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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2021

Frauen in den zwanziger Jahren

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
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Die Reihe rund um die Polizeiärztin Magda Fuchs geht in die zweite Runde. Mit ihr geht es in das pulsierende Berlin der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. In ihrem Beruf erlebt sie weiter die Schrecken ...

Die Reihe rund um die Polizeiärztin Magda Fuchs geht in die zweite Runde. Mit ihr geht es in das pulsierende Berlin der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. In ihrem Beruf erlebt sie weiter die Schrecken und dunklen Seiten der Stadt. Nebenbei eröffnet sie eine Praxis für Frauenheilkunde. Hier gerät sie schnell an die Grenzen ihres Gewissens.
Neben Magda treffen wir noch auf andere junge Frauen die stellvertretend für die jungen Frauen jener Zeit stehen. Wir haben Doris die Tänzerin die einen schlimmen Albtraum erlebt. Celia die sich die Frage stellt, ob sie ihre Freiheit für den Mann den sie liebt aufgibt. Ina die sich mit Leib und Seele um die vergessen Kinder der Stadt kümmert und noch einige mehr.

Der Roman katapultiert uns mitten in das rasante Leben in Berlin vor gut hundert Jahren. Wir erleben auf der einen Seite den Glanz der Großstadt und auf der anderen Seite Armut, Verzweiflung und Frauen die völlig von ihren Männern abhängig sind.
Wie schon im ersten Teil haben mir besonders die Einblicke in die Polizeiarbeit und die Medizin der Zeit gefallen. Aber auch das Leben der Menschen war anhand der Charaktere so nachgebildet,das ich mich in die Figuren hineinversetzen konnte. Großartige Frauen in einer spannenden Stadt.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Elise auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit

Atelier Rosen
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Elise ist eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Mutter ein Putzmacher-Atelier betreibt. Ihre Hautkreationen sind beliebt und bekannt. Eigentlich führt Elise ein glückliches Leben, doch dann verliebt ...

Elise ist eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Mutter ein Putzmacher-Atelier betreibt. Ihre Hautkreationen sind beliebt und bekannt. Eigentlich führt Elise ein glückliches Leben, doch dann verliebt sie sich in den Verlobten ihrer Freundin Sybilla und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Zudem beschäftigt sie die Frage nach ihrem Vater, aus der ihre Mutter ein großes Geheimnis macht.

Der Roman erzählt in erster Linie Elises Geschichte und dich lernen wir viele Menschen in ihrem Umfeld kennen und lieben. Das große Potential dieses Buches sind für mich, die mit viel Liebe zum Detail beschriebenen Figuren. Sei es nun der gewitzte Moritz, die adelige Sybilla oder die Mitglieder des Ateliers.
Die Geschichte des Romans ist in einem flüssigen Stiel geschrieben und erzählt von Liebe, Freundschaft und den Folgen der falschen Liebe. Dazu kommt Elises Suche nach ihren Wurzeln, die dem Roman ein wenig Spannung bringt.

Der historische Hintergrund ist in diesem Roman gut recherchiert und durch geschichtliche Ereignisse und bildgetreue Beschreibungen machen die Vergangenheit lebendig.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Was der Krieg aus Freunden macht

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Berlin - zwanziger Jahre- fünf Freunde

Im Berlin der Nachkriegszeit versuchen fünf junge Menschen ihr Leben zu leben. Einst waren sie Kindheitsfreunde, doch der Krieg hat alles verändert. Robert und Luise ...

Berlin - zwanziger Jahre- fünf Freunde

Im Berlin der Nachkriegszeit versuchen fünf junge Menschen ihr Leben zu leben. Einst waren sie Kindheitsfreunde, doch der Krieg hat alles verändert. Robert und Luise heiraten, obwohl Luise einst mit Johannes verlobt war, doch der gi!t als vermisst und alle halten ihn für tot. Doch am Tag der Hochzeit kehrt er zurück... Dann ist da noch Ilse, Johannes Schwester, die sich zu Frauen hingezogen fühlt und Ella die im Gegensatz zu den Anderen aus armen Verhältnissen stammt und so nie wirklich dazugehôrte...

