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Chianti

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Für mich ein guter Auftakt, bei dem noch Luft nach oben war!

Zeitenzauber
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In Venedig gibt es nur schwarze Gondeln, weshalb Anna nicht schlecht staunt, als sie die rote Gondel das erste Mal sieht.
Als sie bei der Regata storica in den Kanal fällt und der gut aussehende Sebastiano ...

In Venedig gibt es nur schwarze Gondeln, weshalb Anna nicht schlecht staunt, als sie die rote Gondel das erste Mal sieht.
Als sie bei der Regata storica in den Kanal fällt und der gut aussehende Sebastiano sie ausgerechnet in diese rote Gondel zieht, hätte sie nicht damit gerechnet, im Jahr 1499 wieder zu sich zu kommen.
Wird es Anna gelingen, wieder in ihre Zeit zurückzukehren?

"Die magische Gondel" ist der Auftakt von Eva Völlers Zeitenzauber-Trilogie, der aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Anna Berg erzählt wird.

Zeitreisegeschichten lese ich immer sehr gerne und so bin ich lange um die Zeitenzauber-Trilogie herumgeschlichen, von der ich auch sehr viel Gutes gehört habe. Ich fand es klasse, wie Eva Völler die Zeitreisen an sich umgesetzt hat, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass wir noch mehr über die Hintergründe erfahren hätten!
Venedig hat mir als Setting richtig gut gefallen und im Jahr 1499 gab es viel zu entdecken und auch die vielen Nebenchararktere mochte ich sehr!

Anna muss sich von einer Minute auf die andere im fünfzehnten Jahrhundert zurechtfinden, aber sie ist mutig und steckt den Kopf nicht in den Sand, wenn es ernst wird, was auch gut ist, da sie in viele gefährliche Situationen hineinstolpert, deren Ausgang einen großen Einfluss auf die Zukunft haben.
Mit Anna bin ich leider nicht wirklich warm geworden, weil ich sie zum Teil sehr egoistisch fand und sie ihre Mitmenschen oft von oben herab behandelt hat, was ich mir ehrlich gesagt nicht gut gefallen hat.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht begeistern, da es mir mit Anna und Sebastiano viel zu schnell ging, als dass ich ihre Gefühle wirklich nachvollziehen konnte! Sebastiano hat mir dagegen echt gut gefallen, weil er Anna immer beschützt hat und für das Gute kämpft, koste es, was es wolle.
Ich hoffe, dass wir ihn im nächsten Band noch besser kennenlernen dürfen, weil wir auch über ihn noch nicht allzu viel erfahren haben!

Fazit:
"Die magische Gondel" ist ein guter Auftakt von Eva Völlers Zeitenzauber-Trilogie, bei dem ich jedoch noch etwas Luft nach oben sehe.
So hätte ich gerne mehr über die Hintergründe der Zeitreisen erfahren und auch Sebastiano hätte ich auch noch besser kennengelernt, weil ich ihn sehr mochte. Anna war mir dagegen nicht so sympathisch und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht begeistern, weil es mir einfach zu schnell ging. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie es mit Anna und Sebastiano im zweiten Band weitergehen wird!
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Hatte mir etwas mehr erhofft!

Lady of the Wicked
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Darcia Bonnet wurde vor drei Jahren aus der Schattenstadt Babylon nach New Orleans verbannt, wo die Hexia als Fluchbrecherin arbeitet und nebenbei danach strebt, zur neuen Herrin der Wicked zu werden.
Doch ...

Darcia Bonnet wurde vor drei Jahren aus der Schattenstadt Babylon nach New Orleans verbannt, wo die Hexia als Fluchbrecherin arbeitet und nebenbei danach strebt, zur neuen Herrin der Wicked zu werden.
Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel kommt ihr der Hexer Valens in die Quere, der verflucht wurde und von Darcia möchte, dass sie den Fluch bricht.

"Das Herz der Hexe" ist der Auftakt von Laura Labas Lady of the Wicked Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Darcia Bonnet und Valens Hill und aus der personalen Erzählperspektive von Ruth Gapour, einer Stadtwache von Babylon erzählt wird.

Hexengeschichten lese ich ja immer gerne, sodass ich darauf gespannt war, wie mir dieser Auftakt gefallen würde.
Es gibt fünfundzwanzig Schattenstädte, die allesamt eine Stadt in der Welt der Menschen als Anker besitzen. So sind Babylon und New Orleans miteinander verbunden.
Während Val ein Hexer ist, ist Darcia eine Hexia, eine Halbhexe, die nur wenig Magie besitzt und deshalb nicht sonderlich begabt ist, was Zauber und Flüche angeht. Doch Darcia versteht sich auf das Heilen von körperlichen Beschwerden und das Brechen von Flüchen. Und durch Letzteres wird Val auf sie aufmerksam, denn er wurde verflucht und Darcia soll ihm helfen.
Neben Hexern und Hexias treffen wir noch auf Septas und Waiżen, die eine besondere Begabung für Flüche haben und auf Schattenwesen wie Trolle, Ghule, Meerjungfrauen und einer Wila, einem Naturgeist. New Orleans ist dabei eine tolle Kulisse, denn das Übernatürliche fügt sich perfekt ein!
Ich fand es aber schade, dass man nur wenig über die Hintergründe erfährt, sodass mir ein wenig die Tiefe gefehlt hat.

Mit den Charakteren hatte ich leider meine Schwierigkeiten.
Darcia wurde vor drei Jahren aus Babylon verbannt, wenn auch zu Unrecht und will zur Herrin der Wicked werden, um ihre Schwester zu retten. Doch dafür muss sie dunkle Wege gehen. Der Waldtroll Tieno ist immer für sie da, aber sie ist teilweise doch sehr gemein zu ihm.
Generell lässt sie niemanden wirklich an sich heran und ist sehr abweisend, was ich auch verstehen konnte, aber das hat sie nicht sonderlich sympathisch gemacht.
Valens wurde verflucht und ist aus Babylon geflohen. Darcia soll als begabte Fluchbrecherin seinen Fluch brechen, doch sie hat kein Interesse daran, ihm zu helfen, aber Val ist kreativ und hartnäckig.
Dank Ruth durften wir auch einen Blick nach Babylon werfen, der wirklich sehr aufschlussreich war, allerdings mochte ich Ruth nicht wirklich. Sie ist mir zu unsicher gewesen und genau wie Val blieb sie mir zu blass, als dass ich wirklich mit ihr mitfiebern konnte.

Das Buch beginnt spannend, denn Darcia arbeitet sehr konzentriert an ihrem Plan, die Herrschaft über die Wicked zu übernehmen, doch sie wird auf den letzten Metern ungeduldig und muss dann auch noch feststellen, dass noch jemand das gleiche Ziel verfolgt wie sie. Dann trifft sie auf Val und sie muss ihm gezwungenermaßen helfen, seinen Fluch zu brechen.
Ich muss sagen, dass ich mir vom Verlauf der Handlung doch etwas mehr erhofft hatte. Ich mochte die düstere Atmosphäre sehr gerne und am Anfang hat es mir auch gut gefallen, mit dem Verlauf der Handlung bin ich allerdings nicht wirklich glücklich, da diese doch eine andere Richtung eingeschlagen hat, als ich vermutet hätte.
Zum Schluss wurde es für meinen Geschmack dann auch noch ein wenig hektisch, als müssten gewisse Dinge unbedingt noch auf den letzten hundert Seiten geschehen, und das Ende ist ein fieser Cliffhanger. Dennoch werde ich den zweiten Band wahrscheinlich nicht lesen, da mich dieser Auftakt doch etwas enttäuscht zurücklässt.

Fazit:
"Das Herz der Hexe" von Laura Labas ist ein Auftakt, von dem ich mir etwas mehr versprochen hatte.
Ich mochte das Setting sehr gerne, allerdings bin ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden und auch die Geschichte konnte mich nicht begeistern.
Ich vergebe schwache drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 21.10.2021

Für mich leider der schwächste Band der Reihe!

Beta Hearts
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Flover, Luke, Andra, Okijen und Byth sind nur knapp mit dem Leben davon gekommen und erholen sich von ihrer Begegnung mit KAMI.
Während das Militär sich für ein letztes Gefecht wappnet, setzt Andra immer ...

Flover, Luke, Andra, Okijen und Byth sind nur knapp mit dem Leben davon gekommen und erholen sich von ihrer Begegnung mit KAMI.
Während das Militär sich für ein letztes Gefecht wappnet, setzt Andra immer noch alles daran, den Konflikt friedlich beizulegen.
Werden sie KAMI stoppen können?

