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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2021

Durchwachsen

Der Traumpalast
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Das Buch lässt mich zweigeteilt zurück.

Zum Einen geht es um die Geschichte der UFA und der Filmschaffenden in Deutschland. Als jemand, der genau in dieser Branche auch tätig ist, hat mich das Thema ...

Das Buch lässt mich zweigeteilt zurück.

Zum Einen geht es um die Geschichte der UFA und der Filmschaffenden in Deutschland. Als jemand, der genau in dieser Branche auch tätig ist, hat mich das Thema natürlich brennend interessiert. Und es ist spannend und erhellend, was Prange hier erzählt. Gute Recherche und ein Gepür für die damalige Stimmung machen das Alles sehr glaubwürdig.

Zum Anderen sind da die beiden Hauptdarsteller Tino und Rahel und ihre Liebesgeschichte. Hier hatte ich Schwierigkeiten. Irgendwie konnte ich die beiden nicht uneingeschränkt ins Herz schließen. Vielleicht lag es an ihrer teils sehr spröden Art, wie die Beziehung ablief. Wie beide sich nicht richtig darauf einlassen konnten und später Schwierigkeiten hatten, den Absprung in eine richtige Beziehung zu schaffen. Das nervte mich und war mir unveständlich.

Ebenfalls etwas anstrengend fand ich das ständige Springen zwischen verschiedenen Erzählsträngen. Eine Unruhe zog sich durch die Geschichte.

Sicher werde ich auch Teil 2 lesen. Nach so einem dicken Wälzer will man einfach wissen, wie es weitergeht. Aber es ist definitiv nicht mein Lieblingsbuch dieses Autors. Ich weiß von was ich Rede, denn ich folge ihm seit Jahren mit Vergnügen.

Veröffentlicht am 28.09.2021

grau und traurig

Shuggie Bain
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Glasgow in den 80gern. Grau und trist wie das Leben des kleinen Shuggie. Der Vater ein egoistischer Macho die Mutter eine Säuferin, die ihren Sohn gleichermaßen vernachlässigt und überfordert. Dazu eine ...

Glasgow in den 80gern. Grau und trist wie das Leben des kleinen Shuggie. Der Vater ein egoistischer Macho die Mutter eine Säuferin, die ihren Sohn gleichermaßen vernachlässigt und überfordert. Dazu eine derbe und unbarmherzige Sprache, die herausfordert und aufrüttelt. Das Buch ist wirklich schwere Kost. Mir wurde erst spät bewusst, dass der Roman autobiographische Züge hat und vielleicht deshalb so wenige lichte Momente aufzuweisen hat. Das ist auch der große Kritikpunkt für mich. Es scheint, als gäbe es keinen Ausweg aus diesem tiefen Loch in dem Shuggie dank seiner Eltern steckt. Ich hatte eigentlich erwartet, dass der Weg hinaus sich deutlicher abzeichnen würde. Als Hoffnungsschimmer für den Leser und als Anreiz, dass man alles meistern kann, wenn man nicht aufgibt. Aber bis zum Ende blieb es mir zu düster und desillusioniert und dieses bedrückende Gefühl beim Lesen führte dazu, dass ich es nur mit Anstrengung fertig lesen konnte. Der Junge tat mir unendlich leid.

Mag sein, dass dies ein Zeichen für einen guten Autor ist, wenn er solche Gefühle beim Leser erzeugt. Aber wenn ich nicht den Wunsch habe Weiterzulesen, dann ist es für mich kein Buch, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Ein Buch, welches jeder selber entdecken muss. Eines welches die Leserschaft sicherlich teilen wird.

Veröffentlicht am 08.02.2021

muss man nicht lesen

Miss Bensons Reise
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Margery Benson möchte einmal im Leben ein richtiges Abenteuer erleben und als erste den goldenen Käfer entdecken. Deshalb begibt sie sich mit Enid Pretty in einem Dampfer auf die Reise nach Neukaledonien.

Mich ...

Margery Benson möchte einmal im Leben ein richtiges Abenteuer erleben und als erste den goldenen Käfer entdecken. Deshalb begibt sie sich mit Enid Pretty in einem Dampfer auf die Reise nach Neukaledonien.

Mich konnte die Story nicht überzeugen. Es war weder abenteuerlich noch spannend, was die zwei Frauen erleben. Allein schon die Hinreise zog sich gewaltig. Auch die Interaktion der Hauptdarstellerinnen miteinander waren sehr von vorhersehbaren Kabbelleien bestimmt und ich fand keine von ihnen besonders charmant. Die eine alt und verstockt, die andere jung und exaltiert. Beides aber so schräg und mit einem Humor, der für meinen Geschmack immer ein bisschen drüber war. Ich musste nicht Schmunzeln und fand die Geschichte zäh.

