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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2021

Spannend und brandaktuell

Shelter
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Meine Meinung:

Obwohl ich keine Thriller lese, sind die Bücher von Ursula Poznanski immer ein absolutes Muss für mich, weil sie immer spannend sind, ohne mich zu gruseln.

Der Klappentext hat mich sofort ...

Meine Meinung:

Obwohl ich keine Thriller lese, sind die Bücher von Ursula Poznanski immer ein absolutes Muss für mich, weil sie immer spannend sind, ohne mich zu gruseln.

Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht und ich war sehr gespannt, was mich dieses Mal erwarten würde.

Die Geschichte beginnt auch gleich ohne viel Vorgeplänkel. Wir finden uns auf der Party wieder bzw. danach und erfahren, dass sich die Freunde über ein Pärchen aufgeregt hat, das an Esoterik glaubt. Ihr Freund hat sich anscheinend durch die neue Partnerin sehr verändert und ist jetzt auf diesem „Trip“. Auf der Party kam es zu einer Auseinandersetzung und eigentlich wollen sie dem Paar nur „eines auswischen“ und deshalb eine Story in die Welt setzen um ihnen zu zeigen, wie leichtgläubig sie eigentlich sind.
Ganz ehrlich finde ich, mal abgesehen von den Außerirdischen und der Esoterik, dass das Thema wirklich brandaktuell ist. Zwar ist unser Thema ein anderes, aber trotzdem geht es auch um Verschwörungstheorien und darum, was man alles glauben kann und was nicht und dass man sich auch selber Gedanken machen muss und hinterfragen sollte. Umso gespannter war ich darauf, zu lesen, wie sich das Ganze entwickeln würde.

Tatsächlich hat die Gruppe die Sache auch sehr schlau aufgebaut und erst einmal geheime Zeichen in der Stadt verteilt und sich bedeckt gehalten, was das bedeuten könnte. Da muss ich gestehen, wäre ich ja auch noch voll dabei gewesen. Ich liebe Rätsel und wenn ich irgendwo ein Zeichen finden würde, das niemand kennt, würde ich mir auch Gedanken machen und würde wissen wollen, was dahintersteckt. Doch spätestens bei den Außerirdischen wäre es bei mir dann vorbeigewesen, aber die Clique findet tatsächlich Leute, die darauf anspringen und die Idee weiterspinnen. Ich glaube, das ist ein großes Problem unserer heutigen Zeit. Aufgrund der vielen Medien und Social Media lässt sich so etwas sehr einfach verbreiten und einmal ins Leben gerufen kann so eine Idee schnell zum Selbstläufer werden. Auch Benny und seine Freunde müssen das miterleben. Ich fand es wirklich sehr spannend, mitzuverfolgen, wie die Clique immer mehr die Kontrolle über ihr eigenes Projekt verlor und wie verschieden die einzelnen Charaktere damit umgingen. So findet bestimmt jeder Leser eine Figur, mit der er sich identifizieren kann.

Irgendwann schlägt die Aktion dann um und es beginnt negative Effekte zu erzeugen. Das machte die Geschichte zusätzlich spannend und ich hatte tatsächlich auch „Angst“, wie weit es noch gehen würde. Ich konnte mich also gar nicht mehr von der Geschichte losreißen und sie hat mich auch aus einer beginnenden Leseflaute gerissen, so hat mich das Buch abgeholt.

Doch was letzten Endes wirklich hinter der ganzen Idee steckt, damit hätte ich nicht gerechnet. Da hat Ursula Poznanski mich wieder einmal völlig überrascht, denn plötzlich hat sich die Richtung noch einmal total geändert. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Geschehen dann nicht mehr ganz so nachvollziehen konnte und es für mich persönlich etwas zu weit hergeholt und unglaubwürdig war. Tatsächlich hätte ich mir eine andere Auflösung gewünscht, die auch noch einmal zeigt, wie sich so eine fixe Idee zu einer gefährlichen Verschwörungstheorie entwickeln kann.


