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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2021

Süß

Schmetterlinge aus Marzipan
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Nina ist geschieden, lebt mit ihrem Sohn Leonhard in einer Art WG und lässt sich im Job unterbuttern. So die Kurzfassung für Ninas aktuelle Situation. Als sie sich bei der Online-Partnervermittlung Doublecheck ...

Nina ist geschieden, lebt mit ihrem Sohn Leonhard in einer Art WG und lässt sich im Job unterbuttern. So die Kurzfassung für Ninas aktuelle Situation. Als sie sich bei der Online-Partnervermittlung Doublecheck anmeldet und das Praktikum in der Konditorei annimmt, passiert endlich mal wieder etwas in ihrem Leben. Sogar ganz schön viel im Vergleich zu ihrem sonstigen Leben!
Eine schöne Idee, jedes Kapitel als Kuchen oder Essen zu betiteln. "Schmetterlinge aus Marzipan" ließ sich gut lesen, war nett für zwischendurch, aber ich hatte mir etwas mehr vom Buch versprochen. Es gibt nichts wirklich zu kritisieren, aber auch nicht zu loben. Es gab viele Katastrophen im Buch, aber kein wirkliches Highlight. Und vor allem hatte ich auf mindestens ein Rezept gehofft, um das Buch abzurunden.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Wer ist der Erzähler?

Stille blutet
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Nadine liest live in den Nachrichten vor, dass sie bald tot sein wird... und das ist sie auch kurz darauf. Nachdem es noch einen weiteren Mord gibt, sorgt #inkürzetot für weitere Arbeit bei der Wiener ...

Nadine liest live in den Nachrichten vor, dass sie bald tot sein wird... und das ist sie auch kurz darauf. Nachdem es noch einen weiteren Mord gibt, sorgt #inkürzetot für weitere Arbeit bei der Wiener "Mordgruppe". Und es bleibt nicht bei zwei Opfern...

Ein tolles Cover, bei dem in der Mitte Wien erkennbar ist, umschlossen von Blut. Ein Hingucker für alle Krimi- und Thriller-Fans. "Stille blutet" ist auch ein origineller Titel.

Ursula Poznanski versteht ihr (Schreib)Handwerk. Sie zeichnet spannende Charaktere, weiß die Stimmung zwischen den Ermittlern gut zu beschreiben, ich war direkt im Buch drin. Aber insgesamt hatte das Buch für mich ein paar Längen, dieses Buch hat micht nicht so mitgerissen wie "Die Burg". Vielleicht auch, weil am Ende des Buches nicht aufgelöst wurde, wer der geheimnisvolle Erzähler ist, der zwischendrin seine "eigene Geschichte" erzählt? Es ist klar warum, es handelt sich um eine Reihe, aber für mich waren zu viele Fragen offen, deshalb war ich mit dem Buch insgesamt nicht ganz zufrieden.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Wofür die Mühe?

Serotonin
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Ein Mann, der ein Antidepressiva nimmt, was ihm seine Libido raubt. Er verlässt sein altes Leben und geht auf Abschiedstour - zu alten Studienfreunden und ehemaligen Geliebten. Das ist kurz zusammengefasst ...

Ein Mann, der ein Antidepressiva nimmt, was ihm seine Libido raubt. Er verlässt sein altes Leben und geht auf Abschiedstour - zu alten Studienfreunden und ehemaligen Geliebten. Das ist kurz zusammengefasst der Inhalt.
Der Anfang von "Serotonin" liest sich noch gut, auch wenn einen bald die geschilderten Sexszenen zunehmend verstören. Aber irgendwann kommt die Langeweile und dazu diese verschachtelten Mammut-Sätze! Schwere Kost. Und der Schluss, ich habe mich tatsächlich bis zum Ende durchgekämpft, ist das überhaupt ein Schluss oder hatte der Autor keine Kraft mehr dafür? Von Michel Houellebecq hatte ich mir mehr versprochen, sehr schade.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

WTF?

Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer
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Valerie Solanas schimpft nicht nur auf die Gesellschaft in den USA Ende der 60er Jahre, sie schlägt auch eine Gesellschaft ohne Männer bzw. eine Gesellschaft zur Vernichtung der Männer vor, SCUM steht ...

Valerie Solanas schimpft nicht nur auf die Gesellschaft in den USA Ende der 60er Jahre, sie schlägt auch eine Gesellschaft ohne Männer bzw. eine Gesellschaft zur Vernichtung der Männer vor, SCUM steht für Society for Cutting Up Men. Das ist ja bereits sehr aussagekräftig. Müsste ich es nicht für ein Seminar im Studium lesen, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dieses "Manifest" zu lesen. Dieses permanente Gegeifer und dieser Hass ist kaum zu ertragen, die ganzen etwas mehr als 100 Seiten waren eine Qual. Im Hinblick auf dieses Geschreibsel und das Attentat auf Andy Warhol, ohne das dieses "Buch" vermutlich niemals publiziert worden wäre, kann man sich nur fragen, wie krank jemand sein muss bzw. was diejenige in ihrer Kindheit und/oder Jugend erlebt hat, um so etwas zu produzieren?

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