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Veröffentlicht am 14.11.2021

Wintermädchen

Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.)
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„The Lie in Your Kiss“ ist der erste Band der „Die Hüter der Fünf Jahreszeiten“ - Reihe aus der Feder von Nina Kim Ocker.
Bloom ist von Geburt an ein Mitglied des Hauses des Winters und damit einer der ...

„The Lie in Your Kiss“ ist der erste Band der „Die Hüter der Fünf Jahreszeiten“ - Reihe aus der Feder von Nina Kim Ocker.
Bloom ist von Geburt an ein Mitglied des Hauses des Winters und damit einer der vier mächtigen Herrscherfamilien über die wechselnden Jahreszeiten. Doch da sie ein unehelicher Fehltritt war, ist sie schon immer einen Außenseiterin und blieb bisher unbeachtet. Als der eigentliche Hüter des Winters stirbt, rückt Bloom in der Rangfolge plötzlich unfreiwillig nach vorn und in ihr erwachen die magischen Kräfte ihrer Familie. Sie wird ohne große Vorbereitung in ihre wichtigen Aufgaben gestürzt und soll das Amulett an den Hüter des Frühlings übergeben. Aber dies geht gründlich schief und Bloom steht auf einmal im Mittelpunkt einer Revolution.

Ich liebe die Bücher von Nina Kim Ocker und war daher sehr auf ihre neue Romantasy gespannt. Die Zielgruppe scheint mir diesmal ein sehr junges Publikum zu sein, denn die Hauptfigur Bloom kommt für mich einen Hauch zu naiv daher.
Bloom ist quasi die einzige in ihrer streng den Traditionen verpflichteten Verwandtschaft, die ein eigenes Leben außerhalb der hohen Mauern ihrer Familie haben durfte. Dies war zwar von ihrer Seite nie gewollt und endete schlagartig mit dem Tod ihres Cousins und dem Erwachen ihrer Kräfte, aber trotzdem hatte ich manchmal den Eindruck, sie käme frisch aus dem Elfenbeinturm. Ihre wiederholt unüberlegten und völlig blauäugigen Entscheidungen konnte ich oftmals überhaupt nicht nachvollziehen.
Ihr Love Interest und eigentlicher Gegenspieler Kevo bleibt bis zum Ende ziemlich geheimnisvoll, vor allem da man seine Perspektive nie selbst hören darf. Ich konnte zwar eine gewisse Anziehung und Chemie spüren, aber diese blieb für mich persönlich nur oberflächlich und war nicht wirklich überzeugend.
Die Grundidee der Story ist durchaus interessant und spannend, aber auch hier geht die Handlung nicht ernsthaft in die Tiefe und es ergeben sich zwischendurch jede Menge Fragen, zumindest bei mir. Auch wenn mich die Charaktere nicht in allen Punkten überzeugen konnten, liest sich der Schreibstil wie immer großartig. Das winterliche Setting ist absolut gelungen und bekommt von mir klare Pluspunkte, da es für die Dynamik der Geschichte perfekt passt.

Mein Fazit:
Die Story bleibt zu den gewohnten Werken der Autorin etwas blass, aber ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung. Von mir gibt es trotz kleiner Kritikpunkte gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Unvergessliche Sommernacht

Nightsky Full Of Promise
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„Nightsky Full Of Promise“ von Mounia Jayawanth ist der Auftaktband zur ihrer BERLIN-NIGHT- Trilogie.
Sydney feiert in einer Berliner Sommernacht den Abschluss ihres Abis und trifft auf Luke, mit dem ...

„Nightsky Full Of Promise“ von Mounia Jayawanth ist der Auftaktband zur ihrer BERLIN-NIGHT- Trilogie.
Sydney feiert in einer Berliner Sommernacht den Abschluss ihres Abis und trifft auf Luke, mit dem sie stundenlang redet, bis sie ihn leidenschaftlich küsst. Doch Luke wird ein Jahr in Neuseeland verbringen und verspricht, Sydney in genau einem Jahr an der gleichen Stelle wiederzutreffen. Fünf Jahre später gibt Sydney endlich ihre verzweifelte Hoffnung auf, die wie jedes Jahr an diesem Tag zerstört wurde. Luke ist niemals am Treffpunkt erschienen. Wie eine Ironie des Schicksals trifft sie ihn genau jetzt zufällig in einer Bar, aber er scheint sich überhaupt nicht an sie zu erinnern.

