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Veröffentlicht am 06.04.2022

How to be really bad von Hortense Ullrich

How to be really bad
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Lilith ist die Tochter von Luzifer. Genau... der Teufel Luzifer. Und die Hölle ist eine Zentrale mitten in einer Großstadt, in einem Hochhaus. Lilith Vater verdient sein Geld mit den sieben Totsünden und ...

Lilith ist die Tochter von Luzifer. Genau... der Teufel Luzifer. Und die Hölle ist eine Zentrale mitten in einer Großstadt, in einem Hochhaus. Lilith Vater verdient sein Geld mit den sieben Totsünden und mit Menschen die sich nach Reichtum und Ansehen sehnen. Nur mit seiner Tochter ist Luzifer nicht zufrieden. Sie ist unordentlich und hält sich nicht an seine Regeln. Aus diesem Grund schickt er Lilith mit Hilfe eines Schüleraustauschprogramms unter die Menschen. Dort soll sie Disziplin lernen und die Regeln anderer einhalten. Einmal dort angekommen, beginnt Lilith sofort Pläne für ihre Umwelt zu schmieden. Besonders ihre Gastschwester will sie von Grund auf verändern. Als sie in der Stadt Sam trifft ist sie vollkommen verwirrt, denn ihre Gefühle geraten völlig durcheinander. Aber sie ist doch die Tochter des Teufels! Sie kann sich doch gar nicht verlieben!



"How to be really bad" ist ein Jugendroman, der durch die auffällige Covergestaltung aus jedem Bücherregal und Bücherstapel heraussticht. Knallig Pink kommt es daher, mit einem Teufelssmiley in der Mitte. Das Buch richtet sich meiner Meinung nach an die Altersgruppe 12-16 Jahre, was die Covergestaltung etwas verständlicher erscheinen lässt.



Das Buch beginnt sehr lustig mit einem Streit zwischen Vater und Tochter, der auf den bereits angesprochenen Schüleraustausch hinaus läuft. Viele witzige Aussagen und Gedanken haben mich gleich zu Beginn des Buches zum Schmunzeln gebracht.



Als Lilith bei ihrer Austauschfamilie ankommt, fängt das Spektakel gleich an. Der Unterschied in den Umgangsformen zwischen Menschen und Teufeln, wurde von Hortense Ullrich deutlich herausgearbeitet und erneut stahl sich immer wieder ein Grinsen auf mein Gesicht.



Lilith hat mir von Beginn an gefallen. Ihre ehrliche und unbedarfte Art soll zwar den Unterschied zwischen Menschen und Teufeln deutlich machen, macht sie aber für mich umso sympathischer. Des Öfteren habe ich mir gewünscht die Unbedarftheit und die ungewollte Kaltschnäuzigkeit von Lilith zu besitzen.

Die Austauschfamilie, in welche Lilith geschickt wird, bedient die typischen Klischees einer stark ökologisch eingestellten Familie. Der starke Kontrast zu Lilith macht die Geschichte noch einmal deutlich interessanter.



Trotz all dieser positiven Dinge und dem mich beim Lesen begleitenden Grinsen, hatte mir das Buch viel zu wenig Tiefgang. Die 208 Seiten reichten aber auch bei weitem nicht aus, um vertiefend auf Themen einzugehen. Lilith Charakter verändert sich in nur wenigen Tagen, was für mich ziemlich unrealistisch ist.



Das Buch ist gut geeignet für ein Grinsen zwischendurch. Da die wirklich sehr locker beschrieben Seiten sehr schnell durchgelesen sind, kommt man relativ unproblematisch von einem Buchdeckel zum anderen, ohne zwischendurch hängen zu bleiben.

Veröffentlicht am 06.04.2022

Partem. Wie der Tod so ewig von Stefanie Neeb

Partem - Wie der Tod so ewig
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Rezension enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Xenia begreift langsam, dass ihre Gabe mehr als nur ein Fluch für sie ist, dass sie Gutes damit bewirken und Menschen helfen kann. ...

Rezension enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Xenia begreift langsam, dass ihre Gabe mehr als nur ein Fluch für sie ist, dass sie Gutes damit bewirken und Menschen helfen kann. Doch befindet sie sich genau wegen ihrer Gabe in größter Gefahr. Jael ist der Schlüssel, der den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmacht und nur wenn sie sein Herz berühren und die Mauer der Gefühlslosigkeit einreißen kann, gibt es eine Chance auf ein Morgen für Xenia.