Fazit:

Ursula Poznanskis Jugendthriller sind tatsächlich die einzigen Thriller, die ich lese, weil sie immer sehr spannend sind, ohne dabei zu gruselig zu sein.
Dieses Mal hat sich die Autorin wieder ein sehr aktuelles und spannendes Thema vorgenommen und es für (junge) Leser*innen aufbereitet.
Ich war jedenfalls sofort mitten im Geschehen und ließ mich von der Entwicklung total mitreißen. Es war durchweg spannend und ich habe förmlich an den Seiten geklebt. Leider hinterließ das Ende bei mir wenig Begeisterung, weil ich es einfach zu weit hergeholt empfand und nicht wirklich nachvollziehen konnte. Trotzdem hatte ich einige tolle Lesestunden mit diesem Buch.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 09.11.2021

Trotz kleiner Kritikpunkte hat mir das Buch sehr gut gefallen

Kassandra an Poseidons Pforte
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Meine Meinung:

Geschichten über Götter sind ja gerade sehr beliebt und auch ich lese sie gerne, weswegen mich diese Neuauflage sofort angezogen hat.

Den Prolog konnte ich zunächst nicht zuordnen, aber ...

Meine Meinung:

Geschichten über Götter sind ja gerade sehr beliebt und auch ich lese sie gerne, weswegen mich diese Neuauflage sofort angezogen hat.

Den Prolog konnte ich zunächst nicht zuordnen, aber er macht auf jeden Fall neugierig auf die Geschichte.

Danach springen wir in das erste Leben von Kassandra und in die Zeit, als Troja fiel. Als Kind lernt sie zufällig Apollon kennen und es scheint, als würde die beiden sofort etwas verbinden. Doch zunächst ist es eine unschuldige Freundschaft mit einem Kind. In weiteren Rückblicken erleben wir mit, dass der Gott des Lichts nicht mehr von Kassandras Seite weicht und sie sich über all die Jahre immer wieder treffen, bis schließlich mehr aus dieser Freundschaft wird und die beiden sich ineinander verlieben. Wie jedoch Kassandra an ihre Fähigkeiten gekommen ist und warum sie dafür fortan gejagt wird, wohin Apollon verschwunden ist und wieso die beiden nicht glücklich bis in alle Ewigkeit leben, darüber lässt uns die Autorin zunächst im Dunkeln.

Wir springen nämlich erst einmal zurück in die Gegenwart und erleben den täglichen Kampf von Kassandra mit. Sie ist wiedergeboren worden, kann sich aber an all ihre Leben und deren Ende erinnern. Wobei man es fast nicht als Leben bezeichnen kann, wenn man ständig auf der Flucht ist. Die anderen Götter wollen nämlich die Macht, die Apollon auf sie übertragen hat, um selber mächtiger zu werden. Dafür muss Kassandra jedoch sterben. So ganz habe ich anfangs nicht verstanden, worum es im Grunde geht. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, mir würde ein Puzzleteil fehlen. Das wurde erheblich besser, als man nach der Hälfte des Buches endlich die ganze Geschichte von Kassandra und Apollon erfährt. Ab da konnte ich mich dann leichter in das Buch fallen lassen und auch die Hintergründe besser verstehen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wir hätten diese Informationen schon zu Beginn des Buches bekommen. Für mich hätte das nichts an Spannung weggenommen, aber ich hätte die Zusammenhänge anders gesehen.

