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Veröffentlicht am 01.02.2022

galaktische Schwierigkeiten

Aurora entflammt
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„Aurora entflammt“ ist der zweite Teil von Amie Kaufman und Jay Kristoff.
Wieder einmal ist Tyler Jones - Alpha. Aurora Legion, Squad 312 – mit seinem Squad in ordentlichen Schwierigkeiten. Sozusagen ...

„Aurora entflammt“ ist der zweite Teil von Amie Kaufman und Jay Kristoff.
Wieder einmal ist Tyler Jones - Alpha. Aurora Legion, Squad 312 – mit seinem Squad in ordentlichen Schwierigkeiten. Sozusagen in galaktischen Schwierigkeiten. Für alle, denen der erste Teil nicht mehr ganz im Gedächtnis geblieben ist, gibt es eine kurze und prägnante Einführung, die einen wieder auf den aktuellen Stand bringt.
Weiterhin dreht sich alles um Aurora. „Ein Trigger zu sein, bedeutet, dass Entscheidungen vor dir liegen, Aurora Jie-Lin O’Malley.“ [229 f.] Was mir in diesem Teil besonders gut gefallen hat, war die Weiterentwicklung der Charaktere. Es macht Spaß zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt und Sichtweisen sich wandeln.
„Der Tyler Jones, der als Jahrgangsbester an der Aurora Academy abgeschlossen hat, hätte das nicht mal in Betracht gezogen. Er war einer, der sich streng an die Vorschriften gehalten hat.“ [168]
Natürlich kommen auch die galaktischen Kämpfe nicht zu kurz. Es geht ordentlich zur Sache. Zusätzlichen Schwung bringt die „mörderische Psycho-Bitch-Maschine“ [210] Saedii. Man merkt hierbei, dass es sprachlich etwas lockerer zugeht. Wie schon im ersten Teil finde ich es hier auch wieder angebracht. Es ist eine wilde Jagd durch die Galaxie und es ist ein Squad, wie es nur einmal gibt.
„Aurora entflammt“ lässt sich wunderbar lesen, liefert eine spannende und wendungsreiche Story mit dem heimlichen Star Saedii. Kaufman und Kristoff haben sich ordentlich ins Zeug gelegt. Die Vorfreude ist jedenfalls groß, denn bald kommt der letzte Teil mit „Aurora erleuchtet“.

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Veröffentlicht am 14.01.2022

Wanderung der Tiere

Wieso? Weshalb? Warum? Tierwanderungen
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Dass Störche in den Süden fliegen, das wissen die Kinder schon recht früh. Aber wer wandert denn noch alles und warum? Und wer kann zwischen Land und Wasser wechseln? Diese und noch viele weitere Fragen ...

Dass Störche in den Süden fliegen, das wissen die Kinder schon recht früh. Aber wer wandert denn noch alles und warum? Und wer kann zwischen Land und Wasser wechseln? Diese und noch viele weitere Fragen werden ausführlich und anschaulich in dem neuen Sachbuch „Alles über Tierwanderungen - Band 37“ von Christine Pätz und Anne Ebert in der Wieso? Weshalb? Warum? –Reihe des Ravensburger Verlags beantwortet.
Dass eine Wanderung gefährlich ist, wird unter anderem sehr schön auf der Seite mit den Gnus beschrieben. Einmal die Papierklappe aufmachen und schon versucht das Krokodil das Gnu zu fressen. Es werden aber auch die Insekten näher betrachtet und die Mittel aufgezeigt, wie man mithilfe von Technik Tiere orten kann. Sehr schön finde ich die Darstellung der Wanderrouten auf unserer Erde auf den letzten Seiten des Buches. So wird eine Strecke von 3000 Kilometern für die Kinder einfacher begreifbar und ruft des Öfteren ein Staunen hervor.
Die Kinder werden durch die Klappen mit einbezogen, können aktiv beim Lesen mitmachen und dürfen neugierig sein. Das Buch ist sehr schön Illustriert, bietet einen schönen und altersgerechten Überblick und beantwortet sehr viele Fragen zu den Tierwanderungen.
Als Fazit kann man sagen, dass das Buch gut durchdacht ist, Spaß macht und sich bestens zum Vorlesen eignet.

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Drachen

Ein Drache auf Burg Erbsenfels - Leserabe ab 1. Klasse - Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren
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Auf einer Burg ist immer viel los. Und wenn ein Drachen in der Burg landet erst recht. Daniel Sohr präsentiert mit „Ein Drache auf Burg Erbsenfels“ ein schönes Erstlesebuch.
Der Protagonist Bruno lebt ...

