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Shilo_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2022

Ein sehr armes Bauernmädchen will mehr

Ich, Ellyn
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Im Jahr 1573 wächst Ellyn unter ärmlichsten Verhältnissen auf einem kleinen Bauernhof auf. Außer harter Arbeit und Lieblosigkeit in der Familie kennt sie nichts. Bis eines Tages durch Zufall ihre Singstimme ...

Im Jahr 1573 wächst Ellyn unter ärmlichsten Verhältnissen auf einem kleinen Bauernhof auf. Außer harter Arbeit und Lieblosigkeit in der Familie kennt sie nichts. Bis eines Tages durch Zufall ihre Singstimme erkannt wird. Doch ein Chor ist nur für Jungen zugänglich. Sie fasst einen folgenschweren Entschluss.
Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht von Ellyn, einem vorpubertären jungen Mädchen. In einer Zeit, in der Frauen minderwertige Geschöpfe sind, hat sie keine Bildung und kann weder schreiben noch lesen. Auch kennt sie nichts als ihre Familie und den Ort, an dem sie zuhause ist. Und sie ist in dem Glauben, dass die Erde eine Scheibe sei, von der sie herabfallen kann.
Die Handlung ist sehr interessant, hätte meines Erachtens jedoch spannender gestaltet werden können. Denn der Schreibstil mit seiner teilweise vulgären und holprigen Ausdrucksweise war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Ohne Punkt und Komma geht es durch ca. 50 Prozent des Buches. Dann werden, je nach Fortschreiten von Ellyns Kenntnissen, die Sätze der heutigen Normalität angepasst, bis ganz zum Schluss ein flüssiges Schriftbild entsteht. Trotzdem konnte ich Ellyns Gedanken und Gefühle nachvollziehen.
Mein Fazit:
Ein lesenswertes Buch, sofern man sich nicht von der außergewöhnlichen Schreibweise abschrecken lässt. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Können Träume Wirklichkeit werden?

Weil Träume unendlich sind
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DDR1960: Ruth träumt von einem Physikstudium. Doch dadurch, dass ihre Schwester Marlies im Widerstand ist, ist dieser Traum für sie unerreichbar geworden. Statt dessen muss sie nach Usedom, um dort eine ...

DDR1960: Ruth träumt von einem Physikstudium. Doch dadurch, dass ihre Schwester Marlies im Widerstand ist, ist dieser Traum für sie unerreichbar geworden. Statt dessen muss sie nach Usedom, um dort eine Ausbildung in der Forstwirtschaft zu absolvieren. Durch Zufall beobachtet sie im Wald Fledermäuse und darf offiziell diese beobachten und erforschen. Nun lebt sie in einer Hütte im Wald, alleine und schutzlos.
60 Jahre später erleidet Marlies einen Schwächeanfall und landet im Krankenhaus. Sie überdenkt ihr Leben und hat das Bedürfnis, ihre verschollene Schwester Ruth noch einmal wiederzusehen. Lena begibt sich auf die Suche nach ihrer ihrer unbekannten Großtante.
Obwohl sich dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse zum ersten Teil sehr gut lesen lässt, konnte ich keinen Bezug auf zu dieser Lektüre aufnehmen. Mich störten die immer wieder kehrenden Zeitsprünge hin zur Gegenwart und zu Lena. Viel mehr hätte mir die Geschichte um Ruth alleine zugesagt. Denn ihre Entwicklung bis in die heutige Zeit wäre alleine schon sehr spannend gewesen. Doch so blieb für mich einiges im Unklaren. Oder lag es nur daran, weil ich Band 1 nicht gelesen habe? Ich weiß es nicht.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Auch der Charakter von Ruth ist authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Mein Fazit:
Eine unterhaltsame Geschichte, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.11.2021

Mystisch und fesselnd

Der Anfang von alledem
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Im Mittelpunkt dieses Buches steht eine Siedlerfamilie im Mittelalter. Sie wandert in das Erzgebirge, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch ein Schicksalsschlag jagt den anderen. Alles wird von dem ...

