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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2022

Tolle Idee, Schwächen in der Umsetzung

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Zoe`s Traum wird wahr. Sie darf für ein Jahr als Austauschstudentin nach London. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sich dort einzugewöhnen, hat sie Freunde gefunden und fühlt sich richtig wohl. Doch dann ...

Zoe`s Traum wird wahr. Sie darf für ein Jahr als Austauschstudentin nach London. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sich dort einzugewöhnen, hat sie Freunde gefunden und fühlt sich richtig wohl. Doch dann passiert es: Auf einer ihrer Partys geht es ihr plötzlich schlecht und wacht am nächsten Tag in der Vergangenheit wieder auf!
Ich hatte keine zu hohen Erwartungen an die Geschichte, doch da mir die Kinderbuchreihe rund um Lia Sturmgold so gefällt, wollte ich natürlich auch dieses Jugendbuch lesen. An sich gefällt mir die Idee auch wirklich gut, auch andere Zeitreisebücher habe ich gern gelesen. Doch mir hat hier ein bisschen, das Feeling des entsprechenden Zeitalters gefehlt. Klar gab es Bälle und Frauen müssen sich entsprechend verhalten und auch das mit den Unterschieden in den einzelnen Gesellschaftsklassen wurde gut dargestellt, doch der Funke sprang nicht richtig über.
Was vielleicht ein wenig am Schreibstil lag. Irgendwie bin ich nicht direkt warm geworden und es hat etwas gedauert bis es fließend genug war, dass ich länger am Stück gelesen habe. Leider dauert es auch ein wenig bis es spannend wird, denn zuerst muss man Zoe in ihren Tagen als Zofe begleiten und lernt ihre neue Welt kennen. In der sie sich ohne Probleme zurecht findet, was sie ihren Lesegewohnheiten dankt. Das war für mich nicht so wirklich glaubhaft, denn von jetzt auf gleich ohne Strom, etc. kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Da wären ein paar Details schöner gewesen und hätten es authentischer gemacht.
Ein Pluspunkt sind die Whisper-Whisper-Briefe, die man am Kapitelende findet und die durch die weibliche Londoner Gesellschaft flaniert. Hier hätte ich mir aber ein paar klarere Worte gewünscht, so finde ich das nicht wirklich alle „helfen“. Vielleicht ist es aber auch einfach dem Stil und der Sprache der damaligen Zeit geschuldet.
Ab einem gewissen Zeitpunkt wird die Geschichte auch spannend und konnte mich doch noch packen, doch das Ende, das man so echt nicht bezeichnen kann, hat mich richtig enttäuscht. Es ist ja alles offen?! Wer kommt denn auf so eine Idee?

Ich bin leider nicht so schnell in die Geschichte gekommen, doch an sich konnte man sie schon gut lesen. Aber ich hatte mir wohl mehr erwartet. 3,5 Sterne, denn die Idee hat Potenzial und vielleicht kann der nächste Band mich mehr fesseln.

Veröffentlicht am 18.02.2022

Meine Kinder fanden es toll, ich nicht ganz so

Lotta entdeckt die Welt: Am Wasser
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Die Lotta-Reihe umfasst meines Wissens bisher vier Bände, wobei dieses Buch mein erstes aus der Reihe ist. In diesem Band begleitet man Lotta zum Wasser und erkunden gemeinsam mit der Mutter die Tierwelt ...

