Profilbild von Lisa_V

Lisa_V

Lesejury Star
online

Lisa_V ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lisa_V über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2021

Freundschaft, Girl-Power und eine ungewöhnliche Reise

Mädchenmeuterei
0

„Mädchenmeuterei“ ist die Fortsetzung des schon älteren Romans „Mädchenmeute“ der Autorin Kirsten Fuchs. Leider habe ich erst beim lesen gemerkt, das es noch einen Vorgängerband gibt, da dies für mich ...

„Mädchenmeuterei“ ist die Fortsetzung des schon älteren Romans „Mädchenmeute“ der Autorin Kirsten Fuchs. Leider habe ich erst beim lesen gemerkt, das es noch einen Vorgängerband gibt, da dies für mich als ich mich für „Mädchenmeuterei“ entschied, leider nicht ersichtlich war. Die eigentliche Geschichte konnte ich trotzdem ohne Probleme verfolgen, dennoch gab auf den ersten 100 Seiten immer wieder Anspielungen auf das vorherige Abenteuer der Mädchen. Um diese verstehen zu können ist definitiv Vorwissen nötig, weswegen ich auch raten würde zuerst den ersten Band zu lesen. An sich hat mir die Geschichte gut gefallen, vor allem deshalb da sie ziemlich ungewöhnlich ist. Dies trifft sowohl auf des Setting (Containerschiff auf dem Weg nach Marokko), also auch auf die Charaktere zu. Der Schreibstil liest sich stellenweise etwas sperrig, hatte aber auch immer wieder sprachliche Höhepunkte, zum Beispiel durch detailreiche Beschreibungen und originelle Wortspiele. Die Protagonistinnen sind allesamt höchst unterschiedlich, aber in ihrer jeweiligen Eigenart auch authentisch. Für ihr Alter wirkten alle Mädchen in meinen Augen allerdings doch noch sehr unreif. Vor allem Charlottes Gedankengänge sind recht kindlich und lassen sie deutlich jünger wirken. Am Ende fällt es mir diesmal gar nicht leicht diesen Roman zu bewerten. Es gab super spannende Momente, aber auch immer wieder Längen. Und auf die doch sehr verrückte Geschichte muss man sich auch erst mal einlassen (können). Wer auf Realitätsnähe verzichten kann und leicht mystisch angehauchte Bücher mag, liegt mit dieser Erzählung einer ganz besonderen Reise richtig. Unterhaltsam ist das Buch auf jeden Fall, weswegen ich es trotz mancher Schwäche mit noch guten 4 Sternen bewerte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2021

13 Ideen für eine bessere Welt und die Frauen dahinter

Green Rebels – Frauen und ihr Traum von einer besseren Welt
0

In ihrem Buch „Green Rebels – Frauen und ihr Traum von einer besseren Welt“ interviewte Autorin Andrea Juliane Bitzer 13 verschiedene Gründerinnen, welche sich in unterschiedlichen Bereichen dem Thema ...

In ihrem Buch „Green Rebels – Frauen und ihr Traum von einer besseren Welt“ interviewte Autorin Andrea Juliane Bitzer 13 verschiedene Gründerinnen, welche sich in unterschiedlichen Bereichen dem Thema Nachhaltigkeit annehmen. Ob Mode, Lebensmittel oder Alltagsgegenstände die Ausrichtung ist dabei wirklich vielseitig. Zwar erfährt man auch ein wenig über die jeweiligen Firmen und deren Produkte, im Mittelpunkt stehen aber vielmehr die Menschen dahinter bzw. der besondere Spirit von grünen Start Ups. Außerdem lässt die Autorin viele eigene Gedanken einfließen und rekapituliert auch ihren eigenen Weg zu einem nachhaltigeren Leben. Allgemein hatte ich mir zwar ein bisschen etwas anderes erwartet, trotzdem bin ich nach der Lektüre nicht enttäuscht. Auch wenn die Ausrichtung nun anders war, lasen sich alle Kapitel durchgängig interessant. Die kurzen Kapitel sind dabei sowohl informativ als auch inspirierend. Auf jeden Fall macht das Buch Mut selbst etwas zu wagen und zeigt auf das auch Scheitern zum Gründen dazu gehören kann und darf. Für dieses ermutigende und wichtige Sachbuch vergebe ich deshalb gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2021

Urlaubserlebnis in Buchform

Das kleine Chalet in der Schweiz
0

„Das kleine Chalet in der Schweiz“ von Julie Caplin ist bereits der 6. Band einer bezaubernden Reihe, welchen man aber auch wunderbar ohne Vorwissen lesen kann. Die locker leichte Geschichte entführt uns ...

