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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2021

Ein Rabbi als Ermittler, sorgt für einen ganz besonderen Krimi

Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht morden
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Witzig und wunderbar leicht so liest sich der Kriminalroman „Der Rabbi und er Kommissar – Du sollst nicht morden“ des Autoren Michel Bergmann. Anders als der Titel vermuten lässt hält sich Kommissar Berking ...

Witzig und wunderbar leicht so liest sich der Kriminalroman „Der Rabbi und er Kommissar – Du sollst nicht morden“ des Autoren Michel Bergmann. Anders als der Titel vermuten lässt hält sich Kommissar Berking in der Geschichte allerdings dezent zurück und überlässt Rabbi Silberbaum fast die gesamte Ermittlungsarbeit. An sich ist die Handlung bzw. der Fall, dabei soweit stimmig konstruiert, die ein oder andere leicht übertriebene Situation sorgte aber dennoch für Lacher bei mir. Richtig gruselige, atemberaubende Spannung kam dafür allerdings nicht auf, weswegen ich das Buch eher zur Cosy Crime zählen würde. Richtig gut gefielen mir dagegen die zahlreichen authentischen Informationen zum jüdischen Gemeindeleben und dem Glauben an sich. Diese Fassette gab der Geschichte eine ganz einzigartige Note. Der Schreibstil ist kurz und prägnant gehalten und las sich richtig gut. Gerne hätte die Geschichte noch ein paar Seiten länger sein dürfen, das Ende kam dann doch ziemlich schnell, wobei ich mir bis zuletzt nicht sicher war, ob es wirklich noch eine Auflösung geben wird. So habe ich mich bis zuletzt gut unterhalten gefühlt und bin sehr zufrieden mit diesem ersten Band. Ich denke, das Buch wird allen Krimileser:innen gefallen, die es gerne mal witzig, aber nicht zu blutig mögen. Von mir gibt es auf jeden Fall volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.09.2021

Einfach nur wundern, staunen und schmunzeln: Hier ist der Titel Programm!

The Stranger Times
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„The Stranger Times“ des Autoren C. K. McDonnell, verspricht wirklich nicht zu viel. Es handelt sich nämlich um eine herrlich schräge Geschichte voller Humor und fantastischer Wesen. Bereits die Aufmachung, ...

„The Stranger Times“ des Autoren C. K. McDonnell, verspricht wirklich nicht zu viel. Es handelt sich nämlich um eine herrlich schräge Geschichte voller Humor und fantastischer Wesen. Bereits die Aufmachung, mit dem schwarzen Buchschnitt und einem liebevoll gestalteten Cover, konnte mich begeistern. Die Protagonisten gefielen mir darüber hinaus alle ausgezeichnet, wobei ich allerdings anmerken möchte, das ihre Charakterzeichnungen stellenweise doch etwas übertrieben geraten sind. Dies führt nicht nur zu der ein oder anderen verrückten Situation, sondern auch dazu das jede Menge gesoffen, geflucht und beleidigt wird. Somit eignet sich das Buch nur für Leser:innen, welchen auch ein rauerer Erzählton nichts ausmacht. Anderseits passte diese Art von „zu viel“, aber auch wunderbar ins anvisierte Genre. Der Schreibstil liest sich dennoch gut und besticht nicht nur mit seinem Wortwitz, sondern auch durch messerscharfe Situationsbeschreibungen. Auch die Umsetzung konnte mich in ihrer Gesamtheit überzeugen. Die Geschichte bewegt sich nämlich abseits von häufigen Fantasyklischees und überzeugte durch eine schlüssige Handlung und etliche überraschende Wendungen. So blieb die Spannung zu keiner Zeit auf der Strecke. Mein Fazit: Gelungener erster Band, einer Fantasyreihe für Erwachsene mit jeder Menge Potenzial. Dafür gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Über Frauenbilder, Vorurteile und die Angst vor einem Serienmörder

Diese Frauen
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Der Roman „Diese Frauen“ der Autorin Ivy Pochoda hat mich gleichzeitig gepackt wie auch begeistert. Sehr eindringlich, emotional berührend und fesselnd schreibt die Autorin über eine Welt welche auf den ...

