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Veröffentlicht am 09.04.2025

let's talk Suspense - klare Leseempfehlung

Beauty must die
3

In „Beauty Must Die“ muss Mae wohl oder übel zu ihren Großeltern nach Tallahawney ziehen, damit sie dort ihre Sozialstunden ableisten kann und ein ruhigeres Umfeld bekommt. Sie ist am Anfang nicht so begeistert, ...

In „Beauty Must Die“ muss Mae wohl oder übel zu ihren Großeltern nach Tallahawney ziehen, damit sie dort ihre Sozialstunden ableisten kann und ein ruhigeres Umfeld bekommt. Sie ist am Anfang nicht so begeistert, kommt aber durch ihre Sandkastenfreundin Shirley mehr oder weniger in dem Ort an. Doch leider wird Shirley nach einer Party Tod im Sumpf aufgefunden - Mord. Daraufhin setzt Mae alles daran, den Täter zu finden, doch ihr rumgeschnüffel finden nicht alle gut…

Kira hat wie immer einen bildhaften, flüssigen und spannenden Schreibstil, welcher einen an die Seiten bindet. Man hat das Gefühl, man stehe selbst in der knalligen Sonne in Tallahawney oder flüchtet vor bestimmten Leuten. Die Charaktere sind alle auch sehr gut ausgearbeitet und man hat einige Facetten, denn anscheint hat jeder seine Geheimnisse. Zudem fand ich gut, dass wir nicht nur Maes Sicht bekommen, sondern auch die von Nathan und ein paar Rückblicke in Maes Vergangenheit, was das ganze Rund macht.

Mae ist eine vielseitige Protagonistin, die schon einiges erlebt hat. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, taff und dickköpfig. Ich konnte allerdings manche ihrer Handlungen nicht ganz nachvollziehen, dass war mir dann ein bisschen zu sehr „mehr Glück als Verstand“. Nichtsdestotrotz fiebert man mit ihr mit und hofft, dass sich alles irgendwie zum Guten wendet. Nathan ist auch super sympathisch, vor allem wie er Mae bei ihren Ermittlungen unterstützt. Und natürlich die romantischen Dates, die das ganze Setting ein bisschen auflockern, der Suspense Teil ist trotzdem nie vergessen.

Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit da und vor allem zum Schluss, war ich voller Adrenalin. Man hat die ganze Zeit mitgerätselt, dabei immer wieder neue Facetten der Charaktere zusehen bekommen, was das Zusammenspiel mit dem Setting perfekt machte. So viele Verdächtige, so viele Geheimnisse. Super Plottwist, so genial ausgearbeitet, dass ich wirklich schockiert war.

Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der mal wieder Lust hat bei einem Buch mitzuraten und den Nervenkitzel zu spüren. Es ist eine gut ausgearbeitet Story, mit authentischen Dialogen, tiefgehender und facettenreicher Charaktergestaltung, wirklich gut durchdachtem Handlungsaufbau sowie die Vielzahl an möglichen Tätern und Theorien, wow – klare Leseempfehlung!

Allerdings muss ich sagen, dass ich Kiras andere Bücher in allen Bereichen (Story, Handlung, Charaktere etc.) überzeugender finde, deswegen die 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.12.2021

winterlicher Wohlfühlroman

Make My Wish Come True
0

Abby sieht es schon vor sich – ein Praktikum in einem New Yorker Filmstudio. Was ein Traum! Allerdings findet der Filmdreh nicht in New York, sondern im glamouröse White Season Hotel in den verschneiten ...

Abby sieht es schon vor sich – ein Praktikum in einem New Yorker Filmstudio. Was ein Traum! Allerdings findet der Filmdreh nicht in New York, sondern im glamouröse White Season Hotel in den verschneiten Rocky Mountains statt. Von der Großstadt geht es für Abby also in die Berge, dabei ist Schnee und Kälte gar nicht ihr Ding. Und dann muss sie ausgerechnet mit dem unverschämt attraktiven Sohn der Hotelbesitzerin zusammenarbeiten. Ob letzterer Abbys Mauern zum Schmelzen bringen kann? Ein unerwarteter Skandal am Set bringt jedoch alles ins Wanken…

Der Schreibstil von Jana Schäfer ist sehr leicht und locker flockig zu lesen. Mühelos entführt sie uns von dem hektischem New Yorker Alltag in die ruhigen Rocky Mountains, hinein ins heimelige White Season Hotel. Ich konnte mir jeder Zeit die Szenen genau vorstellen und hatte selbst das Gefühl mit Abby durch den tiefen Schnee zu stapfen und am Filmset zu helfen.