„Das kleine Chalet in der Schweiz“ von Julie Caplin ist bereits der 6. Band einer bezaubernden Reihe, welchen man aber auch wunderbar ohne Vorwissen lesen kann. Die locker leichte Geschichte entführt uns Leser:innen diesmal in die malerische Schweiz. In traumhafter Kulisse viel es mir wirklich nicht schwer mit der Protagonistin mitzufühlen. Mina ist aber auch ein sympathischer Charakter, welchen man einfach mögen muss. Aber auch die anderen Protagonisten waren authentisch und passten perfekt in die Geschichte. Ganz nebenbei erfährt man außerdem noch etwas über das Land, die Umgebung und das dortige Lebensgefühl. Zahlreiche Erlebnisse in der wunderschönen Natur, machen selbst Lust auf einen Urlaub dort. Besonders gut gefielen mir aber die vielfältig beschriebenen Leckereien, welche für die Handlung eine wichtige Rolle spielten. Der Schreibstil ist passend dazu anschaulich und liest sich wirklich leicht. Alles in allem war das Buch so ein richtiger Wohlfühlroman. Allerdings war die Handlung schon sehr vorhersehbar und hielt wenige echte Überraschungen bereit. Zum entspannen, abschalten und genießen eignet sich die Lektüre ausgezeichnet, wer anspruchsvolleren Lesestoff sucht ist aber definitiv verkehrt. Dennoch vergebe ich für diese unterhaltsame Lektüre gute 4 Sterne, und empfehle das Buch allen Fans von Liebesromanen für die ein bisschen Kitsch nicht fehlen darf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2021

Nicht mein liebstes Werk des Autors, dennoch spannend und mitten im Nerv der Zeit

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
0

Bisher konnte mich noch jedes Buch des Autoren Neal Shusterman begeistern, fesseln und durchaus zum Nachdenken anregen. Somit habe ich sein neustes Werk "Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, ...

Bisher konnte mich noch jedes Buch des Autoren Neal Shusterman begeistern, fesseln und durchaus zum Nachdenken anregen. Somit habe ich sein neustes Werk "Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen" natürlich voller Vorfreude erwartet. Auch hier schafft es der Autor seine Idee, in einem faszinierenden Gedankenspiel umzusetzen. Zwar erschafft er dieses mal keine völlig neue (dystopische) Welt, allerdings gelingt es ihm viele aktuelle Themen (z.B. Rassismus, Sexismus, Ungerechtigkeit) auf fantastische Weise aufzugreifen und in eine packende Geschichte mit zu nehmen. Denn wer von uns hat sich nicht schon einmal gefragt, was wäre wenn dies oder jenes anders gelaufen wäre. In Game Changer spielt Shusterman genau mit dieser spannenden Frage, indem er einen Jugendlichen zum Mittelpunkt des Universums macht und ihm die Möglichkeit gibt Gegebenheiten zu verändern. Durch viele überraschende Wendungen wird die Handlung wirklich nie langweilig. Der Schreibstil ist einfach gehalten, dadurch leicht zu lesen und passt sich durch Jugendsprache seinem Genre an. Trotzdem fühlte ich mich auch als erwachsene Leserin in der Geschichte wohl und kann sie deshalb allen Sci-Fi-Fans empfehlen. Einen Stern ziehe ich allerdings ab, da das Buch inhaltlich nicht ganz so stark wie die Vorgängerwerke war und stellenweise noch etwas mehr in die Tiefe hätte gehen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2021

Temporeicher und undurchschaubarer Regionalkrimi

Tod im Hohen Venn
0

„Tod im Hohen Venn“ ist bereits der zweite Band rund um den belgischen Ermittler Piet Donker. Dieser kann aber ohne Probleme auch ohne das Vorwissen aus Band 1 gelesen werden. Erneut hat Autor Stephan ...

„Tod im Hohen Venn“ ist bereits der zweite Band rund um den belgischen Ermittler Piet Donker. Dieser kann aber ohne Probleme auch ohne das Vorwissen aus Band 1 gelesen werden. Erneut hat Autor Stephan Haas eine anspruchsvolle und vielschichtige Handlung, voller authentischer Charaktere entworfen, welche bis zum Schluss spannend und undurchschaubar für mich blieb. Die Erzählung ist dabei äußerst dicht, ständig passiert etwas Neues und durch die zahlreichen Wendungen, wurde ich mehrmals überrascht. So macht es uns der Autor richtig schön schwer, das Ende vorherzusehen. Auch diesmal ist die Geschichte recht düster und lässt wieder in menschliche Abgründe schauen. Allzu blutig geht es zum Glück aber nicht zu. Regionale Bezüge zu Belgien sind vorhanden, nehmen aber nicht überhand. Im Vordergrund steht der äußerst verzwickten Fall, welcher Piet Donker durchaus an seine Grenzen bringt. Er und sein Team ermitteln drei Tage fast ununterbrochen und reizen dabei nicht nur ihre körperliche Leistungsfähigkeit aus. Manche Szene wirkte deshalb für meinen Geschmack etwas übertrieben bzw. konstruiert, dafür gibt es einen Stern Abzug. Dennoch ist „Tod im Hohen Venn“ ein unterhaltsames und kurzweiliges Leseerlebnis und eignet sich für alle Fans von kniffligen Kriminalromanen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere