buches enorm beschäftigt. Sarah, die beste Freundin von Bettina kam mir suspekt vor. Sie ist sehr abgeklärt und bricht plötzlich den Kontakt zu Markus ab. Bei den anderen Protagonisten ist es als Leser schwierig zu erahnen, wem man vertrauen kann und wer ein falsches Spiel spielt.

‘Sharing’ kann ich jedem Thriller-Fan sehr empfehlen. Ein wahrer Pageturner der einem nicht mehr loslässt und am Ende eine Überraschung bereithält.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

spannender Abschluss der Gut Greifenau- Reihe

Gut Greifenau - Sternenwende
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Das Schicksal meint es gar nicht gut mit Katharina und ihren Brüdern Konstantin und Alexander. Alexander wird auf brutalste Art und Weise verprügelt, nur weil er Homosexuell ist. Doch seine Familie darf ...

Das Schicksal meint es gar nicht gut mit Katharina und ihren Brüdern Konstantin und Alexander. Alexander wird auf brutalste Art und Weise verprügelt, nur weil er Homosexuell ist. Doch seine Familie darf nichts davon wissen, also soll das ganze als schlimmer Autounfall getarnt werden. Katharina versucht ihrem Bruder zu helfen, das Geheimnis zu bewahren, aber auch sich wieder ein Leben aufzubauen. Auf Gut Greifenau soll ihm das gelingen. Doch Katharina hat selbst einen schweren Schicksalsschlag hinzunehmen. Auf einer Flugreise stirbt plötzlich ihr Ehemann Julius. Sie steht nun alleine mit zwei Kindern da und versucht irgendwie darüber hinweg zu kommen. Doch es kommt zu einem üblen Streit über das ihr zustehende Vermögen mit ihrem Schwiegervater Cornelius, welcher schlussendlich in einem Gerichtsverfahren endet. Und auch Konstantin hat zu kämpfen. Aufgrund des schlechten Wetters verliert er einen Teil seiner dringend benötigten Ernte. Das Gut droht noch weiter in die finanzielle Schieflage abzudriften. Ihm bleibt nicht viel anderes übrig, als sich mit der NSDAP gut zustellen, obwohl ihm das nicht zusagt. Eine andere Chance an Geld zukommen scheint in der aktuellen Lage aussichtslos. Und dann gibt es da noch ein lang gehütetes Geheimnis das zu Missverständnissen führt.

Auch der sechste Band der Reihe rund um Gut Greifenau hat mich gleich von Anfang an gepackt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte lässt den Leser nicht mehr los.

Das Wiedersehen mit den altbekannten Protagonisten ist sehr angenehm. Die Familie ist nach wie vor zerstritten und es werden Intrigen gesponnen die es in sich haben. Auch die Dienstboten gehen ihren Weg und finden ihr Glück, in dieser sehr schwierigen Situation. Die Kluft zwischen Dienstboten und Grafenfamilie wird immer kleiner und man wächst immer mehr zusammen.

Ein gelungener Abschluss der Reihe welcher allen Lesern, die historische Romane lieben sehr zu empfehlen ist. Für Leser, welche die Geschichte rund um Gut Greifenau seit Beginn an verfolgen, ein Muss.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Wenn man von der Vergangenheit eingeholt wird – packender Ostsee-Krimi

Todeswelle
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Emma Klar wird als Privatermittlerin damit beauftragt, einen Mitarbeiter einer Beratungsfirma zu beschatten. Einen genauen Grund wieso, wird ihr jedoch nicht verraten und als ihr Auftrag plötzlich beendet ...

Emma Klar wird als Privatermittlerin damit beauftragt, einen Mitarbeiter einer Beratungsfirma zu beschatten. Einen genauen Grund wieso, wird ihr jedoch nicht verraten und als ihr Auftrag plötzlich beendet ist, bleibt Emma ratlos zurück. Kurz darauf werden zwei unbekannte Leichen am Strand gefunden, wobei zu Beginn von einem tragischen Unfall ausgegangen wird. Emma erkennt in den beiden den von ihr beschattete Bastian Gundlach und die Studentin Louise Herzog. Sie hat gleich zu Beginn Zweifel daran, dass es sich hier um einen Unfall handelt und stellt ihre eigenen Nachforschungen an. Nach der Obduktion der Leichen wird das ganze zu einem offiziellen Ermittlungsfall und Emma ist Teil des Ermittlerteams. Je mehr die Ermittler sich in den Fall einarbeiten, desto mehr Ungereimtheiten aus der Vergangenheit kommen ans Tageslicht. Es ergeben sich viele einzelne Puzzleteile, die noch nicht ineinander passen. Was haben die einzelnen Puzzleteile miteinander zu tun und wer ist der grausame Mörder? Fragen über Fragen, die Emma so richtig anspornen.