Auf einer Burg ist immer viel los. Und wenn ein Drachen in der Burg landet erst recht. Daniel Sohr präsentiert mit „Ein Drache auf Burg Erbsenfels“ ein schönes Erstlesebuch.
Der Protagonist Bruno lebt auf der Burg Erbsenfels und sieht sich mit dem Ereignis konfrontiert. Schnell zeigt sich aber, dass man nicht den Drachen in die Flucht schlagen muss, sondern dass man auch Freundschaften schließen kann.
Die Geschichte hat für Erstleser*innen eine gute Länge, eine ausreichend große Schrift und wunderschöne Illustrationen, die helfen, das Gelesene zu vertiefen. Die Illustrationen tragen gut zum Verständnis bei.
Thematisch geht es bei der Geschichte der Leserabe-Reihe um das große Thema Freundschaft und auch darum, dass man über den Tellerrand blickt und neuen Situationen aufgeschlossen gegenübersteht.
Sehr schön finde ich den Teil, wo das Wissen abgefragt wird. Dort dürfen die Kinder dann richtig aktiv werden, Fragen beantworten und rätseln. Auf spielerische Weise wird das Textverständnis abgefragt. Positiv finde ich auch die Belohnungs-Sticker, die den Büchern der Leserabe-Reihe immer beiliegen.

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Missstände

Bulle
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„Auf meiner Dienststelle fallen täglich rassistische, homophobe und frauenfeindliche Sprüche. Sie kommen von bestimmten Kollegen und werden von den anderen geduldet oder überhört.“ [131 f.]
Valentin Gendrot ...

„Auf meiner Dienststelle fallen täglich rassistische, homophobe und frauenfeindliche Sprüche. Sie kommen von bestimmten Kollegen und werden von den anderen geduldet oder überhört.“ [131 f.]
Valentin Gendrot schreibt in dem Sachbuch „Bulle“ diesen persönlich erlebten Erfahrungsbericht – Undercover in der Polizei von Paris - unvoreingenommen. Es ist ein Bericht, der sich trotz der schockierenden Missstände wunderbar lesen lässt. Dabei ergreift er keine Partei für eine Seite, bleibt sachlich und schildert nahezu nüchtern das Erlebte.
„Theoretisch sollen die Flics ja Gewalt, Rassismus und Sexismus in der Gesellschaft bekämpfen. In der Praxis sind sie oft die Sperrsitze dieser Übel.“ [171]
Für die Leser*innen sind die Einblicke in den Polizeialltag ziemlich starker Tobak. Dass nicht nur eitel Sonnenschein in dieser Berufsgruppe herrscht, konnte man vorher schon annehmen und vermuten. Aber diese Einblicke, die Gewalt und Willkür, welche einem Gendrot in seinem Selbstversuch offenbart, haben ein schreckliches und schockierendes Ausmaß angenommen.
Bereits andere Autoren haben das Thema Rassismus und Polizeigewalt schon aufgegriffen. Hier muss man auch „Schwarz Blau Blut“ von Matthew Horace nennen. Dort sieht man, dass Polizeigewalt sich prozentual häufiger gegen PoC richtet. Jedoch zeigt Gendrot, dass sich die Probleme bei der Polizei durch alle Ebenen ziehen und bereits ab der Ausbildung zeigen. Die Einblicke in die Polizeiarbeit im Pariser Arrondissement sind wesentlich detaillierter und aufschlussreicher.
Auch sehr lesenswert ist das Nachwort von Günter Wallraff. Dabei wird schon deutlich, dass das Problem kein alleiniges Problem der Französischen Polizei ist, sondern sich auch auf andere Staaten abbilden lässt. Für mich ist das Buch aus dem Verlag Hoffmann und Campe ein literarisches Highlight.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Supernatural Crime

Geistkrieger: Feuertaufe
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Willkommen im fremden Land der Powtankaner. Wobei der Schotte Finnley dort nicht sehr willkommen ist und eher argwöhnisch betrachtet wird. Aber was tut man nicht alles für seine große Liebe Taima, die ...

Willkommen im fremden Land der Powtankaner. Wobei der Schotte Finnley dort nicht sehr willkommen ist und eher argwöhnisch betrachtet wird. Aber was tut man nicht alles für seine große Liebe Taima, die wieder in ihr Land zurückkehrt.

„Geistkrieger – Feuertaufe“ von Sonja Rüther ist ein wirklich gelungener Mix aus Fantasy, Thriller und actiongeladener Story. Es dreht sich hierbei um eine alternative Geschichte Amerikas. Das Ganze ist an sich schon ziemlich spannend. Und dann kommt noch Finnleys Arbeit bei dem Geistkrieger-Team dazu. Quasi Supernatural Crime.

Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und facettenreich dargestellt. Somit passen sie hervorragend zu dieser außergewöhnlichen Geschichte. Besonders gefallen mir die Entwicklungen der Charaktere und die Einblicke in deren innerstes Seelenleben und den daraus resultierenden Fragen und möglichen entstehenden Konflikten.

Insgesamt kommt man wirklich nicht zum Verschnaufen. Das liegt zum einen an den ungeahnten Wendungen und natürlich auch am guten Schreibstil, der einen immer wieder antreibt und bereits nach der ersten Seite fesselnd ist.

Die Charaktere bekommt man so schnell nicht aus dem Kopf. Auch bleiben einige Fragen offen. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf den zweiten Teil (Dilogie) der „Geistkrieger: Libellenfeuer“ und auf neue Ermittlungen.

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