Profilbild von Sutane

Sutane

Lesejury Star
offline

Sutane ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sutane über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2021

Wer in diesem Buch einen Platz findet, muss eine Lebensgeschichte haben

Champions – Sporthelden, die Geschichte schreiben
0

... und meist ist diese doch recht dramatisch.

So ließt man von einer Surferin, die durch einen Hai-Angriff ihren Arm verloren hat; von einem Kletter-Profi, der entführt wurde; von einer Turnerin, dessen ...

... und meist ist diese doch recht dramatisch.

So ließt man von einer Surferin, die durch einen Hai-Angriff ihren Arm verloren hat; von einem Kletter-Profi, der entführt wurde; von einer Turnerin, dessen Trainer in der Zwischenzeit im Gefängnis sitzt; von einer Radfahrerin, die durch einen bösen Sturz an den Rollstuhl gefesselt ist; von einem Formel-1 Fahrer, der bei einem Unfall schlimme Narben davongetragen hat oder von einem Skispringer der an Depressionen leidet.

Positiv bei all den Schicksalsschlägen, der Autor erwähnt, wie sich diese sportlichen Talente ins Leben zurückgekämpft haben, wie sie dem Schicksal getrotzt und ihr Leben selber in die Hände genommen haben.

Natürlich finden meine Kinder diese dramatischen Geschichten spannend, teilweise sogar spannender als die Erfolge durch die die Sportler eigentlich Geschichte geschrieben haben.
Für mich persönlich bekommen diese Schicksalsschläge zu viel Platz eingeräumt, sodass sich das Buch für mich, mit unter wie Sensationsjournalismus liest.

Aber zum Glück finden auch ein paar Sportler in diesem Buch einen Platz, die wirklich nur durch ihre Leistung glänzen.
Und wenn der Autor: Sven Voss (ZDF-Sportstudio Moderator), von diesen Erfolgen schreibt, dann so bildgewaltig und fesselnd, dass man das Gefühl hat, jeden einzelnen Weltrekord gerade live mitzuerleben.
Sven Voss schafft es, so lebendig zu schreiben, wie es sonst nur Radioübertragen schaffen.

Fazit:
Eine schöne Sammlung an Sporthelden, von früher und heute, über vielen Sportarten hinweg, die alle Sportgeschichte geschrieben haben.
Einzig, der "Gentleman" fehlt mir, aber wahrscheinlich ist sein Leben zu unspektakulär verlaufen, denn dem persönlichen Dramen wird viel Platz in diesem Buch gegeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 23.11.2021

die großen Ferien

Familie Flickenteppich 3. Wir machen Ferien
0

Im Haus Nummer11 ist einiges los.
Kurz vor den Ferien steht in der Schule noch ein großes Projekt an, denn die Schüler solle etwas über ihre Haustiere herausfinden. Dann ist Emmas Mama aus Australien zurück, ...

Im Haus Nummer11 ist einiges los.
Kurz vor den Ferien steht in der Schule noch ein großes Projekt an, denn die Schüler solle etwas über ihre Haustiere herausfinden. Dann ist Emmas Mama aus Australien zurück, wird sie bleiben oder wieder gehen?
Und dann sind da noch die Ferien, Papa und sein Kochbuch und natürlich die Freunde und Hausbewohner der Nummer 11.

Meinung:
"Familie Flickenteppich, wir machen Ferien" ist das 1. Buch dieser Reihe das wir gelesen haben.
Dadurch hatten wir besonders am Anfang Probleme wirklich gut in die Geschichte zu starten, denn es betreten sehr viele Akteure die Bühne. Auch kannten wir die Vorgeschichte nicht, warum ist die Mutter von Emma, Jojo und Ben nach Australien gegangen? Was hat es mit dem Namen: Familie Flickenteppich auf sich, heißt Emma doch Engl. Was ist das Geheimnis des Grafen und wie gehören die übrigen Hausbewohner zueinander.
Die Geschichte an sich behandelt ebenfalls viele unterschiedliche, auch schwierige Themen, Freundschaft, Eifersucht, Trennung, neue Liebe.