"Beta Hearts" ist der dritte und finale Band von Marie Graßhoffs Neon Birds Trilogie, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven von Major General Okijen van Dire, Bythan Vica-Chun, Luke Bible, Andra Yun, Captain Flover Nakumura und KAMI erzählt wird.

Nachdem sie in Moskau auf KAMI getroffen sind, wurde Okijen schwer verwundet und das Militär unter der Führung von General Marshall Llyod zieht sich zurück, um sich für einen letzten Schlag gegen KAMI zu wappnen. Doch ist ein Krieg wirklich der letzte Ausweg?
Nachdem mir "Cyber Trips", der zweite Band schon nicht mehr ganz so gut gefallen hat wie der Auftakt, hat es lange gedauert, bis ich den letzten Band der Reihe lesen wollte.
Auch wenn sich "Beta Hearts" dann gut lesen ließ, konnte der dritte Band für mich leider nicht mehr mit dem starken Beginn mithalten, auch weil die Handlung etwas langatmig war.

Mein größtes Problem hatte ich mit den Charakteren, da ich dieses Mal mit keinem von ihnen so richtig warm geworden bin und man für meinen Geschmack zu wenig von jedem einzelnen erfahren hat, auch wenn es ein paar Rückblicke in ihre jeweilige Vergangenheit gab. Luke und Flover mochte ich am liebsten und auch Byth hat mir gut gefallen, aber Andra mochte ich leider überhaupt nicht und auch mit Okijen hatte ich so meine Probleme, weil ich ihn in diesem Band kaum wiedererkannt habe. Auch die Entwicklung von Marshall hat mir nicht gut gefallen. Generell hätte ich auch gerne mehr über die Goldenen Drei erfahren.
Bis auf Andra sind sie alle in einer Welt aufgewachsen, die vom Militär geprägt wird und lernen, dass Angriff immer die beste Verteidigung ist. In diesem Band erfahren wir noch viele interessante Hintergrundinformationen zu der Welt, was es noch mal interessant gemacht hat.
Es gab wieder ein paar Akten und Interviews, sowie Illustration der Charaktere, was mir ebenfalls gut gefallen hat.

Die Geschichte hat sich relativ spannend entwickelt, denn der finale Kampf mit KAMI stand bevor und ich war neugierig, wie Marie Graßhoff letzten Endes alles auflösen würde.
Doch es wurden nicht alle wichtigen Fragen geklärt und mit dem Ausgang des Konflikts mit KAMI bin ich auch nicht zufrieden, weil es mir zu reibungslos über die Bühne ging.
Da ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden bin, hatte ich leider auch Schwierigkeiten, mich komplett auf die Geschichte einzulassen, sodass diese mich auch nicht richtig fesseln konnte.
Ich fand diesen dritten Band nicht schlecht, muss aber ehrlich sagen, dass ich schon gehofft hatte, dass er mich wieder so sehr abholen würde, wie der erste Band es damals geschafft hat.

Fazit:
"Beta Hearts" ist ein guter Abschluss von Marie Graßhoffs Neon Birds Trilogie, der mich aber nicht so sehr begeistern konnte, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich hatte leider meine Schwierigkeiten mit den Protagonisten, denn ich bin mit keinem von ihnen wirklich warm geworden.
Wahrscheinlich konnte mich deshalb auch die Handlung nicht wirklich packen und auch mit dem Ende bin ich leider nicht ganz glücklich.
Für mich kann "Beta Hearts" nicht mit den vorherigen Bänden mithalten, denn ich hatte echt ein wenig mehr erwartet, sodass ich schwache drei Kleeblätter vergebe.

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Es hat leider lange gedauert, bis die Geschichte mich fesseln konnte!

Regenglanz
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Simon möchte sein peinliches Liebes-Tattoo, das ihn bei jedem Blick an seine Ex-Freundin Kiki erinnert, am liebsten lieber gestern als heute durch ein Coverup verschwinden lassen.
Doch der nächste freie ...

Simon möchte sein peinliches Liebes-Tattoo, das ihn bei jedem Blick an seine Ex-Freundin Kiki erinnert, am liebsten lieber gestern als heute durch ein Coverup verschwinden lassen.
Doch der nächste freie Termin wäre ausgerechnet bei Alissa, der Simon schon nach dem ersten Blick verfallen ist und die sich eisern an die Regel hält, nichts mit Kunden anzufangen.

"Regenglanz" ist der erste Band von Anya Omahs Sturm-Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Alissa Meyer und Simon Roth erzählt wird.

