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Veröffentlicht am 14.11.2021

Ein Toter auf dem Deich der beschaulichen Nordseeinsel Pellworm

Wattenmeermord
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Jan und Laura sind vor fünf Monaten auf die beschauliche Nordseeinsel Pellworm gezogen, denn ihnen war das Leben als Kriminalhauptkommissare in Essen einfach zu gefährlich und zu hektisch. Laura führt ...

Jan und Laura sind vor fünf Monaten auf die beschauliche Nordseeinsel Pellworm gezogen, denn ihnen war das Leben als Kriminalhauptkommissare in Essen einfach zu gefährlich und zu hektisch. Laura führt nun einen Ferienhof und ist sehr zufrieden mit ihrem Leben als Hofbetreiberin, Jan hat die Stelle als einziger Inselpolizist angetreten und genießt das ruhigere Leben durchaus. Doch mit dem ruhigen Leben ist Schluss, als Tamme, ein Bewohner der Insel, ihn benachrichtigt, dass da ein Toter auf einer Bank auf dem Deich sitzt. Jan rechnet mit einem Herzinfarkt und ist sehr erstaunt als sich herausstellt, dass es sich um Mord handelt. Nun beginnen die Ermittlungen, bei denen Jan aber nur als einfacher Schutzpolizist teilnehmen darf, was ihn mehr als einmal sehr ärgert...

Katja Lund und Markus Stephan haben einen sehr gut zu lesenden Schreibstil. Ihr Kriminalfall ist spannend, aber nie düster oder gruselig. Die Protagonisten Jan, Laura und Tamme sind allesamt sehr sympathisch und der Leser muss sie einfach mögen. Da die Autoren es geschafft haben, den Leser sofort mit ins Inselleben einzubeziehen, fühlt er sich sofort heimisch und steigt selbst in die Ermittlungen mit ein.

Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen, denn ich liebe Krimis dieser Art. Die Kulisse Pellworm ist einfach wunderschön beschrieben und das herbstliche Wetter passt perfekt zum Mordfall. Dieser Krimi passt einfach perfekt in den Herbst, denn er verspricht einige kuschelige Stunden auf dem Sofa, während es draußen kalt und ungemütlich ist. Denn gerade wenn im Buch von stürmischen Winden und Regen die Sprache war, hat es mir in meinem warmen Wohnzimmer noch besser gefallen. Und noch besser gefällt mir, dass im Mai nächsten Jahres der zweite Teil der Reihe erscheint!

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Ein Erbe mit Hindernissen!

Worte im Sommerwind
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Timo ist nach dem Tod seiner Großmutter Charlotte nach vielen Jahren endlich wieder an die Ostseeküste zurückgekehrt. Aber er will nicht lange bleiben, denn er liebt sein Jetset-Leben und will baldmöglichst ...

Timo ist nach dem Tod seiner Großmutter Charlotte nach vielen Jahren endlich wieder an die Ostseeküste zurückgekehrt. Aber er will nicht lange bleiben, denn er liebt sein Jetset-Leben und will baldmöglichst wieder in die USA zurückkehren. Einzig sein leeres Konte hält ihn davon ab. Seit dem Tod seiner Oma plagt ihn das schlechte Gewissen, denn er hat sie seit vielen Jahren nicht mehr besucht, obwohl er durchaus Zeit dafür gehabt hätte. Umso erstaunlicher ist, dass er die Ville mit Meerblick erben soll. Allerdings hat das Erbe einen Haken, denn er muss innerhalb eines Jahres einen Roman verfassen und diesen dann an einen Verleger weitergeben. Zusätzlich hat ihm seine Großmutter noch eine Assistentin zur Seite gestellt, die ihm zur Hand gehen soll. Timo hat aber absolut keine Lust auf das Schreiben und traut es sich auch nicht zu, weshalb er irgendwann beschließt, eine Ghostwriterin zu engagieren und dann ihren Roman einzureichen. Anfangs ist er sehr zufrieden mit seinem Plan, doch es wird immer schwieriger vor seiner Assistentin Dana die Geschäftigkeit eines Autors vorzutäuschen. Außerdem bemerkt er immer mehr, dass er Dana wirklich mag und sie eigentlich nicht länger anlügen möchte...

Birgit Gruber hat einen sehr gut zu lesenden Schreibstil. Ihre Protagonisten sind allesamt sehr eigen, aber nichtsdestotrotz sympathisch und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Die Ostseevilla liegt sehr idyllisch nahe dem Strand und kann daher schnell eine Sehnsucht nach dem Meer auslösen.

Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich in der Handlung immer sehr wohlgefühlt. Es gab nie Ungereimtheiten oder andere Kritikpunkte. Ich bin mir sicher, dass ich noch mehr Bücher der Autorin lesen werde, denn die Geschichte war wirklich schön und unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 18.09.2021

"Lesen ist eine Wohltat für die Seele."

Das kleine Café der Bücherträume
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Frederike hatte vor drei Monaten eine Nacht mit dem, ihr bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten David, den sie bei der Arbeit kennengelernt hat. Beim Bedienen im Café Sommerglück, in dem sie arbeitet, ist ...

Frederike hatte vor drei Monaten eine Nacht mit dem, ihr bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten David, den sie bei der Arbeit kennengelernt hat. Beim Bedienen im Café Sommerglück, in dem sie arbeitet, ist er ihr aufgefallen, denn er hat ihr Lieblingsbuch "Vom Winde verweht" gelesen und war so in der Handlung vertieft, dass er sogar an einer Stelle immer wieder den Kopf geschüttelt hat. Daraufhin hat sich ein längeres Gespräch ergeben und sie haben danach noch einen wunderschönen Abend und die Nacht gemeinsam verbracht. Nur leider ist Frederike am nächsten Morgen alleine aufgewacht und David war verschwunden. Nun sieht sie ihn wieder und ist hin- und hergerissen, denn für ihn war alles wohl nur ein One Night Stand, wohingegen Frederike durchaus Gefühle für David entwickelt hatte. Nur gut, dass Frederike gerade auch andere Dinge beschäftigen und ablenken, denn auf dem Nachbargrundstück soll die alte verfallene, aber trotzdem bei vielen Sagenbrühlern sehr beliebte alte Mühle abgerissen werden und ein großer Bürokomplex errichtet werden. Dann wäre die schöne Aussicht dahin, allerdings würden dann mehr Menschen zum Mittagessen zu ihnen kommen, wie Gertrude, die Chefin immer argumentiert. Der Verkauf des Grundstücks spaltet das beschauliche Dorf und die Protestierenden finden ihren Treffpunkt im Café Sommerglück, was wieder Stammkunden vertreibt, aber neue jüngere Gäste anlockt. Es ist alles verzwickt und Frederike nicht bei der Sache, denn David scheint irgendwie in die Planung des Bürokomplexes verwickelt zu sein...

"Den Stürmen des Lebens trotzen - dabei hilft oft das richtige Buch und ein stiller Leseplatz."

Lene Hofmeister hat einen flüssig zu lesenden Schreibstil mit einer modernen, einfachen Sprache. Ihre Protagonistin Frederike ist sympathisch und realistisch, denn ihr Leben verläuft alles andere als in geraden Bahnen, aber trotzdem ist lebensfroh und mutig. Auch die anderen Charaktere sind freundlich, trotz oder gerade wegen ihrer Eigenheiten. Die Kulisse des Romans wurde sehr genau beschrieben, sodass der Leser alles vor Augen hat und sich so gut in der Geschichte zurechtfindet.

Ich habe mich schon sehr auf diesen neuen Roman der Autorin gefreut, denn mir hat schon der vorherige sehr gut gefallen. Bei diesem Buch sind die Seiten nur so dahingeflogen, sodass ich viel zu schnell am Ende angelangt war. Die "Liebesgeschichte" zwischen David und Frederike hat mir sehr gut gefallen und das Buch interessanter gemacht. Ebenso eine tragende Rolle hat Lotte für mich gespielt, denn sie hat durch ihre anpackende und rebellische Art immer für Wirbel gesorgt. Zuallerletzt hat Leo mich beeindruckt, denn trotz seiner "Besonderheit" und den Problemen mit seinen Eltern bleibt er immer stark und hat seine Freunde aus dem Dichterkreis, auf die er sich verlassen kann. Zuletzt möchte ich noch die kurzen Zitate über Bücher und das Lesen erwähnen, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie auch hier in diese Rezension eingebunden habe.

Dieser Roman war einfach wunderschön und ich kann ihn nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Eine Hyazinthe, die für so viel mehr steht als nur ihre Schönheit...

Das Geheimnis der Hyazinthen
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Lilly lebt mit ihrer Mutter in Edinburgh. Sie hat drei Teilzeitjobs, weil sie sich sonst die Pflege ihrer schwerkranken Mutter nicht leisten kann. Denn ihre Mutter leidet an Leukämie im Endstadium und ...