Besonders gut hat uns das Haustierprojekt gefallen, was wirklich sehr schön beschrieben ist. Wie die Kinder an das Projekt herangehen, welche Gedanken sie sich machen und wie zum Schluss eine gute Präsentation entsteht.
Auch wenn dieses Thema nur nebensächlich ist, denn primär geht es um die Mama, Emma, Ben und der Freundschaft zwischen Emma und Aylin, war dies doch am ehesten greifbar für uns. (wie gesagt, wir kennen die beiden Vorgängerbände nicht).

Stefanie Taschinski schreibt die Geschichte der kunterbunten Hausgemeinschaft aus Emmas Sicht, in der Ich-Form. Ihre Geschichte ist lebendig und voller Gefühle.
Die Schrift ist etwas größer, ebenso die Absätze. Immer wieder lockern, teilweise großflächige,  farbige Illustrationen die Geschichte auf.

Auch wenn wir nicht ganz in die Geschichte eintauchen konnten, hat uns der 3. Band Lust auf mehr gemacht. 
Wir freuen uns sehr über weitere Abenteuer der Nummer 11, aber zuvor lesen wir noch die Bände 1 und 2.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2021

eine Geschichte über Angst und Vorurteile und wie man ihnen begegnen kann

Kasi Kauz und die komische Krähe (Kasi Kauz 1)
0

Im Wald gibt es viel Aufregung, denn irgendetwas rotes wurde am Himmel gesichtet.
Der Biber, die Ente, der Schwan und auch die Spinne habe es gesehen und auch Kasi Kauz.
Während die anderen Waldbewohner ...

Im Wald gibt es viel Aufregung, denn irgendetwas rotes wurde am Himmel gesichtet.
Der Biber, die Ente, der Schwan und auch die Spinne habe es gesehen und auch Kasi Kauz.
Während die anderen Waldbewohner gleich in Angst vor dem Unbekannten geraten oder im Neidisch gegenüber stehen: will es uns was böse? will es unseren Kindern etwas antun? wie lange bleibt es? will es unsere Vorräte essen? und warum ist es so bunt, während wir so einfarbig sind?, macht sich Kasi Kauz auf die Suche nach dem Fremden und gibt ihm die Möglichkeit es kennenzulernen.

Kasi Kauz ist ein Kinderbuch über den Umgang und der Befangenheit Fremden gegenüber, welches durch seine wunderschönen großflächigen und bunten Bilder überzeugt.
Auch die Botschaft die der Geschichte innewohnt wird kindgerecht erzählt, wie ein Parabel.

Was mir weniger gut gefällt: der Fremde kann nur wenige Worte sprechen und primär ist es: Blödmann. Auch wird in dem Buch nicht aufgeklärt, woher er kam und warum er so schnell wieder verschwunden ist.
Hier hätte ich mir ein wenig mehr Geschichte über den "Fremden" gewünscht.

Ansonsten ein schönes Vorlesebuch, welches den Anstoß bietet, mit Kindern über dieses wichtige Thema zu reden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2021

interessanter Effekt, leider ohne Geschichte

Dreh hin – Dreh her 2: Aufgewacht, kleiner Bär!
0

"Aufgewacht, kleiner Bär" ist eine liebevoll Illustriertes Kinderbuch, aus dickerem Karton, das die jungen Zuhörer zum Mitmachen anregt.

Und zwar sollen die Kleinen dem kleinen Bären helfen, früh am Morgen ...

"Aufgewacht, kleiner Bär" ist eine liebevoll Illustriertes Kinderbuch, aus dickerem Karton, das die jungen Zuhörer zum Mitmachen anregt.

Und zwar sollen die Kleinen dem kleinen Bären helfen, früh am Morgen aus dem Bett zu kommen, sich die Zähne zu putzen oder sich anzuziehen.
Dabei können die Zuhörer helfen, in dem sie an einer Stoffschlaufe ziehen und dadurch eine Drehscheibe bewegt, die ein neues Bild entstehen lässt.

