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Veröffentlicht am 02.02.2022

Wieder eine absolut emotionale, toll geschriebene Geschichte von Kelly Oram

Das Libby Garrett Projekt
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Seit "Girl at Heart" ziehen Kelly Orams Bücher regelmäßig bei mir Zuhause ein. Ich liebe ihren Schreibstil und auch bei "Das Libby Garret Projekt" konnte mich dieser absolut überzeugen. Kelly Oram hat ...

Seit "Girl at Heart" ziehen Kelly Orams Bücher regelmäßig bei mir Zuhause ein. Ich liebe ihren Schreibstil und auch bei "Das Libby Garret Projekt" konnte mich dieser absolut überzeugen. Kelly Oram hat einen locker leichten, gefühlvollen Schreibstil, der sofort in seinen Bann zieht - selbst wenn die Handlung nicht immer absolut fesselnd ist.

"Das Libby Garret Projekt" erzählt von Protagonistin Libby, die tiefe Selbstzweifel hegt und deren persönliche Probleme sie in eine Beziehung mit Owen Jackson geführt haben. Dieser behandelt sie absolut unwürdig und bewirkt, dass Libby selbst sich verändert, nur um ihm zu gefallen. Recht schnell leiden auch Libbys Beziehungen unter ihrem Verhältnis mit Owen. Ihre Freunde versuchen, Libby zu helfen und starten gemeinsam mit Adam, ein Kollege von Libbys bester Freundin, ein Projekt, das Libby helfen soll, von Owen wegzukommen.

Die Geschichte ist dabei abwechselnd aus Libbys und Adams Sicht geschrieben. Während ich Adam von Anfang an toll fand und das gerade, weil er nicht der typische, perfekte Typ ist, musste ich mit Libby erst warm werden, was aber eigentlich nur ihre durch Owen herbeigeführte Veränderung widerspiegelt. Im Laufe des Buches zeigen sich aber beide als charakterstarke, sympathische Figuren, denen ich sehr gerne gefolgt bin.

Handlungstechnisch ist es vor allem Libbys "Reise", die man verfolgt. Kelly Oram neigt generell dazu, ein bisschen "too-much" zu sein und auch hier, ist sie für mich oftmals knapp am Übertriebenen vorbeigeschrammt (seien es die Worte, die die Protagonisten von sich geben oder deren Interaktionen).

Fazit: Ein tolles, warmherziges Buch, bei dem es ganz doll knistert.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Die Eifersucht in all ihren Facetten

Eifersucht
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Ich mag Jo Nesbo als Thriller-/Krimiautoren sehr gerne und war daher auch gespannt, wie sich seine Kurzgeschichtensammlung lesen wird.

Dabei hat er sieben Kurzgeschichten veröffentlicht, wobei eine davon ...

Ich mag Jo Nesbo als Thriller-/Krimiautoren sehr gerne und war daher auch gespannt, wie sich seine Kurzgeschichtensammlung lesen wird.

Dabei hat er sieben Kurzgeschichten veröffentlicht, wobei eine davon - die Titelgebende Geschichte - etwas länger ist. Nesbo schafft es durchweg, seinen tollen Schreibstil zu halten, sodass man sich als LeserIn trotz der unterschiedlichen und recht kurzen Geschichten in jede einzelne Hineinversetzen kann. Die Protagonisten und die Settings spielen an den unterschiedlichsten Orten, kommen aus den unterschiedlichsten Schichten, doch Nesbo schafft es, all diese Charakteristika einzufangen und den Protagonisten zu eigen zu machen.

Manche Geschichten haben mir mehr gefallen, als andere. Insbesondere die ersten zwei konnten mich begeistern, auch wenn ich in der Geschichte "Eifersucht" schon vieles vorhergesehen habe. Andere waren derber, blutiger und ohne raffinierte Wendungen.

Alles in allem hatte ich das Gefühl, auf Netflix eine Mini-Serie zu gucken. Es war entspannend, Häppchenweise spannende Geschichten zu lesen, da ich doch dazu neige, gute Thriller nicht aus der Hand legen zu können, obwohl ich die Zeit dafür gar nicht habe.

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Veröffentlicht am 04.10.2021

Spannend, magisch und düster mit Protagonisten, zwischen denen es gewaltig knistert

Blood and Ash - Liebe kennt keine Grenzen
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Was für ein Leseerlebnis! Ich habe lange geschwankt, wie ich dieses Buch bewerten soll, denn neben Wow-Momenten gab es leider auch einige Augen-Verdreher.

Aber von vorne: Als LeserIn wird man sofort ...

Was für ein Leseerlebnis! Ich habe lange geschwankt, wie ich dieses Buch bewerten soll, denn neben Wow-Momenten gab es leider auch einige Augen-Verdreher.

Aber von vorne: Als LeserIn wird man sofort in die Geschichte geworfen. Poppy, die Auserwählte, muss ein sittsames Leben führen, was so gar nicht zu ihrem Charakter passt. Ihr Gesicht darf von niemandem gesehen werden, sie darf auch sonst keine wirkliche Gesellschaft haben und führt daher ein recht einsames Leben. Warum? Weil sie von den Göttern auserwählt wurde.