Kassandra gefiel mir an sich ganz gut. Sie sorgt sich sehr um die Menschen, die sie liebt, deswegen lässt sie nicht viele an sich heran und beschützt diese, indem sie sich größtenteils fernhält. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nach all den Erfahrungen, die sie gemacht hat, etwas „mehr“ von ihr erwartet hätte. Wenn mir alle nach dem Leben trachten, wieso lerne ich dann nicht, mich zu verteidigen? Zeit genug hätte sie dafür ja gehabt. Doch ihre Devise ist weglaufen und verstecken. Nur sehr weit, kommt sie damit nicht. Wobei ich an ihrer Stelle auch da zur Trickkiste gegriffen hätte und mein Äußeres immer wieder verändert hätte. Insgesamt war sie mir einfach etwas zu passiv und andererseits auch naiv. Während ich (und sicher viele andere Leser) einiges sofort durchschaut habe, blieb sie immer noch ahnungslos. Natürlich passt es so besser in die Story, aber ehrlich gesagt wäre es für mich stimmiger gewesen, wenn sie kämpferischer gewesen wäre.

Die Autorin hält aber dafür das Spannungslevel sehr hoch. Dadurch, dass Kassandra ständig auf der Flucht ist und um ihr Leben fürchten muss, passiert dauernd etwas und man fiebert richtig mit der Protagonistin mit. Natürlich will man, dass sie überlebt und endlich ihr Leben zurückbekommt. Dabei baut Francy Klose einige sehr interessante Wendungen ein, die mich dann teilweise doch noch überraschen konnten. So ist die Geschichte im Gesamtbild noch viel größer als man anfangs denkt und diese Entwicklung gefiel mir wirklich sehr gut.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Selbst, wenn wir uns in der Vergangenheit befinden ist er nicht kompliziert oder altertümlich, so dass man das Buch wirklich schnell durchliest. Mir fiel jedenfalls gar nicht auf, dass ich es fast in einem Rutsch gelesen habe, einfach, weil ich wissen wollte, wie es für Kassandra enden wird.

Das Ende allerdings ging mir dann zu einfach, zu reibungslos vonstatten. Ich hatte tatsächlich ein klares Bild davon, wie man alles auflösen würde, eine logische Konsequenz aus allem, was man während der Geschichte erfahren hat und ich war mir sicher, es würde darauf hinauslaufen, was für mich das Buch auch wesentlich runder gemacht und dem Ganzen noch eine tragische Note verpasst hätte. Ich liebe einfach tragische Enden, vor allem für tragische Liebesgeschichten. Aber das war eben nur meine Vorstellung. Die Autorin hatte ein anderes Ende geplant, weniger tragisch, weswegen es mich leider nicht befriedigen konnte. Aber das ist ja auch nur der erste Teil einer Reihe und wer weiß, was Francy Klose noch für uns bereithält. Ich freu mich jedenfalls auf ein neues Abenteuer in der Welt der Götter.


Fazit:

Ich mochte die Idee hinter dieser Geschichte sehr, hätte mir aber zu Beginn schon alle Informationen gewünscht, um tiefer eintauchen zu können. Kassandra war mir trotz ihrer Lebenserfahrung zu naiv und zu wenig kämpferisch, dafür hatte die Liebesgeschichte eine schöne Portion Tragik und das Spannungslevel blieb von Anfang bis Ende sehr hoch. Man rauscht förmlich durch die Geschichte, um zu erfahren, wie sie enden wird. Leider konnte mich persönlich das Ende nicht ganz befriedigen, weil es mir zu einfach erschien. Aber ich freu mich trotzdem auf weitere Bücher dieser Reihe und kann es Fans von Göttergeschichten wirklich empfehlen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Das Buch hat mir wirklich gefallen

Die Gilde der Iris
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Meine Meinung:

Der Prolog zog mich sofort in die Story. Eine junge Familie ist auf der Flucht und kann sich mit Hilfe von Magie erst einmal in Sicherheit bringen. Doch um ihr Kind weiterhin ...

Meine Meinung:

Der Prolog zog mich sofort in die Story. Eine junge Familie ist auf der Flucht und kann sich mit Hilfe von Magie erst einmal in Sicherheit bringen. Doch um ihr Kind weiterhin zu schützen, müssen die Eltern ein Opfer bringen. Welches das ist, wird erst einmal nicht erklärt. Sofort fragte ich mich, was passiert war und wovor die Familie fliehen musste. Wie es für das Kind weitergehen würde und wie genau die Magie funktioniert. Ich war also sehr gespannt auf die weiteren Ereignisse.

Doch danach springen wir erst einmal zu Elisa. Sie ist auf dem Weg zu einem Norwegischkurs und lernt dort einen Jungen namens Kris kennen, den sie erst einmal wenig sympathisch findet. Elisas Eltern sind tot und sie wuchs bei ihrer Adoptivmutter Sara auf, die eine Freundin ihrer Mutter war. Die beiden kommen gut miteinander aus und Sara kümmert sich sehr liebevoll um das Mädchen und behandelt sie, als wäre sie ihre leibliche Tochter. Elisa hat aber erst spät von ihrer Adoption erfahren und fühlt sich deshalb etwas von Sara verraten, was ihrem Verhältnis einen ordentlichen Schlag verpasst hat. Das wird auch nicht besser, als Sara ihren neuen Freund Erik vorstellt, dessen Sohn auch noch Kris, der unsympathische Junge aus dem Sprachkurs ist.

Ich muss leider ehrlich gestehen, dass ich zu Elisa keinen richtigen Draht fand. Irgendwie konnte ich ihre Gefühle nicht so richtig greifen und ihre Handlungen dadurch auch oftmals nicht nachvollziehen. Trotzdem freute ich mich sehr auf die Story.

Anfangs bleibt alles sehr geheimnisvoll und wir wissen genau wie Elisa nicht wirklich, worum es geht. Doch nach und nach spitzt sich die Situation zu, so dass auch die Protagonistin mehr Infos bekommt, die direkt an uns weitergegeben werden. Doch wie groß die Story wirklich ist, kriegt man erst im Laufe der Geschichte wirklich mit und ich war total begeistert, was sich die Autorin hier ausgedacht hat. Die Form der Magie ist zwar vielleicht nicht ganz neu, aber auf jeden hat sie einen neuen Touch, der mir sehr gut gefallen hat. Es ist tatsächlich komplexer, als man zu Beginn meint und es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Die Story ist nach der Einführung durchweg spannend, denn sobald Elisa von ihren Fähigkeiten erfahren hat, ziehen sich die Fäden zusammen und die Atmosphäre ist zum Zerreißen gespannt. Ich habe richtig mitgefiebert und ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum weglegen, weil ich wissen wollte, wie sich die Dinge entwickeln werden. Manche Sachen habe ich schon geahnt, andere haben mich dann auch wieder völlig überrascht. Im letzten Drittel kommt man kaum noch zum Durchatmen und eine Überraschung jagt die nächste. Zwar hat mir nicht jede davon gefallen, aber jede passt perfekt in die Geschichte und trägt dazu bei, dass die Story in sich rund und stimmig ist.

Das Ende schließt die Geschichte dann schön ab, aber ich hätte nichts dagegen dieser Welt weitere Besuche abzustatten.


Fazit:

„Die Gilde der Iris“ von Sylvani Bathur hat mir wirklich gut gefallen. Die Magie rund um die Runen ist nicht neu, bekommt aber einen neuen Touch, den ich toll finde. Zwar bekam ich keinen Zugang zur Protagonistin Elisa und konnte damit auch viele Gefühle und Handlungen nicht nachvollziehen, trotzdem haben mich die Handlung und die damit verbundene Spannung wirklich begeistert.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 31.10.2021

Eine schöne New Adult Geschichte

A Gift of Fate
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Meine Meinung:

Das Buch beginnt gleich mit der Nacht im Club, die alles ins Rollen bringt. Riley feiert mit ihrer Freundin Emily, die daraufhin in die VIP-Lounge eingeladen wird. Ich fand es toll, dass ...

Meine Meinung:

Das Buch beginnt gleich mit der Nacht im Club, die alles ins Rollen bringt. Riley feiert mit ihrer Freundin Emily, die daraufhin in die VIP-Lounge eingeladen wird. Ich fand es toll, dass wir direkt in die Geschichte einsteigen und es mit dem besagten Abend beginnt.

