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Veröffentlicht am 30.03.2022

Konnte mich leider nicht überzeugen

Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln
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Harper wird an der Universität von Oxford Jura studieren. Außerdem erhält sie die Einladung, sich den Diamonds, einer geheimnisvollen Studentenverbindung, die ihre Mitglieder in jeglicher Hinsicht unterstützt ...

Harper wird an der Universität von Oxford Jura studieren. Außerdem erhält sie die Einladung, sich den Diamonds, einer geheimnisvollen Studentenverbindung, die ihre Mitglieder in jeglicher Hinsicht unterstützt und für Erfolg und Macht steht, anzuschließen. Zunächst zögert Harper, doch mysteriöse Briefe, in denen ihr versprochen wird, dass die Diamonds sogar die Möglichkeit haben, Harpers Herkunft zu klären und ihre Eltern zu finden, sorgen dafür, dass Harper die Einladung annimmt. Sie ahnt allerdings nicht, auf was sie sich da einlässt. Denn sie trifft dort nicht nur ihren Ex-Freund Finley, der sie damals ohne ein Wort verließ, sondern muss feststellen, dass die Zugehörigkeit zu den Diamonds einen hohen Preis hat...

Die Handlung wird größtenteils aus der Sicht von Harper geschildert. Es gibt aber auch immer wieder Kapitel, in denen Finley seine Sicht schildert. Beide Hauptcharaktere wirken sympathisch, wodurch man sich gerne auf die Geschichte einlässt. 

Dass die Mitgliedschaft bei den Diamonds gefährlich ist, wird schnell klar. Denn es gibt, genau wie bei einem Kartenspiel vier Farben: Cross, Hearts, Diamonds und Spades. Die vier Farben stellen ihren neuen Mitgliedern gefährliche Aufgaben, in denen diese ihre frisch erhaltenen magischen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Freundschaften, Liebeleien etc. zwischen den unterschiedlichen Farben der Studentenverbindungen sind streng verboten. Regelverstöße werden grausam geahndet. Das macht es für Harper und Finley, die im Verlauf der Handlung entdecken, dass ihre Gefühle füreinander noch vorhanden sind, äußerst gefährlich. 

Der Plot klingt äußerst vielversprechend, denn alles wirkt geheimnisvoll und spannend. Doch leider plätschert die Handlung stellenweise gemächlich vor sich hin. Denn es gibt keine Erklärungen, was es mit der Magie auf sich hat und was genau mit dem Spiel eigentlich bezweckt wird. Die Hauptcharaktere spielen, wenn auch widerwillig, mit und hoffen, dass ihre Liebe nicht entdeckt wird. Was allerdings, wenn die Macht der vier Farben so groß ist, wie sie immer beschrieben wird, äußerst unwahrscheinlich ist. Dadurch wirken Harper und Finley ziemlich naiv. Man merkt zwar, dass die beiden starke Gefühle füreinander haben, da dies immer wieder dramatisch geschildert wird, dennoch beobachtet man das Ganze eher distanziert und wird nicht mitgerissen. Zum Ende hin stellt sich die bis dahin vermisste Spannung schließlich doch noch ein. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht, um in einem Finale zu gipfeln, das mit einem fiesen Cliffhanger endet. 

Ein durchaus interessanter Plot, der die Neugier weckt. Leider konnte mich persönlich die Umsetzung nicht überzeugen, da mir die Liebesgeschichte zu viel Drama enthielt und die Charaktere zu naiv handelten. 

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Veröffentlicht am 25.03.2022

Man fühlt sich direkt angesprochen

F.A.C.E. the Challenge
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Wladimir Klitschko hat mit seinem Team die F.A.C.E.-Methode entwickelt. Diese Methode kann jeden dabei unterstützen, die eigene Willenskraft zu entdecken und zu fördern. F.A.C.E. steht für die vier Kernfähigkeiten ...

Wladimir Klitschko hat mit seinem Team die F.A.C.E.-Methode entwickelt. Diese Methode kann jeden dabei unterstützen, die eigene Willenskraft zu entdecken und zu fördern. F.A.C.E. steht für die vier Kernfähigkeiten Focus, Agility, Coordination und Endurance. Es geht darum, eigene Wünsche und Ziele zu erkennen und sich der Herausforderung zu stellen, die ganz individuellen Ziele zu erreichen.

Dieser Ratgeber startet mit einem Vorwort, das von Wladimir Klitschko so verfasst wurde, dass man sich direkt angesprochen fühlt und bereits damit beginnt, Parallelen zu ziehen und über sich selbst und die eigenen Wünsche nachzudenken.