Die Grundidee finde ich großartig und voller Potenzial für eine romantische Lovestory. Auch wenn ich persönlich Sydney anfangs zu naiv und verträumt wahrgenommen habe, dass sie sich ernsthaft fünf Jahre an die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Luke klammert und alle anderen Männer an diesen wenigen Stunden mit ihm misst.
Die Perspektiven wechseln zwischen Sydney und Luke, was ich in dieser Geschichte besonders wichtig finde, da man so einen besseren Zugang zu beiden Charakteren und ihren Emotionen erhält. Zu Beginn lagen meine Sympathien eindeutig auf Sydneys Seite und ich fand Lukes Verhalten furchtbar mies. Doch nach den fünf Jahren Zeitsprung und als man Luke besser kennenlernt, änderte sich meine Meinung und ich war eher Team Luke.
Ich habe immer ein wenig zwischen Verständnis und Kopfschütteln für Sydney geschwankt, die die damalige Verletzung durch Luke nun offensichtlich zurückzahlen will. Warum Luke nichts mehr von ihrer Begegnung weiß, wird erst ganz am Ende enthüllt und bis dahin darf man mit der Gefühlsachterbahn der beiden mitfiebern. Obwohl das Drama am Schluss für mich persönlich etwas konstruiert wirkt, ist der Gesamteindruck trotzdem positiv. Der Schreibstil von Mounia Jayawanth liest sich leicht und flüssig und ich bin definitiv gespannt auf die anderen beiden Bände der Trilogie.

Mein Fazit:
Die romantische Idee konnte mich in diesem Buch überzeugen und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.11.2021

Königliche Intrigen

IMPERIAL - Stay With Me 2
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„Imperial – Stay With Me“ von Maddie Sage ist der zweite Band ihrer royalen Lovestory voller Intrigen und Geheimnisse.
Alexander hat mit seiner Aktion ganze Arbeit geleistet und Lauren erfolgreich vertrieben. ...

„Imperial – Stay With Me“ von Maddie Sage ist der zweite Band ihrer royalen Lovestory voller Intrigen und Geheimnisse.
Alexander hat mit seiner Aktion ganze Arbeit geleistet und Lauren erfolgreich vertrieben. Sie sucht Zuflucht bei ihrer Familie in Whitcaster, doch nicht nur der Prinz schwirrt durch ihre Gedanken. Das unerwartete Wiedersehen mit ihrem Vater sorgt für zusätzliche Verwirrung und könnte sie und ihre Familie in Gefahr bringen. Alexander bereut sein Verhalten und würde Lauren am liebsten wieder zurückerobern, aber seine anstehende Verlobung lässt sich nicht ignorieren. Aber wie kann er Lauren von sich und seinen Gefühlen überzeugen, wenn am Hofe immer neue böse Überraschungen warten.

Die Handlung setzt nahtlos an den ersten Band an, den man vorher unbedingt gelesen haben sollte.
Lauren ist tief enttäuscht und dies konnte ich hundertprozentig nachvollziehen. Aber trotzdem kann sie ihre Gefühle für Alexander nicht über Nacht abstellen, selbst nach seinem abschreckenden Benehmen. Ich mag Lauren und ihre Entwicklung im zweiten Band, auch wenn sie mir manchmal zu leicht nachgibt, sobald es um Alexander geht.
Alexander hat es mir diesmal ein wenig schwer gemacht. Ich kann seinen Widerstreit zwischen dem Pflichtgefühl gegenüber seinem Land und seiner Familie und seiner Liebe zu Lauren absolut nachempfinden. Aber oft ist er einfach unüberlegt und rücksichtslos und macht Lauren immer wieder Hoffnung, obwohl er sich über die Konsequenzen überhaupt keine Gedanken gemacht hat und sich an der verfahrenen Ausgangssituation, also seiner geplanten Verlobung, nichts geändert hat.
Den größten Eindruck hinterlassen bei mir dieses Mal die Nebencharaktere, die für einige unerwartete Überraschungen und Wendungen sorgen. Da ist es großartig, dass die Perspektiven nicht nur zwischen Alexander und Lauren wechseln, sondern auch zu den anderen Figuren switchen.
Gegen Ende zieht die Spannung noch einmal richtig kräftig an und läutet mit einem fiesen Cliffhanger das Finale im dritten Band ein. Nun bin ich sehr gespannt, wie sich die einzelnen Handlungsfäden auflösen werden.

Mein Fazit:
Das Hin und Her zwischen Lauren und Alexander hat mich zwar stellenweise Nerven gekostet, dafür fand ich die Spannungskurve sehr beeindruckend. Von mir gibt es daher gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Schneechaos statt Großstadt

Ausgerechnet Alaska: Verliebt unter Mistelzweigen
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„Ausgerechnet Alaska: Verliebt unter Mistelzweigen“ von Lorena Grant ist eine witzige und unterhaltsame Lovestory, die für kurzweilige Lesestunden sorgt.
Die siebzehnjährige Gabriela ist alles andere als ...

„Ausgerechnet Alaska: Verliebt unter Mistelzweigen“ von Lorena Grant ist eine witzige und unterhaltsame Lovestory, die für kurzweilige Lesestunden sorgt.
Die siebzehnjährige Gabriela ist alles andere als begeistert, als ihr Vater die Weihnachtsferien gemeinsam mit ihr bei seiner neuen Freundin und deren Familie in Alaska verbringen will. Ein Kaff am Ende der Welt und Tonnen von Schnee sind nicht das, was sich Ela unter einem gelungenen Urlaub vorstellt. Zudem ist sie in der Eiseskälte gezwungen total unförmige Schneeklamotten zu tragen und ihre Mascara verläuft auch ständig. Doch nach und nach findet Ela ein wenig Gefallen an dem turbulenten Familienleben, woran wohl auch die Anwesenheit von Kieran mit den blauen Huskey-Augen Schuld ist.

Am Anfang macht es Ela einem echt nicht leicht, sie auch nur ansatzweise zu mögen. Sie ist arrogant, überheblich, absichtlich verletzend und einfach nur bitchig. Sie ist ein typischer verwöhnter Teenager, der jeden Wunsch erfüllt bekommt und mit wenigen Konsequenzen für ihr unmögliches Verhalten zu rechnen hat. Trotzdem mag ich ihren trockenen Humor und ihren Sarkasmus, der mich immer wieder zum Lachen gebracht hat. Der Kulturschock in der Provinz und dazu das ungewohnte Familienchaos überfordern sie am Anfang verständlicherweise und sie schlägt nur noch um sich. Aber als es endlich Klick bei ihr macht, darf man auch die liebenswerten und guten Seiten an Ela entdecken.
Kieran scheint das komplette Gegenteil und punktet von Beginn an mit seinem sympathischen und freundlichen Verhalten. Er ist offensichtlich sehr an Ela interessiert und lässt sich von ihrer biestigen Art nicht abschrecken. Er war mir fast schon zu nett, aber für die Story passte es. Die übrigen Nebencharaktere verzaubern ebenfalls mit ihrem warmherzigen Charme, genau wie die vierbeinigen Protagonisten.
Der Schreibstil liest sich leicht und locker und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Die trockenen Kommentare von Ela sind äußerst witzig und ich mag ihren Humor. Die Handlung bleibt zwar relativ an der Oberfläche, aber ansonsten ist diese Geschichte sehr unterhaltsam und amüsant.

Mein Fazit:
Das Buch bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Metamorphose

FAT
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„FAT“ von L. Ochrasy ist keine süße Teenager-Komödie, wie das Cover vielleicht vermuten lässt, sondern eine berührende und traurige Story über Mobbing und Bodyshaming.
Lina hat in den Sommerferien durch ...

„FAT“ von L. Ochrasy ist keine süße Teenager-Komödie, wie das Cover vielleicht vermuten lässt, sondern eine berührende und traurige Story über Mobbing und Bodyshaming.
Lina hat in den Sommerferien durch die Scheidung ihrer Eltern nicht nur ihren Familiennamen abgelegt, sondern auch etliche Kilos. Sie ist ihre Zahnspange los und ein Friseurbesuch und Make-up sorgen für den Rest. Als sie am ersten Schultag in ihre alte Klasse kommt, erkennt sie plötzlich niemand mehr und Lina lässt die anderen in ihrem Glauben. Schließlich haben sie der alten Lina das Leben zu Hölle gemacht, allen voran Jona, der sie nun mit ganz anderen Augen anschaut. In Lina reift der Gedanke an Rache, aber gleichzeitig fühlen sich ihre Gefühle für Jona ziemlich echt an.

Ich finde es gut, dass die Autorin dieses Thema gewählt hat und in ihrem Roman verarbeitet. Da sehe ich auch darüber hinweg, dass nicht alles immer ganz logisch und hundertprozentig nachvollziehbar ist, wie die enorme Gewichtsabnahme in den wenigen Wochen oder dass fast niemand Lina wiedererkennt, obwohl sie jahrelang in der gleichen Klasse saßen. Aber dies verdeutlicht gleichzeitig, dass die Mobber Lina nie als wirklichen Menschen mit Gefühlen, sondern nur als Objekt gesehen haben.
Lina erfindet sich quasi neu, aber es ist absehbar, dass dies nicht lange gutgehen kann. Ich konnte oft nicht verstehen, wie sie es nur ansatzweise in Jonas Nähe aushalten kann, wenn man erfährt, was er ihr alles angetan hat. Jona hat definitiv auch nette Seiten, die sein absolut verabscheuungswürdiges Verhalten aber in keiner Weise aufwiegen. Lina möchte gern auf ihrer naiven rosa Wolke schweben, doch die grausame Realität holt sie früher ein, als erwartet. Ihr innerer Widerstreit, sich selbst treu zu bleiben oder den einfachen und angepassten Weg zu nehmen, wird immer wieder deutlich und ist sehr berührend.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, trotz der ernsten und bedrückenden Story. Das Ende ist von der Autorin konsequent gewählt für mich absolut stimmig. Das Buch regt zum Nachdenken an und wendet sich klar gegen Oberflächlichkeit, Mobbing und Ausgrenzung.

Mein Fazit:
Von mir gibt es für diese emotionale und aufwühlende Story sehr gern eine Leseempfehlung!

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