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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2025

Hatte mir mehr versprochen

Der Lärm des Lebens
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Ehrlich gesagt hatte ich mir von diesem Buch mehr versprochen. Der Ich-Erzähler schildert letztendlich seinen Werdegang, verknüpft mit geschichtlichen sowie persönlichen Ereignissen. Dabei kommen interessante ...

Ehrlich gesagt hatte ich mir von diesem Buch mehr versprochen. Der Ich-Erzähler schildert letztendlich seinen Werdegang, verknüpft mit geschichtlichen sowie persönlichen Ereignissen. Dabei kommen interessante Themen zur Sprache wie der Mauerfall, die Schikane der gehörlosen Großeltern im NS-Regime, die Demenz des Vaters oder aktuellere Ereignisse wie die Corona-Pandemie
In meinen Augen fehlt jedoch allen Schilderungen die Tiefe, zumal der Klappentext auf die Geschichte des Autors, der Eltern und Großeltern fokussiert. Relativ nebensächliche Erlebnisse werden stattdessen sehr ausführlich erzählt; dies kann auch der zum Teil sehr witzige Ruhrpott-Dialekt nicht ausgleichen. Bis zum Ende des Buches habe ich immer noch auf den "Aha" - Moment gewartet, der leider nicht kam. Ein Buch was mich leider überhaupt nicht angesprochen hat.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Dahinplätschernde, wirre Story

Frightened – Zwei Schwestern und ein Mord
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Nora will ihre Schwester Rachel besuchen und findet diese, genauso wie deren Hund, ermordet vor. Da Rachel vor Jahren überfallen und vergewaltigt wurde und beide Schwestern seitdem nach dem Täter suchen, ...

Nora will ihre Schwester Rachel besuchen und findet diese, genauso wie deren Hund, ermordet vor. Da Rachel vor Jahren überfallen und vergewaltigt wurde und beide Schwestern seitdem nach dem Täter suchen, ist für Nora sofort klar, daß nur dieser dafür verantwortlich sein kann.
Schon fast fanatisch verfolgt sie die von ihr auserkorenen vermutlichen Täter mit ihrer Anwesenheit.
Es fällt mir sehr schwer für die Schwestern Sympathien zu entwickeln. Beide scheinen keine Kinder von Traurigkeit zu sein.
Die Handlung in Vergangenheit und Gegenwart pendelt überwiegend zwischen Besuchen in Restaurants, Kneipen und Pubs. Eine richtig fesselnde Handlung gibt es für mich nicht wirklich. Gefühlt hat man die geschilderten Szenarien schon zigmal gehört, ständige Wiederholungen von "... ich frage mich.." ".. Ich stelle mir vor.." werden mit der Zeit echt nervig.
Nach Beenden des Buches steht für mich die Frage: "Das wars jetzt? " Der
letztendlich bleibende Eindruck ist der einer dahinplätschernden wirren Story ohne Tiefen.
Ein Buch was einige Fragen hinterlässt und - von der Handlung her - bei mir definitiv nicht in Erinnerung bleibt.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Ernüchternd

Dorf ohne Franz
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In einem österreichischen Dorf Mitte der 1960er Jahre erkennt Maria, einzige Tochter und mittleres Kind einer Bauernfamilie schon früh ihren Stellenwert. Während der älteste Bruder Josef den Hof weiterführt, ...

In einem österreichischen Dorf Mitte der 1960er Jahre erkennt Maria, einzige Tochter und mittleres Kind einer Bauernfamilie schon früh ihren Stellenwert. Während der älteste Bruder Josef den Hof weiterführt, kann der jüngere Bruder mit seinem ausgezahlten Erbteil sein Leben weitab vom Dorf gestalten. Für Maria, der eine Erbverzichtseeklärung regelrecht zur Unterzeichnung untergejubelt wurde, bleibt nur das typische Leben im Patriarch: unbezahlte Arbeitskraft auf dem Hof und im zu niedrig eingeheirateten Familiengasthof, neben Haushalt und Pflege dahinsiechender Angehöriger. Ihr Mann Toni (der falsch erwählt von zwei Brüdern) ein Trinker und Weiberheld, die Mutter eine boshafte Alte und ein Vater der ihr kaum Beachtung schenkt. Aber Maria fügt sich klaglos, nur manchmal dämmert ihr bei Besuchen ihrer ehemaligen Freundin Therese oder ihres Bruders Franz, die dem Dorfleben entkommen konnten, welches Leben auch möglich gewesen wäre. Und dann bekommt sie mit Toni's Tod ihre Chance dem Ganzen zu entfliehen.
So nüchtern gehalten wie der Titel ist die gesamte Erzählung.
Das harte Landleben und die Unterdrückung der Frauen wird schonungslos geschildert - der Leser erfährt viel über die Eigendynamik und Hierarchie im geschichtlichen Kontext. Und trotzdem fehlt mir ein gewisser Sog.
Mehr oder weniger zusammenhanglose Schilderungen schließen aneinander an, so das ich mehrere Male zurückblättern bzw. lesen musste, ob ich nicht einen wichtigen Aspekt überlesen habe.
Hatte ich beim Lesen noch gehofft und mir gewünscht das Maria ihre Chance bekommt, so ist für mich das offene Ende mehr als unbefriedigend.
Dieses Buch wurde für den Österreichischen Buchpreis 2024 nominiert und ich muss sagen, dass ich wieder einmal von dieser Ehrung enttäuscht war. Leider ein Buch welches bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 05.10.2023