Die Grundlagen sind die vier Kernfähigkeiten, deshalb ist das Buch entsprechend unterteilt. Die Kapitel sind strukturiert aufgebaut und übersichtlich gestaltet. Wenn man für die eigene Umsetzung noch einmal etwas nachlesen möchte, sind die Hinweise einfach zu finden, da das Buch klar aufgebaut ist. Da nicht jeder Leser ein Wladimir Klitschko ist, der sich den starken Herausforderungen eines gefeierten Box-Champions stellen will, gibt es vier Beispielpersonen, die unterschiedliche Hintergründe und Ziele haben. An diesen Personen wird die Methode verdeutlicht. Hier sollte es jedem gelingen, Parallelen zu ziehen und diese auf die eigenen Wünsche und Ziele zu übertragen.

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Allerdings sind die Ratschläge nicht wirklich neu. Denn das, was beschrieben wird, hat man wahrscheinlich schon mal irgendwo gelesen oder gehört. Dennoch gelingt es Wladimir Klitschko, diese Ratschläge so zu formulieren, dass man sich direkt angesprochen fühlt.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Unser kostbares Leben
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Minka und Caro leben in Mainheim und sind beste Freundinnen, obwohl ihre Väter, der örtliche Bürgermeister und der Direktor einer Schokoladenfabrik, politisch vollkommen andere Gesinnungen haben. Doch ...

Minka und Caro leben in Mainheim und sind beste Freundinnen, obwohl ihre Väter, der örtliche Bürgermeister und der Direktor einer Schokoladenfabrik, politisch vollkommen andere Gesinnungen haben. Doch davon lassen sich die Freundinnen nicht beeindrucken. Bei einem Schwimmbadbesuch schließt sich den beiden Klassenkamerad Guy, der ursprünglich aus Vietnam stammt, an. Im Schwimmbad kommt es zu einem Vorfall, der das kleine Städtchen und seine Bewohner entscheidend beeinflusst. 

Die Handlung trägt sich in den 70er und 80er Jahren zu. Es gelingt der Autorin, den damaligen Zeitgeist einzufangen und glaubhaft zu vermitteln. Man betrachtet das Geschehen aus wechselnden Perspektiven. Dabei sollte man gerade am Anfang konzentriert lesen, um die Protagonisten, ihre Familien und die jeweiligen Beziehungen untereinander, richtig zuordnen zu können. Das fällt nicht immer leicht, da die Charaktere zwar sehr facettenreich sind, man sie aber trotzdem eher distanziert betrachtet. Dadurch fühlt man sich beim Lesen auch nicht so, als ob man mittendrin wäre, sondern nimmt die Rolle eines außenstehenden Betrachters ein. 

Es werden viele ernsthafte Themen der damaligen Zeit, wie z. B. gedankenlose Umweltverschmutzung, Tierversuche und sogar Medikamententests an nichtsahnenden Probanden angesprochen. Diese Themen spiegeln den damaligen Zeitgeist ungeschminkt wider. Doch leider fehlt zuweilen ein roter Faden, der alles miteinander verknüpft. Denn so hat man zuweilen das Gefühl, dass alles abgearbeitet wird ohne sich zu verbinden. Es fällt dadurch schwer, Nähe zu den Protagonisten aufzubauen. Leider bricht die Handlung auch oft an entscheidenden Stellen, an denen man beginnt, alles nicht mehr so distanziert wahrzunehmen, ab und setzt sich erst Jahre später fort, wobei die vorherigen Ereignisse eher nebensächlich aufgeklärt werden. Zum Ende hin nimmt die Handlung dann allerdings deutlich an Fahrt auf und lässt es endlich zu, die Charaktere und all ihre Geschichten nicht mehr so distanziert zu betrachten. 

Ein Roman, der den damaligen Zeitgeist glaubhaft vermittelt, doch über weite Teile leider nicht richtig fesseln kann, da man die Charaktere eher distanziert betrachtet. 

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Veröffentlicht am 24.01.2022

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Die falsche Zeugin
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Die Schwestern Leigh und Callie hatten eine schwere, von Gewalt geprägte Kindheit. Leigh hat alles daran gesetzt, ihrem früheren Umfeld zu entkommen und ist mittlerweile eine erfolgreiche Anwältin, während ...

Die Schwestern Leigh und Callie hatten eine schwere, von Gewalt geprägte Kindheit. Leigh hat alles daran gesetzt, ihrem früheren Umfeld zu entkommen und ist mittlerweile eine erfolgreiche Anwältin, während Callie an der Nadel hängt. Eines Tages wird Leigh zu einem ihrer obersten Chefs beordert. Ein Mandant hat ausdrücklich verlangt, dass Leigh ihn vertritt. Sie kann sich zunächst nicht erklären, warum er ausgerechnet sie ausgewählt hat. Doch schon bald stellt sich heraus, dass er ein schreckliches Geheimnis aus der Kindheit der beiden Schwestern kennt und droht, es an die Öffentlichkeit zu bringen, wenn Leigh den Prozess für ihn nicht gewinnen kann.

