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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2019

Viel Drama um Nichts?

Ziemlich wunderbares Leben
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Abi kehrt nach einem langen Kampf gegen den Krebs in ihr altes Leben zurück und freut sich darauf endlich wieder richtig zu leben und Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Doch das anfängliche Glück ihrer ...

Abi kehrt nach einem langen Kampf gegen den Krebs in ihr altes Leben zurück und freut sich darauf endlich wieder richtig zu leben und Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Doch das anfängliche Glück ihrer Rückkehr ins Leben wird durch einige Schwierigkeiten geprägt. Abis Mann John hat sich durch die Krebserkrankung seiner Frau verändert und versucht etwas vor Abi, so gut es geht, geheim zu halten. Zusätzlich befindet sich ihr Sohn Seb in einer bewegenden Selbstfindungsphase, die das Miteinander der Familie auf die Probe stellt. Doch Abi bleibt eine Kämpfernatur, die alles für ihre Lieben tun würde. Wird sie es schaffen ihre Familie wieder zu vereinen?


Der Roman lässt sich wirklich gut lesen, sodass ich ihn an einem Tag hätte durchlesen können. Es ist eine leichte Lektüre, die man das ganze Jahr über lesen könnte, denn der Handlungszeitraum der Geschichte beträgt auch ziemlich genau ein Jahr. Ich finde es wichtig das anzumerken, denn das Cover des Buches sieht sehr sommerlich auch, während die Geschichte dagegen im Winter gelesen doch noch herzerwärmender wäre.
Das Buchcover gefällt mir jedenfalls sehr gut und die Zitronenabbildung hat auch einen kleinen Fühleffekt (Ich gehe davon aus, dass der gelbe Kreis eine Zitrone und keine Sonne ist).

Die Protagonisten der Geschichte Abi und Seb, aus deren Perspektive abwechselnd geschrieben wird sind sehr liebenswürdig.
Abi liebt Musik und das wird im Roman immer wieder aufgegriffen, denn Abi hat vor ihrer Chemotherapie eine Playlist erstellt, in der jeder Song einer wichtigen Person aus ihrem Leben oder einer bedeutenden Zeit ihres Lebens gewidmet ist. Diese Songs sollten sie daran erinnern für wen sie weiterleben möchte und ich finde das ist eine super schöne Idee von der Autorin, auch wenn die meisten Songs nicht meinen Geschmack getroffen haben.

Das Buch ist wirklich emotional und bringt einen dazu selbst mal über sein eigenes Leben und die wichtigsten Personen darin nachzudenken. Die Geschichte weckt neue Lebensfreude und lässt eigene Probleme gleich viel kleiner erscheinen.
Trotzdem muss ich ergänzen, dass es im Roman, meiner Meinung nach leider viel Drama um Nichts gab, aber das ist ja in den meisten Romanen der Fall.

Veröffentlicht am 04.11.2022

Enttäuschend

CATAN - Der Roman (Band 1)
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Ich bin ein großer Catan Spiele-Fan und deshalb war ich sehr begeistert als ich erfuhr, dass es eine Buchreihe zum Spiel geben wird. Es ist etwas außergewöhnliches zuerst das Spiel zu entwickeln und dann ...

Ich bin ein großer Catan Spiele-Fan und deshalb war ich sehr begeistert als ich erfuhr, dass es eine Buchreihe zum Spiel geben wird. Es ist etwas außergewöhnliches zuerst das Spiel zu entwickeln und dann viel später darauf basierend einen Roman zu schreiben. Leider wurde meine Begeisterung schnell getrübt…

Der Roman handelt von Thorolf, der zusammen mit seinen Brüdern Asla, die Tochter eines Wikinger Oberhaupts entführt, um sie heiraten zu können. Daraufhin wird Thorolf verbannt und er beschließt mit einigen anderen zusammen nach Catan auszuwandern und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Sie begeben sich auf eine Reise ins Ungewisse.

Der Schreibstil ist umgangssprachlich und leicht verständlich.
Die Dialoge sind flach. Die Handlung oft vorhersehbar. Mir hat in der Geschichte die Tiefe gefehlt. Die Emotionen der Charaktere konnten mich nicht erreichen und es hat teilweise auch die Spannung gefehlt. Es gibt viele Nebenhandlungen und viele interessante Charaktere, aber ich hatte das Gefühl, dass sich für die einzelnen Szenen nicht ausreichend Zeit genommen wurde. Die ein oder andere Nebenhandlung hätte dagegen auch gerne weggekürzt werden können.
Der Autor versucht offensichtlich sein gesamtes recherchiertes Wissen in den Roman einfließen zu lassen. Das ist meistens nicht nur unpassend, sondern trägt auch in keinem Fall etwas zur Geschichte bei.

Auffällig ist außerdem, dass auf Catan eine Utopie angestrebt wird. Vieles passt dabei für mich nicht mit der Lebensweise der Wikinger zusammen. Es wirkt gezwungen und unrealistisch. Ein Beispiel dafür ist meiner Meinung nach der Umgang mit der Religion. Der christliche Glauben wird stärker thematisiert als die nordischen Götter und wird als idealistisch dargestellt. Das neue Land soll modern sein. Ich dagegen hatte eher eine fantasievolle Geschichte erwartet über Siedler, die sich unabhängig von unserer Welt eine eigene aufbauen.

Das Handeln und die Tätigkeiten zum Aufbau der Siedlung nehmen im Roman, wie auch beim Spiel eine zentrale Rolle ein. Ich finde es gut, dass diese Vorgänge hervorgehoben werden um die Ähnlichkeit zum Spiel zu zeigen, jedoch sind die Beschreibungen teilweise sehr ausführlich.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass meine Erwartungen an den Roman leider nicht erfüllt wurden. Der Roman ist in sich nicht stimmig und hat mich gelangweilt. Der Autor sollte lieber weiterhin Spiele erfinden, anstatt Bücher zu schreiben.

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Potenzial nicht ausgeschöpft

Pantarch
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Der Fantasy-Thriller „Zwischenwelt Pantarch“ wird von Mila Ilbach als Selfpublisher veröffentlicht. Das Cover des Buches ist deswegen wahrscheinlich auch nicht so aufwendig und schön gestaltet. Das hat ...

Der Fantasy-Thriller „Zwischenwelt Pantarch“ wird von Mila Ilbach als Selfpublisher veröffentlicht. Das Cover des Buches ist deswegen wahrscheinlich auch nicht so aufwendig und schön gestaltet. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten den Thriller zu lesen, denn der Inhalt klang interessant…
Die Idee von einer Zwischenwelt, in die man nach dem Tod gefangen wird, ist allgemein bekannt, die Autorin dieser Geschichte erfindet diese Zwischenwelt nach dem Tod jedoch ganz neu. Für Aurora ist es so als hätte sie einen schweren Autounfall unbeschadet überstanden. Das Leben scheint normal weiterzugehen, dabei ahnt niemand, dass Aurora diesen Unfall nicht überlebt hat. Niemand außer Evan. Er war am Unfall beteiligt und weiß scheinbar mehr über das Leben nach dem Tod.
Aurora wird von nun an als unsterblicher Pantarch auf der Erde wandeln, doch dieses Schicksal will sie nicht akzeptieren. Gibt es für sie einen Weg zurück in ein sterbliches Leben?

Die Handlung der Geschichte ist nicht unbedingt neu. Obwohl es teilweise echt spannend wird, sind viele Wendungen vorhersehbar. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte erst ab der Hälfte so richtig in Fahrt kommt. Es wird bis zum Ende hin immer besser, also wird der zweite Band mich vielleicht besser überzeugen können.
Vieles wird nur oberflächlich beschrieben. Ich hätte mir zum Beispiel gewünscht mehr über die Pantarchen zu erfahren. Es wird nur gesagt, dass sie unsterblich sind, aber es gibt keine Geschichte zu ihrem Ursprung, ihren Ritualen oder ihren Feindschaften. Ich finde man hätte noch alte Legenden oder historische Ereignisse einfließen lassen können, die diese Wesen einzigartig machen. So haben sie sich leider kaum von den Menschen unterschieden.
Der Schreibstil ist nicht besonders außergewöhnlich oder wortreich. Mir sind auch ein paar Schreibfehler aufgefallen. Die Formulierungen hätten ein bisschen abwechslungsreicher sein können, wurde im Laufe des Buches aber besser.
Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und sind interessant. Die Hintergründe der einzelnen Figuren hätten noch detaillierter beschrieben werden können z.B. durch kurze Rückblenden. Mir hat es jedoch gefallen, dass aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde.
Trotz aller Kritik: Ich mag es wie die Autorin mit der Idee eines unsterblichen Lebens spielt. Es werden Vor- und Nachteile deutlich und ich konnte mich sehr gut in das Szenario reindenken. Wem das gefällt, sollte sich das Buch mal ansehen.
Die Schrift ist groß, die Kapitel sind kurz und so hat man das Buch auch schnell durchgelesen.

Mein Fazit:
Leider keine Geschichte, die mich in ihren Bann ziehen konnte, aber dennoch eine interessante und spannende Idee. Meiner Meinung nach wurde das Potenzial der Geschichte nicht komplett ausgeschöpft. Vieles hätte noch vertieft werden können. Allerdings finde ich, dass es sich lohnt die Autorin im Auge zu behalten, denn Pantarch ist schließlich ihr erster Roman.

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Veröffentlicht am 03.08.2019

Thriller für Einsteiger

Sag, dass du mich liebst
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Der Roman „Sag, dass du mich liebst“ von Joy Fielding handelt von Bailey Carpenter, einer Privatermittlerin, die nach einer Vergewaltigung zu einem psychischen Wrack wird. Sie verlässt kaum noch ihre Wohnung ...

