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Veröffentlicht am 11.12.2021

Bezaubernder weihnachtlicher Regency-Roman

Weihnachtsglück in Ivy Hill
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Als riesiger Jane-Austen-Fan bin ich natürlich immer Feuer und Flamme, sobald ich einen neuen Regency-Roman entdecke - und wenn dann auch noch Weihnachten thematisiert wird, bin ich ganz selig! Schon seit ...

Als riesiger Jane-Austen-Fan bin ich natürlich immer Feuer und Flamme, sobald ich einen neuen Regency-Roman entdecke - und wenn dann auch noch Weihnachten thematisiert wird, bin ich ganz selig! Schon seit einiger Zeit standen die drei zuvor veröffentlichten Bände von Julie Klassens Ivy-Hill-Reihe auf meiner Wunschliste, und nach der Lektüre von "Weihnachtsglück in Ivy Hill" bin ich nun definitiv überzeugt davon, dass ich sie unbedingt lesen muss!

Ich kann nur sagen: Was für ein Träumchen! Die Geschichte um den unverbesserlichen Junggesellen Richard (- erfolgloser Autor, überzeugter Single, charismatischer Lebemann -), der nur widerwillig der Einladung seiner Mutter folgt, Weihnachten gemeinsam mit seiner Verwandtschaft auf dem noblen, ländlich gelegenen Wohnsitz der Familie zu verbringen, dort zu seinem Verdruss feststellen muss, dass die Frau, mit der er verkuppelt werden soll, tatsächlich eine charakterstarke Schönheit ist, und sich im Laufe der Handlung nicht nur den Fehlern seiner Vergangenheit stellt, sondern sich auch seines Glaubens an Gott besinnt, hat mir unheimlich gut gefallen!

Der angenehme Schreibstil der Autorin ist so fesselnd und vereinnahmend, so voller liebevoll eingeflochtener Details, bildlicher Beschreibungen und interessanter historischer Informationen, dass ich mich direkt in die damalige Zeit zurückversetzt fühlte. Was kann es Schöneres geben für Fans von Austen, Brontë und der Netflix-Serie Bridgerton, als einen solch authentischen Einblick in die einstigen englischen (Weihnachts-)Traditionen zu erhalten?

Gekrönt wird diese durch und durch zauberhafte, romantische Geschichte von herrlich sympathischen Figuren, die man einfach ins Herz schließen muss. Richard versetzt sein Umfeld mit seinen provozierend-frechen, nahezu rüpelhaft-ungenierten Kommentaren regelmäßig in Aufruhr, aber schnell wird klar, dass er im Grunde ein sehr warmherziger, loyaler Mensch ist. Er durchlebt eine tolle Entwicklung, mehr als einmal standen mir ein paar Tränchen der Rührung in den Augen. Spätestens als er einen kleinen Hund rettet und bei sich aufnimmt (und fortan in niedliche, speziell für den Hund geschneiderte Outfits einkleiden lässt), hatte er bei mir einen Stein im Brett. Den Nebenfiguren sind ebenfalls bedeutungsvolle Parts zugeschrieben worden und hin und wieder gibt es sogar eine kleine Anspielung auf einige Szenen aus Jane Austens Romanen.

Besonders gut gefallen hat mir die Tatsache, dass der christliche Aspekt um den Glauben an Gott, Nächstenliebe und Vergebung ganz natürlich in die Handlung eingeflochten worden ist und sich völlig selbstverständlich in das große Ganze einfügt. Skeptischen Leserinnen und Lesern, die eventuell zunächst von der Bezeichnung 'christlicher Roman' abgeschreckt sind, kann ich versichern, dass hier niemand von seitenlangen Bibelversen erschlagen wird. Vielmehr erkunden wir mit den Figuren die Sitten jener Zeit, als z.B. die Unterstützung verarmter Witwen sowie wohltätige Gaben an Armenhäuser ein fester Bestandteil der Weihnachtsfeiertage waren.

Der Autorin gebührt ein großes Lob für die intensiv betriebene Recherche. Dank dieses mal gefühlsbetont, mal mit einem Augenzwinkern erzählten Romans, der in der dritten Person (im Präteritum) aus der Sicht von Arabella und Richard geschrieben ist, habe ich meine Kenntnisse über die faszinierende Regency-Zeit noch mehr vertiefen können. Die Standesunterschiede sind deutlich hervorgehoben worden, z.B. gab es klare Verhaltensregeln für den Umgang mit dem Hauspersonal, strenge Anstandsregeln für den Kontakt zwischen Unverheirateten, allgemein eingebürgerte Abläufe für gesellschaftliche Zusammenkünfte sowie heutzutage undenkbare Vertragsregelungen für Dienstverhältnisse. Frauen hatten nur wenig Mitspracherecht, wenn sie nicht zufällig aufgrund eines Vermögens unabhängig agieren konnten. All das las sich wahnsinnig spannend, zumal nach und nach ein altes Geheimnis um Richards Jugendfreundin gelüftet wird; gleichzeitig versprühte die Story ein so stimmungsvolles, weihnachtliches Flair, dass ich die Lektüre als total entspannend empfunden habe.

Fazit: Charmant-humorvolle Feel-Good-Story, historischer Regency-Roman und atmosphärische Weihnachtsgeschichte in einem. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und begeisterte 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 02.12.2021

Einer der besten New-Adult-Romane ever!

The Dream Of Us
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Ich bin so verliebt in dieses Buch!! Liebe Yvy Kazi, wo hast du nur bisher gesteckt? Was für ein mega Debütroman! Noch während ich die Leseprobe verschlungen habe, wanderten alle Folgebände der St. Clair-Campus-Buchreihe ...

Ich bin so verliebt in dieses Buch!! Liebe Yvy Kazi, wo hast du nur bisher gesteckt? Was für ein mega Debütroman! Noch während ich die Leseprobe verschlungen habe, wanderten alle Folgebände der St. Clair-Campus-Buchreihe direkt auf meine Wunschliste.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals direkt zu Beginn eines Werkes dermaßen begeistert gewesen zu sein! Und der mitreißende Einstieg wurde sogar noch übertroffen; mit jeder weiteren Zeile verlor ich mein Herz an diese einzigartige Story, das malerische Setting Fair Haven und die so vielschichtig ausgearbeiteten, klischeefreien, liebenswerten Figuren, allen voran Drew. Er ist…unglaublich. – Warmherzig, spontan, gebildet, aufrichtig, loyal, mit herrlichem Humor gesegnet, verständnisvoll, schlagfertig, charismatisch, charmant und so sexy, dass man sich einfach wie magnetisch von ihm angezogen fühlen muss. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen! Er hat es aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung nicht leicht im Leben, musste doppelt so hart für seinen Traum kämpfen, um es eines Tages hoffentlich in die NFL zu schaffen. Nie hat er sich auf den Lorbeeren seines berühmten Bruders ausgeruht oder sich etwas auf das Vermögen seiner Familie eingebildet, ist immer für seine Freunde da und ist eine Seele von Mensch. Ab sofort zählt er zu meinen all-time-favorite-Bookboyfriends, und wer mich in ein Gespräch über New-Adult-Romane verwickeln sollte, kann sich schon mal auf einen stundenlangen Vortrag über dieses unfassbar gut geschriebene Buch gefasst machen. Ich war wie im Rausch und flog nur so durch die Seiten!

Yvy Kazi hat ein Händchen dafür, die Individualität und Glaubwürdigkeit der Figuren hervorzuheben, ohne dass es aufgesetzt wirkt (à la 'Schaut mich an, ich habe die Eigenschaft XYZ und das macht mich so besonders!', wie ich es leider schon oft in anderen NA-Stories erlebt habe). Das bezieht sich nicht nur auf die Hauptcharaktere, auch die Nebenfiguren haben mich restlos begeistert. Ob Julys Liebe zu Alliterationen oder ihre Abneigung gegen Eiswürfelfreies Wasser, Bos katzenhaftes Lächeln und sein Mut, trotz Gegenwind am College zu seiner Sexualität zu stehen, Haleys wunderbar direkte Art und ihr Talent für Mode, oder Mateos freche Sprüche – hier wirkt alles so realistisch, dass ich die ganze Zeit einen Film vor Augen laufen hatte.

Erzählt wird ausschließlich aus Julys Perspektive, was ich traumhaft erfrischend fand; es passte perfekt zur Geschichte, da wir uns somit gemeinsam mit July an Drew herantasten, mit ihr das unverwechselbar reizvolle Flirt Game genießen, das sich immer bei einer ersten Annäherung zwischen zwei Menschen abspielt, wenn man noch keine Ahnung hat, wie der andere wirklich tickt, und umso mehr mit July zittern, als sie vor einer schwerwiegenden Entscheidung steht. Der Autorin ist es außerdem gelungen, die Einarbeitung von Textnachrichten in einen Roman auf ein ganz neues Level zu heben. Grandios!! Mein armes Herz! Mir liefen die Tränen bei Drews Nachrichten – sooooo schön! Endlich mal ein Protagonist, der kommunizieren kann.

Dieser überaus tiefgründige, überraschend spannende, lebensnahe, rundum perfekte Roman ist alles andere als die typische 08/15-College-Romanze! Falls der Klappentext um eine beliebte Cheerleaderin und einen heißen Star-Quarterback euch abschreckt, weil ihr vielleicht nicht auf Sport-Romances steht, seid beruhigt: Ja, American Football und competitive Cheerleading spielen eine Rolle, jedoch ist dies eher das Beiwerk dieser emotionsgeladenen, hinreißenden New-Adult-Geschichte, die nicht nur die Frage 'Karriere oder Liebe?' aufwirft, sondern auch ernste Themen anspricht. Vertraut mir, ihr wollt euch dieses Werk, das ganz klar zu meinen Jahreshighlights und fortan Lieblingsbüchern zählt, auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Yvy Kazi spielt schreibtechnisch locker in der gleichen Liga wie Brittainy C. Cherry, wobei ihr Roman mir dahingehend sogar besser gefällt, weil zwar auch Schicksalsschläge vorkommen, diese allerdings so einfühlsam und stimmungsvoll behandelt werden, dass sie mich nicht runtergezogen haben beim Lesen, was ein riesengroßes Plus ist für mich!

Fazit: Besser geht es nicht, dieses Buch macht süchtig! Hinter dem edlen Cover verbirgt sich ein Feuerwerk der Gefühle - Gänsehautmomente, unerwartete Wendungen, Action und Humor inklusive! 'July wie der Sommer' und 'Mr. Alabama' haben mir den graukalten Herbst versüßt! Ich kann es nicht erwarten, Band 2 (The Reason of Love) zu lesen, der im Februar 2022 erscheinen soll, und hoffe so sehr auf eine Fortsetzung des Nebenplots um Julys Bruder Bo! Ganz, ganz, ganz große Liebe!!

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Veröffentlicht am 27.11.2021

Ein Muss für alle Janeites und Regency-Fans

Von ganzem Herzen ...
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Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass Jane Austen zu Recht zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte gehört. Als bekennende Janeite ich habe ihre Romane schon unzählige ...

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass Jane Austen zu Recht zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte gehört. Als bekennende Janeite ich habe ihre Romane schon unzählige Male gelesen und verliebe mich doch jedes Mal aufs Neue in ihren einzigartigen, von Schalk, Ironie, trockenem Humor und scharfsinniger Beobachtungsgabe geprägten Schreibstil, der bis heute unübertroffen bleibt. Selbstverständlich war dieses von Penelope Hughes-Hallett liebevoll und in gebührender Ehrfurcht gegenüber der in meinen Augen besten Autorin aller Zeiten zusammengestelltes Werk ein absolutes Must-Read für mich!

Bereits der edel gestaltete Einband des hochwertigen Hardcovers gibt einen Vorgeschmack auf die durch und durch stimmige Aufmachung dieses Schmuckstücks. Ich hatte mich darauf eingestellt, dass wahrscheinlich nur wenige jener Briefe, die Jane einst an ihre liebsten Vertrauten verfasst hatte, erhalten geblieben waren und die dazu passenden Romanausschnitte sowie biographischen Erläuterungen den Großteil der 160 großformatigen Seiten einnehmen würden. Weit gefehlt! – Glücklicherweise sind eine beachtliche Anzahl an Briefen und Briefauszügen inkludiert, die – chronologisch orientiert an den Meilensteinen ihres Lebens – in sechs große Abschnitte eingeteilt sind und uns einen einzigartigen, intimen Blick in die Gemütswelt jener Frau ermöglichen, deren grandiose Romane sie unsterblich gemacht haben. "Sie mehren unser Wissen über Jane Austen, ihre Einstellungen, ihren Charakter und ihre äußeren Lebensumstände, den erweiterten Familienkreis, die Häuser, in denen sie ihr Leben verbrachte, die Lebensführung selbst."

Die meisten dieser Briefe sind an Janes geliebte Schwester Cassandra gerichtet und jede Zeile, ob geschwisterlich neckend, informierend, gratulierend oder tröstend ist ein Zeugnis ihrer überaus innigen Bindung zueinander. Cassandra bezeichnete Jane als die Sonne ihres Lebens; ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass Jane tatsächlich über solch eine bemerkenswerte Präsenz verfügte. Sie war eine unglaublich kluge, warmherzige und empathische Frau. Wie gerne hätte ich sie einmal kennengelernt! Dank dieser mit stimmungsvollen Illustrationen ihrer Zeit ausgeschmückten Biografie habe ich nun Gelegenheit dazu, begleite Jane auf ihrem Reifeprozess bis hin zu ihren schriftstellerischen Erfolgen, erfahre interessante Details über ihre Familie und staune über die Fülle an detaillierten Beschreibungen, welche die Regency-Ära vor meinem inneren Auge lebendig werden lassen; ob Berichte von vergnüglichen Bällen, Teegesellschaften und Ausflügen, die Diskussion aktueller Modetrends oder der neueste Klatsch und Tratsch ihres Umfelds – Jane beherrscht die Kunst der Worte und lässt selbst alltägliche Kleinigkeiten wie ein Meisterwerk klingen.

Mein einziger Kritikpunkt ist die zu klein geratene Schrift, die den Lesefluss etwas erschwerte.

Fazit: Ich bin hingerissen von dieser außergewöhnlichen Briefsammlung und lege sie jedem Austen-Fan wärmstens ans Herz!

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Veröffentlicht am 26.11.2021

Der bisher beste Band der ohnehin schon großartigen Buchreihe

Highland Hope 3 - Eine Destillerie für Kirkby
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Charlotte McGregor hat es mal wieder geschafft, meine Sehnsucht nach Schottland zu schüren, kaum dass ich den Vorgängerband begeistert ausgelesen hatte. "Eine Destillerie für Kirkby" spielt in jenem fiktiven ...

Charlotte McGregor hat es mal wieder geschafft, meine Sehnsucht nach Schottland zu schüren, kaum dass ich den Vorgängerband begeistert ausgelesen hatte. "Eine Destillerie für Kirkby" spielt in jenem fiktiven kleinen Örtchen Kirkby, von dem ich nach wie vor irgendwie hoffe, dass es tatsächlich existiert und lediglich darauf wartet, eines Tages von mir entdeckt zu werden. Die in sich geschlossene Geschichte lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen, allerdings kann ich euch jetzt schon sagen: Ihr werdet die Story dermaßen lieben, dass ihr euch anschließend sowieso auch die Vorgängerbände holen werdet – wieso also nicht gleich alle Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen? Dann freut man sich umso mehr, vertraute Gesichter wiederzusehen und zu entdecken, was sich im Leben der liebenswerten Figuren alles getan hat.

Sowohl Alpaka-Mama Shona als auch sexy Tierarzt Kendrick habe ich direkt ins Herz geschlossen. Tierliebe Protagonisten muss man einfach mögen, hihi! Beide durchleben im Laufe der Handlung eine wichtige Entwicklung. Shona ist das jüngste Mitglied der Fraser-Familie und Papas Lieblingskind. Ich sage jetzt nicht, dass sie verzogen ist, aber ein wenig weltfremd und hilflos ist die hübsche, spaßliebende junge Frau schon für ihr Alter. Wenn man als Erwachsene noch nicht weiß, wie man Reis kocht…oder nie auf die Idee kommt, in der WG (wo sie mit ihren Cousinen lebt) auch mal mitzuhelfen im Haushalt, dann ist man doch ziemlich bequem. Doch es stehen große Veränderungen an, nicht nur aufgrund der mit der Eröffnung ihrer Whisky-Destillerie verbundenen neuen Selbstständigkeit Shonas. Gott sei Dank, würden Hailey und Kristie sagen, die es mittlerweile leid sind, dem flauschig süßen, aber eben auch pflegebedürftigen Alpaka Nessie hinterherzuputzen, das Shona sich als Haustier hält. Es wird höchste Zeit, dass ihr verwöhntes Cousinchen endlich lernt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das findet auch der neueste Einwohner Kirkbys, der frisch getrennte und von seiner Familie genervte Kendrick McIntosh: Kaum angekommen, muss er einem beschwipsten Alpaka ausweichen, dessen Besitzerin ihre Aufsichtspflicht sträflichst vernachlässigt hat. Unerhört! Dumm nur, dass er der temperamentvollen Schönheit weder aus dem Weg gehen noch lange böse sein kann. Und auch Shona, die eigentlich unverfängliche One-Night-Stands bevorzugt, ist wider Willen fasziniert von Kendrick. Als sie sich plötzlich unverhofft auf der Tanzfläche gegenüberstehen, lässt sich das Knistern zwischen ihnen nicht länger leugnen.

Was haben wir in der Leserunde eifrig diskutiert über Kendricks Ex-Freundin und seine Familie (sowie über die ungewöhnliche Forderung, die sie an ihn stellen werden)! Kein Wunder, dass er Hals über Kopf aufs Land geflüchtet ist und sich nach Abgeschiedenheit sehnt. Hier wartet die Autorin mit einem wahrlich kreativen Plot auf, in welchem Kendrick nicht nur mit unglaublich authentischem Verhalten bei mir punktet, sondern wir als Leser/innen auch ins Grübeln kommen darüber, wie wir uns wohl in seiner Situation verhalten würden. Sehr tiefgründig werden zudem Shonas Gefühle bezüglich ihrer verstorbenen Mutter sowie das Thema artgerechte Tierhaltung behandelt – ich sage nur: große Pferdeliebe!

Dank des angenehm lockeren, humorvollen, emotionalen Schreibstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen! Einerseits kann ich es nicht erwarten, endlich Band 4 in den Händen zu halten und mehr über Lennox zu erfahren, andererseits fürchte ich mich ein wenig davor, danach von all den liebgewonnenen Figuren Abschied nehmen zu müssen.

Fazit: Ich liebe alle bisher erschienenen Romane der Highland-Hope-Reihe, aber dieser hier hat es mir besonders angetan. Klare Empfehlung für alle Fans von romantischen Feel-Good-Stories!

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Veröffentlicht am 13.11.2021

Nicht nur für Hundefreunde ein (Weihnachts-)Hit!

Pine Hollow – Zwölf Körbchen unterm Weihnachtsbaum
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Diese bezaubernde Small-Town-Romance aus der Feder von Lizzie Shane, erschienen im September 2021 bei HarperCollins, hat mein Herz erwärmt wie eine heiße Schokolade an einem kalten Wintertag! – Liebenswerte, ...

Diese bezaubernde Small-Town-Romance aus der Feder von Lizzie Shane, erschienen im September 2021 bei HarperCollins, hat mein Herz erwärmt wie eine heiße Schokolade an einem kalten Wintertag! – Liebenswerte, lebensnah gezeichnete Charaktere, eine malerische, verschneite Kleinstadt in Vermont als Setting und ein Dutzend entzückender Hunde! Kurzum: Ich war begeistert! Selbiges gilt für den durch und durch angenehmen Schreibstil, der vor humorvollen Formulierungen nur so strotzt und die Geschichte flockig leicht in den weihnachtlichen Rahmen einbettet, ohne seicht zu wirken – kein Wunder, dass die Autorin schon etliche Preise abgestaubt hat und bekannt ist für ihre feinfühligen Romance-Werke! Ich habe mir den Folgeband, "Pine Hollow – Vier Pfoten und ein Date", direkt vorgemerkt und auch schon Band 3, der zunächst in englischer Sprache erscheinen wird, auf meine Wunschliste gesetzt.

Diese Kleinstadt und ihre Einwohner/innen muss man einfach lieben – natürlich wird viel getratscht, aber alle halten zusammen und helfen einander. "»Es ist ein Geben und ein Nehmen, und die Leute kümmern sich umeinander.«" Ben West, der nach dem Tod seiner Schwester Katie und deren Mann Paul plötzlich über Nacht die Vaterrolle für deren kleine Tochter Astrid einnehmen musste, hangelt sich von Tag zu Tag, von einer Problemlösung zur nächsten. Er hat seinen gut bezahlten Job im Silicon Valley aufgegeben und ist in Astrids Elternhaus gezogen, damit das Mädchen nicht auch noch das gewohnte Umfeld verliert; zudem hat er Pauls Stelle im Rat der Stadt übernommen und zerreißt sich förmlich für die Gemeinde. "Wie toll es sich anfühlen musste, wenn der Tag tatsächlich genug Stunden für alles hatte. Nur sehr vage erinnerte er sich noch an dieses Gefühl."

Selten kommt es vor, dass ich mich in den männlichen Protagonisten noch besser hineinfühlen kann als in den weiblichen Part, aber hier war dies ganz klar der Fall, auch wenn ich die sympathische, aufrichtige Ally ebenfalls absolut reizend fand. Sie und ich teilen nicht nur die Liebe für Hunde und ein Interesse an Fotografie, sondern haben auch den gleichen Lieblings-Weihnachtssong: "I’ll be home for Christmas".

Manchmal kommt alles zusammen im Leben und man hat das Gefühl, kaum etwas auf die Reihe zu bekommen, obwohl man sich wie verrückt abstrampelt, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Genauso geht es Ben, als Ally in sein Leben hineinstolpert – im wahrsten Sinne des Wortes. Für zusätzliche Komplikationen fehlen ihm schlichtweg die Energie und die Zeit. Dennoch geht es nicht spurlos an ihm vorbei, dass dem lokalen Tierheim Furry Friends aufgrund seiner Entscheidung im Stadtrat die Subventionen gestrichen werden sollen. Selbstlos setzt er die Vermittlung der noch im Heim verbliebenen Hunde als weiteren Punkt auf seine ohnehin schon lange To-Do-Liste und ruft die Aktion 'Die zwölf Weihnachtshunde' ins Leben, damit alle Fellnasen bald ein liebevolles Zuhause finden. Leider befeuert dies den Wunsch seiner Nichte, selbst einen Hund als Haustier zu bekommen und die hübsche Ally wird ihm immer wichtiger, obwohl er sich mit Händen und Füßen gegen diese Gefühle zu wehren versucht.

Erzählt wird in der 3. Person, wobei die Übergänge zwischen Bens und Allys Perspektive fließend sind. Ich habe das wundervolle, kleinstädtische Weihnachtsflair genossen, das in diversen Veranstaltungen zelebriert wird, und fand es großartig, dass den niedlichen Hunden eigene Charaktereigenschaften zugeschrieben worden sind, anstatt sie auf Gassi-Gänge zu reduzieren.

Fazit: Der perfekte Roman für die Vorweihnachtszeit! Das putzige Cover hält, was es verspricht - klare Leseempfehlung für alle Tierliebhaber und Fans von Wohlfühlgeschichten.

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