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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2017

Mutproben

Panic – Wer Angst hat, ist raus
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Die Schule ist aus und auch dieses Jahr gibt es das Spiel Panic, bei dem alle Schulabgänger mitmachen können. Der Gewinner erhält ein Preisgeld, dieses Jahr hat es die rekordverdächtige Höhe von 67.000 ...

Die Schule ist aus und auch dieses Jahr gibt es das Spiel Panic, bei dem alle Schulabgänger mitmachen können. Der Gewinner erhält ein Preisgeld, dieses Jahr hat es die rekordverdächtige Höhe von 67.000 Dollar. Heather ist eigentlich nur da, um Nat, ihre beste Freundin, anzufeuern. Doch dann macht ihr Freund Matt mit ihr Schluss und sie entschließt sich spontan, auch mitzumachen und springt vom Felsen. Nat findet das erst gar nicht gut und auch ihr bester Freund Bishop ist alles andere als begeistert. Die Aufgaben werden immer gefährlicher und für meinen Geschmack viel zu gefährlich und unvernünftig. Aber wahrscheinlich ist es hier ein Gruppenzwang und Aufhören wäre gleichbedeutend mit Gesichtsverlust. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass wir als Leser gut zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung unterscheiden können. Am Meisten geht es um Heather und Dodge, der eigentlich nur an dem Spiel teilzunehmen, um sich an dem Gewinner von vor zwei Jahren zu rächen bzw. an dessen Bruder, denn seitdem ist seine geliebte Schwester querschnittsgelähmt.

Gute Ansätze, die jedoch noch hätten vertieft werden können. Die Psychologie bleibt ein wenig zu oberflächlich und die Geschichte geht nicht so sehr in die Tiefe.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Etewas zu viel des Guten

Demon Road (Band 1) - Hölle und Highway
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Amber denkt eigentlich, sie sei ein ganz normales Mädchen. Dann aber verwandelt sie sich in einen Dämon - und hier beginnen ihre Probleme. Denn ihre Eltern und ihre Freunde haben nur auf diese Verwandlung ...

Amber denkt eigentlich, sie sei ein ganz normales Mädchen. Dann aber verwandelt sie sich in einen Dämon - und hier beginnen ihre Probleme. Denn ihre Eltern und ihre Freunde haben nur auf diese Verwandlung gewartet, um Amber zu verspeisen und sich dadurch zu stärken. Doch so einfach macht Amber es ihnen nicht. Eine Freundin ihrer Eltern ist auf ihrer Seite und verhilft ihr zur Flucht. Gemeinsam mit Milo und seinem Auto fliehen sie auf der Demon Road. Nach einem Treffen mit dem Leuchtenden Dämon wird die Flucht zu einer Suche.

Auf der Flucht begegnen wir dann allen möglichen übernatürlichen Wesen; manches war mir echt zu viel und wurde nur eingeführt der ´Vollständigkeit halber. Manche Szenen reihen sich meiner Meinung nach zu sehr aneinander und hier wären weniger Szenen, dafür mehr Verweilen und mehr Details besser geworden.

Dennoch insgesamt ein rasantes Roadmovie, das sich flott liest mit einem Cliffhanger am Ende. Fast schon obligatorisch dieser Cliffhanger.

Veröffentlicht am 05.04.2017

Verschenktes Potenzial

Forever 21
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Ava hat eine große Schuld auf sich geladen und als Strafe dafür wurde sie mit einem Fluch belegt: sie muss durch die Zeit reisen und in die Körper von fremden Menschen „springen“ mit ihrer Seele. Ihre ...

