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HexeLilli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2021

Der Racheengel

Tiefschwarze Schuld
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Schon das Cover und die Leseprobe machten mich neugierig auf das Buch. Es ist ein toller Auftankt für eine neue Reihe und hat mich super unterhalten. Rätselhafte Selbstmorde, ein Kinderhändler Ring, Experimente ...

Schon das Cover und die Leseprobe machten mich neugierig auf das Buch. Es ist ein toller Auftankt für eine neue Reihe und hat mich super unterhalten. Rätselhafte Selbstmorde, ein Kinderhändler Ring, Experimente mit einem neuen Medikament, Misshandlung in einem Pflegeheim, Entführung eines Kindes und ein Rachefeldzug. Hier kommt ganz schön was zusammen. Am Beginn hatte ich so meine Schwierigkeiten, ständig wechselnde Handlung, verschiedene Zeitebenen, viele verschiedene Personen. Zum Glück wurde es bald besser und langsam liefen die Erzählstränge zusammen. Es gab nicht nur fiese sondern auch nette Charaktere. Die Protagonistin Corinna Dupont hätte ich mir noch mehr in den Vordergrund gewünscht. Wer sich nicht vor vielen Toten und grausamen Szenen fürchtet, sollte diesen Thriller auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Die goldenen 20er

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Der 500 Seiten dicke, historische Roman, der in den 20er Jahren in Berlin spielt, hat mir gut gefallen.
Das Cover sticht ins Auge, mit dem Frauenkopf und dem alten Bahnhof Friedrichstraße. Der Stadtplan ...

Der 500 Seiten dicke, historische Roman, der in den 20er Jahren in Berlin spielt, hat mir gut gefallen.
Das Cover sticht ins Auge, mit dem Frauenkopf und dem alten Bahnhof Friedrichstraße. Der Stadtplan Ausschnitt auf der Klappe half mir sehr, mich an den verschiedenen Orten zurecht zu finden.
In der Schulzeit lernen sie sich kennen. Die Geschwister Ilse und Johannes aus reichem Hause, Luise, Robert und Ella aus dem Hinterhaus, die nie richtig dazu gehörte. Robert kommt traumatisiert aus dem ersten Weltkrieg, während Johannes eine Behinderung davonträgt und sich deshalb jahrelang versteckt, bis er durch Zufall Luise über den Weg läuft. Diese hat allerdings in der Zwischenzeit Robert geheiratet, obwohl sie Johann nie vergessen konnte.
Die Autorin lässt wunderbar historische und politische Geschehnisse, und in der damaligen Zeit bekannte und berühmte Persönlichkeiten in ihre Geschichte einfließen. Wichtige Themen spielen eine große Rolle, wie Trauma und Versehrtheit der Kriegsheimkehrer, Standesunterschiede, Homosexualität, Judentum und Emanzipation der Frauen.
Dank der Protagonistin Ilse, die das Abenteuer liebt, wird der Leser mitgenommen in verrufene Kneipen, Revue und Theater, und lernt hierbei Menschen kennen, deren Namen man auch heute noch kennt.
Die Hauptfiguren außer Robert sind mir während des Lesens richtig ans Herz gewachsen. Vor allem die drei Frauen, die sich schon damals durchzusetzen wussten. Luise in einer Ehe gefangen, in der sie nicht glücklich ist, die lesbische Ilse, die schon in jungen Jahren ihren Weg geht. Und die arme Ella, die sich als alleinerziehende Mutter durchschlagen muss. Die einen Mann liebt, dessen Herz einer Anderen gehört.
Das Buch ist flüssig geschrieben und war deshalb sehr gut zu lesen. Den 2.Band aus der Reihe möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 23.09.2021

So könnte es gewesen sein

Der schwarze Winter
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Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem ...

