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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2021

Der Krieg aus der Sicht der kleinen Leute

Zeitenschmiede
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Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil wechselt ständig zwischen dem Jahr 1939 und dem Ende des 19. Jahrhunderts. Teil zwei zieht sich von 1944 bis kurz nach Ende des Zweiten WeltKriegs.Ich ...

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil wechselt ständig zwischen dem Jahr 1939 und dem Ende des 19. Jahrhunderts. Teil zwei zieht sich von 1944 bis kurz nach Ende des Zweiten WeltKriegs.Ich fand es interessant, den Krieg, ohne allzu viel politischen Hintergrund aus der Sicht der kleinen Leute zu erleben. Ziemlich schonungslos werden die Gefühle der Menschen sowie das wahnsinnig große Ausmaß der Zerstörung dargelegt.

Die einzelnen Personen kamen einem im Lauf der Geschichte ziemlich nahe, was mir ebenfalls gut gefiel. Soweit zum positiven Aspekt.

Gestört haben mich jedoch die vielen wechselnden Zeitsprünge im ersten Teil und das sehr abrupte Ende. Das führt dazu, dass ich das Buch leider nur mit drei Sternen bewerten kann.

Veröffentlicht am 10.11.2021

Hinter den Kulissen des Landadels

Wir sind schließlich wer
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Auch in ihrem neuen Roman hat sich Anne Gesthuysen, die ich seit „Wir sind doch Schwestern“ sehr schätze, mit den Themen ihrer Heimat ,dem Niederrhein beschäftigt. Im Mittelpunkt steht Anna von Betteray, ...

Auch in ihrem neuen Roman hat sich Anne Gesthuysen, die ich seit „Wir sind doch Schwestern“ sehr schätze, mit den Themen ihrer Heimat ,dem Niederrhein beschäftigt. Im Mittelpunkt steht Anna von Betteray, die eine Vertretungsstelle als Pastorin in Alpen antritt, weil der dortige Amtsinhaber erkrankt ist. Sie wird von der Dorfbevölkerung, allen voran die Haushälterin Frau Erbs, misstrauisch beäugt und muss sich manchen dummen Spruch gefallen lassen.
Doch schon bald geraten andere Ereignisse in den Fokus, weil dieWelt ihrer Schwester, die mit einem Grafen verheiratet ist,völlig aus den Fugen gerät und dringend Hilfe benötigt wird.Annas Schwager wird verhaftet und der Sohn der Eheleute verschwindet spurlos. Es wird offenbar, das ist hinter der heilen Fassade schon lange bröckelte und Annas Schwester Maria dieses Manko mit reichlich Alkohol zu vertuschen suchte.
Bei der Suche nach Sascha zeigt sich der dörfliche Zusammenhalt.
Der Roman versprach anfangs sehr viel Potenzial, was leider nicht durchgehend gehalten wurde. Zwar hat mir der lockere Schreibstil gut gefallen und es gab auch einiges an witziger Situationskomik, das alleine reicht mir aber nicht aus. Die verschiedenen Themen, welche aufgegriffen wurden, blieben an der Oberfläche und wurden nicht vertieft. Laut Klappentext sollte es auch um die moderne Arbeit der Pastorin gehen, wovon aber außer einer sehr gelungenen Predigt und einer Auseinandersetzung mit den Presbyterinnern wenig zu spüren war.

Fazit:
Ein Buch was gut lesbar war und dennoch deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb.

Veröffentlicht am 08.11.2021

Die ewige Suche nach Erfolg

Nico - Die Sängerin der Nacht
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Die ewige Suche nach Erfolg

Man lernt die Protagonistin Christa, die sich später Nico nennt, als kleines Mädchen kennen und begleitet sie über eine größere Wegstrecke. Zu Beginn hat mir die Geschichte ...

Die ewige Suche nach Erfolg

Man lernt die Protagonistin Christa, die sich später Nico nennt, als kleines Mädchen kennen und begleitet sie über eine größere Wegstrecke. Zu Beginn hat mir die Geschichte ganz gut gefallen, ich hatte tiefes Mitleid mit dem, was Nico in ihrem jungen Leben durchmachen musste. Doch zunehmend wurde sie mir unsympathischer und ich konnte ihr Handeln überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Sie war besessen von der Sucht nach Erfolg und nahm auf diesem Weg keinerlei Rücksicht auf Familie ,Freunde und vor allem auf ihr Kind.Ihr Leben wurde bestimmt durch ihre Musik, den Alkohol, den Drogen und ständig neue Männer im Leben und vor allen Dingen in ihrem Bett.Im Verlauf der Geschichte wurde mir immer mehr bewusst, wie weit die innerliche Zerrissenheit der Protagonistin fortschritt.

