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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2022

Erzählung über das beste Leben, die zum Reflektieren anregt

Im Dorf der Schmetterlinge
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Jule ist verheiratet, Mutter, ende vierzig und hat das Gefühl, in einer großen Krise zu stecken. Obwohl auf den ersten Blick eigentlich alles gut ist, plagen sie Selbstzweifel, Zukunftsängste und alltägliche ...

Jule ist verheiratet, Mutter, ende vierzig und hat das Gefühl, in einer großen Krise zu stecken. Obwohl auf den ersten Blick eigentlich alles gut ist, plagen sie Selbstzweifel, Zukunftsängste und alltägliche Sorgen, die sie reizbar machen und das Lebensgefühl beschweren.

Statt eines Ratgebers präsentiert Michaela Wiebusch mit "Im Dorf der Schmetterlinge" eine fantasievolle Erzählung, in der sich Jule in einem Dorf voller Schmetterlinge wiederfindet. Dort trifft sie auf ihre Ängste, Sehnsüchte und wird mit anderen Perspektiven konfrontiert, sodass sie an innehält und über die vielfältigen Stationen und Situationen ihres Lebens nachdenkt. Die Dialoge sind recht schlicht und konzentrieren sich auf die wesentlichen Gedanken, sodass die Leser*innen ebenfalls dazu angehalten werden, in sich zu gehen und über das bisherige sowie das kommende Leben zu reflektieren.

Mich hat die Lektüre in gewisser Weise an Werke wie "Das Café am Rande der Welt" erinnert. Essenzielle Gedanken werden in einer angenehmen Erzählung verpackt, ohne den Zeigefinger einzusetzen und stattdessen Raum für eigene Gedanken zu geben.

Ich kann mir vorstellen, dass gerade Menschen an einem Wendepunkt - so wie Jule - im Leben sehr viel Freude mit der Lektüre haben!

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Guter Auftakt der Jugend-Fantasy-Reihe

Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge
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Das Mädchen Zwölf hat ihre Familie auf tragische Art und Weise verloren und wird nun im Jagdbund zum Jagdling ausgebildet, um gegen die Dunkelheit zu kämpfen. Um sich ganz auf den Kampf konzentrieren zu ...

Das Mädchen Zwölf hat ihre Familie auf tragische Art und Weise verloren und wird nun im Jagdbund zum Jagdling ausgebildet, um gegen die Dunkelheit zu kämpfen. Um sich ganz auf den Kampf konzentrieren zu können, mussten die Jagdlinge ihre Bindungen und Namen hinter sich lassen und werden nur noch als Zahlen benannt. Als der Jagdling Sieben entführt wird, ergreift Zwölf die Initiative und macht sich mit ihren Gefährten auf den Weg, um sie zu retten.

Aisling Fowler hat eine interessante Welt geschaffen, in der die Figuren in der Düsternis, die voller Gefahren steckt, überleben und gegen Clans und Monster kämpfen muss. Nicht nur Zwölf muss über sich hinauswachsen, auch die Leser*innen erwarten immer wieder überraschende Twists, die nicht unbedingt vorhersehbar waren.

Da es sich um einen Jugendfantasyroman handelt, ist der Schreibstil recht einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Auch wenn die Zielgruppe Jugendliche sind, hatte auch ich als Erwachsene meine Freude an der Geschichte und fieberte mit den Jagdlingen mit. Untermauert war diese mit einem konstanten Spannungsspiegel, sodass ich das Buch neugierig bis zum Schluss las.

Ein gelungener Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe!

Veröffentlicht am 14.02.2022

Raffiniert konstruiert

Perfect Day
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Ann wird der Boden unter den Füßen weggezogen: Ihr Vater, der renommierte Philosophieprofessor Walter Lesniak, wird verhaftet und beschuldigt, der seit 14 Jahren gesuchte Schleifenmörder zu sein. Dieser ...

Ann wird der Boden unter den Füßen weggezogen: Ihr Vater, der renommierte Philosophieprofessor Walter Lesniak, wird verhaftet und beschuldigt, der seit 14 Jahren gesuchte Schleifenmörder zu sein. Dieser entführte und ermordete kleine Mädchen und führte die Polizei mittels roter Schleifchen zu den Tatorten.
Ann ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt und ermittelt auf eigene Faust, um dies auch der Öffentlichkeit zu beweisen.