Der Roman „Sag, dass du mich liebst“ von Joy Fielding handelt von Bailey Carpenter, einer Privatermittlerin, die nach einer Vergewaltigung zu einem psychischen Wrack wird. Sie verlässt kaum noch ihre Wohnung und legt paranoide Verhaltensmuster an den Tag. Ihre Halbschwester Claire kümmert sich liebevoll um sie, aber selbst Claire beginnt an Baileys Verstand zu zweifeln als diese beginnt ihren gruseligen Nachbarn zu beobachten. Im Alleingang muss die Ermittlerin die grauenhaften Geschehnisse in der Wohnung ihres Nachbarn mit der Identifikation ihres Vergewaltigers in Verbindung bringen.

Das Buch wird nur langsam spannend, da zuerst Baileys ungewöhnlichen Familienverhältnissen beschrieben werden. Außerdem sind Baileys Tagesabläufe und Albträume in der ersten Hälfte des Buches sich sehr ähnlich bis gleich, was die fehlende Spannung erklärt.
Der Roman ist durchgehend aus der Perspektive der Protagonistin geschrieben. Daraus folgend erhält man einen guten Einblick in die Gefühlswelt eines Vergewalitigungsopfers und kann ihre Gedanken und Taten sehr gut nachvollziehen.
Das Unheimliche entsteht grundsätzlich dadurch, dass man nicht genau weiß, was wirklich passiert.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mich der Roman tatsächlich etwas gelangweilt hat, weil die Paranoia der Protagonistin überwiegt. Die Charaktere haben mir alle nicht so gut gefallen, weil sie doch sehr oberflächlich bleiben. Trotzdem möchte ich diesen Roman an alle weiterempfehlen, die sich zum ersten Mal an einen Thriller wagen möchten, denn diese Geschichte kommt ohne viel Blut und Horror aus. Trotzdem packt einen der Thriller an mancher Stelle und bringt ein überraschendes Ende mit sich. Für echte Thriller-Fans ist dieser Roman meiner Meinung nach jedoch nichts.

Veröffentlicht am 31.03.2020

Tausend Enttäuschungen

Das Haus der tausend Welten
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Das Haus der tausend Welten von T.R.Orgel handelt von einem mysteriösen Haus, das viele Türen besitzt hinter denen, laut Erzählungen, viele Reichtümer verborgen sein sollen.
Die Faszination dieses Ortes ...

Das Haus der tausend Welten von T.R.Orgel handelt von einem mysteriösen Haus, das viele Türen besitzt hinter denen, laut Erzählungen, viele Reichtümer verborgen sein sollen.
Die Faszination dieses Ortes und seiner Schätze zieht Stern und ihre Räubergruppe, Ako die Reisende, Salter den Magister, Baelis die Söldnerin und Mlima die Königin der Nacht magisch an.
Das Haus ist jedoch voller Gefahren und noch nie ist jemand, der das Haus betrat zurückgekehrt.

Es ist mir anfangs sehr schwer gefallen in das Buch reinzukommen, da die vielen Protagonisten mich verwirrt haben. Trotz ihrer unterschiedlichen Charakterzüge und Beweggründe habe ich oft die Figuren verwechselt oder miteinander vermischt. Das ist sehr schade, denn ich glaube, dass weniger und dafür ausgeprägtere Persönlichkeiten mehr bewirkt hätten.

Ganz hinten im Buch befindet sich ein Namensverzeichnis und ein Glossar für Begriffe der Fantasywelt. Das ist wirklich sehr hilfreich.
Oft ist es so, dass Begriffe im Roman auftauchen ohne, dass sie erklärt werden und man dann selbstständig nachblättern muss, um diese zu verstehen. Das hat mich jedoch nicht weiter gestört.

Die Idee des Romans finde ich sehr interessant und ansprechend, die Umsetzung hingegen ist, meiner Meinung nach, nur mäßig gelungen.
Es gibt viele Logikfehler und die Wendungen der Geschichte sind viel zu unerwartet und passten irgendwie nicht zu meinen Vorstellungen. Oft musste ich beim Lesen lachen, weil etwas so unpassendes oder unlogisches passiert ist. Das Buch hat mich also auf jeden Fall unterhalten, aber die Geschichte wurde so erzwungen, dass ich sie nicht noch einmal lesen würde. Ich hätte mir gewünscht, dass das Haus und seine Räume mehr erkundet wird. Außerdem war ich mit dem Ende äußerst unzufrieden.

Das Buch ist mit seinen fast 600 Seiten sehr abschreckend für Leser, die nur wenig Zeit zum Lesen finden. Ich empfehle sich für diesen Roman auf jeden Fall genug Zeit zu nehmen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Einen Tag nicht zu lesen stellt nämlich schon eine kleine Herausforderung dar, wie ich finde.

Auf dem Cover sieht man eine Zeichnung des Hauses aus der Geschichte, die mir persönlich ganz gut gefällt. Die Schriftfarbe und die generelle Farbgestaltung des Covers sagt mir weniger zu.

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