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Veröffentlicht am 11.11.2021

Geniale düstere Fortsetzung mit Suchtfaktor

Teufelsnetz
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"Teufelsnetz" von Max Seeck ist der zweite Teil der Reihe um die Ermittlerin Jessica Niemi. Ich habe beide Bände direkt nacheinander gelesen und dieser Teil hat mich genauso begeistert wie "Hexenjäger". ...

"Teufelsnetz" von Max Seeck ist der zweite Teil der Reihe um die Ermittlerin Jessica Niemi. Ich habe beide Bände direkt nacheinander gelesen und dieser Teil hat mich genauso begeistert wie "Hexenjäger". Auch wenn man "Teufelsnetz" gut ohne Vorkenntnisse lesen kann, empfehle ich unbedingt mit "Hexenjäger" zu beginn und sich diesen düsteren spannenden Auftakt nicht entgehen zu lassen.

Worum geht es im zweiten Teil? Nachdem zwei bekannte Blogger nach einem Event spurlos verschwunden sind und eine junge Frau am Strand tot aufgefunden wird, ermittelt Jessica Niemi in den Fällen. Bald wird klar, dass die Fälle zusammenhängen....

Das Setting ist wieder düster gehalten, es ist Winter, die Atmosphäre greifbar. Ich habe mich gefreut die schon bekannten Protagonisten zu treffen, Jessica und Jusuf haben immer noch mit dem Verlust ihres Chefs Erne Mikson zu kämpfen. Helena Lappi, die neue Chefin ist das krasse Gegenteil vom empathischen Erne, sie scheint es auf Jessica abgesehen zu haben. Die Zusammenarbeit ist schwierig und dann wird Jessica auch noch von einem unbekannten Mann angegriffen.

Die Charakterzeichnung ist exzellent, es gibt keine austauschbaren, blassen Typen, sondern Figuren mit Charakter, die unverwechselbar sind. Ich bin ein Fan von Jessica Niemi, von dieser außergewöhnlichen und geheimnisvollen Ermittlerin. Aber auch Jusuf ist mir inzwischen ans Herz gewachsen. Wir erfahren wieder etwas über Jessicas Vergangenheit, so dass sie noch greifbarer wird.

Der Plot ist temporeich, es geht um Menschenhandel. Die Handlung rollt sich aus verschiedenen Blickwinkeln auf, so dass eine ganz eigene Dynamik entsteht. Die Spannung ist hoch und die Fälle sind komplex angelegt, nicht zu durchschauen, immer wieder gibt es neue Wendungen.

Ich habe jede Seite genossen, "Teufelsnetz" zählt genauso wie "Hexenjäger" zu meinen Highlights 2021.

Fazit: Genialer, düsterer zweiter Teil mit einem fiesen Cliffhanger, der so richtig Lust auf die Fortsetzung macht. Verdiente 5 Sterne.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 29.10.2021

spannend und fesselnd bis zum Ende

Die Früchte, die man erntet
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"Die Früchte, die man erntet" ist schon der siebte Teil der Reihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann. Das Cover ist ganz im Stil der vorigen Bände gehalten, man sieht auf den ersten Blick dass ...

"Die Früchte, die man erntet" ist schon der siebte Teil der Reihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann. Das Cover ist ganz im Stil der vorigen Bände gehalten, man sieht auf den ersten Blick dass sie zu einer Reihe gehören. Worum geht es in diesem Teil?

Innerhalb nur weniger Tage passieren drei Morde, Vanja Lithner und ihre Kollegen ermitteln in den Fällen, die erst mal keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Unterstützt werden sie von ihrem Vater Sebastian Bergman, der wieder als Psychologe arbeitet.

Was für ein genialer Thriller! Ich habe (noch) nicht alle Teile der Reihe gelesen, aber dieser Thriller hat mich auf ganzer Linie überzeugt. In typisch skandinavischem Stil gehalten kommt die Atmosphäre klasse rüber. Ich habe mich gefreut, schon bekannte Charaktere zu treffen, die alle als Persönlichkeiten überzeugen. Sie sind sehr gut skizziert, wirken authentisch. Mir hat es sehr gut gefallen, dass neben der Handlung das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz kommt, aber auch nicht zu viel Raum einnimmt.

Die Handlung hat es in sich, denn nicht nur der aktuelles Fall spielt eine Rolle, sondern auch eine Mordserie, die schon länger zurück liegt.

Der Plot ist durchweg spannend und fesselnd, immer wieder gibt es unerwartete Wendungen. Ich bin begeistert und freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.

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Veröffentlicht am 27.10.2021

Spannender, realitätsnaher Krimi mit aktuellen Themen

Herrgottsacker
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Inhaltsangabe, übernommen: "Unter einer verlassenen Gartenlaube bei Mainz werden menschliche Knochen gefunden. Zunächst deutet alles darauf hin, dass sie aus einem der Gräber des nahen Friedhofs stammen. ...

Inhaltsangabe, übernommen: "Unter einer verlassenen Gartenlaube bei Mainz werden menschliche Knochen gefunden. Zunächst deutet alles darauf hin, dass sie aus einem der Gräber des nahen Friedhofs stammen. Doch dann verdichten sich die Hinweise auf einen Mord, der erst wenige Jahre zurückliegt – und niemand scheint den Toten zu vermissen. Kriminalhauptkommissar Harro Betz und seine Kollegen stehen vor einer harten Probe. Wie sollen sie ein Verbrechen aufklären, dessen Opfer gar nicht zu existieren scheint?"

Ich habe etwas gebraucht, um anfangs die vielen verschiedenen Stränge einzuordnen, das hat sich dann aber schnell gelegt. Der Fall ist komplex und nicht einfach zu entwirren. Der plastische Schreibstil lässt sich wunderbar flüssig lesen, da ich die Gegend kenne hatte ich die Orte bildlich vor Augen. Viele verschiedene Themen werden angerissen, es geht um Missbrauch, Depressionen, Vorteilnahme, aber auch um Amtsmissbrauch.

Wir lernen das Ermittlerteam kennen, Harro Betz, Tobias Schmahl und Ravi Bingenheimer. Jeder der Ermittler hat seine privaten Probleme, sie wirken authentisch. Ravi war für mich am greifbarsten, ein durch und durch sympathischer Typ, Tobias blieb mir etwas zu blass und Harros Entwicklung ist grenzwertig. Den Anteil am Privatleben der Ermittler fand ich genau richtig, dadurch lernt man sie kennen und einzuschätzen.

Die Story ist fesselnd und nimmt im Verlauf an Spannung zu, ein Fall zum miträtseln der mir sehr gut gefallen hat. Ich freue mich auf den nächsten Fall für das Ermittlerteam und bin besonders auf Ravis Geschichte gespannt.

Fazit: Spannender, realitätsnaher Krimi mit aktuellen Themen.

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Veröffentlicht am 15.10.2021

spannender Thriller mit fesselnder Thematik

Zwang zu töten
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Inhaltsangabe, übernommen: "Im ansonsten eher ruhigen Koblenz am Rhein wird ein Mann an den Füßen aufgehängt und vollständig ausgeblutet aufgefunden. Ein skurriler Einzelfall? Die Mordkommission um Hauptkommissar ...

Inhaltsangabe, übernommen: "Im ansonsten eher ruhigen Koblenz am Rhein wird ein Mann an den Füßen aufgehängt und vollständig ausgeblutet aufgefunden. Ein skurriler Einzelfall? Die Mordkommission um Hauptkommissar Auer ermittelt.
Als eine weitere Leiche entdeckt wird, offenbart sich eine Gemeinsamkeit: Beide Opfer litten an einer Zwangsstörung und waren bei demselben Psychotherapeuten in Behandlung. Droht weiteren Patienten Gefahr? Wer bringt diese Leidens-genossen um und ... warum?
Die dritte Leiche bestätigt den Verdacht, dass es tatsächlich jemand auf die Mitglieder einer Gesprächstherapie-Gruppe abgesehen hat.
Der Fall entwickelt sich zu einem Albtraum für Auer, da er bei den Ermittlungen mit der Erinnerung an ein traumatisches Ereignis aus seiner Vergangenheit konfrontiert wird."

Im zweiten Fall für das Team um Hauptkommissar Auer wird es richtig spannend. Der erste Teil "Jeden 3. Tag" hatte mir gut gefallen, die Fortsetzung ist aber um Längen besser. Was zum einen an der brutalen Mordserie liegt, bei der man als Leser richtig mitfiebern und miträtseln kann. Die Auflösung ist überraschend, ich hatte mit dieser Wendung absolut nicht gerechnet. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die Hauptfiguren jetzt wesentlich plastischer wirken. Wir erfahren viel übers Auers Vergangenheit, das macht ihn für mich greifbarer und menschlicher. Auer bleibt weiterhin sympathisch genauso wie Coco, ich habe mich gefreut das schon bekannte Team wiederzutreffen.

Die Spannung ist hoch, ganz wie ich es bei einem Thriller erwartet. Und nebenbei wird nicht nur die aktuelle Mordserie aufgeklärt, sondern ein längst vergangener Fall.

Fazit: Spannender Thriller mit fesselnder psychologischer Thematik. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2021

Das Geheimnis

Der Sucher
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Cal Hooper zieht von Chicago in ein kleines Nest in Irland um neu anzufangen. Seinen Beruf als Polizist hat er aufgegeben, von seiner Frau ist er geschieden. Er sucht nach dem quirligen Chicago die Ruhe ...

Cal Hooper zieht von Chicago in ein kleines Nest in Irland um neu anzufangen. Seinen Beruf als Polizist hat er aufgegeben, von seiner Frau ist er geschieden. Er sucht nach dem quirligen Chicago die Ruhe eines kleinen Ortes um sich zu erden und ein erfülltes Leben zu führen.

Das alte, halb verfallene Hause, das er gekauft hat, beginnt er in Eigenarbeit zu renovieren. Er genießt die Natur um ihn herum, die Krähen, die in seinem Garten wohnen. Er freundet sich ein wenig mit seinem Nachbarn Mart an, die beiden führen gute Gespräche am Gartenzaun. Von den Einwohnern wird er freundlich aufgenommen, das Leben entwickelt sich so, wie Cal es sich gewünscht hat. Dann steht eines Tages der junge Trey vor seiner Tür, hilft ihm bei den Arbeiten und bittet ihn letztlich, seinen verschwunden Bruder zu suchen...

Ich habe lange keinen Roman mehr von Tana French gelesen, bin von diesem wieder restlos begeistert. Sie baut eine einzigartige Atmosphäre auf, erzählt mit einer Intensität, die beeindruckt. Die Stimmungen sind perfekt eingefangen.

Cal ist ein rundum sympathischer Kerl mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Er schließt behutsam Freundschaft mit dem scheuen Kind, versucht zu helfen.

Land und Leute werden bildhaft beschrieben, man bekommt einen Eindruck von den eigenwilligen Einwohnern. Menschen mit einer rauen Schale, die ein Geheimnis hüten können. Ich hatte beim lesen die Landschaft und die Menschen bildlich vor Augen, habe jede Seite genossen. Die Geschichte ist ruhig, hat aber trotzdem eine permanente, unterschwellige Spannung, so dass es zu keiner Zeit langweilig wird.

Fazit: Ein grandios geschriebener Roman, der fesselt. Kann ich nur empfehlen.

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