Ich habe mich sehr auf den zweiten Band der Partem Dilogie gefreut, da mich der erste Teil mit unglaublich vielen Fragen zurückgelassen hat. Band zwei beginnt direkt an der Stelle, an welcher Band eins geendet hat. Nach kurzem überfliegen der letzten Seiten des ersten Buches war ich wieder im Geschehen angekommen doch zunächst einmal blieb das Gefühl erhalten nicht wirklich zu verstehen, um was es bei der Geschichte geht. Habe ich den ersten Teil noch als eine Art Einleitung gesehen, war ich nun verwirrt, dass immer noch kein Licht ins Dunkle gebracht wurde. Erst nach gut der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl zu wissen auf welcher Seite die Protagonisten stehen und was wirklich hinter dem Partem steckt. Da es etwas länger gedauert hat die Hintergründe zu verstehen, konnte sich für mich auch erst im letzten Drittel des Buches wirklich Spannung aufbauen.

Die Thematik und Grundidee finde ich weiterhin sehr gelungen und für mich war die Ganze Idee und das Magiesystem vollkommen neu. Auch die Charaktere mochte ich Großteils und besonders Felix hat sich in mein Herz geschlichen. Weiterhin haben die Charaktere in diesem Buch eine starke Wandlung durchlaufen, was mir generell sehr gut gefallen hat. Bei einigen kam diese für mich dann jedoch zu plötzlich und ich konnte die Personen vor und nach dem einschneidenden Ereignis kaum noch zusammenbringen. Das Ende hätte ich mir vielleicht noch ein wenig detaillierter gewünscht, da so viel geschehen ist und vieles einfach übersprungen wurde. Ein Buch, welches sein Potenzial in meinen Augen nicht komplett ausgeschöpft hat, dessen Grundidee mir aber wirklich gefallen hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

QualityLand von Marc-Uwe Kling

QualityLand
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Peter ist hauptberuflich Maschinenverschrotter und hat immer wieder das Gefühl, dass etwas mit seinem Leben einfach nicht stimmt. Eigentlich sollte in seinem Leben alles reibungslos verlaufen, da Beziehungen, ...

Peter ist hauptberuflich Maschinenverschrotter und hat immer wieder das Gefühl, dass etwas mit seinem Leben einfach nicht stimmt. Eigentlich sollte in seinem Leben alles reibungslos verlaufen, da Beziehungen, Freizeit und Arbeit von Algorithmen optimiert werden. Doch Drohnen, die unter Flugangst leiden oder Kampfroboter mit einer posttraumatischen Belastungsstörung wollen nicht in sein Bild einer perfekten Welt passen.

Lange bevor ich das erste Mal von der Känguru-Trilogie gehört habe, habe ich dieses Buch in der Buchhandlung gefunden. Warum ich darauf aufmerksam geworden bin? Es gibt dieses Buch in zwei Varianten (hell und dunkel). Auch wenn die Geschichte an sich nicht unterschiedlich ist, unterscheiden sich Werbung, Nachrichten und Newsfeed, welche im Buch vorkommen. Ich habe geschlagene 15 Minuten gebraucht, um mich für eine der beiden Varianten zu entscheiden (hatte ich schon erwähnt, dass mir solche Entscheidungen immer schwerfallen?). Vornweg sei gesagt, dass der Humor von Marc-Uwe Kling schon speziell ist und man sich dessen bewusst sein sollte, wenn man ein Buch des Autors in die Hand nimmt.

Wie gesagt kannte ich den Autoren bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht und so war ich zu Beginn etwas verwirrt. Die Welt, die in diesem Buch beschrieben wird, erfüllt dem Einzelnen jeden Wunsch und weiß, was für ihn am besten ist. Dieser Satire-Roman besteht aus absurden Dialogen, witzigen, aber etwas verschrobenen Ideen und wirklich skurrilen Plot-Twists. Es werden viele kritische Themen angesprochen und amüsant verpackt. Ich muss leider gestehen, dass ich mich schwer tue mit den Büchern von Marc-Uwe Kling, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass mein Humor ein etwas anderer ist. Und so steht auch die Känguru-Trilogie noch beinahe ungelesen im Regal. Auch wenn mich beim ersten Band der Trilogie die ersten Seiten wirklich sehr zum Lachen gebracht haben, konnte ich danach nicht mehr ins Buch finden und so bin ich bisher nicht über das erste Drittel hinausgekommen.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Vertraute Welt von Hwang Sok-yong

Vertraute Welt
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Die Blumeninsel ist eine Müllhalde in der südkoreanischen Metropole Seoul und die neue Heimat von „Glupschaug“ und seiner Mutter. Zusammen mit weiteren Ausgestoßenen bietet ihnen die Müllhalde Wohnraum ...

Die Blumeninsel ist eine Müllhalde in der südkoreanischen Metropole Seoul und die neue Heimat von „Glupschaug“ und seiner Mutter. Zusammen mit weiteren Ausgestoßenen bietet ihnen die Müllhalde Wohnraum und Lebensgrundlage. Dass sich ein im Rang höherstehender Bewohner für seine Mutter interessiert, gefällt „Glupschaug“ nicht und so verbringt er seine Zeit immer häufiger mit dem Sohn des Mannes. „Glatzfleck“ zeigt ihm alles was es über das Leben auf der Deponie zu wissen gibt.