Danach hat man noch genug Zeit, Riley kennenzulernen. Sie ist Krankenschwester mit Leib und Seele und macht sich viele Gedanken um ihre Patienten. In ihrem Leben gibt es nur zwei Personen, die eine wirklich wichtige Rolle spielen: Ihre Freundin Emily und ihr bester Freund Josh. Um ihre Familie wird ein großes Geheimnis gemacht und man erfährt auch, dass Riley ein Geheimnis hat. Was das aber ist, darüber lässt uns Marina Maass erst einmal noch im Dunkeln. Ich war richtig neugierig darauf, was die Protagonistin wohl zu verbergen hat. Besonders gut fand ich es, dass Riley trotz ihrer Geschichte nicht die kleine, schüchterne Frau ist, sondern ordentlich Power und Stärke hat. Wir finden hier also nicht die üblichen Klischees, worüber ich sehr froh war.

Da die Geschichte nicht nur aus Sicht von Riley, sondern auch von Adrian erzählt wird, bekommt man auch hautnah mit, was in ihm vorgeht. Ich fand es sehr schön zu lesen, wie sich die Protagonistin immer weiter in die Gedanken des Sängers schleicht. Doch zum Glück haben die beiden erst einmal ein paar Dates, bevor sie sich näher kommen. Ich bin nämlich nicht der Fan von „unendlicher Liebe auf den ersten Blick“. Anziehung ja, die gibt es tatsächlich ab dem ersten Treffen und das wird auch hier deutlich, aber die beiden bekommen trotzdem Zeit, sich besser kennenzulernen, was ich toll fand. So konnte auch ich richtig mitfiebern und die Liebesgeschichte genießen.

Auch das Geheimnis von Riley gefiel mir sehr gut. Die meisten „Geheimnisse“ aus New Adult Romanen kann man schnell vorhersehen und es sind „immer die selben“ meiner Meinung nach. Doch hier hat sich Marina Maass etwas Neues, anderes einfallen lassen, das wirklich einmal ein Problem darstellt, das sich nicht so einfach aus der Welt schaffen lässt und Riley und Ian das Leben schwer macht. Allerdings muss ich gestehen, dass dieses Geheimnis mir zu wenig Raum einnimmt. Es ist sehr komplex und hätte für mich noch etwas „tiefer“ gehen müssen. Am Ende ging es mir nämlich dann zu schnell und zu einfach. Trotzdem hat es auch Auswirkungen auf die Zukunft der Protagonisten, was super in die Story passt und für mich auch authentisch wirkte.

Ganz wichtig ist mir noch das Thema „Drogen“, das in dieser Geschichte eine Rolle spielt. Da es um eine berühmte Band geht und um junge Stars, passt das natürlich zur Rahmenhandlung. Anfangs war ich ziemlich fassungslos, wie normal es für die Jungs aus der Band war, Drogen zu nehmen. Es gehörte zu ihrem Alltag und sie haben nicht wirklich darüber nachgedacht. Da wollte ich schon schockiert aufschreien, weil das für ein New Adult Buch die falsche Botschaft ist. Aber zum Glück bekommt Marina Maass noch die Kurve und zeigt auf, dass ein Drogenkonsum nicht verharmlost werden darf. Leider kommt das auch nur am Rande und wird mir persönlich zu schnell abgehandelt, aber zumindest wird die richtige Botschaft vermittelt.


Fazit:

„A gift of fate“ hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Die beiden Protagonisten sind ein schönes Paar und ich habe richtig mitgefiebert, dass ich das Buch fast in einem Stück gelesen habe. Ein paar Themen hätten in meinen Augen noch etwas Tiefgang vertragen und das Buch noch mehr Seiten haben dürfen, aber insgesamt ist es eine richtig schöne Geschichte.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Schneewittchen mal von einer anderen Seite

Yukina
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Inhalt:

Wie fühlt man sich wohl, wenn die eigene Mutter, die Schönste im Land ist? Davon kann Prinzessin Yukina, Tochter von Schneewittchen ein Lied singen. Das macht es natürlich doppelt schwer, für ...