Abby war mir zu Beginn sehr sympathisch. In Bezug auf ihren zukünftigen Job weiß sie genau was sie will. Sie ist ambitioniert, aber nicht verbohrt. Jedoch hat sie Problem sich Leuten, insbesondere Männern, anzuvertrauen. Bei der Ankunft im Hotel sammelte sie bei mir ein paar Minuspunkte. So läuft sie Logen mitten auf der Skipiste vor das Snowboard, weil sie auf ihr Handy starrte und beschwerte sich anschließend, warum er nicht besser aufpassen konnte. Obwohl es klar ihre Schuld war. Zudem hält sie eine ganze Weile an ihrem ersten Eindruck von Logan fest – wobei er ganz anders ist.

Logan war von Beginn an freundlich, aufrichtig und witzig. Er liebt die Kunst und ist wahnsinnig gut darin. Jedoch hat er sich gegen seinen Traum entschieden Kunst zu studieren, um seiner Familie im White Season Hotel auszuhelfen. Zwischen ihm und Abby ist von Anfang an eine gewisse Spannung und ich mochte die Atmosphäre, die zwischen den beiden herrscht, sehr gerne.

Auch die Nebencharaktere wie Daxton oder die Zwillinge oder sogar Jill habe ich ins Herz geschlossen. Sie wurden alle sehr liebevoll beschrieben und kamen nicht zu kurz.

Natürlich wäre eine Liebesgeschichte nichts ohne ein bisschen Drama. Den großen Skandal, habe ich so ehrlicherweise nicht erwartet, aber er hat mich angenehm überrascht. Es hat auf jeden Fall gepasst. Die Reaktionen der Charaktere fallen unterschiedlich aus, und es lässt sich darüber streiten, ob sie angepasst waren oder nicht. Im Großen und Ganzen meistert Abby dies jedoch ganz gut. Naja, bis auf die Kurzschlussreaktion...
Damit sich alle wieder versöhnen, muss natürlich ein dramatisches Ereignis her. Wo ich normalerweise nichts dagegen gehabt hätte, allerdings war mir die Umsetzung dann doch eher zu unrealistisch. Das Ende ist trotzdem rund und gut konstruiert.

Fazit

Mit „Make my Wish Come True“ hat Jana Schäfer einen schönen, winterlichen Wohlfühlroman kreiert. Es hat mir Spaß gemacht die Geschichte rund um Abby, Logan und das White Season Hotel zu verfolgen. Es ist zwar kein Highlight, jedoch ist das Buch perfekt für die Vorweihnachtszeit und einem kuscheligen Abend auf der Couch mit Tee und Kuschelsocken, am besten wenn es schneit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2021

schöne und magische Geschichte

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 2)
0

Ein Jahr ist es her seit Ella Aris zuletzt gesehen hat. Doch plötzlich steht er vor ihr und braucht ihre Hilfe. Doch kann es überhaupt ein Happy End geben?

Zu Beginn muss ich sagen, dass man einen deutlichen ...

Ein Jahr ist es her seit Ella Aris zuletzt gesehen hat. Doch plötzlich steht er vor ihr und braucht ihre Hilfe. Doch kann es überhaupt ein Happy End geben?

Zu Beginn muss ich sagen, dass man einen deutlichen unterschied zu Band 1 merkt. Es hat sich einiges bemerkbar verbessert und der Schreibstil war für mich hier auch sehr viel spannender, fesselnder und leichter.

„Meeresglühen – Wiedersehen in Atlantis“ konnte mich verzaubern und ich war sofort wieder an Ellas Seite. Es steckt sehr viel Kreativität dahinter und ich mochte die beschreibende Art sehr gerne. Ich konnte mir die Unterwasserwelt sehr gut vorstellen. Es gibt wieder sehr viele Geheimnisse und Intrigen, welche ich um einiges spannender fand als die in Band 1. Ich mochte das wir diesmal mehr über Aris und Som erfahren haben.

