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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2021

Offen und ehrlich erzählte Geschichte

Der Stoff, aus dem die Freiheit ist
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Nathalie Schaller schildert in diesem großartig gestalteten Buch ihre Geschichte, von der Jurastudentin zur Gründerin eines Start up Unternehmens, das Mode enwirft und fair herstellen lässt. Es ist ihr ...

Nathalie Schaller schildert in diesem großartig gestalteten Buch ihre Geschichte, von der Jurastudentin zur Gründerin eines Start up Unternehmens, das Mode enwirft und fair herstellen lässt. Es ist ihr Anliegen Frauen aus der Abhängigkeit und Unterdrückung herauszuholen. Sie setzt Zeichen gegen Prostitution und Menschenhandel. Sie berichtet über Erfolge und Misserfolge - sie ist jederzeit sehr ehrlich auch mit sich selber. Überall merke ich, dass sie eine Menge Energie und Herzblut für ihren Traum frei lässt. Bewegend in die allgemeinen Schicksale eingebunden, ist das Beispiel einer einzelnen jungen Frau, die von ihrem Vater missbraucht und als Sexobjekt für andere Männer verkauft worden st, danach als Erwachsene weitere Jahre von ihnen verfolgt und drangsaliert worden ist. Mir standen die Tränen in den Augen.Gleichzeitig wirkt das Buch unglaublich inspirierend auf mich. Nathalie Schaller gibt ganz klar formulierte Tipps fürs Glücklichsein und für Starter. Außerdem werden im Buch Faktenchecks über die Textilbranche, Frausein in Indien u.ä. zwischendurch- optisch klar erkennbar- eingestreut.

Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Ein ganz besonderer Roman der Extraklasse

Träume und Kulissen
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Ich habe zuvor noch nie einen Roman gelesen, der in Split spielt und diese Mischung aus Roman, Krimi und geschichtlichem Zeitgeschehen, hat mich fasziniert. Während es zu Beginn mit einem Leichenfund losgeht ...

Ich habe zuvor noch nie einen Roman gelesen, der in Split spielt und diese Mischung aus Roman, Krimi und geschichtlichem Zeitgeschehen, hat mich fasziniert. Während es zu Beginn mit einem Leichenfund losgeht und ich erwartete, dass die Mördersuche im Vordergrund steht, so lief die Suche nach dem Mörder mit dem Kriminalkommissar Mario Burlat quasi parallel zum aktuellen Leben 1936 in Split ab. Ich tauche ein in eine wunderschöne Umgebung an der Adriaküste, Sonne und Meer, sowie das der Reichen und den Filmemachern, Schauspielern, etc, die hier ihre Kulisse für den Film sehen, den sie drehen wollen. Ich bekomme aber auch einen Einblick in das Leben der Fischer und anderen Menschen vor Ort. Was mir überhaupt nicht bewusst war, wie die Flamme des Nationalsozialismus auch hier brannte und es Sympathisanten aber auch den Widerstand gab. Außerdem weicht die schöne Atmosphäre gerade einer Atmosphäre des gegenseiten Misstrauens - wer ist Freund und wer ist Feind? Zwischendurch läuft mir trotz der Bedrohung, die nun überall spürbar wird, das Wasser im Munde zusammen, aufgrund der herrlichen Beschreibungen von köstlichem Essen und Getränken.

Der Roman besticht durch seine wunderschöne Sprache und erzählt auf fast poetische Weise eindringlich das Zeitgeschehen und das Leben in Spilit, was sich innerhalb einer Woche auf Split 1936 abspielt.

Fünf Sterne für einen besonderen und anpruchsvollen Roman!

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Eine Liebesgeschichte über eine Minimalistin, die lernen muss, dass man für Liebe, Familie und Freundschaft ein Maximum aufbringen sollte

Liebe braucht nur zwei Herzen
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Liv ist von Beruf Ordungsfee, doch gerade läuft es beruflich nicht so gut für sie und sie landet notgedrungen bei ihrem Vater im Kinderzimmer in ihrem Elternhaus. Während sie versucht einer 'Dame beim ...

Liv ist von Beruf Ordungsfee, doch gerade läuft es beruflich nicht so gut für sie und sie landet notgedrungen bei ihrem Vater im Kinderzimmer in ihrem Elternhaus. Während sie versucht einer 'Dame beim Ausmisten behilflich zu sein, wird sie mit einer Kiste ihrer eigenen Erinnerungen konfrontiert. Als sie diese dann zum Container bringt, trifft sie dort unvermittelt auf ihre große Liebe Florian, den sie seit 10 Jahren nicht gesehen hat. Dieser ist mittlerweile Vater einer niedlichen Tochter und hat diverse private Probleme. Während Liv ihre privaten, materiellen Habseligkeiten gut im Griff hat - außer der finanziellen Misere befindet sie jedoch im emotionalen Chaos. Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter kommen hoch und in der Gegenwart hat sie Probleme ihr Herz zu verschenken bzw. Nähe zu zulassen, zumindestens habe ich es so empfunden.