Die Lotta-Reihe umfasst meines Wissens bisher vier Bände, wobei dieses Buch mein erstes aus der Reihe ist. In diesem Band begleitet man Lotta zum Wasser und erkunden gemeinsam mit der Mutter die Tierwelt am Fluss. Das Buch ist in einem handlichen Format und für das Alter ab 18 Monaten geeignet, ich habe es mit meiner Tochter (15 Monate) und meinem Sohn (4,5 Jahre) gelesen. Eine Doppelseite beinhaltet immer einen Platz bzw. eine Tierart, die man auf den Seiten gemeinsam mit Lotta entdecken kann. Ich finde es sehr schön, dass hier Zeichnungen im Vordergrund mit Fotos der Natur im Hintergrund kombiniert werden und auch meinen Kinder hat es sehr gefallen. So heben sich die relevanten Dinge etwas hervor. Doch was mir gar nicht so zusagt, ist die Tatsache, dass Lotta und ihre Mutter in die Tierwelt eingreifen und es nicht realitätsnah ist. Weder Biber, noch Schwäne kommen so nah an den Menschen heran, vor allem nicht, sobald Nachwuchs im Spiel ist. Ich finde es vermittelt den Kindern einen falschen Eindruck. Denn es sind immerhin Wildtiere, die man in ihrem Lebensraum in Ruhe lassen soll. Und auch einen Biberdamm sollte man nicht berühren und schon gar nicht weiter bauen. So haben wir noch bei keinem Spaziergang am Wasser so viele Tiere gesehen. Enten sieht man häufig und auch Fische lassen sich ab zu im Wasser entdecken, doch von Bibern haben wir bisher nur abgenagte Stämme gesehen und Frösche hört man nur. Ich finde das Buch vermittelt ein falsches Bild und gerade kleine Kinder könnten dann etwas enttäuscht sein, wenn man eben nicht so viel entdecken kann. Interessant wäre auch etwas mehr über das Wasser, Treibgut, eine richtige Brücke oder ähnliches gewesen, so wie es eben in der Natur auch zu finden ist.
Zudem hat mich am Text beim Vorlesen gestört, dass manche Worte hervorgehoben waren, in dem sie anders geschrieben (z. B. Als Bogen = Brücke). Sieht zwar süß aus, war für mich aber störend.
Schön hingehen waren der Bär und das kleine selbst gebaute Boot, das Lotta immer bei sich hat. So kann man es immer wieder mit den Kindern suchen und diese beiden Dinge haben Wiedererkennungswert.

Für mich an sich eine tolle Idee, nur die Umsetzung gefällt mir nicht so. Ist mir zu realitätsfremd.

Veröffentlicht am 30.01.2022

Hat noch Luft nach oben - eher für jüngere Leser geeignet

Black Forest High 3
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Achtung, es handelt sich hier um den dritten Band der Reihe, die vorherigen Bände sollte man unbedingt vorher lesen!

Das Finale rund um Seven und die Geisterwelt. Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! ...

Achtung, es handelt sich hier um den dritten Band der Reihe, die vorherigen Bände sollte man unbedingt vorher lesen!

Das Finale rund um Seven und die Geisterwelt. Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Und doch muss ich leider sagen, dass es mir zu lange gedauert hat, bis man mehr erfährt und es am Ende dann zu schnell abgehandelt wurde. Seven versinkt im Chaos zwischen Parker und Crowe, den Poltergeistern und der Suche nach ihrer Schwester Nova. Und dann sind da noch ihre Aufgabe als Geistlenkerin, mit der sie so nicht ganz zufrieden ist. Denn Seven will etwas ändern.

