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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2022

Mit hintersinnigem Humor erzählt

Wir sind schließlich wer
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Anna von Betteray hat ihre erste Pastorenstelle angetreten. Es ist eine kleine Gemeinde, bei der sie die Vertretung des bisherigen Pfarrers übernimmt, und die Mitglieder der Gemeinde betrachten sie mit ...

Anna von Betteray hat ihre erste Pastorenstelle angetreten. Es ist eine kleine Gemeinde, bei der sie die Vertretung des bisherigen Pfarrers übernimmt, und die Mitglieder der Gemeinde betrachten sie mit viel Skepsis, ist sie doch geschieden, alleinlebend mit ihrem Hund Freddy, blaublütig, Mitte dreißig und viel zu jung für diese Stelle. Ob ihr eher moderner Ansatz hier überhaupt Fuß fassen kann? Währenddessen ist sie auch noch gefragt bei ihrer Familie, denn das Leben ihrer Schwester wird plötzlich völlig auf den Kopf gestellt: Deren Mann wird festgenommen, ihr Sohn verschwindet, Maria droht im Alkohol zu versinken. Doch in ihrem schlimmsten Augenblick erhält Anna überraschende Hilfe von einer Seite, wie sie es nie erwartet hätte.

Da ist schon einiges durcheinander in Annas Leben, die doch so gar nicht dem Bild einer evangelischen Pastorin entspricht und auch nicht dem ihrer blaublütigen Herkunft. Ganz anders als ihre Schwester Maria, die ein geordnetes Leben führte mit ihrem blaublütigen Mann und dem kleinen Sohn. Immer wieder ergeben sich daraus die besten Szenen voller Situationskomik. Die Geschichte nimmt einen völlig überraschenden Verlauf. Ich hatte eher mit einer Familiengeschichte gerechnet, die in die Vergangenheit ihrer Protagonisten eintaucht, doch hier geschieht so viel mehr, hier wachsen letztendlich alle über sich hinaus, und die Erzählung blitzt vor hintersinnigem Humor. Die Geschichte wirkt dabei immer wieder mal leicht skurril und wenig glaubwürdig, das muss man sicher mögen - für mich war es genau die richtige Mischung. Das ist spannend und unterhaltsam zu lesen, ich habe gar nicht gemerkt, wie sich die Seiten des Buches von selbst umblätterten.

Sehr gerne empfehle ich diese humorvolle Geschichte weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 31.01.2022

Mehr Abenteuer mit Emil Einstein, dem jungen Erfinder

Emil Einstein (Bd. 2)
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Emil darf mit seinem Erfindermobil zur Schule fahren. Max und Moritz, die Nervbrüder aus der 4. Klasse, fordern ihn zu einem Rennen heraus: sein Erfindermobil gegen ihre Turbo-Roller! Auch wenn Emil keine ...

Emil darf mit seinem Erfindermobil zur Schule fahren. Max und Moritz, die Nervbrüder aus der 4. Klasse, fordern ihn zu einem Rennen heraus: sein Erfindermobil gegen ihre Turbo-Roller! Auch wenn Emil keine Lust auf dieses Rennen hat, muss er mitmachen, denn die ganze Schule weiß Bescheid. Ob er wohl den Super-Apfelsaft verwendet, der seine Seifenkiste noch schneller macht? Doch dann ist seine letzte Saftflasche verschwunden und Emil entdeckt verdächtige Spuren. Emil muss sich also auf das Rennen vorbereiten und den Saftdieb finden…