Lange Zeit habe ich viele Hintergründe nicht ganz durchblickt. Poppy gibt einem schwammige Erklärungen, aber ich hatte kein großes Ganzes im Kopf. Warum zum Beispiel darf sie denn nun von niemandem gesehen werden - was passiert, wenn es doch geschieht? Warum muss sie sich einer Jungfräulichen entsprechend verhalten? Poppy nimmt vieles einfach so hin, was für den Verlauf der Geschichte auch recht wichtig ist, mich aber anfangs gestört hat. Ich empfand ihre Sicht der Dinge von Anfang an nicht ausreichend, weshalb der große Plot-Twist auch nicht mehr überrascht.

Allerdings konnte mich das Buch trotz dieser Ungereimtheiten dennoch voll abholen. Der Schreibstil ist toll, man kann darin versinken und insbesondere die Dialoge sind so frisch und machen einfach nur Spaß. Hawke, Poppys baldiger, neuer Leibwächter, stellt das perfekte Gegenstück zu Poppy dar und die Streitereien zwischen den beiden haben das Buch getragen. Selten habe ich so viel Chemie zwischen zwei Charakteren gespürt.

Generell finde ich auch die Fantasy-Aspekte gelungen und einige Themen werden "neu" aufgerollt. Die Ideen fand ich spannend und ich bin mir sicher, dass hier noch vieles drauf aufgebaut werden kann.

Die sehr expliziten Szenen fand ich an der ein oder anderen Stelle aber auch ein wenig too much und gerade zum Ende hin hätte Hawke sich dann doch den ein oder anderen Spruch "klemmen" können.

Dennoch werde ich die Geschichte auf jeden Fall weiterverfolgen, weil das Lesen einfach so viel Spaß gemacht hat und ich glaube,

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Was will man vom Leben - und wer ist man eigentlich?

Open Hearts
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Ich mag den Pola-Verlag mittlerweile sehr gerne, deshalb hab ich mich auch über das neuste Buch "Open Hearts" sehr gefreut. Hier geht es um Misty, die sich nach einer Langzeitbeziehung erst einmal wieder ...

Ich mag den Pola-Verlag mittlerweile sehr gerne, deshalb hab ich mich auch über das neuste Buch "Open Hearts" sehr gefreut. Hier geht es um Misty, die sich nach einer Langzeitbeziehung erst einmal wieder selbst finden muss und dabei in eine offene Beziehung stolpert. Dort verliebt sie sich mehr oder weniger in Christopher, aber was will sie wirklich vom Leben - und reicht ihr eine Beziehung, bei der sie immer die 2.Wahl sein wird?

Zunächst brauchte ich kurz, um mich an die Geschichte und das Buch zu gewönhnen. Misty ist eine etwas andere Protagonistin, die vor allem das Herz auf der Zunge trägt und alles ausspricht, was sie beschäftigt. Oftmals macht sie sich auch kleiner, als sie eigentlich ist, da möchte man sie gerne mal schütteln. Christopher wiederum lernt man nur aus ihrer Sicht kennen, er wirkt startk so, als würde er auf ein Podest gestellt werden. Was er wirklich denkt und fühlt, erfährt man erst nach und nach. Es gibt noch paar spannende Nebencharaktere, allen voran Mistys beste Freundin Erica, die wierum andere Einblicke ins Leben mitbringen.

Vor allem nach den ersten Seiten hat das Buch für mich regelrecht eine Sogwirkung entwickelt und ich habe das Buch sehr schnell gelesen. das lag vor allem an Mistys Andersartigkeit und Offenheit dem Leben gegenüber. Sie spricht alles aus, was ihr in den Kopf kommt. Man leidet und fühlt gleichzeitig mit ihr mit und wünscht ihr, dass sich das Leben sich nach ihren Vorstellungen entwickelt. Denn wie viele Frauen stehen genau vor den gleichen Entscheidungen, weil ihre biologische Uhr tickt?

Das Ende wiederum war für mich ein wenig zu schnell. Manche Entwicklungen waren auch recht skurril, das hätte es für mich nicht gebraucht. Ich habe das Buch aber sehr gemocht und finde, es reiht sich sehr gut bei anderen Werken des Verlags ein.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Öffnet die Augen

Da, wo ich dich sehen kann
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"Da, wo ich dich sehen kann" ist ein sehr bewegendes Buch, das sowohl nahbar, als auch faktisch auf Femizide aufmerksam macht. Denn Maja verliert ihre Mutter an ihren Vater, welcher sie brutal ermordet ...

"Da, wo ich dich sehen kann" ist ein sehr bewegendes Buch, das sowohl nahbar, als auch faktisch auf Femizide aufmerksam macht. Denn Maja verliert ihre Mutter an ihren Vater, welcher sie brutal ermordet - und sie selbst ist auch noch diejenige, die ihre Mutter auffindet.

Das Buch wechselt dabei zwischen zahlreichen Perspektiven - zwischen all den Menschen, die von diesem schweren Schicksal betroffen sind. Emma selber, Majas Mutter, kommt auch zu Wort. So wird sehr vielschichtig erzählt, wie es zu dem Unglück kam, aber auch, wie komplex diese Situation ist. Es gibt weiterhin immer wieder Zeitungsausschnitte, die untermauern, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt.

Trotz der bewegenden Thematik kam ich etwas schwer in die Geschichte selber hinein, was vor allem am Schreibstil der Autorin lag. Dieser wirkte auf mich sehr erzählend und klar, was ich sonst eher nicht gewohnt bin. Mit der Zeit konnte ich jedoch immer mehr in die Geschichte eintauchen und auch mitfühlen. Auch jetzt hängt mir das Buch noch nach und viele Zahlen oder Gedanken kreisen noch immer in meinem Kopf herum. Auf jeden Fall ein Werk, das nachhallt.

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