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem Hintergrund, im Hungerwinter 1946/47.
Das Cover passt für mich sehr gut zur Geschichte. Schuhe, Wolldecke und die zerbombte Stadt. Lebhaft kann man sich vorstellen, wie es damals in Hamburg ausgesehen hat.
Die beiden Schwestern Silke und Rosemarie sind aus Danzig geflohen. Aus einer wohlhabenden Familie sind nur noch sie übrig geblieben. Im völlig zerstörten Hamburg versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen. Essen und Heizmaterial gibt es kaum, der Schwarzmarkt blüht. Es gibt Männer die ihre schützende Hand über die beiden halten, aber auch einige Neider.
Der Schreibstiel ist fesselnd und gut zu lesen. Er vermittelt Geschichte in einem unterhaltsamen Roman. Freundschaft und Vertrauen spielen eine große Rolle. Die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt.
So könnte es gewesen sein. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Dora geht ihren Weg

Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)
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In der Fortsetzung erfahren wir, wie es der jungen Dora nach ihrer Flucht aus Ostpreußen ergeht. Das Cover des Buches ist ähnlich wie Band 1 und sprach mich gleich an. Schon nach den ersten Seiten kam ...

In der Fortsetzung erfahren wir, wie es der jungen Dora nach ihrer Flucht aus Ostpreußen ergeht. Das Cover des Buches ist ähnlich wie Band 1 und sprach mich gleich an. Schon nach den ersten Seiten kam die Erinnerung zurück und ich kam gleich gut in die Geschichte rein. Sie spielt Anfand der 50er Jahre.

Die ehemalige Gutstochter Dora Twardy ist nach ihrer Vertreibung mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide untergekommen. Nach sieben Jahren erfährt sie immer noch Anfeindungen. Sie beginnt ein Studium zur Tierärztin in Ost Berlin. Hier sucht sie auch nach ihrer großen Liebe Curt, deren Tochter Clara sie in ihrer Obhut hat. Nach dem Aufstand zum 17. Juni gerät sie zwischen die Fronten und muss erneut flüchten. Es geht nach München, wo sie ihr Studium fortsetzt und endlich ihre große Liebe wieder findet.
Die Geschichte mit dem flüssigen Schreibstiel hat mir gut gefallen. Der Autorin gelang es bestens, das damalige Zeitgeschehen in der DDR lebendig und realistisch zu erzählen. Nur die letzten 100 Seiten fand ich dann doch sehr schmalzig.
Trotzdem fühlte ich mich von diesem 645 Seiten Roman sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Die Suche nach der Vergangenheit

Der Ruf der Schwalbe
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Schwalbe 1 war ein Geheimprojekt der Nazis. Im Steinbruch Emil 1 im Hönnetal sollte ein unterirdisches Werk entstehen, um Flugbenzin zu produzieren. Der Einmarsch der Amerikaner 45 verhinderte den Weiterbau.

Vor ...

Schwalbe 1 war ein Geheimprojekt der Nazis. Im Steinbruch Emil 1 im Hönnetal sollte ein unterirdisches Werk entstehen, um Flugbenzin zu produzieren. Der Einmarsch der Amerikaner 45 verhinderte den Weiterbau.

Vor dieser Kulisse spielt der Roman auf zwei Zeitebenen. Die 86jährige Roosje und ihr Sohn Jo (Niederländer) machen sich auf die Reise ins Hönnetal. Hierhin wurde Klaas (Ehemann und Vater) nach Gefangennahme geschickt. Sie suchen nach Spuren aus der damaligen Zeit. Parallel erfahren wir über die Ankunft von Klaas im Lager und seine Flucht. Er lernt Trudi kennen und verliebt sich in sie. Das Buch hat mir gut gefallen. Auch ohne den ersten Teil zu kennen ließ es sich gut lesen. Ich mag Geschichten vor einem historischem Hintergrund und nach wahren Begebenheiten. Von diesem Projekt hatte ich noch nie gehört. Großen Respekt vor Bille und ihren Mitstreitern. Diesen ist es zu verdanken, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Am Schluss blieben noch einige Fragen offen, aber vielleicht folgt ja noch ein dritter Band. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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