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Veröffentlicht am 21.10.2021

Lustige und peppige Werwolfgeschichte

Jasper Wulff – Der coolste Wolf der Stadt
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Inhalt:
Jasper Wulff wäre eigentlich nichts lieber als völlig normal. Doch daraus wird nichts, denn Jasper und seine Familie sind Werwölfe! Ja, Familie Wulff ist alles andere als durchschnittlich, und ...

Inhalt:
Jasper Wulff wäre eigentlich nichts lieber als völlig normal. Doch daraus wird nichts, denn Jasper und seine Familie sind Werwölfe! Ja, Familie Wulff ist alles andere als durchschnittlich, und als sie aus ihrem einsamen Waldhäuschen in die Stadt ziehen müssen, führt das schnell zu großem Chaos. Jasper hat alle Hände voll zu tun, sein struppiges Geheimnis vor seinen neuen Freunden zu bewahren. Vor allem Carter scheint es darauf anzulegen, Jaspers Geheimnis aufzudecken. Nur gut, dass sich die coole Elly vor absolut nichts fürchtet und sogar noch zu Jasper hält, als er sich eines Abends vor ihren Augen verwandelt …

Meinung:
Jasper Wulff ist zusammen mit seinen Eltern aus seinem ruhigen Wald mitten in die Großstadt gezogen. Dies behagt der Familie gar nicht, haben sie doch ein bisher wohlbehütetes Geheimnis bewahrt. Sie sind nämlich Werwölfe und lieben es daher im Verborgenen zu leben. Gerade für Jasper ist die Umstellung auf das Leben in der Stadt eine enorme Herausforderung. So passiert es Jasper, dass er bei der kleinsten Aufregung gerne einmal die Krallen ausfährt. Dabei darf doch niemand erfahren, dass Jasper ein Werwolf ist! Selbst das coole Nachbarmädchen Elly sollte dies möglichst nicht herausbekommen und schon gar nicht der fiese Junge Carter. Wird es Jasper gelingen seine wahre Identität geheim zu halten?

Bereits ein Blick auf das Cover hat mich sofort überzeugt, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen muss. Da ich übersinnliche Wesen wie Vampire, Werwölfe und Co. wirklich toll finde, war ich sofort neugierig auf Jaspers Geschichte. Zudem bin ich ein großer Fan von Autorin Antje Szillat und so war ich voller Vorfreude auf ihr neuestes Werk.

Gleich zu Beginn fällt einem als Leser der tolle Zeichenstil von Jan Reiser ins Auge. Seine comichaften Zeichnungen ergänzen den Text auf ansprechende Art und Weise. Ich mochte die leicht wölfische Darstellungsweise von Jasper und seiner Familie sehr gerne. Auch der Comicstil traf meinen Geschmack.

Aber auch die eigentliche Geschichte kann sich sehen lassen. Denn ab der ersten Minute entspinnt Antje Szillat eine abwechslungsreiche und dynamische Geschichte, rund um den jungen Werwolf Jasper. Ich konnte mich perfekt in Jasper und seine Ängste und Sorgen hineinversetzen. Denn so ein Leben als Werwolf zwischen „normalen“ Menschen ist alles andere als leicht. Mehr als einmal droht Jaspers wahre Identität aufzufliegen.
Schnell freundet er sich mit dem Mädchen Elly an. Elly ist teilweise ein wenig verrückt, aber absolut liebenswert. Ich mochte ihre Art von der ersten Sekunde an sehr. Schon bald möchte Jasper ihr unbedingt sagen, wer er wirklich ist.

In der Geschichte werden sich sicherlich einige Kinder wiederfinden. Denn der fiese Junge Carter ist ziemlich gemein zu den anderen Kindern im Buch und so gibt es leichte Abzeichnungen von Mobbing in der Geschichte. Ein Thema, das in der heutigen Zeit leider immer mehr Raum einnimmt und es daher umso wichtiger ist, dass es in Kinderbüchern thematisiert wird.