Bei den Charakteren muss ich sagen, sieht man noch nicht so viel Entwicklung zu Band 1. Aaber, Ella gefällt mir hier schon besser. Sie ist mir deutlich sympathischer geworden. Und ich liebe ihre witzige-Art. Jedoch ist mir das Liebesgedusel etwas auf die Nerven gegangen. Ich hoffe ja sehr, dass sie sich in Band 3 mehr entwickelt. Ich weiß es ist ein Jugendbuch, trotzdem könnte Ella etwas „erwachsener“ werden. Zudem geht mir ihre innere Stimme immer noch auf die Nerven und ist für mich einfach unnötig, weil sie die Story einfach nicht weiterbringt. Ich muss sagen, dass ich den innere-Stimme Part immer überspringe.
Aris ist einfach nur süß. Er ist so unschuldig aber auch humorvoll und respektvoll. Die Nebencharakter wie Som und Tis haben mir hier auch wieder sehr sehr gut gefallen. Mein heimlicher Favorit ist ja Creepy :D so putzig!

Handlungstechnische gesehen wird hier deutlich nachgelegt. Allerdings finde ich diese Ausrede weswegen Ella in Band 1 verschwunden war, ja sehr unglaubwürdig. Ich finde sie nicht überzeugend und kann mir jetzt auch nicht unbedingt vorstellen, dass das jemand wirklich glaubt. Bin gespannt, was sich das jetzt ausgedacht wird. Die Konflikte in diesem Band fand ich sehr überzeugend und spannend, allerdings hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht, da das Ganze doch eher oberflächlich behandelt wird. Ich bin wirklich gespannt, was Band 3 für uns bereitstellt. Ich kann mir keine wirkliche Storyline vorstellen momentan (nicht negativ gemeint). Was ich mir für Band 3 wünschen würde ist auch, dass das Ende dann logisch nachvollziehbar ist. Denn momentan weiß ich nicht genau wie das der Fall sein soll. Aber wir werden sehen.

Fazit:

„Wiedersehen in Atlantis“ konnte ich wunderbar genießen. Die Story konnte mich deutlich mehr überzeugen als Band 1, sodass ich jetzt sogar sehr auf Band 3 hinfieber. Auch wenn ich hier noch den ein oder anderen Kritikpunkt habe, denke ich schon, dass die Reihe lesenswert ist. Auch wenn es Jugend-Romantasy ist, würde ich mir für Band 3 deutlich mehr tiefe und Charakterentwicklung wünschen. Das ist ja auch in anderen Jugend-Romantasybüchern der Fall.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Fantastisches Lesevergnügen

Midnight Chronicles - Blutmagie
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Dies ist der zweite Band von Midnight Chronicles, diesmal vor allem von Laura Kneidl geschrieben. Für mich war es am Anfang etwas schwerer reinzukommen, da die Geschichte zwar chronologisch weitergeht, ...

Dies ist der zweite Band von Midnight Chronicles, diesmal vor allem von Laura Kneidl geschrieben. Für mich war es am Anfang etwas schwerer reinzukommen, da die Geschichte zwar chronologisch weitergeht, aber hier andere Charaktere die Protagonisten-Rolle übernehmen. Die Story aus dem ersten Band geht also, auch wenn nur als blasser Nebenstrang, weiter. Dementsprechend sollte man die Bücher auch in der entsprechenden Reihenfolge lesen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, ich konnte das Buch in einem Ruck durchlesen. Auch das Setting in Edinburgh hat mir sehr gut gefallen. Zudem mochte ich, dass wir es hier mit Vampiren zu tun haben. Ich persönlich finde auch, dass man merkt, dass hier eine andere Autorin schreibt als im ersten Band. Was an der Geschichte aber nichts ändert. Dieses Band wird abwechselnd aus der Sicht von Cain und Warden erzählt, was wirklich gut gelungen ist. Dadurch kann man beide Charaktere nachvollziehen und die Beziehung wirkt viel intensiver. Warden mochte ich schon seit Band 1. Mit Cain musste ich allerdings erst warm werden, da sie mich gerade am Anfang etwas genervt hat, dies hat sich aber im Laufe der Story gelegt.