Inhalt:

Wie fühlt man sich wohl, wenn die eigene Mutter, die Schönste im Land ist? Davon kann Prinzessin Yukina, Tochter von Schneewittchen ein Lied singen. Das macht es natürlich doppelt schwer, für sich einen geeigneten Partner zu finden.

Doch Yukina macht sich eher Sorgen darum, dass sich Unruhen im Land ausbreiten und sich das Volk anscheinend nicht so wohlfühlt, wie sie immer gedacht hat. Sie will sich um dieses Problem kümmern, doch ihre Mutter stellt sich ihr in den Weg.

Was verbirgt Schneewittchen? Und wie findet Yukina nicht nur einen Weg zu ihrer Mutter, sondern auch zum Volk, damit sie alle wieder glücklich bis an ihr Ende leben können?


Meine Meinung:

Ich liebe Märchen und das seit meiner Kindheit. Auch Schneewittchen habe ich tausende Male gelesen, aber mir tatsächlich nie Gedanken darüber gemacht, was „danach“ passieren würde. Deshalb fand ich die Idee von Kerstin G. Rush so großartig.

Tatsächlich ist es doch eine Horrorvorstellung, wenn die eigene Mutter die Schönste im Land ist, oder? Da kann man doch nur Komplexe bekommen, dachte ich. Aber Yukina ist anders. Natürlich ist es auch für sie schwierig, dass ihre Mutter alle Blicke auf sich zieht, aber noch mehr als das, macht es ihr zu schaffen, dass sie scheinbar nie Zugang zu ihr bekommt und sich ungeliebt fühlt.

Doch Yukina gibt nicht auf und macht sich auf die Suche nach Antworten. Sie versucht über den Tellerrand hinauszublicken und denkt nicht nur an sich, sondern sieht das große Ganze. Dabei lässt sie sich auch nichts verbieten, sondern sucht ihren ganz eigenen Weg. So gefiel sie mir auf jeden Fall sehr gut und für manche Reaktion, die ich an ihr sehr übertrieben fand, gab es am Ende eine verständliche Erklärung, also konnte ich auch das sehr gut akzeptieren.

Durch den Prolog weiß man schon vorher, was es mit dem Ganzen auf sich hat, aber die Lösung für dieses Problem kann man nicht vorhersehen, die bleibt eine Überraschung, die mir tatsächlich sehr gut gefallen hat.

Wie alle anderen Märchen gibt es wenig Geplänkel rundherum, so dass das Buch recht dünn ist und nur das Wichtigste umfasst, was ich aber völlig okay fand. Denn so ist es eine nette, kleine Geschichte für Zwischendurch, die man sogar in einem Rutsch weglesen kann.

Auch die Liebesgeschichte ist anders, als ich anfangs erwartet hatte und zeigt, dass man oft erst einmal hinter die Kulisse blicken muss, bevor man wirklich sehen kann, was in einem anderen Menschen steckt. Eine sehr schöne Botschaft, wie ich finde.

Allgemein würde ich das Buch zwar eher jüngeren Lesern empfehlen, weil es doch eine sehr einfache Geschichte ist, die trotz schöner Botschaften nicht so sehr in die Tiefe geht, aber auch ältere Leserinnen können ein paar schöne Lesestunden damit verbringen.


Fazit:

Wer Märchen mag, hat mit Yukina sicher seine Freude. Ich fand die Idee, Schneewittchen weiterzuerzählen richtig genial und mochte die Protagonistin auf Anhieb. Allgemein würde ich das Buch zwar eher jungen Leser
innen, also Teenagern empfehlen, aber auch wir „alten Hasen“ können ein paar schöne Lesestunden damit verbringen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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