Das Ende der Geschichte hält dann noch eine äußerst interessante Entwicklung parat, die die jungen Leser sicherlich ein wenig überraschen dürfte.
Die Handlung an sich ist stimmig und rund. Dennoch fehlte mir dieses Mal tatsächlich das gewisse Etwas, das aufgrund des Themas eigentlich absolut gegeben ist, um mich wirklich begeistert zu sein. Ich las Jaspers Geschichte zwar gerne, aber so richtig mitfiebern konnte ich dieses Mal leider nicht.

Fazit:
Werwolf-Fans hergehört, kennt ihr schon Jasper Wulff, den coolsten Wolf der Stadt? In dieser lustigen und peppigen Geschichte lernt ihr Jasper und sein Werwolf-Leben ein wenig genauer kennen. Besonders gelungen sind dabei die comichaften Zeichnungen von Illustrator Jan Reiser.
Mich konnte die Geschichte nicht ganz so fesseln wie gewünscht, dennoch ist Antje Szillat wieder eine durchaus interessante Geschichte gelungen.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 21.10.2021

Mal wieder war es eine kleine Berg- und Talfahrt

Chain of Iron
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Inhalt:
London, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Schattenjägerin Cordelia Carstairs hat eigentlich alles, was sie sich je wünschte: Verlobt mit ihrer großen Liebe James Herondale baut sie sich ein neues ...

Inhalt:
London, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Schattenjägerin Cordelia Carstairs hat eigentlich alles, was sie sich je wünschte: Verlobt mit ihrer großen Liebe James Herondale baut sie sich ein neues Leben auf – und mit dem legendären Schwert Cortana beeindruckt sie Freund und Feind. Doch das Glück ist nur Fassade, denn James' wahre Liebe gilt der mysteriösen Grace. Außerdem wütet ein Mörder unter den Londoner Schattenjägern. Cordelia und ihre Gefährten versuchen ihn aufzuhalten – und verstricken sich dabei nur immer tiefer in ihre eigenen Geheimnisse und Lügen ...

Meinung:
Eigentlich könnte Cordelia Carstairs mehr als zufrieden sein, denn die Hochzeit mit ihrer heimlichen Liebe James steht kurz bevor. Doch Cordelia kann einfach nicht vergessen, dass diese Hochzeit auf einer großen Lüge aufbaut. Denn James liebt nicht Cordelia, sondern Grace. Als dann auch noch ein mysteriöser Mörder sein Unwesen treibt und willkürlich Schattenjäger tötet, ist es an Cordelia, James und ihren Freunden hinter das Geheimnis und die Motive des Mörders zu gelangen.

Ich muss sagen, dass die Bücher von Cassandra Clare bei mir immer eine Achterbahnfahrt der Gefühle auslösen. Denn auf der einen Seite liebe ich den Ideenreichtum, die überraschenden Wendungen und die vielen facettenreichen Charaktere der Autorin sehr. Auf der anderen Seite bedient sich Cassandra Clare gerne gewisser Stilmittel, um die Spannung künstlich nach oben zu treiben. Oft werde ich wahnsinnig dabei, wenn ein wirklich wichtiges Gespräch mal wieder durch eine andere Person oder durch ein Türklingeln unterbrochen wird.
So war es auch mit diesem zweiten Band der Reihe ein auf und ab.

Richtig toll fand ich, dass wir endlich mehr über die geheimnisvolle Grace und ihre traurige Vergangenheit erfahren. Zwar ist Grace kein Charakter, den man schnell in sein Herz schließt, dennoch kam ich nicht drumherum sie für ihr bisheriges Leben zu bemitleiden. Es ist mehr als verständlich, dass Grace zu diesem Charakter herangewachsen ist.
Mein Lieblingscharakter ist weiterhin Cordelia. Ich liebe ihre ehrliche und herzensgute Art. Sie versucht stark zu sein und zu akzeptieren, dass James sie nicht wirklich liebt.
James ist ein Charakter mit gehörig viel Charme, den er wohl eindeutig von seinem Vater geerbt hat. Auch er steht nicht zurück, um sich selbst in Frage zu stellen. In diesem zweiten Band hatte James wieder ein paar ganz starke Momente.
Und dann wären da noch die restlichen Tollkühnen Gesellen rund um Matthew und Anna, die einfach eine tolle Einheit bilden.

