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Veröffentlicht am 26.03.2022

"Ich heiße Ziva und ich bin dein Schutzengel"

Watching over you
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Der Roman Watching over you - Mein Leben für deins von Kristin Wöllmer-Bergmann beschreibt die Geschichte des Schutzengels Ziva. Dieser Schutzengel bewacht Leo und ist mit seiner Aufgabe ziemlich unglücklich, ...

Der Roman Watching over you - Mein Leben für deins von Kristin Wöllmer-Bergmann beschreibt die Geschichte des Schutzengels Ziva. Dieser Schutzengel bewacht Leo und ist mit seiner Aufgabe ziemlich unglücklich, denn Leo ist der langweiligste Mensch der Welt... Als dann Matt in Leos Leben tritt und damit auch dessen Schutzengel Seth in Zivas, wird die Lage nicht gerade besser, denn Seth ist nichts als ein unsympathischer Besserwisser, oder? Doch als die Informatikerin Leo einem Cyberanschlag auf die Spur kommt, wird es deutlich spannender. Wird Ziva es schaffen, Leo zu beschützen?

Der Roman ist aus der Sichtweise von Ziva verfasst und nimmt den Leser mit in das Leben eines Schutzengels. Das ist sehr lustig zu lesen, vor allem wenn man sich vorstellt, selbst einen unsichtbaren Schutzengel zu besitzen, der einem immer über die Schulter schaut und auf einen aufpasst - schon ein komisches Gefühl. Mir gefällt besonders, dass die im Buch beschriebenen Schutzengel nicht unbedingt so sind, wie man sich Schutzengel vermutlich vorstellen würde. Denn diese Engel haben selbst Gefühle und ihren eigenen Kopf. Außerdem können sie nicht zaubern, sondern müssen sich auch an manche weltlichen Regeln halten, auch wenn sie einige himmlische Vorteile genießen.

Mir persönlich hätte es noch besser gefallen, wenn einige Kapitel aus menschlicher Sicht erzählt wären. Das hätte der Geschichte noch mehr gegeben, einfach weil man als Leser die verschiedenen Szenen aus mehreren Perspektiven hätte miterleben können und so die Unterschiede (und auch Gemeinsamkeiten) des Lebens als Engel und als Mensch noch deutlicher geworden wären.

Insgesamt ein kurzweiliger Roman über ein sehr spannendes Thema!

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Auf der Suche nach dem Glück

Das Geheimnis der weißen Insel
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Der Roman Das Geheimnis der weißen Insel von Sarah Sommerhäuser handelt von einer jungen Frau, die im Familienunternehmen arbeitet, aber irgendwie noch nicht so richtig ihren Platz im Leben gefunden hat. ...

Der Roman Das Geheimnis der weißen Insel von Sarah Sommerhäuser handelt von einer jungen Frau, die im Familienunternehmen arbeitet, aber irgendwie noch nicht so richtig ihren Platz im Leben gefunden hat. Erst der Tod ihres Großvaters und die Trennung von ihrem Freund macht ihr das bewusst. Ihr Großvater vererbt Matti einen alten Ring und eine Adresse auf Kreta. So macht sich Matti auf den Weg, das Geheimnis ihres Großvater zu ergründen und trifft nebenbei auch noch einen sehr attraktiven Mann...

Das Buch ist aus zwei Zeiten geschrieben: Zunächst der "Jetztzeit" aus Mattis Sicht und zum anderen werden immer wieder Rückblicke eingestreut, die den Leser in die Vergangenheit entführen; nämlich in Glaukos Jugend. Dadurch wirkt die Geschichte dynamischer und es werden immer wieder Informationen eingestreut um nach und nach das Geheimnis über Glaukos zu ergründen.

Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten:
SPOILER
Mir gefällt sehr, wie leicht die Anziehung zwischen Matti und Anestis beschrieben ist: Immer wieder fallen ein paar Kommentare und man spürt seine Angst um sie, aber die Beziehung der beiden steht nicht im Vordergrund der Geschichte. Denn diesen Platz nimmt eindeutig Glaukos Vergangenheit auf Kreta ein. Und auch die Beziehung zwischen Matti und deren Großmutter ist wunderbar beschrieben; man erlebt Mattis Großmutter einerseits als strenge Firmenpatriarchin und andererseits als liebevolle Person, die ihre eigene Vergangenheit wieder durchlebt und daher auch ihre Enkelin darin bestärkt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
SPOIELER ENDE

Insgesamt ein gutes, gefühlvolles Buch über ein dunkles Familiengeheimnis. Ich kann gar nicht sagen was, aber irgendwie stört mich etwas an dem Werk, sodass es "nur" vier Sterne werden, aber dennoch ein durchaus empfehlenswerter Roman über eine Liebe, die nicht im Vordergrund steht und die Aufarbeitung der Vergangenheit, die oftmals anders ist, als sie scheint!

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Super zum Lachen zwischendurch

Wer nicht alle Tassen im Schrank hat, sollte mal in der Spülmaschine nachschauen.
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Im Werk Wer nicht alle Tassen im Schrank hat, sollte mal in der Spülmaschine nachschauen - Abenteuer in die Welt der Kommunikation von Martin Gehr geht es auf humorvolle Art und Weise um unsere Sprache. ...

Im Werk Wer nicht alle Tassen im Schrank hat, sollte mal in der Spülmaschine nachschauen - Abenteuer in die Welt der Kommunikation von Martin Gehr geht es auf humorvolle Art und Weise um unsere Sprache. In kurzen Kapiteln sind Geschichten beschrieben, die teilweise genauso passiert sein könnten (oder gar passiert sind) und teilweise komplett der Fantasie des Autors entsprungen sind. Durch den Aufbau des Buches in wirklich kurze Kapitel wird es nie langweilig oder eintönig und es eignet sich wunderbar zum Lesen zwischendurch.

Einige Kapitel haben mich wirklich lauthals zum Lachen gebracht, weil ich mir vorstellen konnte, wie das Beschriebene in Wirklichkeit passiert. Andere Kapitel haben mich leider nicht wirklich mitgenommen, aber das ist wie immer immer eine persönliche Einschätzung.

Den Rahmen des Buches bildet eine Talkshow, die am Ende wieder aufgegriffen wird. Die Idee an sich finde ich sehr gelungen. Auch sich einige Geschichten wie ein roter Faden durch das gesamte Buch ziehen, finde ich definitiv gelungen.

Der Schreibstil des Buches hat mir gefallen, es passt irgendwie immer perfekt zu den einzelnen Kapiteln. Manche Kapitel sind in einem Dialekt verfasst, was mir persönlich nicht das Lesen erschwert hat, sondern nochmals lustiger war.

Insgesamt ein gelungenes Buch, das zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig bewusst macht, wie sich unsere Sprache immer weiter entwickelt.

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Ein Liebesroman eingebettet in einen Krimi

Lost Island
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Den Roman Lost Island - Ich finde dich kann ich am besten als Liebesroman beschreiben werden, der in eine Kriminalgeschichte eingebettet ist. Diese Idee an sich finde ich schonmal spannend und auch die ...

Den Roman Lost Island - Ich finde dich kann ich am besten als Liebesroman beschreiben werden, der in eine Kriminalgeschichte eingebettet ist. Diese Idee an sich finde ich schonmal spannend und auch die Umsetzung ist gelungen. Konkret wird die Geschichte einer jungen Frau beschrieben, die vor ihrem potentiellen Mörder auf der Flucht ist. In ihrer verzweifelten Situation kann sie sich allerdings auch nicht an die Polizei wenden. Nach einiger Zeit flieht sie auf eine kleine Insel; im festen Vorsatz, sich auch hier zum eigenen und auch zum Schutz anderer vor allen Bewohnern fernzuhalten. Doch kann das auf einer so kleinen Insel tatsächlich gelingen?!