Der Schreibstil der Autorin ließ mich in die Welt von Liv abgleiten und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mir kamen die Tränen bei den sehr authentisch wirkenden Beschreibungen über ihre Mutter und lächelnd müsste ich über die Tochter von Florian, die willenstark und fröhlich war. Die Liebe in all ihren Fachetten nahm einen großen Raum ein und ich genoss die Beschreibungen der kleinen Szenen, die die tiefe Verbundenheit oder auch die Verliebtheit spüren ließen. Erwartet hatte ich mehr zum Thema "Aufräumen", aber den meisten Protagonisten ging es so wie mir, dass sie sich schlecht trennen können, so dass die Aufräumfee Liv sich nur bedingt durchsetzen konnte. Also über das Aufräumen habe ich nichts neues erfahren oder nein, das ist nicht richtig.... man sollte sich klar machen, was man unbedingt behalten möchte und dann wird offensichtlich auf was man verzichten kann. Es gibt emotionale Dinge, die nur für die Person selber von Bedeutung sind und mit der sie Geschichten verbindet.

Mir hat die Geschichte von Liv gut gefallen, obwohl ich gerne ein anderes Ende gehabt hätte :), aber das ist ja nun mal Geschmackssache. Besonders angesprochen haben mich die Beschreibungen, wenn sie Gerüche, Farben etc. einbfließen lässt bzw. viele Sinne anspricht.

Fünf Sterne!




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Veröffentlicht am 30.10.2021

Toller unterhaltsamer Krimi

Stürmische Algarve
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Die Journalistin Anabela ist privat ziemlich ausgelastet, denn sie teilt sich mit ihrer Mutter die Pflege des an Demenz erkrankten Vater, wobei ihr Liebesleben mit Chefinspektor Joao Almeida in den Hintergrund ...

Die Journalistin Anabela ist privat ziemlich ausgelastet, denn sie teilt sich mit ihrer Mutter die Pflege des an Demenz erkrankten Vater, wobei ihr Liebesleben mit Chefinspektor Joao Almeida in den Hintergrund tritt. Anabela entdeckt eine tote Frau in einem Wohnmobil und die Polizei geht von Selbstmord aus, jedoch hat die Frau in den sozialen Netzwerken einen Hinweis hinterlassen, der den Selbstmord in Frage stellt. Ermittlungen werden aufgenommen, ungeahntes kommt zum Vorschein und es wird eine Lawine von Ereignissen ausgelöst.


Mir gefällt der Erzählstil der Autorin sehr, denn ich entwickele meine eigenen Bilder im Kopf und fühle mich mittendrin im Geschehen. Außerdem finde ich es gut, dass die beiden Hauptprotagonisten Anabela und ihr Freund Joao, der Chefinspektor, sehr sympathisch sind und authentisch herüberkommen. Dazu noch das Flair der Algarve, nebst einem äußerst interessanten Fall und komplexer, vielfältiger Ermittlungen.

Verdiente fünf Sterne


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Veröffentlicht am 30.10.2021

Beeindruckende Geschichte um eine junge 'Frau, die ihren Weg geht

Das Bauwerk der Sehnsucht
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„Das Bauwerk der Sehnsucht“ ist der zweite Teil der Mandelli-Saga von Ladina Bordoli und für mich mein erster Roman von ihr.

In diesem Teil steht die 19jährige Rosalba Mandelli im Mittelpunkt der Geschichte, ...

„Das Bauwerk der Sehnsucht“ ist der zweite Teil der Mandelli-Saga von Ladina Bordoli und für mich mein erster Roman von ihr.

In diesem Teil steht die 19jährige Rosalba Mandelli im Mittelpunkt der Geschichte, die ebenso wie ihre Mutter Maurerin gelernt hat und weil es um die Auftragslage des familieneigenen Bauunternehmens nicht so gut bestellt ist, hat Rosalba bei ihrem italienischen Onkel, der in der Schweiz lebt, ein Praktikum gemacht, um neue Anregungen zu erhalten. Dazu muss man wissen, dass Rosalba nicht nur die praktischen Fähigkeiten einer Maurerin hat, sondern zusätzlich viele Ideen hat, wie man Häuser und Gärten gestalten kann.

Die Geschichte erzählt von Rosalbas schweren Einstieg in die Welt der Bauunternehmung in der 'Schweiz. Hier hat sie mit den Vorurteilen und Übergriffen zu kämpfen, die einmal mit ihrer italienischen Nationalität und zum anderen mit ihrem Geschlecht zu tun haben.

Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin die Geschichte erzählt. Sie schafft es Bilder von den Gebäuden, den Gärten und den Menschen zu erzeugen, sowie mich die Atmosphäre wahrnehmen zu lassen. Der Roman verbindet auf grandiose Weise mehrere Themen, wobei es um die Liebe und die Familie geht, die unterschiedlichen Traditionen, Weltanschauungen, das eigene Unternehmen, aber auch auch um den persönlichen Neid auf Rosalba und die Ressentiments gegenüber Ausländern sowie die Rolle der Frau in besonderer Weise. Zudem fühle ich zwischen den Zeilen an vielen Stellen das italienische Lebensgefühl sowie ich vermehrt Appetit auf die italienische Küche bekomme.

Dieser Roman schaffte die Balance zwischen Liebe, der Leichtigkeit des Seins, tief berührenden traurigen Ereignissen, sowie er einen Appell für die Selbstverwirklichung von Frauen insbesondere enthält, aber auch generell die Botschaft , das man versuchen sollte seine Lebensträume zu verwirklichen.

Fünf Sterne für diesen großartigen Roman. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil, denn ich möchte nun unbedingt erfahren, wie es weitergeht.

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