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HexeLilli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2021

Bereit zu töten

Die falsche Zeugin
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Das Cover gefällt mir gut, es passt zu dem 590 Seiten dicken Thriller, düster und geheimnisvoll. Der Klappentext verspricht spannende Stunden. Ein Buch voller Emotionen, mit Themen wie Corona, Kindesmisshandlung, ...

Das Cover gefällt mir gut, es passt zu dem 590 Seiten dicken Thriller, düster und geheimnisvoll. Der Klappentext verspricht spannende Stunden. Ein Buch voller Emotionen, mit Themen wie Corona, Kindesmisshandlung, Pädophilie, Drogensucht, Vergewaltigung und Mord. Der Leser gewinnt Einblick in gestörte Seelen. Die Geschichte wird teilweise in zwei Handlungsstränge erzählt, Gegenwart und Vergangenheit. Sie ist flüssig zu lesen, der Spannungsbogen baut sich langsam auf.
Die beiden Schwestern Leight und Callie stehen im Vordergrund. Eine schreckliche Tat in der Teenagerzeit schweißt sie noch mehr zusammen. Während die Ältere Karriere als Strafverteidigerin macht, ist die Jüngere seit Jahren drogenabhängig. Eines Tages bekommt Leight den Auftrag einen Vergewaltiger zu verteidigen. In ihm erkennt sie den Jungen wieder, bei dem sie und ihre Schwester babysitten waren. Andrew will unbedingt sie als seine Verteidigerin. Er lässt Bemerkungen fallen, weiß also genau, was die Schwestern vor 23 Jahren getan haben.
Der Charaktere der Schwestern sind sehr unterschiedlich. Während sich die Ältere aus dem Sumpf befreien konnte, zerbricht die Jüngere an ihrer Vergangenheit. Eine gute Story mit spannendem Aufbau, teilweise hart an der Grenze zum Erträglichem. In der Mitte allerdings sehr langatmige Passagen, für einen Laien nicht immer zu verstehen.
Trotzdem von mir eine klare Leseempfehlung nicht nur für Fans der Autorin.

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Veröffentlicht am 20.11.2021

Über Kunst kann man streiten

Zorn – Opferlamm
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Bei dem Titel Opferlamm von Stephan Ludwig handelt es sich um den mittlerweile elften Band aus der Zorn Reihe. Das Cover hat einen Wiedererkennungswert, es ähnelt den Vorgängern, mit dem verbrannten O ...

Bei dem Titel Opferlamm von Stephan Ludwig handelt es sich um den mittlerweile elften Band aus der Zorn Reihe. Das Cover hat einen Wiedererkennungswert, es ähnelt den Vorgängern, mit dem verbrannten O in der Mitte. Die teilweise sehr kurzen Kapitel lassen sich schnell und flüssig lesen. Trotz grausamer Morde ist die Ermittlungsarbeit zweitrangig. Im Vordergrund steht der Wortwitz und die Ränkeleien zwischen Zorn und Schröder. Diese Szenen sorgen für Auflockerung und bringen zum Lachen. Alle Protagonisten haben sich weiter entwickelt, es macht Freude ihnen dabei zu folgen. Der Anfang beginnt schon sehr spannend. Ein nackter Mann mit einem Kreuz auf dem Rücken läuft durch die Straßen. Stunden später findet man ihn gekreuzigt. Aber es bleibt nicht bei diesem Mord. Das Ganze endet ein einem spannenden Finale. Auch dieser Band hat nichts von seiner Spannung und seinem Wortwitz verloren. Die Mischung aus Spannung und Humor macht das Buch so lesenswert. Ich nehme das Ganze nicht so ernst, Hauptsache ich wurde gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 20.10.2021

Der Racheengel

Tiefschwarze Schuld
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Schon das Cover und die Leseprobe machten mich neugierig auf das Buch. Es ist ein toller Auftankt für eine neue Reihe und hat mich super unterhalten. Rätselhafte Selbstmorde, ein Kinderhändler Ring, Experimente ...