Emil ist ein liebenswerter Zweitklässler mit vielen tollen Einfällen, die ihn zu einem Erfinder machen. Zudem hat er noch seine tierischen Freunde, den Kater Leonardo, den kleinen Waldkauz Kauzi und die Maus Bertha, sowie seine menschlichen Freunde Mira und Tom. Zusammen mit ihnen schafft er es, sich gegen die beiden Viertklässler Max und Moritz zu behaupten, und er hat auch die besten Ideen, wie er den Dieb in seiner Werkstatt ertappen kann. Es gibt einige überraschende Wendungen, so manches hat weder Emil noch der junge Leser bei der Lösung erwartet. Und darf man überhaupt in einem Wettkampf schummeln? Das Buch richtet sich an junge Leser ab ca. 5 Jahren: für jüngere Kinder zum Vorlesen, für gewiefte Erstleser auch zum Selberlesen, denn der Text ist auf seine Zielgruppe zugeschnitten und wird durch schöne Illustrationen ergänzt. Gut aufgefangen sind die Themen Freundschaft und Zusammenhalt, denn Emil ist gut eingebettet in seinen Freundeskreis. Das Buch ist bereits der zweite Band um Emil und seine Freunde, kann aber gut ohne weitere Vorkenntnisse gelesen werden. Vielmehr wird man sich gerne noch den ersten Band zum Lesen holen.

Sehr gerne empfehle ich dieses Kinderbuch für Kindergarten- und junge Schulkinder weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Zu Recht ein Bestseller!

Mein verrückter Körper – Warum du Popel gefahrlos essen kannst
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Ein Sachbuch für Kinder über den eigenen Körper: Der Autor Adam Kay lädt ein zu einer verrückten Entdeckungsreise und lockt seine jungen Leser nicht nur mit viel Fachwissen, sondern auch mit vielen Fragen ...

Ein Sachbuch für Kinder über den eigenen Körper: Der Autor Adam Kay lädt ein zu einer verrückten Entdeckungsreise und lockt seine jungen Leser nicht nur mit viel Fachwissen, sondern auch mit vielen Fragen abseits der Lehrbuchinhalte: Darf man Popel essen? Weshalb fallen beim Niesen nicht die Augen aus dem Kopf? Ist unser größter Muskel wirklich der Hintern?

Wer das Buch aufschlägt, auf welcher Seite auch immer, findet sich in einer spannenden und leicht überdrehten Lektüre wieder, die immer wieder mit ekligen und doch auch urkomischen Fakten lockt, so dass man sich sofort festliest. Ob über die verschiedenen Organe des Körpers, über seine Funktionen, aber auch über Krankheiten, es gibt nichts, was der Autor verschweigt. Verrückt und überdreht sind auch die Illustrationen, der Illustrator Henry Paker lebt sich hier genauso aus wie der Autor Adam Kay. Für Erwachsene sind ein paar Worte (Popo, Kacke, Rotz usw.) vielleicht etwas zu oft wiederholt, üben für junge Leser aber vermutlich genau die richtige Anziehung aus, um sich durch die doch üppigen 448 Seiten zu lesen. Und ja, es gibt auch eher ungeliebte Wahrheiten, dass nämlich Brokkoli doch wichtig zu essen ist… Da verblasst jeder andere Anatomie-Unterricht vor Neid, hier bleiben die Fakten im Gedächtnis haften. Dieses Buch ist zu Recht zum Bestseller geworden!

Mich hat diese unkonventionelle Reise durch den Körper gut unterhalten können, während der Leser nebenbei mit wichtigen Informationen gefüttert wird. Diese gelungene Mischung empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Gewohnt spannend

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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Pia Sander und Oliver Bodenstein ermitteln im Fall einer vermissten Frau. In ihrem Haus in Bad Soden findet die Polizei ihren dementen Vater, verwirrt und dehydriert, doch von der Frau selbst keinen Hinweis ...

Pia Sander und Oliver Bodenstein ermitteln im Fall einer vermissten Frau. In ihrem Haus in Bad Soden findet die Polizei ihren dementen Vater, verwirrt und dehydriert, doch von der Frau selbst keinen Hinweis auf ihren Verbleib. Das passt nicht zu ihr, finden Nachbarn und Bekannte. Sie war über dreißig Jahre lang Programmleiterin beim renommierten Verlag Winterscheid, doch vor kurzem wurde ihr gekündigt, weil sie sich mit einem eigenen Verlag selbständig machen wollte. Als die Leiche aufgefunden wird, gibt es einige Ungereimtheiten, bald darauf geschieht ein weiterer Mord. Welches gut gehütete Geheimnis wartet darauf, hier aufgedeckt zu werden?