Ich hatte mir nach der Leseprobe und dem Klappentext etwas ganz anderes erwartet. Das Cover ist farblich sehr schön und warm. Die Wärme fehlte mir im Buch allerdings etwas.

Veröffentlicht am 03.12.2020

Trilogiestart

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1)
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Vielleicht ist es, weil ich ein High-Fantasy-Anhänger bin und es sich hier um Urban-Fantasy handelt. Ich hatte mich diesmal vorher nicht genauer damit beschäftigt, worum es in Kaldeira geht. Mich hatte ...

Vielleicht ist es, weil ich ein High-Fantasy-Anhänger bin und es sich hier um Urban-Fantasy handelt. Ich hatte mich diesmal vorher nicht genauer damit beschäftigt, worum es in Kaldeira geht. Mich hatte einfach die Inhaltsangabe angesporchen und das wunderschöne Cover. Außerdem hatte ich vorher noch nichts von Kira Licht gelesen und dachte, es wäre dringd Zeit, dies mal zu ändern. Aber am Ende war ich etwas enttäuscht.

Das Setting Rom ist unterhaltsam, aber mir war es einfach nicht phantastisch genug. Die chemische Magie ist sehr ungewöhnlich und bedarf langer Erklärungen und HIntergrundfakten über die chemischen Reaktionen und Verbindungen. Das erinnerte fast etwas an meinen ungeliebten Chemieunterricht. Die Heldin Emilia ist sympathisch weil mutig und rebellisch und eine starke junge Frau. Ihr gegenüber ist der Love-interest Ben für mich eher schablonenhaft, überheblich und zu sehr von sich eingenommen gewesen. Außerdem sind sie in einem ständigen Clinch - erst als Kontrahenten, später mit steigender Anziehungskraft - und das hat mich gerade in dramatischen Szenen genervt.

Außerdem wird viel erklärt, viel beschrieben, lange von vergangenem berichtet. Für mich war es zu wenig Spannung und zu langatmig an zu vielen Stellen. Ein besonders großes Manko finde ich, dass die Nebendarsteller alle blass und gleichförmig erscheinen, die Bedrohungen nicht bedrohlich genug und das Finale zu kurz und mit zu vielen Cliffhangern versetzt ist.

In einer Leserunde gelesen habe ich schnell gemerkt, dass ich mit meiner Meinung etwas gegen den Strom schwimme, weswegen ich denke, es war einfach nicht mein Genre, denn andere waren schwer begeistert.


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Veröffentlicht am 25.05.2020

Psychothriller

Marta schläft
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Marta schläft ist der zweite Thriller aus der Feder von Romy Hausmann.
Die Hauptdarstellerin ist eine Frau mit einer schwierigen Persönlichkeit. Sie musste wegen eines Verbrechens eine Strafe absitzen. ...

Marta schläft ist der zweite Thriller aus der Feder von Romy Hausmann.
Die Hauptdarstellerin ist eine Frau mit einer schwierigen Persönlichkeit. Sie musste wegen eines Verbrechens eine Strafe absitzen. Sie hat ein Trauma und ist psychisch angeknackst. Sie hat keine Menschen denen sie vertraut und verhält sich oft seltsam. Ein neuer Mord geschieht und jetzt ist die Frage, was hat Marta damit zu tun? Will jemand Marta die Schuld in die Schuhe schieben? Was ist vor Jahren passiert, dass sie so labil geworden ist?
Romy Hausmann schreibt verschachtelte und komplexe Psychothriller. Sie lässt sich viel Zeit für die Charakterzeichnung, legt falsche Fährten, streut dem Leser Sand in die Augen, damit er möglichst lange rätselt, was die Wahrheit ist und was Lüge.
Da ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe und dort viele Ideen und Möglichkeiten besprochen wurden, hatte ich relativ schnell eine Idee, in welche Richtung die Story läuft. Am Ende hat sich diese auch bewahrheitet, auch wenn versucht wird, zu verwirren.
Was mir gefallen hat: Die psychologischen Untiefen der Akteure sind Tief und dafür lässt die Autorin sich auch Zeit. Sie wechselt oft die Perspektive und will das Tempo damit hochhalten. Der Schreibstil ist gut lesbar.
Nicht gefallen hat mir diesmal, dass ich die Hauptdarstellerin nicht mochte und ihr Verhalten auch nicht wirklich nachvollziehen konnte. Einiges war etwas zu undurchsichtig beschrieben. Das las sich absichtlich unklar und etwas verwirrend. Und es war mir einfach zu wenig Handlung und zu viele Menschen mit schweren Psychosen.