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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2018

Ein nettes Stück Allgäu

Breitachklamm (Egi-Huber-ermittelt 2)
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Ein nettes Stück Allgäu - in jeder Beziehung. Land, Leute, Zugereiste. Eine gelungene Mischung verschiedener Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart, die zu den aktuellen Ereignissen führten. Der ...

Ein nettes Stück Allgäu - in jeder Beziehung. Land, Leute, Zugereiste. Eine gelungene Mischung verschiedener Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart, die zu den aktuellen Ereignissen führten. Der "Grabenkrieg" zwischen der PI Oberstdorf und der Kripo Kempten, das Verhalten und die Vorbehalte gegenüber Nicht-Allgäuern, der häusliche Zwist und das Nebenher- und Aneinandervorbei-Ermitteln der sich nicht ausstehen könnenden Fronten machen den Charme der Geschichte aus. Auch die eingestreuten Sprengsel der Ansichten des Mörders machen die Geschichte lesenswert. Das Ende kommt etwas chaotisch daher und die ganze Verhörsituation ist etwas arg in die Länge gezogen. Ansonsten eine gelungene Urlaubslektüre - und natürlich auch zu anderen Gelegenheiten.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Nicht ganz schlüssig

Riskante Manöver
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Keine Frage: Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, die verschiedenen Akteure gut und stimmig beschrieben. Ob es eine Abrechnung mit der Pharmaindustrie, den Politikern, den Medien oder der PR-Branche ...

Keine Frage: Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, die verschiedenen Akteure gut und stimmig beschrieben. Ob es eine Abrechnung mit der Pharmaindustrie, den Politikern, den Medien oder der PR-Branche werden sollte, bleibt mal dahingestellt. Eigentlich bekommt jeder sein Fett weg.
Was aber stört ist, dass bei der Auflösung des Falles einige Unstimmigkeiten auftauchen. Wenn nämlich doch die gesamte Vorstandsetage der Firma von den Problemen mit dem neuen Medikament wusste und dies bewusst vertuschte, warum muss es dann noch einen einzelnen Täter geben? Der musste doch eigentlich gar nicht handeln, denn er wäre ja nicht persönlich erpressbar gewesen und hätte von daher nicht einen so komplizierten Mordfall konstruieren müssen. Mir scheint auch die Polizei mit ihren voreiligen Schlüssen ein wenig unterbelichtet gezeichnet zu sein. Und dass der Kommissar dann auch aiuch die PR-Beraterin anmacht, die ihn hat ziemlich dämlich aussehen lassen, scheint fragwürdig. Richtig fragwürdig wird es, als der Master of Desaster dann auch noch, weil er verarscht wurde, die belastenden Dokumente einer Aktivistin zuspielt und diese die Dokumente dann der Presse. Das ist gegen jegliche Ethik in der Branche. Fazit: Vom Schreibstil und Spannungsaufbau bis etwa zum zweiten Drittel des Buches ein Vergnügen dieses zu lesen. Zum Ende hin eben ein bisschen schade, wegen der oben beschriebenen Punkte.

Veröffentlicht am 12.12.2016

Voller Erfolg - für den Schatten

Schattenkiller
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Tote und Nachrichten im Wechsel. Kein Durchblick für das Team und ein an sich selbst zweifelnder Kommissar. Es ist schon spannend, die Jagd auf den Schattenkiller zu verfolgen. Auch berühren die menschlichen ...

Tote und Nachrichten im Wechsel. Kein Durchblick für das Team und ein an sich selbst zweifelnder Kommissar. Es ist schon spannend, die Jagd auf den Schattenkiller zu verfolgen. Auch berühren die menschlichen Schwächen der Team-Spieler, allen voran des Kommissars. Letztlich hat aber das "Böse" gesiegt. Denn am Ende der Mord-Serie ist jeder, der Opfer sein sollte, auch gestorben. Bis auf den Schatten. Das ist leider kein Sieg. Als "Sittengemälde" sehr gestörter Menschen aber doch lesenswert.

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Veröffentlicht am 21.01.2022

Nicht überzeugend

Weißes Gold - Im Sog der Gier
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„Fesselnd und spannend bis zum Schluss“, behauptet das Divemaster Magazin. Das kann man leider so nicht unterschreiben. Die Story an sich hat schon mitreißendes Potential. Da geht es um die Themen Überfischung, ...

„Fesselnd und spannend bis zum Schluss“, behauptet das Divemaster Magazin. Das kann man leider so nicht unterschreiben. Die Story an sich hat schon mitreißendes Potential. Da geht es um die Themen Überfischung, Elfenbeinschmuggel und die in diesem Zusammenhang stehenden unfassbaren Gräuel an den Elefanten, aber auch um die Themen Pädophilie, Kinderprostitution und -handel. Auch diese an Scheußlichkeit nicht zu überbieten. Im Mittelpunkt ein Meeresbiologe, der mit seinem Team die Folgen der Überfischung dokumentiert und aufzuhalten trachtet und daher Opfer so mancher Anschläge auf Material und Menschen wird. Der dazu seine Nase in die Ermittlungen bzgl. Elfenbeinschmuggel und schließlich auch Pädophilenringe und Kinderprostitution steckt, in der sein Freund bei der Polizei ermittelt. Alles hängt irgendwie zusammen und so gerät er auch in die Optik der Drahtzieher. Als sein Freund angeschossen wird, läuft er zur „Hochform“ auf und klärt quasi im Alleingang mit einem weiteren Freund die Zusammenhänge auf und löst den Fall. Wird dabei mehrfach entführt, gefangen, zusammengeschlagen, geht aber aus diesen „Scharmützeln“ irgendwie immer fast unbeschadet hervor. Und das macht es leider ziemlich unglaubwürdig. Der „unbedarfte“ Meeresbiologe als Überheld gegen mafiöse Strukturen und Organisationen.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 30.06.2018

Zuviel Gewalt

Stille Feinde
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Ein Buch voller Hass und Gewalt. Auf der Suche nach dem Mörder seines Bruders gerät der vermeintlich geniale Privatdetektiv - wie der Klappentext suggeriert - immer wieder in Gewaltorgien. Prügelt sich ...

Ein Buch voller Hass und Gewalt. Auf der Suche nach dem Mörder seines Bruders gerät der vermeintlich geniale Privatdetektiv - wie der Klappentext suggeriert - immer wieder in Gewaltorgien. Prügelt sich bei der Lösung seiner Fälle durch mexikanische und chinesische Gangs hindurch. Er selbst hat Bedenken, andere zu töten. Dafür gibt es aber reichlich Tote. Neben einem Zuviel an Gewalt zeichnet sich das Buch auch durch einige logische Sprünge aus. Da will der Protagonist nach acht Jahren den vermeintlichen Unfallwagen, der zum Tod seines Bruders führte, entdeckt haben und in ihm Beweise für den Mord. Der Wagen steht da acht Jahre herum und in ihm noch all die Dinge original so, wie sie der Täter hinterlassen hat, z.B. Bierdosen und Quittungen? Letztlich löst sich die Geschichte dahingehend auf, dass es sich um Eifersucht, ein Beziehungsdrama gehandelt hat, und zwar um die Frau, der alle drei mehr oder weniger verfallen waren, das Opfer, der Bruder, der Täter. Das reißt das ganze ein bisschen heraus. Auch dass die Geschichte sehr locker geschrieben ist und teilweise auch witzig. Aber "Die beste Neuentdeckung seit Jahren", oder "Hammer"? Eher nicht.