Wir lernen Simon kennen, als er den Entschluss fasst, sein peinliches Liebes-Tattoo covern zu lassen und so final mit seiner schwierigen Ex abzuschließen.
Im INKnovation trifft er dann zum ersten Mal auf die attraktive Alissa, die ihm vom ersten Moment an fasziniert.
Simon ist ein richtig lieber Typ, der sehr hilfsbereit und immer für jemanden da ist, der ihn gerade braucht. Gerade seine Hilfsbereitschaft hat ihn in der Vergangenheit aber oft in Schwierigkeiten gebracht, woran Simon noch zu knabbern hat.
Alissa ist Kunststudentin und Tätowiererin. Zu ihrer Familie hat sie im Gegensatz zu Simon kein gutes Verhältnis, denn ein Ereignis in der Vergangenheit hat die Familie zerrissen und sorgt dafür, dass Alissa starke Schuldgefühle hat, was besonders ihre Schwester Becka häufig ausnutzt. Alissa ist eigentlich eine starke junge Frau, die aber mit ihrer Vergangenheit nicht abschließen kann und die sich für meinen Geschmack zu viel hat gefallen lassen. Ich mochte besonders Simon sehr gerne. Alissa Verhalten konnte ich zwar nachvollziehen, aber richtig warm bin ich leider nicht mit ihr geworden.

Die Geschichte konnte mich lange Zeit leider auch nicht wirklich mitreißen.
Ich war überrascht davon, welche Richtung die Geschichte eingeschlagen hat, da ich nach der Leseprobe mit einem anderen Handlungsverlauf gerechnet habe. So hätte ich beispielsweise vermutet, dass Alissas Kunst und ihre Ausstellung eine größere Rolle spielen würden.
Es hat lange gedauert, bis die Geschichte mich packen konnte, aber eine Wendung konnte mich echt überraschen und die hat mir dann auch echt richtig gut gefallen!
Es wurden viele ernste Themen angesprochen, die ich gut umgesetzt fand. Auch die Tatsache, dass die Charaktere nicht davor scheuen, sich professionell Hilfe zu holen.

Die Geschichte spielt in Hamburg, einer Stadt, die ich tatsächlich schon besucht habe und die ich sehr mag! Es gab viele schöne Schauplätze und ich finde es klasse, dass die komplette Reihe in norddeutschen Städten spielen wird, denn es muss ja nicht immer nach England oder in die USA gehen, denn auch in Deutschland gibt es viele schöne Ecken!
Auch Calla und Leo, die Protagonistinnen der Folgebände dürfen wir bereits kennenlernen, denn sie sind Alissas beste Freundinnen.

Fazit:
Es hat leider sehr lange gedauert, bis "Regenglanz" von Anya Omah mich mitreißen konnte.
Ich mochte besonders Simon sehr gerne, während ich mich mit Alissa leider etwas schwergetan habe.
Auch die Geschichte brauchte lange, bis sie mich fesseln konnte, was auch daran lag, dass ich vermutet habe, dass andere Themen im Fokus stehen würden.
Das letzte Drittel des Buches hat mir aber doch noch ganz gut gefallen, denn es gab eine tolle Wendung, sodass ich gute drei Kleeblätter vergebe.

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Veröffentlicht am 03.10.2021

Ist meinen hohen Erwartungen leider nicht ganz gerecht geworden.

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Seit Quinn von gruseligen Wesen verfolgt wurde und dadurch einen schweren Unfall hatte, ist nichts mehr wie vorher.
Während er sich von seinen Verletzungen erholt, stellt er jedoch fest, dass er Dinge ...

Seit Quinn von gruseligen Wesen verfolgt wurde und dadurch einen schweren Unfall hatte, ist nichts mehr wie vorher.
Während er sich von seinen Verletzungen erholt, stellt er jedoch fest, dass er Dinge sehen kann, die andere nicht sehen. Beispielsweise Gesichter in Pflanzen oder Statuen, die sich bewegen und sprechen können.
Zumindest sieht die Nachbarstochter Matilda den komischen Hutmann ebenfalls und so vertraut er sich ihr an.
Wenn man schon verrückt wird, dann macht es doch viel mehr Spaß, damit nicht allein zu sein.
Doch Quinn hat nicht geahnt, in was für ein gefährliches Abenteuer die beiden geworfen werden.