Ich kenne einige Bücher der Reihe des Aufbau Verlags „mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“, die mir überwiegend gut gefallen haben. Natürlich handelt es sich immer um relativ exzentrische Frauen, die mit dem Leben der meisten Leser*innen wenig zu tun haben. Trotzdem konnte ich mich mit ihrem Denken und Fühlen zum Teil identifizieren,das ist mir in diesem Fall leider nicht gelungen. Und so lässt mich das Buch einigermaßen unzufrieden zurück.

Veröffentlicht am 03.11.2021

Freunde fürs Leben

Revolution der Träume
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Der erste Weltkrieg ist vorbei, als sich die Freunde Isi ,Arthur und Carl wieder begegnen. Alle haben viel erlebt, der Krieg hat jeden auf seine Weise gezeichnet.
Doch schnell finden Sie wieder zu der ...

Der erste Weltkrieg ist vorbei, als sich die Freunde Isi ,Arthur und Carl wieder begegnen. Alle haben viel erlebt, der Krieg hat jeden auf seine Weise gezeichnet.
Doch schnell finden Sie wieder zu der alten Freundschaft zurück. Man erlebt die Protagonisten in den verschiedensten Situationen, die nicht immer legal und teilweise sehr kriminell sind.
Ich habe den ersten Band nicht gelesen und hatte daher zu Beginn einige Probleme, die beschriebenen Situationen und Handlungen richtig einzuordnen. Als mir das gelungen war, zog mich die Geschichte in ihren Bann. Auch wenn ich das Agieren der Freunde nicht immer nachvollziehen konnte, waren sie mir auf gewisse Weise sympathisch.
Es wechselt zwischen dem privaten Umfeld der Protagonisten und der politischen Lage, im wieder aufstrebenden Berlin. Der letzte Aspekt gerät mir jedoch zu knapp, ich hätte mir mehr Informationen über die politische Lage zwischen den beiden Kriegen gewünscht.
Trotzdem würde ich auch gerne den dritten Teil lesen, um zu erfahren, wie es mit den drei Freunden weitergeht.Ich

Veröffentlicht am 24.10.2021

Das Buch blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Mit uns wäre es anders gewesen
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Inhalt übernommen:

Amélie und Vincent treffen sich in jungen Jahren an der Sorbonne in Paris. Aus tiefen Blicken wird eine Nacht, in der sie an der Seine entlangspazieren. Im Morgengrauen verabreden sie ...

Inhalt übernommen:

Amélie und Vincent treffen sich in jungen Jahren an der Sorbonne in Paris. Aus tiefen Blicken wird eine Nacht, in der sie an der Seine entlangspazieren. Im Morgengrauen verabreden sie sich für den nächsten Tag. Vincent kommt, Amélie nicht. Zerfressen von Unsicherheit befürchtet sie, Vincents Interesse könne nicht ernst gemeint sein. Als sie schließlich doch zum Treffpunkt eilt, ist Vincent fort. Jahre vergehen, Vincent und Amélie erleben andere Leidenschaften und andere Ernüchterungen. Sie gehen Ehen ein, bekommen Kinder und warten auf ein Familienglück, das sich nicht einstellt. Der Zufall und später das Internet führen die Wege der beiden über den Verlauf von dreißig Jahren immer wieder zusammen. Mittlerweile steht jedoch etwas viel Größeres zwischen ihnen als Unsicherheit: das Leben.

Meine Meinung:

Den Anfang der Geschichte fand ich sehr interessant, der Schreibstil war flüssig, so dass ich schnell voran kam.Das änderte sich jedoch zunehmend, ich konnte keine wirkliche Nähe zu den Protagonisten aufbauen und ihr Handeln wurde mir immer unverständlicher.

Die Liebesgeschichte zwischen Amélie und Vincent zog sich zwar wie ein roter Faden durch das gesamte Buch, jedoch blieben die Figuren zu blass und waren nicht greifbar.Ihr Leben verlief über weite Strecken parallel zueinander, wobei mir die Parallelen zwischen Ihnen in dieser Häufigkeit zu viel waren.

Das Buch endet erwartungsgemäß, jedoch blieb etwas Raum für eigene Überlegungen, wie der Lebensweg der Protagonisten weitergehen könnte.

Was mir positiv auffiel war, dass die Autorin es geschafft hat, trotz des geringen Umfangs des Buches,ein Stück französisches Flair zu vermitteln.

Fazit:

Das Buch blieb deutlich hinter meinen Erwartungen zurück, so dass ich es leider nur mit drei Sternen bewerten kann.

Obwohl ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe, möchte ich noch bemerken, dass ich den Preis für dieses sehr dünne Buch ,als deutlich zu hoch empfinde.