Für mich war "Perfect Day" das erste Buch von Romy Hausmann und ich musste mich zunächst in ihrem Schreibstil zurechtfinden. Sie schreibt flüssig und hat recht kantige Charaktere geformt, dennoch hat sie etwas Eigenwilliges an sich. Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen: im Jahr 2017, in dem Ann Kontakt zu diversen Menschen aufsucht, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen; im Jahr 2021, in dem der tatsächliche Mörder interviewt wird, und aus Anns Tagebüchern, in denen sie Gefühlsregungen aus kindlicher sicht beschreibt.

Überzeugen konnten mich die überraschenden Wendungen, die vielen kleinen Details und Offenbarungen über psychische Erkrankungen, den persönlichen Umgang mit Verdacht, Tod und Schuld sowie der Spannungsbogen, der zu fast jedem Zeitpunkt straff gespannt ist. Leider fand ich die Auflösung etwas ernüchternd, da sie für mich als Erklärung für all das Geschehen irgendwie zu wenig war.

Trotz des in meinen Augen sehr konstruierten Endes ein spannender Thriller, der eine Leseempfehlung verdient!

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Spannender Reihenteil!

Im Auge des Zebras
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Olivia Holzmann vom LKA Berlin weiß bei ihrem aktuellen Fall nicht weiter: Sieben Jugendliche werden offenbar zur selben Zeit von ein- und demselben Mann entführt. Kurz darauf werden die Eltern grausam ...

Olivia Holzmann vom LKA Berlin weiß bei ihrem aktuellen Fall nicht weiter: Sieben Jugendliche werden offenbar zur selben Zeit von ein- und demselben Mann entführt. Kurz darauf werden die Eltern grausam ermordet. Ihren Hauptverdächtigen nimmt sie mit einem großen LKA-Einsatz auf einem Ausflugsdampfer mitten in Berlin fest, doch ihn muss sie kurz darauf wieder laufen lassen. Auch die pensionierte LKA-Leiterin sowie Holzmanns ehemaliger Mentor Severin Boesherz reagieren recht verhalten, als sie um deren Mithilfe bittet.
Vincent Kliesch ist für seinen packenden Schreibstil, die recht kurzen Kapitel und die raschen Wechsel der Erzählperspektive bekannt. Hier musste ich mich zunächst in den verschiedenen Zeit- und Figurenebenen zurechtfinden, fieberte jedoch nach kurzer Zeit angespannt mit. Wer Thriller mit reichlich Wendungen, Action und außergewöhnlichen Erklärungen mag, die in einem spannenden Finale gipfeln, wird hier sicherlich auf seine*ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 13.02.2022

Kuscheliger Wohlfühlroman

Weihnachtsküsse am Leuchtturm
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Für Nina zerbricht gerade alles: Kurz vor Weihnachten geht das Start-Up, in dem sie arbeitet, pleite und sie steht ohne Job und mit hohen Schulden für ihr modernes Loft da. So hat sie sich ihre Karriere ...

Für Nina zerbricht gerade alles: Kurz vor Weihnachten geht das Start-Up, in dem sie arbeitet, pleite und sie steht ohne Job und mit hohen Schulden für ihr modernes Loft da. So hat sie sich ihre Karriere und ihr derzeitiges Leben überhaupt nicht vorgestellt. Weil sie dringend raus muss und eine Auszeit braucht, kauft sie das günstigste Zugtickent und findet sich in Travemünde wieder. Der Start dort beginnt holprig: Mit ihrem Koffer kommt sie nicht gut am Strand voran und landet dann, zu allem Übel, auch noch bäuchlings im kalten Meer. Wie gut, dass der Leuchtturmwärter Mika vorbeikommt, sie sich bei ihm aufwärmen kann und er ihr dann auch noch eine Unterkunft bei einer netten älteren Dame organisiert.

Ich mag den Schreibstil von Annette Böhler sehr gern, da sie die Atmosphäre, die Umgebung und die Charaktere so gut zeichnen konnte, dass ich das Gefühl hatte, selbst in Travemünde zu sein. Nina kann man als eher verkopft, planvoll und zielstrebig beschreiben. Mika hingegen lebt im Moment und deutet alles als Zeichen des Universums. Aufgrund der Erfahrungen, die er gemacht hat, ist gut nachvollziehbar, weshalb er so lebt. So ungleich die beiden sind, so stark ist die Anziehung zwischen ihnen und es stellt sich die Frage, ob man sich wirklich so schnell verlieben kann und diese Gefühle so große unterschiedliche Lebenseinstellungen und -weisen überbrücken können.

Eine schöne Liebesgeschichte, die gemütliche Wohlfühlstunden beschert!

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