"Was man bei Licht nicht sehen kann" ist der Auftakt von Kerstin Giers Vergissmeinnicht-Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der sechzehn Jahre alten Matilda Martin und des ein Jahr älteren Quinn von Arensburg erzählt wird.

Ich liebe die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier wirklich sehr und sie zählt zu meinen liebsten Buchreihen. Deshalb habe ich mich schon sehr auf diesen ersten Band gefreut, doch hatte gleichzeitig auch wieder ein wenig Angst davor, enttäuscht zu werden, denn ich habe automatisch sehr hohe Erwartungen an ein Buch von Kerstin Gier.
"Was man bei Licht nicht sehen kann" hat mir zwar gut gefallen, ist meinen hohen Erwartungen aber leider auch nicht ganz gerecht geworden.

Vor seinem Unfall war Quinn sehr sportlich und beliebt. Nun zieht er sich immer mehr zurück, denn seit dem Unfall sieht er Dinge, die seine Mitmenschen nicht sehen können. Er ist ein wenig arrogant und Matilda musste schon oft unter seinem Humor leiden. So verwechselt er sie grundsätzlich mit ihrer Cousine Luise und Matilda wurde schon mal in einer Mülltonne eingesperrt und mit Wasser übergossen. Trotzdem schwärmt Matilda schon lange für Quinn, wenn auch aus der Ferne.
Nun braucht er ihre Hilfe und die beiden sind überrascht, wie gut sie sich verstehen und was für ein tolles Team sie sind.
Matilda ist das schwarze Schaf der Familie Martin, denn obwohl sie quasi alles macht, was ihre Eltern ihr auftragen, so hat sie immer das Gefühl, den hohen Ansprüchen ihrer Eltern nicht gerecht zu werden.
Während die von Arenburgs sehr warmherzig und locker sind, sind die Martins mit ihren vielen Ehrenämtern und ihrem großen Engagement in der Kirche oft sehr anstrengend, sodass die Familien sich nicht besonders gut verstehen.

Gemeinsam mit Matilda und Quinn werden wird in eine faszinierende Welt hineingeworfen, über die wir erst nach und nach mehr erfahren. Die Idee und die Welt an sich haben mir wirklich gut gefallen, aber ich habe das Gefühl, hier nur an der Oberfläche gekratzt zu haben und, dass während des Lesens mehr Fragen als Antworten aufgeworfen wurden.
Klar werden wir noch zwei Bände der Vergissmeinnicht-Trilogie lesen dürfen, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir im ersten Band doch etwas mehr erfahren hätten.
Das Ende war sehr spannend, aber auch sehr abrupt. Gefühlt war ich gerade erst in der Geschichte angekommen und schon war es wieder vorbei, denn auch hier hätte ich mir mehr Erklärungen gewünscht.

Quinn und Matilda mochte ich zwar ganz gerne, aber ich konnte auch nicht so stark mit den beiden mitfiebern, wie ich es mir erhofft hatte. Irgendwie hatte ich während des Lesens stellenweise das Gefühl, mittlerweile zu alt für sechzehn Jahre alte Protagonisten zu sein, weil mir vieles zu albern war.
Die Liebesgeschichte ging mir ebenfalls zu schnell. Matilda schwärmt zwar schon seit Ewigkeiten für Quinn, musste aber auch oft unter ihm leiden und Quinn mochte Matilda nie. Dafür sind die beiden sich doch ein wenig schnell näher gekommen.
Kerstin Giers Humor und auch ihr Ideenreichtum haben mir jedoch sehr gut gefallen und trotz meiner Kritikpunkte ließ sich das Buch auch richtig gut lesen und insgesamt hat es mir auch gefallen!
Nur hatte ich eben hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden. Ich freue mich aber schon sehr auf den zweiten Band!

Fazit:
"Was man bei Licht nicht sehen kann" ist ein guter Auftakt von Kerstin Giers Vergissmeinnicht-Trilogie, von dem ich mir allerdings etwas mehr erhofft hatte.
Ich mochte Quinn und Matilda nicht ganz so gerne, wie ich es mir gewünscht habe und über die Welt hätte ich gerne noch mehr Informationen bekommen, weil ich hier das Gefühl habe, nur einen oberflächlichen Blick auf diese geworfen zu haben, sodass ich vieles noch nicht wirklich greifen konnte. Trotzdem ließ sich das Buch richtig gut lesen und ich mochte Kerstin Giers Humor und ihren Ideenreichtum seht gerne.
Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen und vergebe gute drei Kleeblätter.

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