Ein Punkt, der mich bei der Charakterdarstellung dieses Mal jedoch extrem gestört hat, war das Alkoholproblem von Matthew. Ich hatte in diesem Band das Gefühl, dass seine Trunksucht einfach unter den Teppich gekehrt wurde. Jeder weiß davon, aber niemand möchte sich damit auseinandersetzen. Für mich wurde sein Alkoholproblem viel zu harmlos dargestellt, dabei finde ich es schon sehr extrem wie oft er zur Flasche greift.

Das Setting ist auch dieses Mal wieder grandios. Ich liebe London und die Zeit in der die Geschichte spielt. Es gibt dabei wieder viele Szenenwechsel und wir werden an etliche interessante Orte der damaligen Epoche geführt. Zudem versteht es Cassandra Clare perfekt Charaktere aus anderen Reihen in die Geschichte wie nebenbei einfließen zu lassen. Dabei schafft sie es, das Rad immer weiterzudrehen, wodurch man in jedem Band immer ein Stückchen mehr vom genialen Schättenjäger-Universum erfährt.
Natürlich dürfen auch die typischen Cassandra Clare Überraschungsmomente nicht fehlen, die das Hören der Geschichte zu einem großen Genuss machen.

Dennoch komme ich nicht umhin festzustellen, dass gerade die erste Hälfte der Geschichte doch arg gestreckt wird. In meinen Augen hätte hier an einigen Stellen ordentlich gekürzt werden können, da einfach zu wenig Relevantes passiert. Zudem treibt es mich schier in den Wahnsinn, wenn Cassandra Clare wichtige Gespräch mal wieder durch ein Türklingeln oder ähnliches im Keim erstickt. Nun könnte man davon ausgehen, dass man vielleicht so ein äußerst wichtiges Gespräch zu Ende führt, bevor man die Tür öffnet, doch nicht so die Charaktere von Cassandra Clare. Ich mag es einfach nicht, wie dadurch die Probleme gekünstelt weiter vor sich hergeschoben werden.

Gesprochen wird das Hörbuch dieses Mal von Oliver Kube. Oliver Kube hat die Aufgabe für mich variantenreicher als der Sprecher des ersten Bandes gelöst. Ich konnte hier deutlich besser differenzieren, welcher Charakter gerade spricht. Auch seine Stimmlage war angenehm und man hat Oliver Kube daher sehr gerne seiner Interpretation der Geschichte gelauscht.

Das Ende weckt, wie sollte es auch anders sein, große Lust in mir sofort zum dritten Band der Reihe zu greifen.

Fazit:
Mal wieder war es eine Berg- und Talfahrt ein Buch von Cassandra Clare zu lesen. Denn sie versteht es auf der einen Seite, wie kaum jemand anders, geniale und facettenreiche Charaktere zu schreiben. Auch das Setting kann jedes Mal bei mir punkten. Leider bedient sich Cassandra Clare wiederum Stilmittel, die recht durchschaubar sind und die Geschichte dadurch unnötig in die Länge ziehen. So haben sich auch diese 25 Hörstunden teilweise ein wenig gezogen.
Nach langem Überlegen, ob ich nun 3 oder 4 Hörnchen vergebe, habe ich mich aufgrund der vielen positiven Aspekte für 4 von 5 Hörnchen entschieden.

