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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2018

Verstörend

Fake
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Der Klappentext fragt vollmundig: "Was würdest Du tun, um die Welt zu retten"? Darum geht es in dem Buch überhaupt nicht. Hier wird in verstörend, pervertierter Weise dargestellt, wie einige Wenige mit ...

Der Klappentext fragt vollmundig: "Was würdest Du tun, um die Welt zu retten"? Darum geht es in dem Buch überhaupt nicht. Hier wird in verstörend, pervertierter Weise dargestellt, wie einige Wenige mit Macht und Einfluss das Weltgeschehen an sich reißen und jedes Ereignis, jede Handlung, jede Information so drehen und wenden, wie sie es für sich, ihre Geschäfte, ihre Intrigen brauchen. Und Menschen werden zu bloßen Spielfiguren. Fake ist daher der konsequent richtige Buchtitel. Verstörend ist die zeitliche Abfolge. Da wird etwas beschrieben, das dann später erst stattfindet. Es ist schon klar, was der Autor beabsichtigt. Dennoch ist es eher irritierend und den Lesefluss störend. Man glaubt ohne Weiteres, dass die Welt genauso pervertiert ist. Und genau deshalb ist man froh, wenn das Buch ausgelesen ist. Man fühlt sich irgendwie beschmuddelt.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Ein nettes Stück Allgäu

Breitachklamm (Egi-Huber-ermittelt 2)
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Ein nettes Stück Allgäu - in jeder Beziehung. Land, Leute, Zugereiste. Eine gelungene Mischung verschiedener Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart, die zu den aktuellen Ereignissen führten. Der ...

Ein nettes Stück Allgäu - in jeder Beziehung. Land, Leute, Zugereiste. Eine gelungene Mischung verschiedener Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart, die zu den aktuellen Ereignissen führten. Der "Grabenkrieg" zwischen der PI Oberstdorf und der Kripo Kempten, das Verhalten und die Vorbehalte gegenüber Nicht-Allgäuern, der häusliche Zwist und das Nebenher- und Aneinandervorbei-Ermitteln der sich nicht ausstehen könnenden Fronten machen den Charme der Geschichte aus. Auch die eingestreuten Sprengsel der Ansichten des Mörders machen die Geschichte lesenswert. Das Ende kommt etwas chaotisch daher und die ganze Verhörsituation ist etwas arg in die Länge gezogen. Ansonsten eine gelungene Urlaubslektüre - und natürlich auch zu anderen Gelegenheiten.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Nicht ganz schlüssig

Riskante Manöver
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Keine Frage: Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, die verschiedenen Akteure gut und stimmig beschrieben. Ob es eine Abrechnung mit der Pharmaindustrie, den Politikern, den Medien oder der PR-Branche ...

Keine Frage: Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, die verschiedenen Akteure gut und stimmig beschrieben. Ob es eine Abrechnung mit der Pharmaindustrie, den Politikern, den Medien oder der PR-Branche werden sollte, bleibt mal dahingestellt. Eigentlich bekommt jeder sein Fett weg.
Was aber stört ist, dass bei der Auflösung des Falles einige Unstimmigkeiten auftauchen. Wenn nämlich doch die gesamte Vorstandsetage der Firma von den Problemen mit dem neuen Medikament wusste und dies bewusst vertuschte, warum muss es dann noch einen einzelnen Täter geben? Der musste doch eigentlich gar nicht handeln, denn er wäre ja nicht persönlich erpressbar gewesen und hätte von daher nicht einen so komplizierten Mordfall konstruieren müssen. Mir scheint auch die Polizei mit ihren voreiligen Schlüssen ein wenig unterbelichtet gezeichnet zu sein. Und dass der Kommissar dann auch aiuch die PR-Beraterin anmacht, die ihn hat ziemlich dämlich aussehen lassen, scheint fragwürdig. Richtig fragwürdig wird es, als der Master of Desaster dann auch noch, weil er verarscht wurde, die belastenden Dokumente einer Aktivistin zuspielt und diese die Dokumente dann der Presse. Das ist gegen jegliche Ethik in der Branche. Fazit: Vom Schreibstil und Spannungsaufbau bis etwa zum zweiten Drittel des Buches ein Vergnügen dieses zu lesen. Zum Ende hin eben ein bisschen schade, wegen der oben beschriebenen Punkte.

Veröffentlicht am 12.12.2016

Voller Erfolg - für den Schatten

Schattenkiller
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Tote und Nachrichten im Wechsel. Kein Durchblick für das Team und ein an sich selbst zweifelnder Kommissar. Es ist schon spannend, die Jagd auf den Schattenkiller zu verfolgen. Auch berühren die menschlichen ...

Tote und Nachrichten im Wechsel. Kein Durchblick für das Team und ein an sich selbst zweifelnder Kommissar. Es ist schon spannend, die Jagd auf den Schattenkiller zu verfolgen. Auch berühren die menschlichen Schwächen der Team-Spieler, allen voran des Kommissars. Letztlich hat aber das "Böse" gesiegt. Denn am Ende der Mord-Serie ist jeder, der Opfer sein sollte, auch gestorben. Bis auf den Schatten. Das ist leider kein Sieg. Als "Sittengemälde" sehr gestörter Menschen aber doch lesenswert.

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Nicht überzeugend

Weißes Gold - Im Sog der Gier
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„Fesselnd und spannend bis zum Schluss“, behauptet das Divemaster Magazin. Das kann man leider so nicht unterschreiben. Die Story an sich hat schon mitreißendes Potential. Da geht es um die Themen Überfischung, ...

„Fesselnd und spannend bis zum Schluss“, behauptet das Divemaster Magazin. Das kann man leider so nicht unterschreiben. Die Story an sich hat schon mitreißendes Potential. Da geht es um die Themen Überfischung, Elfenbeinschmuggel und die in diesem Zusammenhang stehenden unfassbaren Gräuel an den Elefanten, aber auch um die Themen Pädophilie, Kinderprostitution und -handel. Auch diese an Scheußlichkeit nicht zu überbieten. Im Mittelpunkt ein Meeresbiologe, der mit seinem Team die Folgen der Überfischung dokumentiert und aufzuhalten trachtet und daher Opfer so mancher Anschläge auf Material und Menschen wird. Der dazu seine Nase in die Ermittlungen bzgl. Elfenbeinschmuggel und schließlich auch Pädophilenringe und Kinderprostitution steckt, in der sein Freund bei der Polizei ermittelt. Alles hängt irgendwie zusammen und so gerät er auch in die Optik der Drahtzieher. Als sein Freund angeschossen wird, läuft er zur „Hochform“ auf und klärt quasi im Alleingang mit einem weiteren Freund die Zusammenhänge auf und löst den Fall. Wird dabei mehrfach entführt, gefangen, zusammengeschlagen, geht aber aus diesen „Scharmützeln“ irgendwie immer fast unbeschadet hervor. Und das macht es leider ziemlich unglaubwürdig. Der „unbedarfte“ Meeresbiologe als Überheld gegen mafiöse Strukturen und Organisationen.

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