Der Roman ist ein perfekter Spiegel der Zeit, authentisch und gut recherchiert erzählt er die Geschichte der Stadt und der fünf Freunde. Anhand der unterschiedlichen Charaktere erleben wie die viele Facetten der Stadt und der Zeit. Wir treffen auf bekannte Personen, die der Zeit ihren Stempel aufgedrückt haben. Aber wir erleben auch die ganz normalen Schicksale der ganz normalen Menschen.

Ulrike Schweikert schafft es uns eine interessante Epoche näher zu bringen und erzählt dabei genauso von der politischen Situation, wie von gesellschaftlichen Ereignissen und der Lust der Menschen nach dem Krieg wieder zu leben.

Nicht zu vergessen ist aber auch die emotionale Geschichte rund um Johannes, Robert, Luise, Inge und Emma. Tolle Charaktere über die ich gerne mehr lesen möchte.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Aufwühlende Geschichte

Die Übersetzerin
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Spannende Geschichte über die Kanalinsel.
Die Hauptfigur in diesem Roman ist die Jüdin Hedy. Sie ist vor den Nazies auf die Kanalinsel Jersey geflohen. Doch auch hier ist sie nicht sicher, denn auch die ...

Spannende Geschichte über die Kanalinsel.
Die Hauptfigur in diesem Roman ist die Jüdin Hedy. Sie ist vor den Nazies auf die Kanalinsel Jersey geflohen. Doch auch hier ist sie nicht sicher, denn auch die Insel wird von den Deutschen besetzt. Zunächst versucht Hedy einfach nur nicht aufzufallen, doch dann begibt sie sich in die Höhle des Lôwen und beginnt als Übersetzerin für die Besatzer zu arbeiten. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in einen Deutschen. Kann das gut gehen?
Ein großartiger Roman über einen Ort der zur Zeit des zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle gespielt hat, hierbei uns aber eher selten erwähnt wird. Die Einblicke in die Geschichte der Insel und vor allem in das Leben ihrer Bewohner fand ich sehr interessant und gut erzählt. Dazu kam dann die ungewöhnliche Geschichte von Hedy und den Menschen die ihr Nähe standen. Mir hat sie sehr gut gefallen und auch wenn der Roman fern des Kriegsgeschehens spielt, wird der Schrecken dieser Zeit sehr deutlich..

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Der Duft von Gebäck überdauert die schwersten Zeiten

Die Patisserie am Münsterplatz – Neuanfang
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Wie schwer die Zeiten auch sein mögen, die Familie ist immer da. Egal was vor der Haustür passiert der Duft von Gebäck liegt in der Backstube.
In diesem dritten Teil rund um die Patisserie in Straßburg ...

Wie schwer die Zeiten auch sein mögen, die Familie ist immer da. Egal was vor der Haustür passiert der Duft von Gebäck liegt in der Backstube.
In diesem dritten Teil rund um die Patisserie in Straßburg sind wir mitten im zweiten Weltkrieg. Ein weiteres Mal muss die Stadt sich an neue Zeiten gewöhnen. Wieder einmal werden Straßen und Plätze umbenannt, wieder einmal wird eine Sprache verboten. Diesesmal soll alles wieder deutsch werden und jüdisch darf erst rechts nicht mehr sein. Mitten in diesen schweren Zeiten kämpft Ida mit ihrer Familie und Überleben. Ihr Mann ist jüdischer Abstammung, ihr Sohn überzeugter Nationalsozialist, ihre Enkelin lernt einen jungen Wehrmachtssoldaten kennen... All das macht diesen Roman wieder lesenswert.
Ich habe die Serie seit dem ersten Teil verfolgt und damit die Abwechslungsreiche Geschichte der Stadt Straßburg und des Elsässer. Es war interessant zu lesen wie hin und her gerissen die Menschen dort waren, wie sie immer wieder ihre Identität verloren und doch immer nur eines sein wollten: Elsässer.
Durch die vielen unterschiedlichen Charaktere habe ich die verschiedenen Facetten der Geschichte kennengelernt und konnte tief in die damalige Welt abtauchen.

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