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Veröffentlicht am 07.02.2022

Da waren's nur noch...

Keiner wird leben
0

Ein Szenario wie aus einem Trashformat: acht Menschen, die, z.T. ohne sich dessen bewusst zu sein, durch ein Ereignis in der Vergangenheit verbunden sind, werden abgeschnitten von der Außenwelt zusammengebracht. ...

Ein Szenario wie aus einem Trashformat: acht Menschen, die, z.T. ohne sich dessen bewusst zu sein, durch ein Ereignis in der Vergangenheit verbunden sind, werden abgeschnitten von der Außenwelt zusammengebracht. So wie es scheint unbescholtene und erfolgreiche Personen, die unter dem Druck des unfreiwilligen Aufenthalts nur noch nach Instinkt, statt Überlegung handeln.
Auf sich allein gestellt, sorgen die eigene Ängste für eine unvorhergesehene Dynamik des Geschehens. Und das macht dieses Buch für mich so interessant. Es ist extrem spannend die Akteuren in ihrem Handeln zu beobachten, wie sie durch die Situation zu Taten gebracht werden, die sie nie für möglich gehalten hätten.
Und über allem steht die Frage wer hinter diesem Unterfangen steckt. Auch hier führen die Fährten den Leser gelungen in die Irre, denn plötzlich scheint jeder verdächtig
Ein Klasse Thriller mit sehr gelungen umgesetzter Thematik und extrem fesselnd! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2022

Von all den guten Gründen zu sterben, und von all den viel besseren, am Leben zu bleiben.« Hella

Ende in Sicht
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Mit dem Teenager Juli und der 70jährigen Hella, einem alternden Schlagerstar, treffen zwei Frauen aufeinander, die beide ihr Leben beenden wollen. Nachdem Juli von einer Autobahnbrücke vor Hellas alten ...

Mit dem Teenager Juli und der 70jährigen Hella, einem alternden Schlagerstar, treffen zwei Frauen aufeinander, die beide ihr Leben beenden wollen. Nachdem Juli von einer Autobahnbrücke vor Hellas alten Passat gestürzt ist, fühlt diese sich für Juli verantwortlich und bringt sie ins Krankenhaus. Obwohl jede ihr Ziel weiterverfolgen will, kommen sie nicht voneinander los und durchleben eine ereignissreiche Fahrt auf dem Weg in die Schweiz.
Auf humorvolle Weise mit mehr als einem sarkastischen Einwurf nähert sich Ronja von Rönne einem tabubehafteten Thema: dem Freitod. Spitzfindig und wortgewandt wird diese Geschichte zu einer tiefgründigen Reise nach dem Sinn des Lebens. Und trotz der ernsten Thematik konnte ich mir mehr als einmal ein Lächeln nicht verkneifen.
Ein absolut hörenswertes, von der Autorin mit einem gewisse Charme vorgetragenes Buch. Klare Hörempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2022

Nüchterne Betrachtung eines spektakulären Falles

Die Krankenschwester
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Im Krankenhaus Nykøbing Falster äußert eine Krankenschwester nach dem Tod mehrer Patient den Verdacht, das eine Kollegin vorsätzlich töten würde. Die Polizei stösst bei ihren Recherchen noch auf einige ...

Im Krankenhaus Nykøbing Falster äußert eine Krankenschwester nach dem Tod mehrer Patient den Verdacht, das eine Kollegin vorsätzlich töten würde. Die Polizei stösst bei ihren Recherchen noch auf einige andere verdächtige Todesfälle die alle mit der Krankenschwester Christina Aistrup Hansen in Verbindung gebracht werden
Kristian Corfixen hat sich für dieses Buch sehr intensiv mit diesem Fall auseinandergesetzt und lässt dabei auch die Beteiligten ebenso wie die Beschuldigte, zu Wort kommen.
Die nach den Schilderungen sich rasch aufgedrängte Ansicht der Schuldigkeit wird jedoch im weiteren Verlauf niveliert und letztendlich liegt es am Leser selbst, sich darüber eine abschliessende Meinung zu bilden. Damit grenzt sich dieses Buch durch tiefgründige Faktenanalyse von den aktuell gängigen "True Crime"- Formaten ab Stellenweise wirkt es durch die ausführlichen Schilderungen recht langatmig, aber das Durchhalten lohnt sich.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Der Kreis der Opfer ist viel grösser