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Veröffentlicht am 21.10.2021

Der zweite Band konnte für mich nicht ganz mit dem genialen ersten Band mithalten

Falcon Peak – Ruf des Windes (Falcon Peak 2)
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Inhalt:
Die Mount Avelston School ist kein normales Internat – das hat Kendrick schon bald nach seiner Ankunft herausgefunden. Einige der Schülerinnen dort sind Aves, Vogelmenschen, und auch Kendrick gehört ...

Inhalt:
Die Mount Avelston School ist kein normales Internat – das hat Kendrick schon bald nach seiner Ankunft herausgefunden. Einige der Schülerinnen dort sind Aves, Vogelmenschen, und auch Kendrick gehört dieser geheimen Gemeinschaft an. Seit vielen hundert Jahren haben die Aves eine wichtige Mission: Sie müssen einen markanten Berg, den Falcon Peak, bewachen – denn in seinem Fels ist der Legende nach ein gefährliches Biest eingeschlossen.
Doch Kendrick hat gerade mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen: Es fällt ihm immer schwerer, von seiner Falkengestalt zurück in seinen Menschenkörper zu gelangen. Verliert er die Kontrolle über seine magischen Fähigkeiten? Oder unterliegt er einem bösen Zauber? Kendrick muss so schnell wie möglich die Wahrheit herausfinden, denn wenn er zur Anima amissa, zur verlorenen Seele, wird, ist er für immer verloren!

Meinung:
Kendrick hat mit dem Besuch der Mount Avelston School erfahren, dass er der erste Junge seit Ewigkeiten ist, wenn nicht jemals, der zu den Aves gehört. Eigentlich gehören zu den Aves, einer geheimen Gemeinschaft von Vogelmenschen, nur Mädchen oder Frauen. Die Aves sind zudem noch einmal in die Whites und Blacks unterteilt.
Kendrick findet diese Unterteilung und vor allen Dingen die dadurch entstehende Rivalität alles andere als gut. Ständig fühlt er sich zwischen den Stühlen und das wo er als einziger Junge doch sowieso bereits einen besonderen Status genießt, auf den er gerne verzichten könnte. Und dann fällt es Kendrick plötzlich immer schwerer sich von seiner Falkengestalt zurück in einen Menschen zu verwandeln.

Der erste Band der Falcon Peak Reihe hat mich Anfang des Jahres positiv überrascht. Ich fand die Idee der Vogelmenschen und ihrer geheimen Gemeinschaft ab der ersten Seite sehr faszinierend. Zudem mochte ich die verschiedenen Charaktere und das Leben an der Mount Avelston School.

So fiel mir der Einstieg in diesen zweiten Band, was die bisherige Handlung angeht, nicht schwer. Ich hatte eher meine Probleme damit, die vielen verschiedenen Charaktere wieder richtig zuordnen zu können. Daher würde ich es für das nächste Buch toll finden, wenn es beispielsweise eine Charakterdarstellung zu Beginn des Buches geben würde oder eine kurze Namensauflistung am Ende der Geschichte.

Auch dieser zweite Band steckt wieder voller Überraschungen und spannender Momente. Wobei ich dieses Mal doch tatsächlich ein paar Längen beim Lesen der Geschichte verspürt habe. Für mich fehlte so ein wenig der rote Faden, an dem sich die Geschichte entlanghangelt. Zwar passiert immer etwas, doch ist dies meist nicht ganz so relevant für die eigentliche Geschichte.

Spannend fand ich, dass sich der Konflikt zwischen den Whites und Blacks in diesem Band deutlich mehr zuspitzt. Eigentlich hatte Kendrick es geschafft, ein paar Mädchen der beiden Gruppierungen zusammenzuführen. Diese neu aufkeimende Freundschaft wird jedoch in diesem zweiten Band auf eine harte Probe gestellt. Auch muss Kendrick sich im Laufe der Geschichte entscheiden, ob er zu den Whites oder den Blacks gehören möchte.