Schon das Cover und die Leseprobe machten mich neugierig auf das Buch. Es ist ein toller Auftankt für eine neue Reihe und hat mich super unterhalten. Rätselhafte Selbstmorde, ein Kinderhändler Ring, Experimente mit einem neuen Medikament, Misshandlung in einem Pflegeheim, Entführung eines Kindes und ein Rachefeldzug. Hier kommt ganz schön was zusammen. Am Beginn hatte ich so meine Schwierigkeiten, ständig wechselnde Handlung, verschiedene Zeitebenen, viele verschiedene Personen. Zum Glück wurde es bald besser und langsam liefen die Erzählstränge zusammen. Es gab nicht nur fiese sondern auch nette Charaktere. Die Protagonistin Corinna Dupont hätte ich mir noch mehr in den Vordergrund gewünscht. Wer sich nicht vor vielen Toten und grausamen Szenen fürchtet, sollte diesen Thriller auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Die goldenen 20er

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Der 500 Seiten dicke, historische Roman, der in den 20er Jahren in Berlin spielt, hat mir gut gefallen.
Das Cover sticht ins Auge, mit dem Frauenkopf und dem alten Bahnhof Friedrichstraße. Der Stadtplan ...

Der 500 Seiten dicke, historische Roman, der in den 20er Jahren in Berlin spielt, hat mir gut gefallen.
Das Cover sticht ins Auge, mit dem Frauenkopf und dem alten Bahnhof Friedrichstraße. Der Stadtplan Ausschnitt auf der Klappe half mir sehr, mich an den verschiedenen Orten zurecht zu finden.
In der Schulzeit lernen sie sich kennen. Die Geschwister Ilse und Johannes aus reichem Hause, Luise, Robert und Ella aus dem Hinterhaus, die nie richtig dazu gehörte. Robert kommt traumatisiert aus dem ersten Weltkrieg, während Johannes eine Behinderung davonträgt und sich deshalb jahrelang versteckt, bis er durch Zufall Luise über den Weg läuft. Diese hat allerdings in der Zwischenzeit Robert geheiratet, obwohl sie Johann nie vergessen konnte.
Die Autorin lässt wunderbar historische und politische Geschehnisse, und in der damaligen Zeit bekannte und berühmte Persönlichkeiten in ihre Geschichte einfließen. Wichtige Themen spielen eine große Rolle, wie Trauma und Versehrtheit der Kriegsheimkehrer, Standesunterschiede, Homosexualität, Judentum und Emanzipation der Frauen.
Dank der Protagonistin Ilse, die das Abenteuer liebt, wird der Leser mitgenommen in verrufene Kneipen, Revue und Theater, und lernt hierbei Menschen kennen, deren Namen man auch heute noch kennt.
Die Hauptfiguren außer Robert sind mir während des Lesens richtig ans Herz gewachsen. Vor allem die drei Frauen, die sich schon damals durchzusetzen wussten. Luise in einer Ehe gefangen, in der sie nicht glücklich ist, die lesbische Ilse, die schon in jungen Jahren ihren Weg geht. Und die arme Ella, die sich als alleinerziehende Mutter durchschlagen muss. Die einen Mann liebt, dessen Herz einer Anderen gehört.
Das Buch ist flüssig geschrieben und war deshalb sehr gut zu lesen. Den 2.Band aus der Reihe möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 23.09.2021

So könnte es gewesen sein

Der schwarze Winter
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Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem ...

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem Hintergrund, im Hungerwinter 1946/47.
Das Cover passt für mich sehr gut zur Geschichte. Schuhe, Wolldecke und die zerbombte Stadt. Lebhaft kann man sich vorstellen, wie es damals in Hamburg ausgesehen hat.
Die beiden Schwestern Silke und Rosemarie sind aus Danzig geflohen. Aus einer wohlhabenden Familie sind nur noch sie übrig geblieben. Im völlig zerstörten Hamburg versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen. Essen und Heizmaterial gibt es kaum, der Schwarzmarkt blüht. Es gibt Männer die ihre schützende Hand über die beiden halten, aber auch einige Neider.
Der Schreibstiel ist fesselnd und gut zu lesen. Er vermittelt Geschichte in einem unterhaltsamen Roman. Freundschaft und Vertrauen spielen eine große Rolle. Die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt.
So könnte es gewesen sein. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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