Ohne jede Spur
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"True Crime" Berichte erfreuen sich aktuell immer grösserer Beliebtheit, wobei die Sensationslust meist dominiert und die Geschichten dementsprechend aufgebaut sind. Peter Jamin, der sich ehrenamtlich ...

"True Crime" Berichte erfreuen sich aktuell immer grösserer Beliebtheit, wobei die Sensationslust meist dominiert und die Geschichten dementsprechend aufgebaut sind. Peter Jamin, der sich ehrenamtlich seit 25 Jahren mit Vermisstenfällen und der Unterstützung der Angehörigen beschäftigt, bedient mit dem vorliegenden Buch nicht nur die Faszination der Menschen an dem Bösen. Besonders gelungen und meiner Meinung nach fast noch wichtiger ist, das auch das Schicksal und Leid der Hinterbliebenen Beachtung findet. Beim Hören dieses Buches spürte ich sehr deutlich die Hilf- und Machtlosigkeit derer, die neben der Trauerarbeit kaum Unterstützung vom Staat erhalten, stattdessen viel eher zum Spielball der Kompetenzstreitigkeiten einzelner Ämter und Behörden werden. Damit nähert sich dieses Buch für mich berührend anders den tragischen Einzelfällen, die jeder für sich ganze Familien, Freunde und Bekannte in den Abgrund ziehen.
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Nordlichter, Mordlichter

Mordlichter
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Lappland, scheinbare Idylle im hohen Norden, wenig Menschen und viel Natur.
Für den Geschmack der Polizistin Anelie Andersson, die der Liebe wegen von Stockholm hierher gezogen ist, jedoch auch zu wenig ...

Lappland, scheinbare Idylle im hohen Norden, wenig Menschen und viel Natur.
Für den Geschmack der Polizistin Anelie Andersson, die der Liebe wegen von Stockholm hierher gezogen ist, jedoch auch zu wenig "richtige" Fälle. Ihr Wunsch scheint erhört, als ein junger Mann kurze Zeit nach seinem Verschwinden, dehydriert und mit starken Verletzungen, nur gekleidet in Rentierfälle, von einem LKW tödlich erfasst, aufgefunden wird. Während ihre Vorgesetzte bereits über die Schließung der kleinen Polizeistelle nachdenkt, sieht Anelie Parallelen zu dem Verschwinden anderer junger Männer in den letzten Jahren und vermutet eine Verbrechensserie.
Mit diesem Hörbuch taucht man ein in eine ganz andere, eine sehr kalte Welt, mit viel Eis und Schnee. Bei zweistelligen Minusgraden bekommt die tägliche Ausrüstung als auch Entfernungen eine ganz andere Bedeutung.
Die Geschichte wird aus Anelie's Sicht erzählt, wodurch der Leser gefühlt sehr viel näher am Geschehen ist und auch die Kälte fast direkt spüren kann. Ich bewundere ihren starken Charakter und Mut, in kritischen Situationen allein sofort zu reagieren, auch wenn sie sich dadurch immer wieder in Gefahr bringt. Sie allein glaubt an eine Serie und ermittelt dahingehend auch wenn sie sich dabei immer wieder den Anweisungen ihrer Chefin widersetzt. Vielleicht wirkt sie gerade deshalb so authentisch und glaubwürdig.
Neben dem eigentlichen Thriller haben mich vor allem aber auch die Schilderungen von Natur als auch die täglichen Lebensbedingungen sehr beeindruckt.
Insgesamt ein gelungenes, fesselndes und spannendes Buch was ich gern weiter empfehle.

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