Im Mittelpunkt dieses Buches steht eine Siedlerfamilie im Mittelalter. Sie wandert in das Erzgebirge, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch ein Schicksalsschlag jagt den anderen. Alles wird von dem Weltenbaum überwacht, der dringend neue Hüter sucht.
Dieses Buch von Marcus Wächter ist ein Mix aus Fantasy und Historik. Mit einem flüssigen und fesselnden Schreibstil führt der Autor durch diese Geschichte. Die Charaktere empfand ich als noch etwas unausgegoren, aber da es sich hier um den ersten Teil der Reihe handelt, wird sich das im nächsten Band sicher ändern. Die Handlung ist fesselnd und märchenhaft, jedoch empfand ich sie teilweise als etwas langatmig.
Mein Fazit:
Eine märchenhafte und mystische Geschichte, die ich nach anfänglichen Schwierigkeiten gerne gelesen habe. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Das Vermächtnis der Heilerin

Das Vermächtnis der Heilerin
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Mecklenburg 1388: Emilia, eine Grafentochter, soll mit ihrem Vetter Sergius verheiratet werden. Doch an ihrem Hochzeitstag fällt sie einer Intrige zum Opfer. Sie wird beschuldigt, eine Spionin der dänischen ...

Mecklenburg 1388: Emilia, eine Grafentochter, soll mit ihrem Vetter Sergius verheiratet werden. Doch an ihrem Hochzeitstag fällt sie einer Intrige zum Opfer. Sie wird beschuldigt, eine Spionin der dänischen Königin Margarethe zu sein und muss fliehen. Der Wanderheiler Henricus rettet sie. Doch dann kommt das Gerücht auf, Henricus hätte ein Buch über die Herstellung von Gold in seinem Besitz und beide werden zu Gejagten.
Dieser Roman von Isabel Voss ist auf historischen Begebenheiten aufgebaut. Die politischen Ereignisse hat die Autorin sehr gut recherchiert. Die verschiedenen Protagonisten sind lebhaft beschrieben und die Charaktere bildhaft dargestellt. Die Handlung nimmt ab der Mitte des Buches an Fahrt auf und unvorhersehbare Wendungen erzeugen Spannung. Der Schreibstil führt locker und flüssig durch diesen Roman.
Mein Fazit:
Ein schöner historischer Roman für unterhaltsame und kurzweilige Lesestunden. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.10.2021

Eine unterhaltsame Familien-Saga

Die Blankenburgs
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Die Blankenburgs feiern in Frankfurt 1929 das 150jähriges Bestehen ihrer Porzellanmanufaktur. Nach der Krise in den frühen 20er Jahren sind die Autragsbücher voll und das Geschäft läuft gut. Doch dann ...

Die Blankenburgs feiern in Frankfurt 1929 das 150jähriges Bestehen ihrer Porzellanmanufaktur. Nach der Krise in den frühen 20er Jahren sind die Autragsbücher voll und das Geschäft läuft gut. Doch dann kommt der grosse Börsenkrach und sie verlieren das ganze Vermögen. Das Familienoberhaupt Aldamar und sein Schwiegersohn Richard begehen Selbstmord und ein bitterer Erbstreit zwischen den Schwestern elise und Ophèlie droht, die Familie zu zerbrechen.
Ich hatte mir eine schöne und spannende Familien-Saga vorgestellt. Doch leider ging es in der Hauptsache um den Nationalsozialismus. Auch durchziehen diesen Roman sehr viele verschiedene Handlungsstränge, so dass ich einige Male so richtig ins Schleudern kam. Denn es wurde schwierig, den verschiedenen Charakteren zu folgen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Handlung war mir persönlich zu vielschichtig.
Mein Fazit:
Eine Geschichte voller Intrigen aus den Anfängen des Nationalsozialismus. 3 Sterne.

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