Das traumhaft schöne Cover, das ich genauso fantastisch finde wie das von Teil 1, wurde von Frauke Schneider gestaltet und bringt einem die Magie der Vogelwandler noch ein wenig näher.

Nach dem Ende der Geschichte freue ich mich sehr auf den kommenden Band, da er wirklich jede Menge spannende Aspekte verspricht.

Fazit:
Nach dem starken Auftaktband der Falcon Peak Reihe konnte dieser zweite Band in meinen Augen nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten. Zwar passiert durchaus etwas in der Geschichte, dennoch blieb mir die Spannung dieses Mal ein wenig auf der Strecke. Das Leben innerhalb der Gemeinschaft der Vogelwandler ist jedoch wieder höchst interessant.
Von mir gibt es für diesen zweiten Band 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 08.10.2021

Atemberaubende und magische Reise durch Großbritannien

Shadow King
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Inhalt:
Seit die 13-jährige Julia im Wald eine alte Tiermaske entdeckt hat, wird sie von heftigen Träumen geplagt, in denen sie die Welt mit den Augen eines Tieres sieht. Immer wieder begegnet sie in ihren ...

Inhalt:
Seit die 13-jährige Julia im Wald eine alte Tiermaske entdeckt hat, wird sie von heftigen Träumen geplagt, in denen sie die Welt mit den Augen eines Tieres sieht. Immer wieder begegnet sie in ihren Träumen anderen Tieren: einem Hirsch, einer Eule und einem Wolf. Mit der Zeit findet sie heraus, dass es sich dabei um andere Jugendliche handelt, die ebenfalls seltsame hölzerne Tiermasken gefunden haben. Als ihr dann auch noch zwei mysteriöse Fremde im Wald auflauern, muss Julia erkennen, dass ihr Leben in Gefahr ist. Mithilfe der Maske flieht sie und macht sich zusammen mit ihrer neuen Freundin Abena auf den Weg nach Schottland, um die anderen Maskenträgern zu suchen. Dort wird sie bereits von dem dritten Maskenträger, den gutaussehenden Ehsan, erwartet. Gemeinsam mit ihm und den anderen, muss sie lernen, die Magie ihrer Masken zu nutzen, um den Shadow King zu besiegen. Ihnen bleiben nur noch wenige Tage, bis er erwacht und die Welt ins Verderben stürzt.

Meinung:
Die 13-jährige Julia ist nicht gerade begeistert von der Idee, dass ihre Mutter die Ferien in einem abgelegenen Haus in Wales verbringen möchte. Denn ihr ist sofort klar, dass ihre Mutter eigentlich nur ungestört sein möchte, um an ihrem Buch weiterschreiben zu können. So unternimmt Julia alleine Streifzüge durch den nahegelegenen Wald und stößt dabei auf eine Hasenmaske aus Holz. Diese fasziniert sie ab dem ersten Moment. Julia hat sogar das Gefühl sich selbst in einen Hasen zu verwandeln, da sie plötzlich super schnell rennen kann. Als Julia dann auch noch in ihren Träumen auf einen Hirsch und einen Wolf trifft und diese sich als gleichaltrige Jugendliche entpuppen, die ebenfalls über eine Holzmaske gestolpert sind, ist dies der Beginn von einem atemberaubenden Abenteuer.

Autor Michael Ford ist unter anderem dafür bekannt unter dem Pseudonym Adam Blade mit an der Beast Quest Reihe zu arbeiten. Da mir die ersten Bände dieser Reihe gut gefallen haben, war ich neugierig auf "Shadow King", da dieses sich an eine etwas ältere Leserschaft richtet.

Gleich der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen. Denn Michael Ford erschafft ein Szenario, in das man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann. Denn nach dem Tod von Julias Vater ist das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Mutter sehr angespannt. Schon immer war es der Vater der mehr für Julia da war. Nun vergräbt sich Julias Mutter in ihre Arbeit und kann mit ihrer Tochter nicht so wirklich viel anfangen.
Als Leser kann man daher sehr gut nachempfinden, warum Julia sich immer mehr von ihrer Mutter entfernt und warum sie nicht davor zurückschreckt das kommende Abenteuer zu wagen.

