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Veröffentlicht am 22.02.2026

Die Universität des Grauens

Nightshade
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Willkommen in Sorrowsong-University - am besten machst du schnell wieder auf dem Absatz kehrt, denn hier willst du ganz bestimmt nicht studieren. Leider nur bleibt Ophelia nicht wirklich etwas anderes ...

Willkommen in Sorrowsong-University - am besten machst du schnell wieder auf dem Absatz kehrt, denn hier willst du ganz bestimmt nicht studieren. Leider nur bleibt Ophelia nicht wirklich etwas anderes übrig, nachdem alle anderen Universitäten sie abgelehnt haben. Außerdem ist es genau die Universität, an der ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Ophelia möchte deren Mörder an den Pranger liefern, und ausgerechnet der Sohn des Flugzeug-Moguls, Alex Green-Corbeu, stiehlt sich dabei in ihr Herz.

Was folgt, ist eine absolut spannende, düsterere und emotionale Geschichte mit zahlreichen Wendungen, bei denen man das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte. Ophelia und Alex sind als Charaktere sehr sympathisch, wenn auch durch ihre Vergangenheiten stark gezeichnet. Insbesondere die Liebesgeschichte entwickelt sich dabei stark und natürlich, die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach. Vor allem Alex hat das Herz am rechten Fleck und die Art, wie er Ophelia behandelt, lässt das Herz einfach höher schlagen.

Durch einen Stalker, der Ophelia auflauert und bedroht, kommt weiterhin Spannung auf, da man die ganze Zeit am spekulieren ist, um wen es sich handeln könnte. Manche der Entwicklungen konnten mich später überraschen, andere eher weniger. Auf jeden Fall kann ich es kaum abwarten, wie es im Folgeband weitergeht, da zum Ende hin noch einmal einiges ins Rollen gebracht wurde.

Die düstere Stimmung an dem Buch hat mir sehr gefallen, sie wurde durch die Momente zwischen Alex und Ophelia aufgebrauchen. Teilweise war es mir persönlich manchmal too-much, da hier auch viele starke Worte immer wieder genutzt werden. Ob diese nach so kurzer Zeit schon so intensiv gefühlt werden können - ich weiß nicht, das empfand ich teilweise als übertrieben. Aber ich glaube, bei dem Mafioso-Setting muss man sich auf so etwas auch einstellen, da hier so einige Extreme geliefert werden, und das nicht nur romantischer Natur.

Nichtsdestotrotz hat das Buch mich absolut in seinen Bann gezogen. Ich bin immer wieder so gerne an diesen Ort zurückgekehrt und nur so durch die Seiten geflogen, daher eine ganz große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

In den Klauen der Bestie

Heir of Illusion
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Heir of Illusion ist ein unglaublich spannender Reihenauftakt, in welchem es um Ivy Pomeroy geht. Diese wird vom König durch ein magisches Halsband unter Kontrolle gehalten und ihm unterworfen. Weigert ...

Heir of Illusion ist ein unglaublich spannender Reihenauftakt, in welchem es um Ivy Pomeroy geht. Diese wird vom König durch ein magisches Halsband unter Kontrolle gehalten und ihm unterworfen. Weigert sie sich, seine Aufträge auszuführen, zieht sich das Halsband zusammen und sie erstickt.

Ivy trifft auf den Seelenfänger Thorne, welcher wiederum auf der Suche nach einem besonderem Schwert ist - und auch Ivy hat Interesse an dem Schwert. Es folgt eine Suche durch die Stadt voller spannender Twists, sympathischen Nebencharaktären und harten Kämpfen.

Den Schreibstil der Autorin empfand ich als wirklich gut, was für mich vor allem in der Darstellung Ivys und in den Dialogen mit manchen Nebencharakteren zur Geltung kam. Mit Thorne konnte ich zunächst eher weniger anfangen, da er auf mich sehr stereotypisch wirkte, ebenso wie seine Dialoge mit Ivy. Hier hat es sich zu Beginn des Buches oftmals so angefühlt, als hätte man ihre Kombination so oder so ähnlich bereits gelesen. Allgemein wurde ich beim Lesen oftmals an andere bekannte Fantasy-Reihen erinnert ...

Im weiteren Verlauf des Buches nahm aber auf jeden Fall auch die Spannung immer weiter zu. Es gibt viele Twists und Wendungen, die dem Buch immer wieder Leben einhauchen, sodass es großen Spaß macht, durch die Seiten zu fliegen. Einige Nebencharaktere wurden ebenfalls sehr liebevoll gezeichnet, allen voran Darrow und der alte Mann aus dem Pub.

