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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2021

Spannung trifft britischen Humor!

The Stranger Times
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Inhalt:

Hannah sucht verzweifelt einen Job und ist froh, als sie bei der Zeitung "The Stranger Times" ein Vorstellungsgespräch hat. Ab da fängt das Komische und Dramatische an. Die Zeitung beschäftigt ...

Inhalt:

Hannah sucht verzweifelt einen Job und ist froh, als sie bei der Zeitung "The Stranger Times" ein Vorstellungsgespräch hat. Ab da fängt das Komische und Dramatische an. Die Zeitung beschäftigt sich mit unerklärlichen Stories, die sich dann doch komischerweise bewahrheiten. Aber Hannah stellt schnell fest, dass auch ihr Chef und die anderen Mitarbeiter sehr eigenartig und besonders sind. Schon in ihrer ersten Arbeitswoche passiert etwas sehr skurriles. Es tauchen unerklärliche Fotos auf, die der Beginn einer spannenden Recherchearbeit sind.

Meinung:

Ich glaube, es gab es fast gar keine Seite, wo ich nicht schmunzeln oder lachen musste. An britischem Humor fehlt es in diesem Roman auf keinen Fall. Und man kann ihn auch in keine Schublade stecken. Die Geschichte ist eine Mischung aus Krimi und Fantasy.

Die übernatürlichen Elemente und der Humor haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Die Erzählweise passt perfekt dazu. Vieles wird sozusagen schleierhaft erzählt, sodass man erst im Laufe des Romans immer mehr über die komischen Figuren und das Geschehen erfährt.

Die Figuren und ihre Dialoge haben mir richtig gut gefallen! Alle sind an sich sehr eigenartig und daher auch super witzig. So einer verrückten Truppe bin ich schon lange nicht mehr in einem Buch begegnet. Und man hat sehr schnell das Gefühl, dass man sie persönlich kennt, auch wenn sie etwas überspitzt gezeichnet sind. Aber das habe ich geliebt!

Zwischendurch können wir auch kurze Artikel der Zeitung "The Stranger Times" lesen, die ebenfalls sehr unterhaltsam waren. Erwähnenswert ist sogar die Danksagung zum Schluss, die sehr kreativ ist und mich abermals zum Lachen bringen konnte.

Fazit:

Neben dem coolen Cover und dem schwarzen Buchschnitt konnte mich auch der Inhalt begeistern. Die Geschichte ist spannend, aber auch sehr witzig, sodass ich sehr viel gelacht habe. Und ich habe erfahren, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, worauf ich mich jetzt schon wahnsinnig freue!

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Tolle Unterhaltung!

Barbara stirbt nicht
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Als seine Frau Barbara, pflegebedürftig wird, muss Walter Schmidt alle Aufgaben übernehmen, die sie immer übernommen hat. Und da fängt der Schlamassel schon an.

Walter Schmidt ist ein toller Protagonist, ...

Als seine Frau Barbara, pflegebedürftig wird, muss Walter Schmidt alle Aufgaben übernehmen, die sie immer übernommen hat. Und da fängt der Schlamassel schon an.

Walter Schmidt ist ein toller Protagonist, dem ich gerne gefolgt bin! Er ist tollpatschig und launisch, weshalb ich beim Lesen mehrmals lachen musste und Spaß hatte. Dass er ohne seine Frau aufgeschmissen ist, merkt man spätestens dann, wenn er selbst verzweifelt Kaffee kochen muss. Einem solchen Protagonisten bin ich davor noch nicht begegnet, weshalb dieser Roman für mich sehr erfrischend gewesen ist.

Aber Herr Walter entwickelt sich weiter und ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. Vor allem das Kochen hat er für sich entdeckt, nachdem er auf den Fernsehkoch Medinksi gestoßen ist. Neben dem Humor verbirgt sich hinter diesem schönen Cover auch eine traurige Geschichte, die mich berührt und traurig gemacht hat. Denn Barbara geht es schlechter, als Walter annimmt.

Das Buch liest sich sehr flüssig und schnell und ich war wirklich traurig, als es vorbei war.

Fazit:
Ein sehr humorvoller und herzlicher Roman mit einem außergewöhnlichen, aber doch liebenswerten Protagonisten. Für Unterhaltung ist mit diesem Roman definitiv gesorgt!

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Ein düsteres Märchen!

Junge mit schwarzem Hahn
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Inhalt:

Martin ist nur 11 Jahre alt und hat als einzigen Freund einen schwarzen Hahn. Er hat ein großes Herz, ist lieb und klug, aber die anderen Dorfbewohner behandeln ihn schlecht und ignorieren ihn. ...

Inhalt:

Martin ist nur 11 Jahre alt und hat als einzigen Freund einen schwarzen Hahn. Er hat ein großes Herz, ist lieb und klug, aber die anderen Dorfbewohner behandeln ihn schlecht und ignorieren ihn. Eines Tages taucht ein Maler im Dorf auf, der das Potential von Martin sieht und ihn auf seiner Reise mitnimmt. Diese Reise ist ebenfalls dunkel und führt in eine noch dunklere Welt.

Meinung:

Beim Lesen hatte ich wirklich das Gefühl, als würde ich ein Märchen lesen, was düsterer ist als die bekannten Märchen. Man wird in eine unbekannte Zeit und Welt entführt, wo alles dunkel und voller Bosheit ist.

Ich habe Martin sehr ins Herz geschlossen und war fasziniert von der Welt, die Stefanie vor Schulte geschaffen hat. Besonders toll fand ich den Schreibstil. Der ist nahezu poetisch und es werden viele Metaphern verwendet, aus denen man die wahren Botschaften entschlüsseln muss. Die Welt ist zwar fiktiv und märchenhaft, birgt aber kluge Gesellschaftskritik. Mir hat am meisten gefallen, dass man als Leser:in selbst nachdenken muss, was mit dem Geschriebenen gesagt werden soll. Es gibt viele verstecke Botschaften, wobei ich mir sicher bin, dass ich nicht alle erfasst habe. Falls ich das Buch noch einmal lesen sollte, fiele mir bestimmt noch etwas Neues auf.

Nach der Lektüre habe ich lange über das Gelesene nachgedacht und war ein wenig traurig, dass die Geschichte von dem kleinen Martin vorbei war.

Fazit:

Ein Roman, der in einer besonderen, dunklen und märchenhaften Welt spielt. Die Sprache trägt zur besonderen Atmosphäre bei und die Lektüre fordert heraus, indem man sich über die Metaphern sowie verschlüsselten Botschaften hinaus Gedanken machen muss.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Bedrückend und spannend!

Die Überlebenden
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Inhalt:

Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils kommen an ihrem Kindheitsort zusammen, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Dabei lassen sie ihre Kindheit Revue passieren und verarbeiten diese oftmals ...

Inhalt:

Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils kommen an ihrem Kindheitsort zusammen, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Dabei lassen sie ihre Kindheit Revue passieren und verarbeiten diese oftmals traumatischen und bedrückenden Ereignisse aus dieser Zeit vor knapp 20 Jahren.



Meinung:

Das Buch baut von Anfang an eine spannungsgeladene Atmosphäre auf. Nach dem ersten Kapitel wird die Geschichte rückwärts erzählt. Die Gegenwarts- und Vergangenheitsebene wechseln sich ständig ab, wobei sie gelungen miteinander verflochten werden. Meistens ist eine Sache aus der Gegenwart der Auslöser für die Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis in der Vergangenheit. Das sorgte für einen angenehmen Lesefluss. Die Verbindung der beiden Ebenen hat das Verständnis gefördert. Als Leser*in versteht man nach und nach, wieso die Brüder im Umgang miteinander so sind, wie sie sind.

Das Geschriebene ging mir sehr nahe, da die Ereignisse oft sehr brutal und traumatisch waren. Ich habe mit den Brüdern mitgefühlt und teilweise war das Lesen auch etwas bedrückend. Die Figuren wurden aber sehr lebendig gezeichnet, sodass sie für mich greifbar gewesen sind. Gerade das Verhältnis zu den Eltern und das Ringen um Aufmerksamkeit von der Mutter wurden sehr gut herausgearbeitet.

Das Ende ist schockierend und kam unerwartet, was für mich noch einmal ein Highlight war!



Fazit:

Der Roman ist spannend und bedrückend zugleich. Die Ebenen werden gelungen miteinander verwoben, sodass die Figuren einem näher kommen. Ein Buch, das nachhallt!

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Von der Trauer umschlungen

Betreff: Falls ich sterbe
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In diesem Roman verarbeitet die Autorin Carolina Setterwal ihre eigenen Erlebnisse. Carolina erhält von ihrem Partner Aksel eine Email mit dem Betreff: Falls ich sterbe, in der alle wichtigen Passwörter ...

In diesem Roman verarbeitet die Autorin Carolina Setterwal ihre eigenen Erlebnisse. Carolina erhält von ihrem Partner Aksel eine Email mit dem Betreff: Falls ich sterbe, in der alle wichtigen Passwörter etc. aufgelistet wurden. Wenige Monate später stirbt ihr Lebensgefährte. Carolina, die zugleich auch Mutter eines kleinen Kindes ist, muss nun mit der Trauer und dem Verlust versuchen umzugehen.

Meinung:
Dass der Roman autofiktional ist, hätte ich zunächst nicht gedacht. Den Zufall mit dem Betreff und dem Tod, der wenige Monate danach folgte, fand ich ziemlich groß. Aber dass dies wirklich passiert ist, hat den Roman für mich noch emotionaler gemacht, als er eh schon ist. Das Buch ist aus der Perspektive der Protagonistin geschrieben. Daher hat man das Gefühl, der Protagonistin Carolina ganz nahe zu sein. Ich habe jeden einzelnen Satz gespürt und wurde regelrecht von ihrer Trauer umschlungen. Mit ihrem Schreibstil beschreibt sie Trauer und Schmerz sehr besonders und nahegehend.

Man kann nachvollziehen, dass sie versucht ihr Leben fortzusetzen und weiterzumachen. Aber es läuft nicht immer, wie geplant, und das Weitermachen zeigt sich sehr schwierig. Diese vielen Versuche, wieder ein relativ normales Leben zu führen, und deren Scheitern, machen die Geschichte sehr real. Zumal die Protagonistin eine junge Frau und Mutter ist, die ihr ganzes Leben noch vor sich hat.

Das Buch liest sich nicht so schnell, weil das Geschriebene einem sehr nahe geht. Die Emotionen sind greifbar und übertragen sich auf einen selbst. Es wird aber ein wichtiges Thema behandelt, nämlich mit der Trauer nach einem Verlust umzugehen, das hier sehr gut und authentisch umgesetzt wurde. Stellenweise gab es einige Längen, aber der Schreibstil hat zu der Stimmung sehr gut gepasst. Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass die Trauer nicht explizit beschrieben wird, sondern der Fokus auf das Zurückfinden ins Leben gelegt wird. Es wird alles nahezu sachlich beschrieben. Trotzdem oder gerade deshalb werden die Emotionen auf den Leser übertragen.


Fazit:

Dieses Buch hat mich emotional berührt. Ich wurde quasi von der Trauer umschlungen. Man ist der Protagonistin vor allem wegen des Schreibstils sehr nahe und kann ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen. Ein tolles Buch über Trauer und dem Weiterleben nach einem Verlust.

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