Denn Julia begibt sich in diesem Buch auf eine Reise quer durch Großbritannien. Gemeinsam mit dem Mädchen Abena, die ebenfalls eine Maskenträgerin ist, macht sie sich auf den Weg nach Schottland, wo der Junge Ehsan die beiden erwartet. Gemeinsam machen sich die drei daran hinter das Geheimnis ihrer Masken zu gelangen und die Magie dieser zu verstehen. Doch böse Mächte verfolgen die Jugendlichen.

Daher entspannt sich schon nach kurzer Zeit eine höchst spannende und unterhaltsame Geschichte. Die Jagd auf die Jugendlichen ist genauso packend wie das Rätsel um die magischen Tiermasken.

Dabei fand ich es sehr erfrischend, dass man in diesem Buch sehr gut ohne das leidige Thema Liebesgeschichte auskommt. Ja, es bahnen sich leichte Gefühle an, diese haben in diesem rasanten Abenteuer jedoch eigentlich gar keinen Platz. Von daher fand ich es toll, dass Michael Ford dieses Thema wirklich nur am Rande streift.

Etwas schade fand ich, dass der Junge Lee, der recht spät zur Gruppe dazu stößt, doch etwas blass geblieben ist. Über ihn erfährt man leider nicht ganz so viel. Und es bleibt offen, warum Lee denn nun eigentlich so wenig spricht. In meinen Augen hätte man Lee als Charakter daher auch gut weglassen können.

Fazit:
Eine atemberaubende und magische Reise durch Großbritannien nimmt seinen Lauf und weckt im Leser die Abenteuerlust.
Stilistisch wurde hier ein tolles Werk kreiert, dass für mich nur ein paar kleinere Schwächen aufweist.
Für diesen runden Einzelband vergebe ich daher sehr gerne 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Eine besondere Freundschaft zwischen Zombie und Menschenmädchen

Lilo & Moder – Eine Freundin der gruseligen Art
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Inhalt:
Obwohl ihre neuen Nachbarn sehr freundlich sind, merkt die elfjährige Lilo ziemlich schnell: Irgendwas stimmt nicht mit denen! Warum fällt dem Mädchen der Arm ab, während sie – ganz allein – einen ...

Inhalt:
Obwohl ihre neuen Nachbarn sehr freundlich sind, merkt die elfjährige Lilo ziemlich schnell: Irgendwas stimmt nicht mit denen! Warum fällt dem Mädchen der Arm ab, während sie – ganz allein – einen Schrank ins Haus trägt? Warum bringen die Eltern kein Wort heraus, sondern nur Gestöhn? Und warum riecht es in ihrer Wohnung, als hätten die Verwesens schon eine ganze Weile den Müll nicht rausgebracht? Als die beiden Söhne beginnen, mit ihren Köpfen Fußball zu spielen, weiß Lilo: Das sind Zombies! Aber Zombies, die weder Menschenfleisch noch Menschenhirn mögen, versichert ihr das Zombie-Mädchen Moder. Sehr beruhigend! Als sich herausstellt, dass Moder nicht nur genauso alt ist wie Lilo, sondern ab sofort in dieselbe Klasse geht, ist klar: Langweilig wird es mit der neuen besten Freundin garantiert nicht.