Dies ist bereits der zehnte Band der Taunus-Krimis mit den beiden Ermittlern Pia Sander und Oliver von Bodenstein sowie ihren Kollegen. Es ist ein spannender Fall, der den Leser wieder erwartet, und es gilt, ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu lüften. Immer wieder kommen neue Aspekte zum Vorschein und verlangen danach, die Geschehnisse aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Klar gibt es auch einige überraschende Wendungen, immer wieder kommen neue Verdächtige in den Fokus. Die Auflösung muss warten bis zum Schluss, kommt dann aber mit einem richtig guten Showdown. Auch die privaten Geschehnisse rund um die Ermittler erhalten viel Raum, langweilig wird es auf keiner Seite. Gut gefallen hat mir, wie die Autorin Nele Neuhaus kurzerhand ihren Rechtsmediziner zum erfolgreichen Autor aufbaut, der ganz zufällig zwei Titel vorzuweisen hat wie sie selbst: ein vergnügliches Bäumchen-wechsel-dich-Spiel.

Mich konnte dieser Krimi wie all seine Vorgänger bestens unterhalten, ich war in Null-Komma-Nix mitten im Geschehen und habe begeistert mitgerätselt. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 25.01.2022

Turbulenter Urlaub mit Zwergmammut Norbert

Ein Zwergmammut verschenkt man nicht
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Henry fliegt mit seiner Oma und Zwergmammut Norbert nach Kreta in den Urlaub. Dort werden sie bereits sehnsüchtig erwartet, denn Norbert ist inzwischen berühmt. Und sollte das Zwergmammut nicht dort leben, ...

Henry fliegt mit seiner Oma und Zwergmammut Norbert nach Kreta in den Urlaub. Dort werden sie bereits sehnsüchtig erwartet, denn Norbert ist inzwischen berühmt. Und sollte das Zwergmammut nicht dort leben, wo seine Vorfahren herkommen? Das findet auf jeden Fall der König von Griechenland, der Norbert gerne als Gastgeschenk bekommen möchte. Norbert genießt nicht nur den Urlaub, sondern begibt sich auch auf Spurensuche nach seinen Wurzeln…

Henrys neues Abenteuer mit dem Zwergmammut Norbert schließt zwar an den ersten Band der Reihe an, doch in dieses Buch kann man auch ohne weitere Vorkenntnisse eintauchen. Ich bin mir aber sicher, dass man dann ganz schnell mehr lesen will von diesem knuddeligen Zwergmammut. Henry und Norbert lieben sich heiß und innig, und auch wenn es nicht immer einfach ist, ein Zwergmammut zu erziehen, macht Henry das besonders gerne. Das ist immer wieder lustig zu lesen und zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht. Spannend wird es, als klar wird, dass einige Menschen der Meinung sind, Norbert sollte auf der Insel seiner Ahnen bleiben. Was Henry will – nämlich mit Norbert wieder nach Hause abreisen -, ist ganz klar, doch will Norbert das auch? Hier wird die Geschichte mal kurz sehr ernst, denn die Frage, was ein Zwergmammut braucht, wird sehr kindgerecht betrachtet. Was daraus wird, muss nun jeder selbst lesen! Das Buch eignet sich zum Vorlesen oder gar Selberlesen ab dem Grundschulalter, eventuell sogar schon etwas früher.

Sehr gerne empfehle ich diese turbulente Geschichte um Henry und das Zwergmammut Norbert weiter. Ob es wohl noch weitere Fortsetzungen gibt? Die will ich unbedingt lesen. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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