Der Krimi hat mich gleich von Anfang an gepackt. Der Schreibstil ist flüssig und enorm spannend. Für den Leser ist bis zum Schluss nicht klar, wie die einzelnen Puzzleteile ineinanderpassen und wer dahinter steckt. Dem Leser wird viel Interpretationsspielraum gelassen, um seine eigenen Verdächtigungen zu entwickeln.

Emma als Hauptprotagonistin hat mich bereits am Anfang gepackt. Ihre unkomplizierte Art Dinge anzupacken, macht sie sympathisch. Auch dass sie sich nicht immer an die Regeln hält und auch mal unkonventionelle Methoden anwendet passt zu ihr. Auch wenn sie damit manche irrsinnig macht, kommt sie damit zum Ziel.

Dieser Ostsee-Krimi hat mir sehr gut gefallen und fand ich von der ersten bis zur letzten Seite enorm spannend. Ist sicherlich nicht das letzte Buch von Katharina Peters, ‘Todeswelle’ hat mich gepackt und ich werde mir die vorherigen Bände der Reihe auch noch vornehmen.

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Frauenpower im 2. Weltkrieg

Die Frauen von New York – Glanz der Freiheit
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New York mitten im 2. Weltkrieg: Lily arbeitet als Sous-Chefin im glamourösen Valentino’s. Als immer mehr junge Männer eingezogen werden, bekommt sie die einmalige Chance Chefköchin des Valentino’s zu ...

New York mitten im 2. Weltkrieg: Lily arbeitet als Sous-Chefin im glamourösen Valentino’s. Als immer mehr junge Männer eingezogen werden, bekommt sie die einmalige Chance Chefköchin des Valentino’s zu werden. Doch sie muss sich in der Küche zuerst beweisen, den gerade bei den Männern in der Küche kommt es gar nicht gut an, dass sie nun von einer Frau Befehle bekommen. Tom, der Küchenchef mit dem Lily etwas besonderes verbindet, wird ebenfalls eingezogen. Lily hat es nun beruflich wie auch privat nicht leicht und versucht das Beste aus der ganzen Situation zu machen. Briefe von Tom lassen sie an ihre gemeinsame Zukunft glauben. Zu allen Problemen kommt hinzu, dass ihre Mutter krampfhaft versucht, sie mit Nathaniel zu verheiraten. Doch für ihn empfindet Lily nur Freundschaft, ihre grosse Liebe ist Tom. Die Umstände dass sie als Köchin arbeitet und sich nicht den Vorstellungen ihrer Mutter beugt, belastet das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter enorm. Lily kämpft sich durch die Lebensmittelrationierungen und versucht das Valentino’s am Laufen zu halten. Allen fällt ein Stein vom Herzen als der Krieg vorbei ist und die Männer wieder nach Hause zurückkehren. Doch was wird jetzt aus den Frauen, welche die Arbeit der Männer eingenommen haben? Und was wird aus Tom und Lily?

Ein total fesselndes Buch über eine starke und mutige Frau, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Der Leser wird nach New York, das sich mitten im 2. Weltkrieg befindet entführt und kann sich gut vorstellen, was dazumal los gewesen sein muss. So wie es beschrieben wurde, ist es sicherlich nicht nur in New York zu und her gegangen, sondern noch in vielen anderen Städten ebenfalls. Die Frauen bekommen einen höheren Stellenwert, haben aber auch mit Vorurteilen zu kämpfen, aber doch würde ohne sie nichts mehr gehen.

Mit Lily konnte ich mich gleich zu Beginn der Geschichte anfreunden. Sie ist eine sehr spannende Protagonistin, welche vor Ideen nur so strotzt und sich nicht unterkriegen lässt. Sie beugt sich nicht den Erwartungen die an sie gestellt werden, sondern versucht ihr eigenes Leben zu leben. Lily’s Mutter Viktoria fand ich sehr überheblich. Sie versucht ein Leben über ihre Tochter zu stülpen, was diese aber gar nicht will. Viktoria scheint es nur wichtig zu sein, dass ihre Familie gut dasteht und ja keine Verfehlungen gemacht werden. Tom und seine Familie sind sehr sympathisch, was mir hier besonders gefallen hat, ist die italienische Mentalität. Familienzusammenhalt ist sehr wichtig und Lily wird ohne weiteres wie eine Tochter in diese Familie aufgenommen.