Die Handlung trägt sich auf zwei Zeitebenen zu. Im aktuellen Handlungsstrang verfolgt man, wie Leigh langsam erkennt, mit wem sie es zu tun hat und wie sie versucht, ihren Gegner, der ihr immer den entscheidenden Schritt voraus ist, zu stoppen. Es gibt außerdem immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit der beiden Schwestern.

Bei diesem Thriller gibt es keine langsame Eingewöhnungszeit. Man befindet sich sofort mitten im Geschehen und beobachtet den Abend in der Vergangenheit, der etliche Leben entscheidend verändern wird. Dabei spürt man von Anfang an eine angespannte und aufgeladene Atmosphäre. Dadurch gelingt der Einstieg nicht nur mühelos, sondern die Spannung ist außerdem sofort spürbar.

Leider kann diese nicht durchgehend gehalten werden. Denn zuweilen verliert sich die Erzählung in ausufernden Beschreibungen. Die Handlung trägt sich in der Zeit der Corona-Pandemie zu. Es wirkt zwar realistisch, dass diese Tatsache ins Geschehen einfließt, doch die ständigen Hinweise, wer wann eine Maske trägt, nehmen zu viel Raum ein und stören den Lesefluss. Die Charaktere wirken äußerst lebendig. Man erhält etliche Hintergrundinformationen. Dadurch kann man zwar ihre Handlungen besser nachvollziehen, doch zuweilen gerät man bei den äußerst detaillierten Beschreibungen in Versuchung, die entsprechenden Szenen lediglich zu überfliegen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen übrigens nicht sein, denn die Geschichte hat einiges an Brutalität und Grausamkeit zu bieten.

Im Verlauf der Handlung kommt es zu überraschenden Wendungen, die schließlich dafür sorgen, dass sich die bis dahin etwas vernachlässigte Spannung doch noch einstellt. Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen und plötzlich verfolgt man gebannt das Geschehen. Das Ganze gipfelt in einem hochspannenden Finale.

Ein Thriller, der zwar durch einen gut durchdachten Plot und ein spannendes Finale überzeugt, über weite Teile aber zu ausufernd erzählt wird.

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Veröffentlicht am 22.01.2022

Konnte mich leider nicht überzeugen

Forever, Ida - Und raus bist du
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"Und raus bist du" ist der Auftakt zur Trilogie "Forever, Ida". In diesem Band lernt man die Hauptcharaktere kennen. Adi zieht mit ihren Eltern von Bremen nach Sonderberg. Man hat das Gefühl, dass sie ...

"Und raus bist du" ist der Auftakt zur Trilogie "Forever, Ida". In diesem Band lernt man die Hauptcharaktere kennen. Adi zieht mit ihren Eltern von Bremen nach Sonderberg. Man hat das Gefühl, dass sie ein dunkles Geheimnis hat, mit dem der Wohnortwechsel zu tun hat. Adi beschließt, sich in der neuen Schule neu zu erfinden, ihr altes Ich hinter sich zu lassen und Freundschaften zu knüpfen. Kurz vor Adis Umzug ist Ahmet, ein Klassenkamerad ihrer neuen Mitschüler, ums Leben gekommen. Der Tod des Jungen wirft Fragen auf. Auch Adi beginnt sich damit zu beschäftigen. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und durch Briefe, Chats oder Aufzeichnungen aus Gesprächen aufgelockert. Da die Wechsel gut gekennzeichnet sind, fällt die Zuordnung leicht. Der Schreibstil ist flüssig und für einen Jugendthriller angemessen gewählt. Durch die unterschiedlichen Perspektiven, die häufig an entscheidenden Stellen wechseln, wird ein hohes Tempo aufgebaut. Dadurch fliegt man förmlich durch das Buch. 

Bedauerlicherweise betrachtet man die Charaktere sehr distanziert. Deshalb fällt es schwer, sich ganz auf die Handlung einzulassen und mit den Akteuren mitzufiebern. Das ändert sich leider auch im weiteren Verlauf der Ereignisse nicht.  Außerdem werden einige Klischees bedient, die sich nicht unbedingt positiv auf die Gesamthandlung auswirken. Die Grundstimmung ist düster und stets zwischen den Zeilen spürbar. Dennoch kocht die Spannung zunächst auf Sparflamme, steigt aber am Ende steil an, um in einem actionreichen Finale zu gipfeln. Damit ist dieser Band relativ stimmig abgeschlossen. Ein Cliffhanger deutet allerdings an, wie es im nächsten Teil weitergehen könnte. 

Ein Jugendthriller, der zwar temporeich erzählt wird, mich persönlich aber leider nicht fesseln konnte. Deshalb vergebe ich gut gemeinte drei Sterne und die Empfehlung, sich selbst ein Bild zu machen. 

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