Meinung:
Lilo staunt nicht schlecht, als das Mädchen Moder mit ihrer Familie in die dunkle Kellerwohnung im Haus einzieht. Denn Familie Verwes ist anders als andere Familie. Wie kann es sonst sein, dass Moders Brüder ihre Köpfe abnehmen und damit Fußball spielen können? Oder das Moder beim Umzug ihren Arm verliert und sie dies gar nicht zu stören scheint. Auch die Eltern von Moder bekommen außer Gestöhne kein vernünftiges Wort über ihre Lippen. Schnell findet Lilo heraus, dass es sich bei Familie Moder um eine echte Zombie-Familie handelt. Und diese muss vor Schulleiterin Trudeltraud Rosmarin-Schnabel beschützt werden, denn diese ist eine Zombiejägerin.

Da mir die Akademie Fortuna-Reihe von Autorin Sarah M. Kempen ausgesprochen gut gefällt, freute ich mich sehr auf das neueste Werk der Autorin. Denn Lilo & Moders Geschichte klang wieder nach einer etwas anderen Geschichte und sehr interessant.

Als Fan von übersinnlichen Wesen wie Vampiren, Werwölfen und Co. war ich sofort neugierig geworden, als ich den Klappentext dieses Buches zum ersten Mal gelesen habe. Eine Zombie-Familie klang einfach nach einer super unterhaltsamen Geschichte. Und die habe ich auch ab der ersten Seite geboten bekommen. Denn bei Familie Verwes ist vieles anders als bei anderen Familien. Beispielsweise fühlt sich die Familie in der dunklen und feuchten Kellerwohnung des Hauses sofort heimisch. Außerdem mögen sie den Geruch von Blumen und gut riechenden Dingen überhaupt nicht. Viel lieber ist ihnen da schon der Geruch eines Komposthaufens.

So fällt es Protagonistin Lilo nicht schwer eins und eins zusammenzuzählen. Schnell ist ihr klar, dass Familie Verwes eine echte Zombiefamilie ist. Moder geht mit dieser Information auch recht offen um, denn Lilo ist ihr von Anfang an sehr sympathisch und die beiden gleichaltrigen Mädchen werden schnell Freundinnen.
Doch durch die Zombiejägerin Frau Rosmarin-Schnabel und ihre Tochter Yvette ist Familie Verwes ständig in Gefahr. Dabei fand ich es einfach herrlich erfrischend, dass dabei nicht etwa Frau Rosmarin-Schnabel auf die Idee kommt, dass es sich bei Moder und ihrer Familie um Zombies handeln könnte. Nein, ihre Tochter Yvette zieht die richtigen Schlüsse. Frau Rosmarin-Schnabel möchte jedoch von der Entdeckung ihrer Tochter nichts wissen und hält Yvette teilweise sogar für ein wenig verrückt.
Diese Ignoranz der Eltern fand ich sehr treffend beschrieben. Oftmals sind es doch gerade die Kinder die viel sensiblere Antennen als wir Erwachsenen haben.

Man merkt der Geschichte an, dass sie für Kinder ab 9 Jahren geschrieben wurde. So gibt es zwar durchaus Spannungsmomente, jedoch sind diese der Altersgruppe entsprechend eher dezent gesetzt. Viel mehr wird in diesem Buch ein Augenmerk auf den Humor und das Thema Freundschaft gelegt. Ich finde es schön, dass hier die Botschaft suggeriert wird, dass Herkunft und Aussehen nicht entscheidend für den Beginn einer Freundschaft sein sollten.

Auch etliche Illustrationen finden sich in der Geschichte wieder. Diese wurden von Sabine Mielke gezeichnet. Dabei darf man sich als Leser gleich zu Beginn auf tolle Porträts der wichtigsten Charaktere freuen.

Fazit:
Die Freundschaft von Lilo und Moder ist außergewöhnlich und sehr besonders. Denn Moder ist ein echtes Zombie-Mädchen und mit ihrer Familie wird es niemals langweilig. Daher habe ich mich ab der ersten Seite sehr wohl mit dieser Geschichte gefühlt. Die Spannungselemente sind aufgrund der Altersgruppe etwas dezenter gehalten, dennoch bin ich mir sicher, dass die eigentliche Zielgruppe absolut begeistert sein wird.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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