Das Ende hin wiederum hat mich dann doch kalt erwischt. Ich hatte geglaubt, vieles vorhergesehen zu haben, aber es kam dann doch - zumindest ein wenig - anders, als geglaubt und führt den Folgeband in eine ganz neue Richtung. Ich möchte auf jeden Fall weiterlesen!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Eine wahnsinnige Reise

Dynasty of Hunters, Band 2 - Von dir gezeichnet
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"Dynasty of Hunters" Teil 2 startet genau dort, wo der erste Band geendet hat. Lia befindet sich nun in den Händen von Laurent und sieht sich dort seinem übegriffigem Verhalten gegenüber. Laurent wiederum ...

"Dynasty of Hunters" Teil 2 startet genau dort, wo der erste Band geendet hat. Lia befindet sich nun in den Händen von Laurent und sieht sich dort seinem übegriffigem Verhalten gegenüber. Laurent wiederum nutzt Lias Macht, um Zeichnungen zu befehligen, die seine Macht weiter sichern. Währenddessen wütet ein Aufstand - die festgefahrenen Rollen und Adligen und Bügerlichen dröseln immer weiter auf und das System von Jägern und Gejagten droht, zu kippen.

Das Buch wird abwechselnd aus den Sichtweisen von Laelia und Irina erzählt, was ich zu Beginn nicht erwartet hatte. An Irina musste ich mich zunächst gewöhnen, da ihre Rolle in Banf 1 die der Antagonistin war und ich folglich eher weniger Sympathien für sie hegte. Mit der Zeit wird ihre Sichtweise aber immer spannende und sie legt eine große Entwicklung hin.

Lia wiederum sieht sich sehr düsteren Zeiten gegenüber. Circa die erste Hälfte des Buches offenbart sehr intensiv, was Laurent mit Lia und ihrer Abhängigkeit anstellt. Hier sollte man durchaus die Triggerwarnungen lesen, ich habe die Beschreibungen der Autorin als sehr intensiv wahrgenommen. Die Entwicklung Laurents habe ich in dem Maße nicht kommen sehen. Auch wenn ich unbedingt wissen wollte, was mit Ray und Astoria geschehen ist, war dieser Teil des Buches für mich schlussendlich doch der spannendste. Es geht auch viel um Ränkespiele, gemeinsam mit Irina befindet man sich wiederholt in Ratssitzungen, die das Geschehen außerhalb der königlichen Mauern beleuchten. Laelia wiederum ist in ihrer Rolle recht gefangen.

Der zweite Abschnitt des Buches richtet sein Augenmerk dann eher auf die Rebellen und den Geschehnissen außerhalb des Hauses de Vert. Wie bereits in Band 1 erschlossen sich mir manche Aspekte des Magiesystems nicht. Während ich in Band 1 noch hoffte, diese würden hier aufgeklärt werden, blieb ich in and 2 ein wenig ratlos zurück, auch, da mir vielleicht Infos aus Band 1 nicht mehr so präsent waren, diese aber nicht wiederholt wurden. Ich möchte nicht zu viel verraten, um zu spoilern, aber vor allem Rays Hintergründe habe ich absolut nicht verstanden. Auch Lias besondere Magie wirkte mit der Zeit eher symbolisch, als dass ich die wahre Macht so richtig habe durchblicken können. Da sich die Adligen ja auch selbst zeichnen konnten, hätte ich gedacht, dass es deutlich mehr Möglichkeiten gäbe, das Magiesystem zu nutzen ...

Ansonsten war das Buch eine wahnsinnig emotionale Reise mit Schockmomenten, aber auch heranschleichenden, tiefschürfenden Verletzungen. Es gab auch ein paar Parallelel zu den Tributen-von-Panem, das mochte ich gerne. Kann die Reihe also nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Tolle Protagonistin in einer monsterbefallenen, kalten Welt

Tage einer Hexe
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"Tage einer Hexe" liegt bereits aus dem englischen in Form einer wunderschönen Special Edition in meinem Buchregal und hier heißt das Buch "Foul Days", was auch wunderbar passend ist. Da ich die deutschsprachigen ...

"Tage einer Hexe" liegt bereits aus dem englischen in Form einer wunderschönen Special Edition in meinem Buchregal und hier heißt das Buch "Foul Days", was auch wunderbar passend ist. Da ich die deutschsprachigen Bücher dann doch schneller lesen kann, habe ich mich für die ebenfalls wunderschöne, deutsche Version entschieden. Cover und Farbschnitt gefallen mir richtig gut, sind irgendwie schlicht, aber dennoch magisch und sollen zum einen sicher auf die Monster verweisen, zum anderen vielleicht auf die Kräuter für benötigte Zaubertränke? Irgendeine Begründung für die Sonnenblumen finde ich schon noch ...