Sehr schwer zu lesen

Begabte Bäume
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Das Cover und die Inhaltsbeschreibung haben mich sofort angesprochen. Berufsbedingt sind weitreichende Informationen, vor allem mystischer Natur oder Kulturgut der Baumarten für mich sehr interessant. ...

Das Cover und die Inhaltsbeschreibung haben mich sofort angesprochen. Berufsbedingt sind weitreichende Informationen, vor allem mystischer Natur oder Kulturgut der Baumarten für mich sehr interessant. Der Einstieg mit der Auflistung der einzelnen Baumartenkapitel war vielversprechend, doch dann die Ernüchterung. Sprichwörtlich ohne Punkt und Komma sind die, durchaus interessanten, Informationen aneinandergereiht, stolpert man über Schreibfehler und versucht den Inhalt innerhalb eines sich über mehrere Zeilen erstreckenden Satzes zu verstehen.
Obwohl ich versuche jedes Buch durchzulesen musste ich hier abbrechen. Immerhin gebe ich 1 Stern für die tollen Zeichnungen.

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Veröffentlicht am 24.02.2022

Wirre Story, ungeeigneter Sprecher und Schleichwerbung

Ostfriesensturm
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In einer Ferienwohnung auf Wangerooge wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Die Situation deutet auf das organisierte Verbrechen - oder die Rache einer enttäuschten Frau. Während die Ermittlungen noch ...

In einer Ferienwohnung auf Wangerooge wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Die Situation deutet auf das organisierte Verbrechen - oder die Rache einer enttäuschten Frau. Während die Ermittlungen noch anlaufen wird ein zweiter hingerichteter Mann aufgefunden. Unter Corona arbeitet die Polizei unter schwierigen Bedingungen...
Nachdem mich "Ostfriesenzorn" als mein erstes Buch der vielgelobten Reihe von Klaus-Peter Wolf schon nicht überzeugt hat, hätte ich es eigentlich besser wissen müssen. Dennoch wolle ich "Ostfriesensturm" lesen, in der Hoffnung, mein erster Eindruck habe mich getäuscht. Doch leider Fehlanzeige! Mehrmals war ich kurz davor aufzugeben, allerdings gebe ich jedem Buch bis zum Ende eine Chance - bin ich doch immer auf die Auflösung gespannt. Nur leider war hier alles hoffen vergebens. Die Story ist wirr und noch schlimmer, endet das Buch abrupt, unstimmig und hinterließ mich mit zig offenen Fragen.
Als Dauerbrenner zieht sich die Coronaproblematik durch das Buch. In fast jeder Situation wird ein Verweis darauf gegeben, was neben der dadurch entstandenen Belastung im alltäglichen Leben extrem nervt und keine ständigen Erwähnung bedarf, da jeder genug eigene Erfahrung damit hat.
Nicht ganz hatte ich die Rolle der Bettina Göschl im Zusammenhang mit der Story verstanden - bis ich in anderen Bewertungen auf eine Erklärung gestoßen bin: sie ist die Lebensgefährtin des Autors. Auch das beschriebene Cafe gibt es wohl. Braucht man diese Schleichwerbung in einem Buch, noch dazu wenn der Charakter Bettina Göschl so konstruiert eingearbeitet ist?
Die Stimme des Autors empfinde ich sehr anstrengend. Meiner Meinung nach hört man dabei, dass es sich um keinen professionellen Sprecher handelt. Sowohl der Klang als auch Betonung und Ausdruck sind stark gewöhnungsbedürftig. Das ist sogar anderen aufgefallen, die sonst kaum Hörbücher hören und zufällig dazu kamen.
Mich hat das Buch weder überzeugt noch mir gefallen und ich kann es nicht empfehlen. Dies war auch definitiv mein letztes Buch dieser Reihe!!!
Mitunter ist eine Thematik auch "ausgeschrieben" und es muss nicht "auf Krampf" immer eine weitere Fortsetzung angefügt werden.

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