Die Geschichte ist abwechselnd aus Hazels und Nicks Sicht - einem Polizisten und Bewohner der kleinen Insel - geschrieben. Dadurch erhält man gute Einblicke in mehrere Sichtweisen und kann die Verzweiflung, das Glück und Leid aller Beteiligten gut nachvollziehen.

ACHTUNG SPOILER: An manchen Stellen geht mir die Geschichte allerdings etwas schnell: Besonders die Situation, in der Hazel und Nick sich über Hazels Vorgeschichte streiten; hier erzählt Hazel eigentlich gar nichts und doch weiß Nick in den folgenden Szenen genau bescheid. Irgendwann muss Hazel dann offensichtlich doch etwas preisgegeben haben...

Sallys Person fand ich die ganze Zeit schon sehr übertrieben und auch etwas überflüssig. Allerdings wird die Person ja später noch relevant und die Idee hat mir an sich gut gefallen, auch dass sie später sogar die Patin von Hope wird.
SPOILER ENDE

Insgesamt also ein gutes Buch mit ein paar kleinen Makeln (wozu auch die Rechtschreibung, beziehungsweise der Satzbau gehört), welches spannend ist durch den Krimianteil, allerdings gleichzeitig auch romantisch.

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Wenn Abstand Nähe bedeutet...

Das erste Gesetz der Gefühle (Romantasy-Trilogie, Band 1)
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Der Roman Das erste Gesetz der Gefühle von K. T. Steen ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe und handelt von der Abiturientin Katalina und deren Leben auf Sylt. Die Protagonistin hat vor wenigen Jahren ihren ...

Der Roman Das erste Gesetz der Gefühle von K. T. Steen ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe und handelt von der Abiturientin Katalina und deren Leben auf Sylt. Die Protagonistin hat vor wenigen Jahren ihren Vater verloren und versucht seitdem die Umstände seines Todes genauer zu ergründen, denn sie kann einfach nicht glauben, dass er tatsächlich mit einer anderen Frau durchgebrannt und dann bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein soll. Bei ihren Recherchen stößt Kata auf Severin, der zurückgezogen in einer großen Strandvilla lebt. Severin ist Kata direkt überaus sympathisch, doch was verheimlicht er?

Der Roman wird aus Katas Perspektive erzählt, wodurch man als Leser mit ihr mitfiebern kann und dadurch ihre Taten und Bewegründe gut verständlich sind. Andererseits verliert die Geschichte dadurch aber auch (vor allem während der ersten Kapitel) an Spannung. Als Leser hat man zunächst einfach gar keine Informationen und dadurch kann man nur immer über das Gleiche spekulieren, was nach einiger Zeit doch etwas eintönig wird... Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn einzelne Kapitel aus Severins Sicht verfasst wären und man so zum Einen einen Einblick in dessen Gefühls- und Gedankenwelt erhalten könnte und zum Anderen auch mehr Informationen bekannt wären und so immer neue Spekulationen über etwaige Hintergründe angestoßen würden. Im Anhang des Buches werden über einen Link Bonuskapitel zum Download bereitgestellt, die genau diese zusätzliche Sichtweise bieten; zu einzelnen Situationen gibt's als Extra die Sichtweise von Severin. Diese Kapitel haben mir extrem gut gefallen, da man dadurch einfach ein ganzheitlicheres Bild bekommt.

Im späteren Verlauf fällt dieses "Manko" nicht mehr so stark ins Gewicht, da nun (fast) alle Informationen vorliegen und man als Leser nicht mehr das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Besonders der Verlauf der Geschichte hat mir sehr gefallen, einfach weil oftmals unvorhersehbare Dinge geschehen und alles neu eingeordnet werden muss.

Auf den Schreibstil musste ich mich erst einmal einlassen, aber nach einer Weile wird er sehr angenehm und die Situationen kann man sich durch die gegebenen Beschreibungen wunderbar vorstellen.

Insgesamt also ein durchaus lesenswertes Buch, das allerdings durch eine zusätzliche Sichtweise noch viel spannender hätte sein können...

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