Nun zum Inhalt des Buches: In Tage einer Hexe geht es um Kosara, die in einer schicksalshaften Nacht ihren Schatten verliert, nachdem sie schnell über die Mauer fliehen muss, um den Zmey zu entkommen. Der Zmey ist der König der Monster und hat an Kosara ein besonderes Interesse. Das Ganze spielt wiederm während der schmutzigen Tage, an dem der Übergang zwischen Monster- und Menschenwelt besonders dünn ist, weshalb die Monster in Chernograd ihr Unwesen treffen. Allerdings gibt es eine Mauer, die den Rest der Welt vor den Monstern - und damit auch vor Chernograd - abschirmt und deren Überquerung mit einigenn Gefahren einhergeht.

Kosara tut es dennoch und trifft auf der anderen Seite auf den Polizist Asen. Gemeinsam sehen sie sich plötzlich als Team, dass Kosaras Schatten hinterherjagt.

Ich LIEBE Kosara als Protagonistin. Sie ist frech, voller Zweifel, sarkastisch und tut, wonach ihr gerade der Sinn steht. Nicht immer denkt sie sonderlich viel über die Konsequenzen nach oder lernt gar aus ihren Fehlern, aber sie ist gleichzeitig auch sehr selbstkritisch sich gegenüber. Man hat teilweise das Gefüh, dass sie andere sehr schätzt und vieles für diese tun würde - nur nicht für sich selbst. Sie war einfach erfrischend anders, ohne mich je zu nerven. Asen wiederum wirkt über weite Teile wie ein netter Golden Retriever. Es ist ein tolles Gespann und auch wenn die Romantik zwischen den beiden über weitere Teile hintenansteht, sehe ich das riesige Potenzial für Band 2.

Auch die weiteren Nebencharaktere waren spannend, wenn auch schwerer zu durchschauen. Eigentlich kann man in diesem Buch niemandem trauen, egal, wie nett und freundlich sie zunächst wirken. Die Charaktere sind definitiv mein Lieblingsteil an diesem Buch.

Der Schreibstil hat ebenso gut zu diser düsteren, magischen Geschiche gepasst. Handlungstechnisch hatte ich erwartet, länger in Belograd zu verweilen, doch Kosara geht recht schnell zurück über die Mauer (welche plötzlich auch recht viele in alle Richtungen überqueren, wodurch es mit einem Mal doch nicht mehr so schwierig wirkt ...). Es gab ein paar Wirrungen, die auf mich nicht immer logisch gewirkt haben und "passend gemacht" wirkten". Ansonsten geht es hier um eine junge, starke Frau, die sich selbst unterschätzt und ihren eigenen Monstern stellt.

Ich freue mich total auf den 2. Band und vor allem auf Kosara.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Eine Reise durch Norwegen und zu sich selbst

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Aleksander "Sander" Skogen wird nach einem Skandal kurzerhand von der Familie zu einer Trekkingtour gezwungen, um aus dem Rampenlicht zu verschwinden und unterzutauchen. Dort trifft auf Tourleiterin Norah, ...

Aleksander "Sander" Skogen wird nach einem Skandal kurzerhand von der Familie zu einer Trekkingtour gezwungen, um aus dem Rampenlicht zu verschwinden und unterzutauchen. Dort trifft auf Tourleiterin Norah, die seit jeher im Familienunternehmen arbeitet und die Wandertruppe durch Norwegens schöne Wildnis führt. Recht schnell sprühen die Funken, doch insbesondere Norah hält Sander auf Abstand, da ihre Vergangenheit ihr noch immer zusetzt.

Der Schreibstil von Caroline Wahl ist wirklich toll. Ich bin mühelos in das Buch gestartet und es war eine schöne, ruhige Geschichte, um runterzukommen und sich fallen zu lassen. Insbesondere der Anfang hat mir gut gefallen. Man hat Sander und Norah erst einmal voneinander losgelöst kennengelernt.

Im Laufe der Geschichte ist der Kernpunkt vor allem die Trekkingtour. Die Beschreibungen der Natur sind wunderbar realistisch und man fühlt sich nach Norwegen versetzt. Handlungstechnisch dreht sich das Buch vor allem um das Herantasten der beiden Protagonisten aneinander, während beide gleichzeitig nach ihrem Weg im Leben suchen. Der Mittelteil hat sich ein bisschen gezogen, weil es statt großem Drama eher Kennenlerngespräche gibt. Das macht das Ganze aber auch realistischer.

Beide Protagonisten sind sympathisch, einfühlsam und nahbar. Sander ist Norah recht schnell verfallen und war mir in seinen Gedankengängen manchmal ein bisschen too much. Er ist auf jeden Fall sehr einfühlsam und verständnisvoll. Norah wiederum sprüht vor Lebensfreude, hat jedoch so ihre Schwierigkeiten, andere an sich ranzulassen. Auch wenn für beide recht schnell klar ist, dass sie dem anderen verfallen sind, bauen sie doch so einige Mauern auf, um den anderen nicht an sich ranzulassen.

Auf jeden Fall eine cozy Geschichte in der wunderschönen Natur Norwegens.

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