Lilly lebt mit ihrer Mutter in Edinburgh. Sie hat drei Teilzeitjobs, weil sie sich sonst die Pflege ihrer schwerkranken Mutter nicht leisten kann. Denn ihre Mutter leidet an Leukämie im Endstadium und braucht Rundumpflege in einem Heim, die Lilly leider so nicht leisten kann. Umso überraschender kommt es für sie, als ihre Mutter ihr eine Reise in ihre alte Heimat, der Isle of Skye schenkt. Lilly möchte diese gar nicht annehmen, aber ihrer Mutter Iris ist es sehr wichtig. Denn sie soll eine besondere Hyazinthenzwiebel in ihrem früheren Vorgarten finden und ihr diese bringen. So beschließt Lilly, die Reise anzutreten, aber nicht die volle Woche dort zu verbringen, sondern nur die nötige Zeit bis sie die Blumenzwiebel gefunden und ausgegraben hat. Dass aber noch weitere Geheimnisse ans Licht kommen werden, mit denen sie nicht gerechnet hat und die ihr komplettes Leben aus den Fugen geraten lassen, damit hat sie nicht gerechnet...

Claudia Romes hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Ihre Protagonisten sind sehr sympathisch und realistisch. Die Spannungskurve ist der Autorin sehr gut gelungen, denn das Buch konnte von Anfang an fesseln und war zum Ende hin richtiggehend spannend, aber auch sehr traurig.

Anfangs wusste ich bei diesem Roman nicht, ob er mir komplett zusagt, aber ich wurde mit Fortschreiten der Handlung immer mehr überrascht und war am Ende voll überzeugt. Gerade das Ende hat mich zu Tränen gerührt.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Eine unfreiwillige Rückkehr in die Vergangenheit...

Still into you (Moonflower Bay 1)
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Eve war seit zehn Jahren nicht mehr in Moonflower Bay, obwohl sie dort früher immer ihre Sommer verbracht hat. Sie hat bei ihrer Tante Lucille im Mermaid Inn gewohnt und sogar ihr ganz eigenes pinkes Zimmer ...

Eve war seit zehn Jahren nicht mehr in Moonflower Bay, obwohl sie dort früher immer ihre Sommer verbracht hat. Sie hat bei ihrer Tante Lucille im Mermaid Inn gewohnt und sogar ihr ganz eigenes pinkes Zimmer besessen. Allerdings wurde alles plötzlich anders, als sie ihren Freund Sawyer knutschend mit einer anderen bei der Mermaid Parade gesehen hat. Er war ihre erste Liebe, aber auch ihr bester Freund und sie hat auch vor ihrer Beziehung alles mit ihm geteilt. Damals ist ihr Herz gebrochen und sie wollte niemals wieder an diesen Ort zurückkehren. Nun zehn Jahre später bereut sie ihre Entscheidung, denn sie hat so nicht nur Sawyer nie wieder gesehen, sondern auch ihre Tante und deren wahren gesundheitlichen Zustand. Als diese nun starb und ihr das Inn vererbt hat, ist dieses in keinem besonders guten Zustand und erfordert einige Renovierungsmaßnahmen...

Sawyer hat Eve seit diesem Kuss mit Jeannie nie wiedergesehen. Auch wenn er sie sehr vermisst hat, wollte er ihr damals eine Zukunft ermöglichen, in denen sie ihre Träume verwirklicht und nicht ihr ganzes Leben wegen ihm aufgibt. Er hat sie so sehr geliebt, dass ihm das wichtiger war. Das weiß Eve aber nicht und ist daher richtig wütend auf ihn. Sie weiß auch nicht, dass ihre pure Anwesenheit ihn durcheinander bringt...

Jenny Holiday hat einen tollen Schreibstil, der sich flüssig und schnell liest. Auch ihre Sprache ist einfach und gut zu verstehen. Ihre beiden Protagonisten Eve und Sawyer sind sympathisch und liebenswürdig, sodass der Leser sie mag und mit ihnen fühlt. Der Wechsel der Sichtweisen zwischen den Beiden ist sehr gelungen und macht das Buch fesselnder und interessanter.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mich sehr wohl in Moonflower Bay gefühlt. Da der zweite Band schon bereit liegt, bin ich schon sehr gespannt darauf, wie es weitergeht in dieser zauberhaften Ortschaft am Lake Huron.

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