Erzählung über das beste Leben, die zum Reflektieren anregt
Im Dorf der SchmetterlingeJule ist verheiratet, Mutter, ende vierzig und hat das Gefühl, in einer großen Krise zu stecken. Obwohl auf den ersten Blick eigentlich alles gut ist, plagen sie Selbstzweifel, Zukunftsängste und alltägliche ...
Jule ist verheiratet, Mutter, ende vierzig und hat das Gefühl, in einer großen Krise zu stecken. Obwohl auf den ersten Blick eigentlich alles gut ist, plagen sie Selbstzweifel, Zukunftsängste und alltägliche Sorgen, die sie reizbar machen und das Lebensgefühl beschweren.
Statt eines Ratgebers präsentiert Michaela Wiebusch mit "Im Dorf der Schmetterlinge" eine fantasievolle Erzählung, in der sich Jule in einem Dorf voller Schmetterlinge wiederfindet. Dort trifft sie auf ihre Ängste, Sehnsüchte und wird mit anderen Perspektiven konfrontiert, sodass sie an innehält und über die vielfältigen Stationen und Situationen ihres Lebens nachdenkt. Die Dialoge sind recht schlicht und konzentrieren sich auf die wesentlichen Gedanken, sodass die Leser*innen ebenfalls dazu angehalten werden, in sich zu gehen und über das bisherige sowie das kommende Leben zu reflektieren.
Mich hat die Lektüre in gewisser Weise an Werke wie "Das Café am Rande der Welt" erinnert. Essenzielle Gedanken werden in einer angenehmen Erzählung verpackt, ohne den Zeigefinger einzusetzen und stattdessen Raum für eigene Gedanken zu geben.
Ich kann mir vorstellen, dass gerade Menschen an einem Wendepunkt - so wie Jule - im Leben sehr viel Freude mit der Lektüre haben!