Der Roman „Diese Frauen“ der Autorin Ivy Pochoda hat mich gleichzeitig gepackt wie auch begeistert. Sehr eindringlich, emotional berührend und fesselnd schreibt die Autorin über eine Welt welche auf den ersten Blick fremd erscheint. So gibt sie mit ihrer Geschichte genau diesen Frauen, welche eben nicht den gängigen gesellschaftlichen Normen entsprechen, eine eigene Stimme. Dabei könnte der Titel gar nicht treffender sein. Aber auch der Thrill, auf der Suche nach dem Serienmörder, kommt nicht zu kurz und durch verschiedene Perspektiven bleibt die Handlung bis zuletzt spannend. Für mich ist dieses Buch auch gerade deshalb ein richtiges Meisterwerk, da ernste Themen, Ungerechtigkeiten und Vorurteile angesprochen werden, ohne dabei zu belehrend zu wirken. So war das Buch unter anderem durch seine Aktualität interessant für mich. Der Schreibstil gefiel mir gut, ohne dabei weitschweifig zu sein zeichnete er gekonnt unterschiedlichste Szenerien vor mein inneres Auge. Los Angeles als Handlungsort konnte ich mir so gut vorstellen, wobei die Stadt stellvertretend für viele andere Orte stehen könnte. Insgesamt kommen 5 Frauen mit unterschiedlichen Perspektiven zu Wort, deren Leben alle auf die eine oder andere Weise miteinander verknüpft sind. Durch die unterschiedlichen Lebensweisen und Charaktere, welche alle authentisch waren, bekommt die Handlung eine gelungene Abwechslung. Mein Fazit: Diese perfekte Mischung aus Roman und Krimi solltet ihr unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 18.09.2021

Deprimierend wie berührend zugleich

Die Überlebenden
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„Die Überlebenden“ von Alex Schulman ist ein durchaus herausforderndes Familiendrama. Die Handlung wird dabei äußerst feinsinnig erzählt, trifft dann aber durch ihren Inhalt mitten ins Herz. Trotz ihrer ...

„Die Überlebenden“ von Alex Schulman ist ein durchaus herausforderndes Familiendrama. Die Handlung wird dabei äußerst feinsinnig erzählt, trifft dann aber durch ihren Inhalt mitten ins Herz. Trotz ihrer Traurigkeit hat mich die Geschichte der drei Brüder deshalb sehr berührt. Schriftstellerisch gelungen konstruiert Autor Alex Schulman, durch einen vorläufigen und einen rückläufigen Zeitstrang, eine ganz eigene, einzigartige Erzählweise. So laufen die Ereignisse scheinbar aufeinander zu und nach und nach offenbart sich die gesamte Geschichte. So ergibt sich dank der Einblicke in die Kindheit, sowie das Erwachsenenalter der Brüder, eine vielschichtige Handlung. Nur schwer auszuhalten waren für mich die Verhaltensweisen der Eltern, welche mich stellenweise schockiert und fassungslos zurück ließen. Gerade durch diese Grausamkeiten, entsteht aber wiederum Authentizität, denn genau solche Geschichten schreibt das Leben eben auch. Von Hoffnung und Versöhnung war für mich allerdings nichts zu spüren. Durch ihren fesselnden und gut lesbaren Schreibstil blieb die Handlung bis zum Schluss spannend. Auch die eingebauten überraschenden Wendungen sorgten für ein herausragendes Leseerlebnis, dessen Wendungen man nicht leicht vorhersehen konnte. Gerne vergebe ich für diese emotionale Geschichte, welche auf hohem Niveau erzählt wird, 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.09.2021

Ein Mut machendes Jugendbuch, über Ängste und den Umgang damit

Es geht ja bloß um den Rest meines Lebens
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In ihrem Roman „Es geht ja bloß um den Rest meines Lebens“ erzählt die Autorin Anne Hoffmann, die Geschichte von Elisa welche kurz vor ihrem Abitur steht und merkt wie ihr Leben zunehmend von Angst bestimmt ...

In ihrem Roman „Es geht ja bloß um den Rest meines Lebens“ erzählt die Autorin Anne Hoffmann, die Geschichte von Elisa welche kurz vor ihrem Abitur steht und merkt wie ihr Leben zunehmend von Angst bestimmt wird. Das Setting in einer Kleinstadt in der Nähe von Berlin wurde lebensnah beschrieben und gefiel mir auch deshalb so gut, da ähnliche Bücher meist nicht in Deutschland spielen. Den äußerst sensiblen Themen Angststörung, Panikattacken und Depression, nimmt sich die Autorin dabei wirklich feinfühlig an. So entsteht eine Geschichte welche authentisch wie auch berührend ist und dazu noch wichtiges Wissen vermittelt. Der Schreibstil las sich wirklich gut und passt durchaus zu den jugendlichen Charakteren. Die Handlung war durchgängig interessant und wurde durch zahlreiche witzig und schöne Momente ergänzt, so das sie zum Glück nicht zu schwermütig wirkte. Alle Protagonist:innen hatten ihren Platz in der Geschichte, auch wenn mir nicht alle gleich sympathisch waren. Elisa und ihre engen Freunde konnte ich aber von Beginn an gut leiden. Auch wenn sie sich nicht immer wissen wie genau sie sich Elisa gegenüber verhalten sollen, bleiben sie dennoch an ihrer Seite. So empfand ich das Buch mit seinem sehr stimmigen Ende als perfekte Lektüre, nicht nur für jugendliche Leser:innen. Ich würde mir mehr solch lebensnahe und eindrückliche Geschichten wünschen und vergebe deshalb gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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