Ava hat eine große Schuld auf sich geladen und als Strafe dafür wurde sie mit einem Fluch belegt: sie muss durch die Zeit reisen und in die Körper von fremden Menschen „springen“ mit ihrer Seele. Ihre Aufgabe ist es, zwei Liebende miteinander zu vereinen. Wenn sie dabei zu langsam vorgeht, erleidet sie furchtbare Schmerzen. Wenn sie die Aufgabe nicht bewältigt, muss sie für immer 21 Jahre alt bleiben.
Auf einer dieser Zeitreisen lernt sie Kyran kennen, der auch kein einfaches Leben hat und schwer daran trägt. Beide spüren sofort eine ganz besondere Verbindung zum anderen, aber wie ist eine Beziehung möglich, wenn Ava jeden Moment damit rechnen muss, wieder einen Zeitsprung zu machen?
Die Zeitsprünge führen den Leser in ganz unterschiedliche Epochen und Länder. Der Leser wird an den französischen Königshof im 18. Jahrhundert entführt, nach Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder aber auch ins England des 21. Jahrhunderts. Zu Beginn jedes Sprungs muss Ava sich an den neuen Körper gewöhnen und an die Zeit und die Sitten und Gebräuche – da bleiben Fehltritte nicht aus. Ava versucht das beste aus der Situation zu machen. Für den Leser sind diese Wechsel jedoch zu häufig und schnell hintereinander und viele der Begegnungen bleiben leider zu oberflächlich. Die gestellten Aufgaben werden erstaunlich rasch und recht problemlos gelöst, für mich spielen hier Zufälle eine zu große Rolle, um realistisch zu erscheinen. Bei den Zeitangaben sind einige Fehler in der Chronologie unterlaufen. Das Buch endet in einem großen Cliffhanger, viel zu abrupt. Schade, hier wurde leider viel Potenzial verschenkt.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Zu viele Fertigprodukte

Last Minute Vegetarisch – Richtig lecker kochen in nur 10 bis 20 Minuten
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Das Buch ist strukturiert aufgebaut mit ein paar guten Tipps vorweg. Die Rezepte sind alle für zwei Personen und es gibt einen Hinweis auf einen Mengenrechner im Internet. Allerdings finde ich das Hochrechnen ...

Das Buch ist strukturiert aufgebaut mit ein paar guten Tipps vorweg. Die Rezepte sind alle für zwei Personen und es gibt einen Hinweis auf einen Mengenrechner im Internet. Allerdings finde ich das Hochrechnen einfacher als Runterrechnen. Vegane Rezepte sind jeweils mit einem Icon markiert. Auf einer Doppelseite zwischen den längeren Kapiteln gibt es Tipps für schnelle Aufstriche, Pestos, Stullen oder Smoothies, nicht immer sensationell und neu, da viel zu allgemein. Da gefielen mir die eigentlichen Kapitel besser. Viele Salate, aber auch Leichtes, Deftiges, Knuspriges und Süßes. Am Ende gibt es sowohl ein Rezept- als auch ein Zutatenregister. Besonders letzteres finde ich sehr gut, um Inspirationen für Zutaten zu bekommen, die man noch zu Hause hat. Einiger der veganen Rezepte kann man auch in vegetarische Rezepte umwandeln, dann sind sie oft einfacher.
Was mich ein wenig gestört hat, sind die vielen Fertigprodukte, die zum Einsatz kommen. So ist es für mich etwas "gemogelt", denn ich koche lieber mit frischen Zutaten. Aber dann dauert es wohl zu lange für "Last Minute".

Veröffentlicht am 07.02.2017

Wahrheit oder Fiktion?

Das Buch der Spiegel
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Der Literaturagent Peter Katz erhält einen Teilabdruck eines Manuskripts. Die Vorstellung des Autors und danach auch das Manuskript faszinieren ihn. Doch das Manuskript endet abrupt. Als er versucht, den ...

Der Literaturagent Peter Katz erhält einen Teilabdruck eines Manuskripts. Die Vorstellung des Autors und danach auch das Manuskript faszinieren ihn. Doch das Manuskript endet abrupt. Als er versucht, den Autor zu kontaktieren, erfährt er, dass dieser unheilbar krank ist und bevor es zu einem Treffen kommt, verstirbt der Verfasser. Doch Peter Katz möchte wissen, was es mit dem Mord vor 30 Jahren auf sich hat und wer der Täter war und beauftragt seinerseits nun jemanden, dies herauszufinden. So gibt es einen Perspektivenwechsel und später noch einen. Bei dem Mord stehen immer mal wieder andere Verdächtige im Vordergrund, die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und der Leser rät mit.

Wenn man viele Krimis und Thriller gelesen hat, ist die Geschichte gar nicht mal so ungewöhnlich. Sicherlich, der Schreibstil ist gut, die Geschichte kann unterhalten, allerdings kommt nicht so viel Spannung auf und eine Identifizierung mit den Personen des Romans gelang mir zumindest nicht. Kein schlechtes Buch, aber auch nicht so herausragend.