Die Story ist würde ich sagen recht ausbalanciert. Es gibt sowohl ruhige, romantische Szenen als auch spannende Szenen. Trotzdem hätte es für mich an der ein oder anderen Stelle etwas schneller gehen können, weil rückblickend das wirklich spannende erst im letzten Drittel passiert ist und davor gefühlt irgendwie nichts. Das Ende finde ich nicht wirklich befriedigend. Die Ereignisse überschlagen sich und die Reaktionen von den Hauptcharakteren finde ich im Vergleich zu den Reaktionen vor dem besagtem Geschehen, vor allem von Cain, nicht wirklich nachvollziehbar. Es bleiben hier sehr sehr viele Fragen offen, die mir bis jetzt auch nicht logisch erscheinen. Aber das wird sich ja erst im 4 Band rausstellen. Schade finde ich das wir von Roxy und Shaw nicht so viel mitbekommen und ich muss tatsächlich sagen, dass die beiden mir hier in den wenigen Szenen irgendwie gar nicht mehr gefallen haben. Ich bin gespannt, wie das in Band 3 wird.

Um ehrlich zu sein weiß ich noch nicht wie ich den jeweiligen Protagonistenwechsel finden soll. Ich würde jetzt zum Beispiel viel lieber Cain und Wardens Handlungsstrang weiterverfolgen. Allerdings ist Band 3 ja wieder über Roxy und Shaw und Cain und Warden kommen, wenn nur als Nebencharaktere vor. Finde ich persönlich etwas schwierig.

Dennoch finde ich die Handlungen sehr interessant. Für mich kommt Band 2 trotzdem nicht ganz an den Charme des ersten ran, auch wenn ich die Handlung teilweise spannender finde. Deswegen gebe ich 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

zwischen Illusion und Wahrheit

Spiel des Lügners
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In Spiel des Lügners werden wir in ein Casino voller Illusionen entführt, in dem Geheimnisse und Wahrheiten der Einsatz sind. Lola St. James will das magische Turnier des Lügners gewinnen, um für den Dieb ...

In Spiel des Lügners werden wir in ein Casino voller Illusionen entführt, in dem Geheimnisse und Wahrheiten der Einsatz sind. Lola St. James will das magische Turnier des Lügners gewinnen, um für den Dieb ein magisches Artefakt zu stehlen. Ihr Einsatz: ein tödliches Geheimnis.

Der Einstieg war super leicht und flüssig, ich war direkt gefangen. Der Heist-Vibe in Kombination mit dem magischen Casino Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Ständig fragt man sich gemeinsam mit Lola, was Wahrheit und was Lüge ist. Dieses Spiel mit Wahrnehmung und Täuschung sorgt für eine dauerhaft spannungsgeladene Atmosphäre.

Die Charaktere sind greifbar, sympathisch und vielseitig. Lola überzeugt als schlagfertige, mutige Protagonistin, die zunehmend an dem zweifelt, was sie über ihre Vergangenheit zu wissen glaubt. Der Lügner bleibt zunächst unnahbar und unberechenbar, zeigt sich im Verlauf aber verletzlich. Ihre Dynamik lebt von Misstrauen, Anziehung und dem gemeinsamen Drang nach Wahrheit, das hat mir besonders gut gefallen.

Die Story entwickelt sich langsam mit kontinuierlichen Spannungsbogen. Einige Wendungen lassen sich erahnen, dennoch fiebert man mit Lola mit. Magie, Täuschung, und die Frage nach Vertrauen stehen im Vordergrund, während Lola zunehmend ins Wanken gerät. Als Schattenbrüder bringen der Dieb und der Lügner nicht nur Geheimnisse, sondern auch eine intensive Dynamik mit. Die Dreieckskonstellation mit Lola sorgt für knisternde Spannung und emotionale Konflikte. Das Ende hat einige Überraschungen parat und macht Lust auf Band 2.

Kleiner Kritikpunkt ist das Magiesystem. Die Illusionen, die magischen Würfel sind zwar faszinierend, bleiben jedoch etwas oberflächlich erklärt. Auch über den Fluch der Schattenbrüder hätte ich gern mehr erfahren. Hier hätte der Welt noch etwas mehr Tiefe gutgetan.

Fazit: Eine gute YA Romantasy mit Caraval und Six of Crows Vibes. Voller Magie, knisternder Spannung und gefährlicher Spiele. Und die Frage bleibt, gibt es die perfekte Lüge? Ich werde Band 2 auf jeden Fall lesen.

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