Dieser Effekt ist spannend und meine Zuhörer waren alle davon angetan, gerade weil wir so eine Technik bisher noch nicht kannten.

Leider fehlt dem Buch aber eine richtige Geschichte. Vielmehr ließt sich dieses wie ein Checkliste der Dinge, die morgens erledigt werden müssen. Dies finde ich schade, denn die kindgerechten Zeichnungen hätte eine schönere Geschichte verdient.

Was meine jungen Zuhörer gestört hat, der kleine Bär kann sich schon alleine anziehen, dies wurde mit: "Mama, der kann doch noch gar nicht sein Shirt alleine anziehen" kommentiert. Auch das der kleine Bär seiner Mama VOR dem Kindergarten einen Kuss zum Abschied gibt, war für meine Kinder nicht nachvollziehbar. Schließlich muss die Mama / oder der Papa doch mit in den Kindergarten.

Aufgrund dieser beiden Punkte und der fehlende Geschichte kann ich dieses Buch nicht voller Überzeugung weiterempfehlen, auch wenn die Drehscheibentechnik wirklich mal erfrischend anders ist.
Von mir hätte: Aufgewacht, kleine Bär 3 Sterne erhalten, meine Kinder sind für 5 Sterne - da die Bilder so schön sind und die Drehscheibe so spannend, daher in Summe 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2021

ein neuer Beckett

Die Verlorenen
0

Seit "Chemie des Todes" bin ich ein großer Fan von Simon Beckett, auch wenn mich die letzten David Hunter Storys nicht mehr so packen konnten.

Daher war ich sehr gespannt auf die neue Reihe um den Protagonisten: ...

Seit "Chemie des Todes" bin ich ein großer Fan von Simon Beckett, auch wenn mich die letzten David Hunter Storys nicht mehr so packen konnten.

Daher war ich sehr gespannt auf die neue Reihe um den Protagonisten: Jonah Colley.

Worum gehst:
Der Polizist Jonah Colley wird nach 10 Jahren von seinem Freund Gavin kontaktiert, der dessen Hilfe benötigt. Zweifeln, aber auch gepackt durch die Art und Weise wie Gavin um Hilfe bittet, fährt Jonah zu einem verlassenen Lagerhaus. Dort findet er 3 Leichen und entkommt nur knapp dem Angreifer. Auch wenn er dabei stark verwundet wird, gerät er schon bald ins Visier der Ermittler.

Um seine Unschuld zu beweisen und dem Rätsel der 3 Toten auf die Spur zu kommen, ermittelt Jonah auf eigener Faust und macht sich dadurch um so verdächtiger.
Aller scheint seinen Ursprung in der Vergangenheit zu haben. Was geschah vor 10 Jahre, an dem Tag und kurz danach als Jonahs Sohn Theo verschwand?

Meinung:
Der Anfang ist absolut packend und ein gelungener "Simona Beckett". In der Mitte dümpelt die Story ein wenig vor sich hin und einiges wiederholt sich, was auf mich als Leser mit unter unglaubwürdig wirkte.
Auch das Ende war, zwar überraschend und für mich nicht vorhersehbar, dennoch recht konstruiert.

Dennoch schafft es Simon Beckett einmal mehr, einen tollen Thriller zu schreiben, in dem die Weichen für zukünftige Bände gelegt werden. Denn die Zentrale Frage ist und bleibt, was wurde aus Theo. Und nicht nur der Protagonist schwangt zwischen Hoffen und Bangen, auch mir als Leser erging es so. Und ich bin wirklich gespannt, ob diese Frage im 2 Teil gelöst werden wird.

Der Schreibstil ist, wie von Simon Beckett gewohnt: flüssig und packend. Bis zum Schluss suchte ich den Mörder, auch wenn zwischendurch immer wieder Spuren gelegt und Verdächtige gefunden werden konnten. Aber auch hier typisch für Simon Beckett, das Offensichtliche ist meist nicht die Lösung.

Für mich der gelungener Auftakt einer neuen Thriller Reihe, auch wenn "Die Verlorenen" mich nicht immer überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere