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Veröffentlicht am 14.04.2022

Aufstrebendes San Francisco

Stadt der Träume
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Auftaktband um die Caldwell Saga. Es geht um den Bestand der Reederei und Harriet, der Tochter des Eigentümers. Auf der anderen Seite Frank Maynard, der den Boom des Films erahnt. Beide treffen aufeinander, ...

Auftaktband um die Caldwell Saga. Es geht um den Bestand der Reederei und Harriet, der Tochter des Eigentümers. Auf der anderen Seite Frank Maynard, der den Boom des Films erahnt. Beide treffen aufeinander, doch ihre Gefühle füreinander werden auf harte Pro-ben gestellt.
Durch Harriet und Frank erlebt man als Leser die damalige Zeit etwas mit. Persönlich fand ich es interessant, da ich vor kurzem in San Francisco war und sich so einiges bekannt an-hörte. Die Geschichte der Stadt ist ja noch relativ jung, ebenso wie die von Hollywood. Dazu dann die Katastrophe, das große Erdbeben.
Gerade anhand von Harriets Geschichte wird die Situation einer jungen Frau zu der Zeit dargestellt, die hat allerdings den Vorteil aus einer gut situierten Familie zu kommen. Es sind Ansätze von Freiheiten, Gleichberechtigung, aber das ist noch ein langer Weg. Das Agieren von Harriets Mutter empfinde ich allerdings übertrieben und dadurch etwas be-fremdlich. Auch wenn damals die Konventionen strenger waren.
Dann muss die Reederei um ihren Bestand kämpfen, Harriets Onkel versucht das Geschäft an sich zu reißen und Harriet kann das erstmal verhindern. Hier fehlte mir weitergehen-des.
Der Schreibstil hat mit gefallen, ich konnte mir die geschilderten Dinge gut vorstellen be-sonders das Erdbeben kam stark bei mir an. Im Roman werden einige Orte in und um San Francisco erwähnt, die man googeln kann, da stört das Cover dann doch. Denn die Golden Gate Bridge wurde ab 1933 gebaut, also weit nach der Zeit die im Buch beschrieben wird. Finde ich bei einem Roman mit historischem Hintergrund (welcher mich besonders inte-ressierte) dann schon eher schlecht, auch wenn es der Eyecatcher ist.
Mir hat besonders der Handlungsort gefallen, da ist viel Potential. Die zwei Handlungs-stränge sind eine gute Idee, beide wären für mich aber noch weiter ausbaufähig gewesen.
Eine gute Unterhaltung, wo ich mir noch mehr gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 20.01.2022

Liebe mit Schwierigkeiten

Als die Tage leiser wurden
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3,5 Sterne
In London, in der Half Moon Street führt Cecilia zusammen mit ihrer Freundin ein Café. Sie hat noch sehr unter dem Verlust ihres Vaters zu leiden und fragt sich was er ihr in ei-nem unvollendeten ...

3,5 Sterne
In London, in der Half Moon Street führt Cecilia zusammen mit ihrer Freundin ein Café. Sie hat noch sehr unter dem Verlust ihres Vaters zu leiden und fragt sich was er ihr in ei-nem unvollendeten Brief mitteilen wollte. Dann ist ein junger Mann jeden Tag im Cinna-moon und mit der Zeit kommen Cecilia und Lukas sich näher. Doch irgendwann muss Lu-kas auch sein Geheimnis offen legen und wie es auch Cecilias Familie betrifft.
Neben den sich langsam entwickelnden Gefühlen zwischen den Beiden wurde hier ein sehr schwieriges Thema gewählt, wo es alle Betroffenen schwer haben damit umzugehen. Das, denke ich, wurde in der Geschichte gut gelöst und mit Einfühlungsvermögen darge-stellt. Der Schreibstil ist gut, hat mir besonders im ersten Drittel des Romans gefallen, die-ses ruhige, fast schon zarte schildern.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich aber keiner der zwei Hauptcharaktere für mich zum Sympathieträger. Wobei Cecilia in ihrer Haltung und Art wirklich bewundernswert ist. Lu-kas Problem ist schon sehr gut dargestellt, sicherlich durch das was mir nicht so gefallen hat besonders intensiv, seine Zerrissenheit halt.
Eine nicht leichte Geschichte, eine Liebesgeschichte mit Hindernissen, dich mich leider nicht komplett packen konnte

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Interessannte Betrachtungen

Frauenfragen - Männer antworten
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Die Autorin befragt, spricht in ihrem Blog Männer in Bezug auf Dinge, die Frauen gefragt werden und hat davon ein Buch zusammengestellt. Neben der Wiedergabe der Interviews mit verschiedenen österreichischen ...

Die Autorin befragt, spricht in ihrem Blog Männer in Bezug auf Dinge, die Frauen gefragt werden und hat davon ein Buch zusammengestellt. Neben der Wiedergabe der Interviews mit verschiedenen österreichischen prominenten Männern kommen noch kurze Zitate von Frauen, was die so an Sprüchen erlebt haben. Interessant ist auch, dass die Männer zu Anfang mit ihrer Kleidung vorgestellt werden. Die Gespräche werden teils erzählend wie-der gegeben, teils in Dialogen, Zitaten.
Bei manchen Passagen war ich nicht so dabei, bei anderen dann wieder und so einiges regte zum Grübeln an. Auf jeden Fall zeigt dieses Buch was in Sachen Feminismus noch zu tun ist und wie vielfältig das Thema ist.
Im Grunde ist es die Sache jeder einzelnen Frau wie sie ihr Leben gestaltet, ob mit Kinder, mit Job, oder halt nicht. Eine Bemerkung der Autorin hat es mir besonders angetan, denn dass sie es nicht so möchte, wie es in Frankreich üblich ist, wo die Kinder schon früh über den ganzen Tag in der Betreuung sind. So habe ich das einst auch gesehen, ich bekomme doch kein Kind um es fremd betreuen zu lassen um wieder zur Arbeit zu gehen. Wobei mich auch erst entsprechende Erlebnisse dazu gebracht haben überhaupt Nachwuchs zu wollen. Es muss einfach möglich sein, dass eine Familie auch nicht auf zwei Einkommen angewiesen ist, damit sich ein Elternteil ums Kind kümmern kann. Das setzt natürlich vo-raus, dass das Einkommen der Frau ebenfalls ausreicht. Oft ist es leider auch so, dass es egal ist was Frau macht, es ist falsch und sie wird dann auch oft von Frauen kritisiert. Und warum müssen sich Frauen der Männerwelt anpassen?
Etwas komisch fand ich, dass im Mai diesen Jahres auch wohl so ein ähnliches Buch im Fischer Verlag erschienen ist, was ich aber bisher noch nicht gelesen habe.
Ein wahnsinnig umfassendes Thema auf das es keine einfachen Antworten gibt.
Wie schon erwähnt, beim Lesen war ich mal voll dabei und bei manchen halt nicht. Ist aber auf jeden Fall vom Schreibstil her gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.11.2021

Ein Stück Zeitgeschichte

Kastanienblüte
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Nach dem Ende des ersten Weltkrieges kommt Lui in sein Heimatdort am Rand des Schwarzwaldes zurück. Klara, seine Jugendliebe ist inzwischen verheiratet, leitet des Gast-hof des Dorfes und ihr Mann gilt ...


Nach dem Ende des ersten Weltkrieges kommt Lui in sein Heimatdort am Rand des Schwarzwaldes zurück. Klara, seine Jugendliebe ist inzwischen verheiratet, leitet des Gast-hof des Dorfes und ihr Mann gilt noch als vermisst.
Der Gasthof „Der goldene Hirsch“ ist tatsächlich vorhanden gewesen und wurde vom Großvater der Autorin erworben. Die Geschichte von Lui und Klara ist in dieser Form aber dann fiktiv. Wenn die Beiden mal bei wenigen Gelegenheiten Zeit miteinander finden konnte ich die intensiven und liebevollen Gefühle zwischen ihnen beim Lesen spüren. Auch die Heimatliebe ist zu spüren, dazu die gesellschaftlichen Vorgaben wie eine Familie zu gründen. Unter guten Voraussetzungen scheint die Liebe zwischen Lui und Klara nicht zu stehen.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichten erzählt, was gut gelungen ist und sich gut lesen lässt. Erstaunlich, mit wie viel Kraft gerade Klara ihr Leben meistert-
Der Roman wird eher in ruhiger Art erzählt, einerseits kommt die Geschichte dadurch sehr gut zur Geltung, andererseits hat sich mich an ein paar Stellen auch etwas verloren.
Auf jeden Fall eine gute Schilderung der damaligen Zeit und eine zu Herzen gehende Ge-schichte.

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Umfangreich, nachdenkenswert

Das Werden des Menschen und Coronas Beitrag
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Ein sehr vielschichtiges Buch, welches viele Themen der heutigen Zeit anspricht., halt auch unter dem Namen der Corona-Krise, die einiges wesentlich deutlicher zum Vorschein brach-te. Das Buch wurde im ...

Ein sehr vielschichtiges Buch, welches viele Themen der heutigen Zeit anspricht., halt auch unter dem Namen der Corona-Krise, die einiges wesentlich deutlicher zum Vorschein brach-te. Das Buch wurde im August 2020 geschrieben, wo die übelsten Reglementierungen auf-grund des Corona-Virus noch bevor standen.
Es werden in gut lesbaren Schreibstil viele Themen angesprochen, wie das Ansprechen von Freiheit, Wohlstand, Führen durch Angst, Leben und Lieben und was Geld macht.
Ob ich durch die Corona-Maßnahmen etwas positives erlebt habe, ich weiß nicht. Mir fält es schwerer „nach außen“ zu gehen, verreisen zu wollen. Ich traue der Politik überhaupt nicht mehr und die derzeitigen Verteuerungen als Folge von Corona, der Politik, dem Globalismus und dem Klimawahn empfinde ich als extrem und vorher in der Form noch nie dagewesen. Der Autor spricht an, dass man sich gerade durch Corona aus wesentliches besinnen konnte. Ja, man kann mit weniger zufrieden sein und auf einiges verzichten. Doch durch Zwang fin-de ich das ungesund. Wenn man seit März 2020 nur noch von zu Hause arbeitet, dann fehlt einfach sozialer Kontakt. Der Wahn, dass Klima nun plötzlich verändern zu wollen macht es nicht besser. Wo ich schon vor Jahrzehnten dachte, dass jeder weiß wie endlich das Erdöl ist und niemand Impulse gab für Ersatz dafür, aber jetzt muss es auf einmal ganz schnell gehen, egal zu welchem Preis. Den sog. Klimaschutz muss man sich leisten können, Klimaschutz geht oft auf Kosten des Umweltschutzes (Lithiumabbau, auch für Solaranlage usw. wird dann CO2 produziert usw.) Und steigende Energiekosten vereinfachen es nicht, dass sich Leute plötzlich E-Autos leisten können, oder alte Häuser auf Wärmepumpen umrüsten, zu-dem ist Strom auch nicht unendlich vorhanden, gerade wenn alles abgeschaltet wird. Ja, das ist ein Thema was mich bewegt und ich das Handeln „der da oben“ nicht verstehen kann, oder haben die sich von der Realität des Bürgers entfernt?
Nachhaltigkeit ist nicht der Kauf eine neuen E-Autos, der Kauf in Hofläden ist gut, aber nicht wenn man dafür 15 km fahren muss. Wenn man für einen kleinen Einkauf ein Kilome-ter laufen muss mag das okay, für den Großeinkauf ist. Früher gab es in unserem Ort kleine Läden, man war versorgt, jetzt nicht mehr. Nun soll ich auf ein Auto verzichten? Passt nicht. Diese Gedanken gingen mir beim Lesen durch den Kopf.
Ein gutes Leben ist ein Thema zum Ende des Buches. Stimmt, es nicht Reichtum, aber die Freiheit halt durch eine gewisse Form von materieller Sicherheit hilft ungemein um seinen Wünschen und Vorlieben nachzugehen, um zufrieden alt zu werden.
Ich denke, durch extreme Vorschriften, Bevormundung durch den Staat ohne den Bürger mitzunehmen und mit sinnvollen, durchdachten Vorschlägen und umsetzbaren Lösungsvor-schlägen mitzunehmen wird einiges, was derzeit passiert nicht gut ausgehen, zum gewünsch-ten Ergebnis führen. Da bin ich mit dem Autoren nicht einer Meinung, dass man einfach mal machen sollte, ohne über das Wie weiter nachzudenken.
Ja, Veränderungen sind immer nötig, sind schon immer passiert, aber mir persönlich gefällt die Form nicht. Besonders nicht die Gutmenschen-Art und wir-retten-die-Welt, das sollte irgendwie in anderer Form passieren und es gibt sicherlich nicht nur einen Weg.
Aber sicherlich ein Überdenken des Geldsystems, denn andauerndes Wachstum um Aktionä-re zu befriedigen ist weder nachhaltig noch gut. Ein positives Ergebnis wo Unternehmer und Angestellte ein gutes Auskommen haben finde ich wünschenswert.

Vielleicht wären ein paar weniger Themen besser gewesen und diese dann intensiver be-trachten? Vielleicht wäre dann diese Rezension auch anders ausgefallen. So viele Denkan-sätze, da hat sich der Autor viel vorgenommen, viel angesprochen, was an dann für mich in der Menge wieder untergegangen ist.
Am Ende wird Corona als Möglichkeit für die nötigen Veränderungen angesprochen. Ich befürchte allerdings, dass dies in einer positiven Form nicht passieren wird. Die Gesellschaft ist nicht zusammen gewachsen, Toleranz untereinander fehlt, wird andererseits aber mas-sivst eingefordert. Also ein Wahnsinnthema dem ich mich auch gerne mal entziehe um ge-sund zu bleiben.

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