Dieses Buch zu bewerten, fällt mir wirklich nicht leicht und ich hoffe ich kann euch meinen Zwiespalt mit dieser Rezension näherbringen. Das Thema, welches der Autor in seinem Buch behandelt, ist unglaublich wichtig. Er begibt sich abseits aller sauberen und schillernden Pfade und schaut hinter die Kulissen einer Stadt. Er schaut dorthin, wo der Müll einer ganzen Großstadt landet und wo Menschen mit dem Müll anderer ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Und dieses Leben ist wahrlich kein leichtes, wie uns der Protagonist des Buches deutlich vor Augen führt. Faszinierend ist, dass der Autor uns diese Welt mit einer gewissen Würde und Aufrichtigkeit zeigt, wie ich es bisher in noch keinem anderen vergleichbaren Buch gelesen habe. Die Kritik des Autors an der Gesellschaft wird auf jeder Seite deutlich und mit jedem gelesen Kapitel wurde seine Stimme lauter.

Umso schwerer fällt es mir zu sagen, dass ich beim Lesen des Buches meine Probleme hatte. Zum einen fand ich die Schreibweise sehr schwierig. Sie wirkt etwas unpassend, zum Teil wie aus einer längst vergangenen Zeit. Ob dies mit der Übersetzung zusammenhängt oder andere Gründe hat kann ich leider nicht sagen. Das weitaus größere Problem hatte ich in Teilen jedoch mit einigen inhaltlichen Elementen. Ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob es mir hier an kulturellem Wissen fehlt, oder ob mich einige surreale Elemente einfach zu sehr verwirrt haben und ich ihnen mehr Bedeutung beimessen möchte als nötig. Das führte dann so oder so leider dazu, dass ich beim Lesen häufig das Gefühl hatte, das Buch nicht in Gänze zu erfassen und zu verstehen, was ich unglaublich schade fand. Ich hätte an vielen Stellen gern genauer nachgehakt, ob es einen tieferen Sinn hinter einigen Szenen gab. So bleibe ich am Ende des Buches ein wenig ratlos zurück obwohl ich das Thema wirklich wichtig die Annäherung daran im Großen und Ganzen sehr gelungen fand.

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Veröffentlicht am 09.10.2021

Young Elites - Die Herrschaft der Weißen Wölfin

Young Elites (Band 3) - Die Herrschaft der Weißen Wölfin
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Rezension enthält Spoiler, falls Band 1 & 2 noch nicht gelesen wurde!

Endlich ist es so weit: Adelina sitzt auf dem Thron von Kenettra. Ihren Widersachern gegenüber lässt Adelina keine Gnade walten. Rachsüchtig, ...

Rezension enthält Spoiler, falls Band 1 & 2 noch nicht gelesen wurde!

Endlich ist es so weit: Adelina sitzt auf dem Thron von Kenettra. Ihren Widersachern gegenüber lässt Adelina keine Gnade walten. Rachsüchtig, gnadenlos und eiskalt regiert sie ihr Land, immer auch auf der Suche nach ihrer Schwester. Schnell muss Adelina jedoch erkennen, dass noch weitaus größere Gefahren existieren, denen sie sich nur mit Hilfe der anderen Begabten entgegenstellen kann. Die immer stärker aufkeimende Dunkelheit in Adelina, droht alle Pläne zu vernichten.

Der dritte Band der Young Elites Reihe war für mich persönlich leider der schwächste Teil. Der Schreibstil war, wie in den Büchern zuvor, sehr angenehm und die Charaktere mag ich nach wie vor sehr gern. Ich fand es wirklich gut, dass alle verbliebenen Begabten noch einmal zusammengekommen sind. Ich mag die Dynamik, die entsteht, wenn sie als Gruppe zusammen sind, wobei mir persönlich Szenen wie in Band eins gefehlt haben, in denen sie ihre Kräfte einsetzen. Natürlich kann ich verstehen, dass es durch den Verlauf der Handlung nicht wirklich passend gewesen wäre, dennoch fand ich genau das so faszinierend zu Beginn.

Für mich persönlich hat die Story an sich eine sehr unerwartete Wendung genommen. Auch wenn ich mir nach Band zwei nicht sicher war, wie sich die Handlung weiter entwickeln wird, hätte ich mit diesem Verlauf vermutlich als letztes gerechnet. Schade fand ich, dass es viele Abschnitte gab, in denen nur wenig passiert ist. Dadurch habe ich mich zum Teil etwas schwer damit getan, der Handlung konzentriert zu folgen.

Das Ende des Buches hat mich dann noch einmal vollkommen überrumpelt. Bis zum Ende habe ich es nicht fassen können und wenn ich ehrlich bin, auch jetzt immer noch nicht. Der Abschluss der Trilogie war für mich persönlich durchzogen von Höhen und Tiefen, und auch wenn das Ende einerseits wirklich traurig war, hat es mich andererseits auch ein wenig versöhnlich gestimmt.

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