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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2022

Zu Recht ein Bestseller!

Mein verrückter Körper – Warum du Popel gefahrlos essen kannst
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Ein Sachbuch für Kinder über den eigenen Körper: Der Autor Adam Kay lädt ein zu einer verrückten Entdeckungsreise und lockt seine jungen Leser nicht nur mit viel Fachwissen, sondern auch mit vielen Fragen ...

Ein Sachbuch für Kinder über den eigenen Körper: Der Autor Adam Kay lädt ein zu einer verrückten Entdeckungsreise und lockt seine jungen Leser nicht nur mit viel Fachwissen, sondern auch mit vielen Fragen abseits der Lehrbuchinhalte: Darf man Popel essen? Weshalb fallen beim Niesen nicht die Augen aus dem Kopf? Ist unser größter Muskel wirklich der Hintern?

Wer das Buch aufschlägt, auf welcher Seite auch immer, findet sich in einer spannenden und leicht überdrehten Lektüre wieder, die immer wieder mit ekligen und doch auch urkomischen Fakten lockt, so dass man sich sofort festliest. Ob über die verschiedenen Organe des Körpers, über seine Funktionen, aber auch über Krankheiten, es gibt nichts, was der Autor verschweigt. Verrückt und überdreht sind auch die Illustrationen, der Illustrator Henry Paker lebt sich hier genauso aus wie der Autor Adam Kay. Für Erwachsene sind ein paar Worte (Popo, Kacke, Rotz usw.) vielleicht etwas zu oft wiederholt, üben für junge Leser aber vermutlich genau die richtige Anziehung aus, um sich durch die doch üppigen 448 Seiten zu lesen. Und ja, es gibt auch eher ungeliebte Wahrheiten, dass nämlich Brokkoli doch wichtig zu essen ist… Da verblasst jeder andere Anatomie-Unterricht vor Neid, hier bleiben die Fakten im Gedächtnis haften. Dieses Buch ist zu Recht zum Bestseller geworden!

Mich hat diese unkonventionelle Reise durch den Körper gut unterhalten können, während der Leser nebenbei mit wichtigen Informationen gefüttert wird. Diese gelungene Mischung empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Gewohnt spannend

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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Pia Sander und Oliver Bodenstein ermitteln im Fall einer vermissten Frau. In ihrem Haus in Bad Soden findet die Polizei ihren dementen Vater, verwirrt und dehydriert, doch von der Frau selbst keinen Hinweis ...

Pia Sander und Oliver Bodenstein ermitteln im Fall einer vermissten Frau. In ihrem Haus in Bad Soden findet die Polizei ihren dementen Vater, verwirrt und dehydriert, doch von der Frau selbst keinen Hinweis auf ihren Verbleib. Das passt nicht zu ihr, finden Nachbarn und Bekannte. Sie war über dreißig Jahre lang Programmleiterin beim renommierten Verlag Winterscheid, doch vor kurzem wurde ihr gekündigt, weil sie sich mit einem eigenen Verlag selbständig machen wollte. Als die Leiche aufgefunden wird, gibt es einige Ungereimtheiten, bald darauf geschieht ein weiterer Mord. Welches gut gehütete Geheimnis wartet darauf, hier aufgedeckt zu werden?

Dies ist bereits der zehnte Band der Taunus-Krimis mit den beiden Ermittlern Pia Sander und Oliver von Bodenstein sowie ihren Kollegen. Es ist ein spannender Fall, der den Leser wieder erwartet, und es gilt, ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu lüften. Immer wieder kommen neue Aspekte zum Vorschein und verlangen danach, die Geschehnisse aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Klar gibt es auch einige überraschende Wendungen, immer wieder kommen neue Verdächtige in den Fokus. Die Auflösung muss warten bis zum Schluss, kommt dann aber mit einem richtig guten Showdown. Auch die privaten Geschehnisse rund um die Ermittler erhalten viel Raum, langweilig wird es auf keiner Seite. Gut gefallen hat mir, wie die Autorin Nele Neuhaus kurzerhand ihren Rechtsmediziner zum erfolgreichen Autor aufbaut, der ganz zufällig zwei Titel vorzuweisen hat wie sie selbst: ein vergnügliches Bäumchen-wechsel-dich-Spiel.

Mich konnte dieser Krimi wie all seine Vorgänger bestens unterhalten, ich war in Null-Komma-Nix mitten im Geschehen und habe begeistert mitgerätselt. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 25.01.2022

Turbulenter Urlaub mit Zwergmammut Norbert

Ein Zwergmammut verschenkt man nicht
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Henry fliegt mit seiner Oma und Zwergmammut Norbert nach Kreta in den Urlaub. Dort werden sie bereits sehnsüchtig erwartet, denn Norbert ist inzwischen berühmt. Und sollte das Zwergmammut nicht dort leben, ...

