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Veröffentlicht am 23.04.2022

Japanische Geschichten

Erste Person Singular
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"Erste Person Singular" ist mein erstes Buch von Murakami und hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Es sind acht Kurzgeschichten mit unterschiedlichen Themen, alle haben gemeinsam, dass man sich ...

"Erste Person Singular" ist mein erstes Buch von Murakami und hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Es sind acht Kurzgeschichten mit unterschiedlichen Themen, alle haben gemeinsam, dass man sich den Autor und den Ich-Erzähler als eine Person vorstellt. Man muss sich auf die Welt des Haruki Murakami einlassen und offen sein für diesen speziellen Schreibstil. Die Geschichte mit dem Affen und Schumanns Carnaval haben mir am besten gefallen und ich habe mir direkt das Klavierstück angehört. Von daher hat das Buch auf jeden Fall meinen Horizont erweitert und ich werde mir bei Gelegenheit einen weiteren Murakami-Roman aussuchen und lesen.

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Veröffentlicht am 19.03.2022

Liebeserklärung an die Bretagne

Bretonische Verhältnisse
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Kommissar Dupin hat einen Mord im ehemaligen Künstlerdorf Pont Aven aufzuklären. Aber wer bringt einen 91-jährigen Mann um? Noch dazu kommt heraus, dass der Mann nur noch kurz zu leben hatte. Und weshalb ...

Kommissar Dupin hat einen Mord im ehemaligen Künstlerdorf Pont Aven aufzuklären. Aber wer bringt einen 91-jährigen Mann um? Noch dazu kommt heraus, dass der Mann nur noch kurz zu leben hatte. Und weshalb musste er sterben? Erst nach weiteren Ereignissen kommt Dupin drauf, worum es bei dem Mord wirklich geht.
"Bretonische Verhältnisse" ist eine Liebeserklärung des Autors an die Bretagne. Wenn er die Farben und den Geruch des Meeres beschreibt, möchte man direkt auch in die Bretagne fahren um zu schauen, ob es wirklich so ist. Ansonsten bleiben die Figuren seltsam farblos. Und warum muss ein Kommissar immer chronisch schlecht gelaunt und ein Eigenbrötler sein? Das sind mir zu viele Stereotypen. Das Buch war gut zu lesen und auch ganz unterhaltsam, aber ich muss jetzt nicht zum nächsten Band greifen, um mehr davon zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Überbewertet

Die Korrekturen
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Ein Roman über eine 5-köpfige Familie im Mittelwesten der USA, bei der jedes einzelne Familienmitglied mit seinen eigenen Dämonen kämpft. In den einzelnen Abschnitten wird jeweils ein anderes Familienmitglied ...

Ein Roman über eine 5-köpfige Familie im Mittelwesten der USA, bei der jedes einzelne Familienmitglied mit seinen eigenen Dämonen kämpft. In den einzelnen Abschnitten wird jeweils ein anderes Familienmitglied genauer unter die Lupe genommen, Abschnitte, die oft sehr abrupt enden und einem mit einem großen Fragezeichen zurücklassen.
Jonathan Franzen schreibt teilweise Mammutsätze, die nicht nur zeilen-, sondern auch seitenlang sind. Das ist mühsam, aber auch eine Kunst.
Einige detaillierte Beschreibungen dessen, was vor allem Vater Alfred sich einbildet, sind extrem abstoßend. Insgesamt war das Buch für mich künstlich in die Länge gezogen und hätte keine 781 Seiten gebraucht, um diese Geschichte zu erzählen. Das war mühsam zu lesen, ich war froh, als ich das Buch beendet hatte! Ich habe mich durchgekämpft, weil ich immernoch gehofft habe, die "Korrektur zum Guten" kommt noch und ich kann nachvollziehen, warum das Buch so gelobt wird. Leider war das für mich nicht der Fall. Schade!

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Veröffentlicht am 21.12.2021

Süß

Schmetterlinge aus Marzipan
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Nina ist geschieden, lebt mit ihrem Sohn Leonhard in einer Art WG und lässt sich im Job unterbuttern. So die Kurzfassung für Ninas aktuelle Situation. Als sie sich bei der Online-Partnervermittlung Doublecheck ...

Nina ist geschieden, lebt mit ihrem Sohn Leonhard in einer Art WG und lässt sich im Job unterbuttern. So die Kurzfassung für Ninas aktuelle Situation. Als sie sich bei der Online-Partnervermittlung Doublecheck anmeldet und das Praktikum in der Konditorei annimmt, passiert endlich mal wieder etwas in ihrem Leben. Sogar ganz schön viel im Vergleich zu ihrem sonstigen Leben!
Eine schöne Idee, jedes Kapitel als Kuchen oder Essen zu betiteln. "Schmetterlinge aus Marzipan" ließ sich gut lesen, war nett für zwischendurch, aber ich hatte mir etwas mehr vom Buch versprochen. Es gibt nichts wirklich zu kritisieren, aber auch nicht zu loben. Es gab viele Katastrophen im Buch, aber kein wirkliches Highlight. Und vor allem hatte ich auf mindestens ein Rezept gehofft, um das Buch abzurunden.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Wer ist der Erzähler?

Stille blutet
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Nadine liest live in den Nachrichten vor, dass sie bald tot sein wird... und das ist sie auch kurz darauf. Nachdem es noch einen weiteren Mord gibt, sorgt #inkürzetot für weitere Arbeit bei der Wiener ...

Nadine liest live in den Nachrichten vor, dass sie bald tot sein wird... und das ist sie auch kurz darauf. Nachdem es noch einen weiteren Mord gibt, sorgt #inkürzetot für weitere Arbeit bei der Wiener "Mordgruppe". Und es bleibt nicht bei zwei Opfern...

Ein tolles Cover, bei dem in der Mitte Wien erkennbar ist, umschlossen von Blut. Ein Hingucker für alle Krimi- und Thriller-Fans. "Stille blutet" ist auch ein origineller Titel.

Ursula Poznanski versteht ihr (Schreib)Handwerk. Sie zeichnet spannende Charaktere, weiß die Stimmung zwischen den Ermittlern gut zu beschreiben, ich war direkt im Buch drin. Aber insgesamt hatte das Buch für mich ein paar Längen, dieses Buch hat micht nicht so mitgerissen wie "Die Burg". Vielleicht auch, weil am Ende des Buches nicht aufgelöst wurde, wer der geheimnisvolle Erzähler ist, der zwischendrin seine "eigene Geschichte" erzählt? Es ist klar warum, es handelt sich um eine Reihe, aber für mich waren zu viele Fragen offen, deshalb war ich mit dem Buch insgesamt nicht ganz zufrieden.

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