Liebhaber von historischen Romanen werden diese Geschichte mögen und nicht mehr aufhören zu lesen, bis das Buch zu Ende ist. Ich freue mich bereits darauf, die Folgebände zu lesen und noch mehr über die starken Frauen in New York zu erfahren.

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Veröffentlicht am 08.08.2021

spannender Thriller mit grausamen Morden

Eis. Kalt. Tot.
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Der eiskalte Winter hat Kopenhagen voll im Griff, als im Hafenbecken eine kopflose Leiche gefunden wird. Kirsten, die Kommissarin und ihr neuer Kollege Jesper nehmen die Ermittlungen auf. Es ist schwierig ...

Der eiskalte Winter hat Kopenhagen voll im Griff, als im Hafenbecken eine kopflose Leiche gefunden wird. Kirsten, die Kommissarin und ihr neuer Kollege Jesper nehmen die Ermittlungen auf. Es ist schwierig die Leiche zu identifizieren und in den Ermittlungen überhaupt weiterzukommen, doch plötzlich findet Jesper Hinweise. Eine Kette aus Fingernägeln die an einer Statue befestigt wurde und auch Reifenspuren die darauf hindeuten, wo die Leiche in das eiskalte Wasser geworfen wurde. Doch bei dieser einen Leiche soll es nicht bleiben, plötzlich taucht eine weitere auf. Diese ist sehr sonderbar hergerichtet, halb Mensch und halb Tier und bringt die Ermittler auch psychisch an ihre Grenzen. Im Laufe der Ermittlungen werden die beiden durch Marit, eine Recognizerin und ehemalige Polizistin unterstützt. Sie als Grönländerin merkt, dass die Leichen als grönländische Sagenwesen dargestellt werden. Die Spur der Ermittlungen führt dazu, dass zwei Expeditionen nach Grönland der Schlüssel zu den Leichen ist und vermutlich weitere Expeditionsteilnehmer in grosser Gefahr schweben. Doch wer steckt hinter diesen grausamen Morden und was ist dazumal in Grönland vorgefallen?

Mit Eis. Kalt. Tot ist Anne Nordby ein spannender Thriller gelungen. Ich konnte das Buch fast nicht mehr weglegen. Es muss jedoch gesagt werden, dass der Thriller nichts für schwache Nerven ist. Die Situationen werden teilweise sehr grausam dargestellt und die bildliche Vorstellung bringt den Leser an seine Grenzen. Bis am Schluss war nicht ganz klar wer dahinter steckt. Verschiedene Fährten haben dem Leser die Möglichkeit gegeben, eigene Verdächtigungen anzustellen und selbst auch ein bisschen zu ermitteln.

Die Charaktere waren alle sehr interessant. Kirsten als Hauptermittlerin kam teilweise sehr abgebrüht rüber, jedoch kam sie während den Ermittlungen sehr an ihre Grenzen. Dies macht sie sehr sympathisch und authentisch. Jesper hat nach seiner Versetzung mit Problemen zu kämpfen. Da ist zum einen seine Ex-Frau und die gemeinsamen Töchter, aber auch die schwere Eingliederung ins Team und das damit verbundene Misstrauen. Mit Marit kam jemand ins Spiel, der dem Team ein bisschen Spirit gab und die Ermittlerin in Sachen Grönland bestens unterstützen konnte. Eine sehr sympathische Frau, die sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lässt und eine sehr besondere Gabe besitzt.

Das Setting mit dem eiskalten Kopenhagen und dem noch kälteren Grönland finde ich sehr gelungen. Als Leser erfährt man sehr viel über Grönland, dem Leben dort und den sagenumwobenen Vorkommnissen. Die Kälte und Ängste kann der Leser förmlich spüren und leidet während des ganzen Thrillers mit.

Für mich sein sehr gelungener Thriller mit Gänsehautmomenten, der Thriller-Lesern die einiges Aushalten mögen sehr zu empfehlen ist. Würde mich freuen, wenn es eine nächste Ermittlung mit diesen interessanten Charakteren geben würde.

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