Henry fliegt mit seiner Oma und Zwergmammut Norbert nach Kreta in den Urlaub. Dort werden sie bereits sehnsüchtig erwartet, denn Norbert ist inzwischen berühmt. Und sollte das Zwergmammut nicht dort leben, wo seine Vorfahren herkommen? Das findet auf jeden Fall der König von Griechenland, der Norbert gerne als Gastgeschenk bekommen möchte. Norbert genießt nicht nur den Urlaub, sondern begibt sich auch auf Spurensuche nach seinen Wurzeln…

Henrys neues Abenteuer mit dem Zwergmammut Norbert schließt zwar an den ersten Band der Reihe an, doch in dieses Buch kann man auch ohne weitere Vorkenntnisse eintauchen. Ich bin mir aber sicher, dass man dann ganz schnell mehr lesen will von diesem knuddeligen Zwergmammut. Henry und Norbert lieben sich heiß und innig, und auch wenn es nicht immer einfach ist, ein Zwergmammut zu erziehen, macht Henry das besonders gerne. Das ist immer wieder lustig zu lesen und zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht. Spannend wird es, als klar wird, dass einige Menschen der Meinung sind, Norbert sollte auf der Insel seiner Ahnen bleiben. Was Henry will – nämlich mit Norbert wieder nach Hause abreisen -, ist ganz klar, doch will Norbert das auch? Hier wird die Geschichte mal kurz sehr ernst, denn die Frage, was ein Zwergmammut braucht, wird sehr kindgerecht betrachtet. Was daraus wird, muss nun jeder selbst lesen! Das Buch eignet sich zum Vorlesen oder gar Selberlesen ab dem Grundschulalter, eventuell sogar schon etwas früher.

Sehr gerne empfehle ich diese turbulente Geschichte um Henry und das Zwergmammut Norbert weiter. Ob es wohl noch weitere Fortsetzungen gibt? Die will ich unbedingt lesen. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 25.01.2022

Überraschende Krimi-Anthologie

Eifersucht
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Der Athener Ermittler Nikos Balli ist Spezialist für das Mordmotiv Eifersucht. Deshalb soll er auf der Insel Kalymnos helfen, einen Vermissten zu finden. Julian und sein Zwillingsbruder Franz waren in ...

Der Athener Ermittler Nikos Balli ist Spezialist für das Mordmotiv Eifersucht. Deshalb soll er auf der Insel Kalymnos helfen, einen Vermissten zu finden. Julian und sein Zwillingsbruder Franz waren in dieselbe Frau verliebt, während Helena nur von Franz wusste. Nun ist Julian verschwunden, sein Handtuch wurde am Strand gefunden. Was ist geschehen? - Sechs weitere Geschichten ranken sich um das Thema Eifersucht in diesem Buch.

Man muss etwas genauer hinsehen, um zu erkennen, dass es sich hier um eine Geschichtensammlung handelt. „Eifersucht“ ist als einzige Erzählung etwas länger geraten, die anderen sind komprimierte, dafür aber knackige Kurzgeschichten. Das verbindende Element der Geschichten – die Eifersucht – wird gleich aus mehreren Perspektiven beleuchtet, immer mit einer schlüssigen Geschichte verbunden und mit den unterschiedlichsten Protagonisten versehen. Jede der Geschichten ist sehr spannend aufgebaut, am Schluss gibt es jeweils eine überraschende Wendung mit einer verblüffenden Auflösung. Mich hat das Buch gut unterhalten können.

Diese Krimi-Anthologie weist eindeutig Jo Nesbøs Handschrift aus. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 13.01.2022

Wie ein Ritt durch die Hölle

Meeressarg (Ein Fabian-Risk-Krimi 6)
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Kim Sleizner ist nach wie vor Polizeichef von Kopenhagen, er zieht seine Fäden und ist dabei von einer erbarmungslosen Härte. Nachweisen kann man ihm allerdings nichts. Seine ehemalige Kollegin Dunja Hougard ...

Kim Sleizner ist nach wie vor Polizeichef von Kopenhagen, er zieht seine Fäden und ist dabei von einer erbarmungslosen Härte. Nachweisen kann man ihm allerdings nichts. Seine ehemalige Kollegin Dunja Hougard ist untergetaucht und ermittelt verdeckt gegen ihn. Kommissar Fabian Risk muss sich mit dem Tod seines Sohnes Theodor auseinandersetzen und kommt dabei unerwartet einigen Ungereimtheiten auf die Spur. Währenddessen ermittelt die Polizei von Kopenhagen im Fall von zwei Toten, die in einem Auto am Meeresgrund aufgefunden wurden.

Wie bereits in den bisherigen Krimis von Stefan Ahnhem sind es wieder mehrere Handlungsstränge, die parallel verlaufen, um auf einen gemeinsamen Höhepunkt zu steuern. Es ist ein Ritt durch die Hölle, denn der Täter scheint festzustehen, doch er ist mit allen Wassern gewaschen. Er verwischt so sehr seine Spuren, dass jede Mühe im Sand zu versickern scheint. Dazu ist er skrupellos, er geht über Leichen und kennt keine Gnade. So entsteht eine atemlose Spannung, der Leser kann dem Sog dieser Geschichte kaum entgehen. Überraschende Wendungen sind auch diesmal vorprogrammiert, einschließlich einem fulminanten Showdown. Manches davon scheint nicht so ganz glaubhaft, und dennoch passt es zu dieser Geschichte.

Es ist sinnvoll, die Vorgänger dieses Bandes zu kennen, um sämtliche Geschehnisse in dieser Geschichte nachzuvollziehen. Sehr gerne empfehle ich diesen spannungsgeladenen Krimi weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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