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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2022

Heikles Thema gut umgesetzt

Hundepark
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Olenka ist Reinigungskraft und vor einigen Jahren mit falschen Papieren nach Helsinki eingereist und dort untergetaucht. Ihre Freizeit verbringt sie regelmäßig im „Hundepark“, um dort ein Ehepaar mit zwei ...

Olenka ist Reinigungskraft und vor einigen Jahren mit falschen Papieren nach Helsinki eingereist und dort untergetaucht. Ihre Freizeit verbringt sie regelmäßig im „Hundepark“, um dort ein Ehepaar mit zwei Kindern zu beobachten und deren Verhalten zu analysieren. Olenka hat sich diese Familie bewusst ausgesucht, denn eines der Kinder entstammt einer ihrer Eizellen. Als plötzlich eine Frau aus ihrem ursprünglichen ukrainischen Dorf auftaucht und sich zu ihr auf die Bank gesellt, wird Olenka von ihrer Vergangenheit eingeholt…
Die Geschichte wird von Olenka aus der Ich-Perspektive erzählt. Dabei blicken wir tief in ihre Vergangenheit und erfahren so manch illegale Handlung. Was sofort auffällt ist, dass Olenka nicht den Leser selbst, sondern ihre verflossene Liebe anspricht. Als würde sie einen Monolog nur mit ihm führen. Ihm öffnet sie ihre Gefühle und es kommen Details ans Tageslicht, die dem Leser zeigen, dass Olenka eine schwere und gefährliche Vergangenheit hat.

Die Hauptprotagonistin wurde authentisch und real dargestellt. Es war nicht immer einfach, ihrem Denken oder ihren Handlungen zu folgen. Die vielen Zeitsprünge, haben mich oft verwirrt. Dennoch sind sie sehr wichtig für die Handlung und erzählen unter anderem von ihrer Kindheit, einigen alten Kunden, ihrer Familie und Freunden, aber am meisten von ihrem Geliebten. Gefühlsmäßig hat mich ihre Erzählung voll abgeholt und tief ergriffen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er war flüssig und hat mich bildhaft durch den Plot geleitet. Hin und wieder hat mir so ein bisschen die Würze gefehlt, was eindeutig an den vielen Rückblicken lag, die leider erst nach einer ganzen Weile ein ordentliches Bild ergeben. Aber wenn es dann soweit ist, dann ist man als Leser schon fasziniert von dem ganzen Drumherum und denkt auch über das ein oder andere intensiver nach.

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Leider ein wenig enttäuschend...

Dein dunkelstes Geheimnis
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Als großer Jenny Blackhurst Fan habe ich diesem Buch sowas von entgegengefiebert. Leider war ich diesmal ein wenig enttäuscht.

Der Einstieg fiel mir leicht und ich habe sofort mit Spannung verfolgt, wie ...

Als großer Jenny Blackhurst Fan habe ich diesem Buch sowas von entgegengefiebert. Leider war ich diesmal ein wenig enttäuscht.

Der Einstieg fiel mir leicht und ich habe sofort mit Spannung verfolgt, wie Kathryn nach 25 Jahren in ihre alte Heimat zurückkehrt. Damals hat sich hier eine schlimme Tat ereignet, für die ihr Vater eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßt.

Kathryn war mir sofort sympathisch und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. Ihre Geschichte war authentisch und sehr real erzählt.

Die Nebencharaktere fand ich in diesem Buch leider nicht so gut gezeichnet. Da hätte ich mir deutlich mehr Tiefgang gewünscht. Einige wichtige Charaktere waren für mich leider zu unnahbar. Schade.

Der Schreibstil war gewohnt Blackhurst und konnte mich fesselnd durch den Plot leiten. Die meisten Kapitel werden aus Sicht von Kathryn oder der leitender Ermittlern Maggie erzählt. Ab der Mitte des Plots wechselt die Perspektive allerdings immer mal wieder zu anderen Charakteren, was mich teilweise ein wenig verunsichert hat.

Spannungsmäßig hätte ich mir hier auch mehr erhofft. Diesmal sind die gewohnten Cliffhanger ausgeblieben und die Story vor sich hingeplätschert. Auch der Schluss war für mich früh vorhersehbar.

Fazit
Nicht ihr bestes Werk, aber eine gelungene Story, die mich dennoch gut unterhalten konnte.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Spannender Road-Trip

Nachtflucht – Hinter dir der Tod
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Der Klappentext hat mir sofort gefallen und mich neugierig auf die Story gemacht. Der Vorgänger "Freefall" war schon genial und so hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an dieses Werk. Startschwierigkeiten ...

Der Klappentext hat mir sofort gefallen und mich neugierig auf die Story gemacht. Der Vorgänger "Freefall" war schon genial und so hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an dieses Werk. Startschwierigkeiten gab es für mich keine, denn ich habe mich sofort als Beifahrer erlebt und die beiden Protagonistinnen nach Albuquerque begleitet.

Die Handlung war richtig gut und hat mich auch gut unterhalten. Auch die Spannungsmomente hat die Autorin präzise gewählt und mich dabei voll abholen können. Die dabei geschaffene düstere Atmosphäre kam genauso bei mir an und hat mich absolut überzeugt. Leider kamen mir zu viele Charaktere vor, die mich des öfteren verwirrt haben. So wechselt auch die Erzählperspektive ständig und mehrfach, sodass ich völlig aus dem Konzept kam.

Die Protagonistinnen Rebecca und Cait waren gut gezeichnet und sehr authentisch. Jede auf ihre Art war mir sympathisch und wurde von der Autorin auch so dargestellt. Die beiden Frauen haben prima miteinander harmoniert, obwohl sie sich völlig unbekannt waren.

Die Kapitel waren relativ kurz gehalten, was ich als sehr angenehm empfand. Leider haben mich die zu vielen Perspektiven - menschlich und auch zeitlich - total überfordert. Der Schreibstil war eloquent, lebhaft und hat mich flüssig durch den Plot geleitet.

Fazit:
Ein spannender Road-Trip, der mich gut unterhalten hat, jedoch nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Aber die beiden Protagonistinnen waren den Ausflug auf jeden Fall wert!

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Veröffentlicht am 26.12.2020

Blut ist dicker als Wasser

Der Bruder
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Das war mein erstes Buch von John Katzenbach, das mich durch das düstere Cover und den spannenden Klappentext fesseln konnte.

Euphorisch habe ich mich in die Seiten gestürzt und nach 2 spannenden Prologen ...

Das war mein erstes Buch von John Katzenbach, das mich durch das düstere Cover und den spannenden Klappentext fesseln konnte.

Euphorisch habe ich mich in die Seiten gestürzt und nach 2 spannenden Prologen war meine Neugier geweckt. Dann lernte ich Sloane kennen, die mir sofort ans Herz gewachsen ist. Ihre Mutter wird vermisst und die Ermittlungen zeigen, dass sie wohl Selbstmord begangen hat. Doch Sloane hat verdeckte Hinweise ihrer Mutter erhalten und ermittelt auf eigene Faust.

Spannungsmäßig wird dem Leser hier einiges geboten. Dennoch erscheint die Story hin und wieder etwas langatmig. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und leiten den Leser spannend in das nächste über.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war flüssig und eloquent und konnte mich an den Plot fesseln.

Die Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet. Sloane war sehr sympathisch und da der Leser sie begleitet, hat man einen besonderen Bezug zu ihr herstellen können.


Fazit:
Ein packender Plot, der mich fesseln konnte und gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Eher Science Fiction statt Thriller

Aus schwarzem Wasser
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Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und meine Neugier geweckt.

Der Plot startet rasant und mit jeder Menge Action. Schnell gelingt es dem Leser sich in die Story einzufinden. Auch die Charaktere ...

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und meine Neugier geweckt.

Der Plot startet rasant und mit jeder Menge Action. Schnell gelingt es dem Leser sich in die Story einzufinden. Auch die Charaktere sind einem recht bald bekannt.

Der Plot wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Hauptprotagonistin ist Maja, die Tochter der Innenministerin Patricia Kohlbeck. Maja überlebt den Autounfall, bei dem ihre Mutter stirbt. Sie will herausfinden, wer dahinter steckte und begibt sich dabei in Lebensgefahr.

Ihr Charakter hat mir sehr gut gefallen, da man sich ihr sehr nah und verbunden gefühlt hat. Ich habe mit ihr gelitten und ihre Emotionen auf der Suche nach der Wahrheit miterlebt.

Aufgrund der Handlung ist dies für mich eher ein Science Fiction Thriller. Die Story ist teilweise ziemlich weit hergeholt und für die Menge an Seiten auch hin und wieder etwas langatmig.

Der Schluss war mir etwas zu abrupt und hat die Handlung für mich nicht richtig abgeschlossen. Viele Fragen sind offen geblieben.

Fazit:
Definitiv kein Thriller sondern eher ein Science Fiction Krimi für mich. Leider etwas zu langatmig, aber dennoch unterhaltsam.

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