Soweit so gut und doch habe ich wirklich ein ganzes Stück gebraucht bis ich wieder in der Geschichte drin war und mich vorallem an den zweiten Band erinnern konnte. Ein paar Dinge hatte ich noch im Kopf, vom ersten Teil sogar noch etwas mehr und doch wären ein paar Rückblicke nicht schlecht gewesen und zwar direkt am Anfang. Oder eine kurze Zusammenfassung, was bisher geschah. So musste ich mich erst durch die Geschichte, Charaktere usw. durchwuseln und manche Szene war für mich auch etwas unglaubwürdig wie das Treffen um Mitternacht. Ernsthaft jetzt? Ich hätte schon erwartet, dass man so etwas merkt. So gab es jedoch jede Menge spannende Momente und ich hatte keine Ahnung wer hinter den Poltergeistangriffen steckt und was denn wirklich der Hintergrund war. Das kommt am Ende und wird überstürzt aufgelöst. Schwupp und schon ist das Buch dann zu Ende. Das fand ich doch etwas schade und hatte ich auch anders erwartet. Immerhin ist Seven in diesem Band stark und selbstbewusst und kämpft für ihre Träume und ihre Geisterfreunde. Das hat mir sehr gefallen, denn Seven hat sich endlich weiterentwickelt. Und auch Remi, der mir ja schon früh ans Herz gewachsen ist. Gerade die Geister haben diese Reihe so besonders gemacht, so einen Türgeist hätte ich manchmal auch ganz gerne. Vielleicht bekommen wir ja noch einen Einblick in die Zukunft mit einer kurzen Story, aber auch so bin ich recht zufrieden mit der Auflösung.

Ein solider Abschlussband, der mich nicht komplett überzeugen konnte. Dennoch habe ich mich gefreut zurück in die Geisterwelt zu kommen. Man merkt jedoch, dass die Reihe eher für jüngere Leser ist.

Veröffentlicht am 30.01.2022

Es fehlt an Tiefe und Spannung - dennoch eine gefühlvolle Geschichte

Alles, was passieren wird
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Manchmal muss man sich einfach öffnen und Probleme mit anderen teilen.
Iris ist nach dem Tod ihrer Mutter zur Einzelgängerin geworden. Niemand versteht sie und auch ihr Vater ist nicht mehr derselbe. Als ...

Manchmal muss man sich einfach öffnen und Probleme mit anderen teilen.
Iris ist nach dem Tod ihrer Mutter zur Einzelgängerin geworden. Niemand versteht sie und auch ihr Vater ist nicht mehr derselbe. Als sie dann auch noch umziehen müssen, ist ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Doch dann taucht Belle auf und das Leben erscheint ihr wieder bunter.
Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Wobei man nicht außer acht lassen sollte wer letztendlich Zielgruppe bei diesem Buch ist. Eher die jüngere Generation. Und ich denke dafür passt es ganz gut. Der Anfang wir mir persönlich zu sehr in die Länge gezogen und ich hätte lieber noch mehr über die beginnenden Freundschaften erfahren. Die Beziehung zum Vater fand ich ehrlich gesagt sogar erschreckend, denn als Elternteil muss man sich um seine Kinder kümmern. Egal in was für einer Situation man steckt. Ich konnte Iris Gefühle gut nachvollziehen, auch wenn ich teilweise gern noch ein umfangreicheres Bild bekommen hätte. Teilweise konnte mich nicht alles erreichen und der Funke ist nicht hundertprozentig übergesprungen. Doch sobald sie sich anderen öffnet und sich diese auch ihr öffnen, konnte ich tiefer in die Geschichte eintauchen.

Braucht etwas bis es an Fahrt aufnimmt. Spannung findet man hier weniger, eher eine simple Geschichte mit etwas Tiefgang.

Veröffentlicht am 19.01.2022

Schwierig, die richtigen Worte zu finden

Perfect Day
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Ein neues Buch von Romy Hausmann und dann noch verschwundene Kinder als Thema. Klang wirklich gut und war es auch, wenn auch wirklich anders als erwartet. Es geht um Ann, die gemeinsam mit ihrem Vater ...

Ein neues Buch von Romy Hausmann und dann noch verschwundene Kinder als Thema. Klang wirklich gut und war es auch, wenn auch wirklich anders als erwartet. Es geht um Ann, die gemeinsam mit ihrem Vater in einem Haus wohnt, bis er eines Tages überraschend von Polizisten geholt wird, da er der Mörder von vielen Mädchen zwischen 6 und 10 Jahren sein soll, ein Serienmörder, der mit roten Schleifen den Weg zu seinen Opfern weist. Ann macht sich auf die Suche, um ihren Vater zu entlasten. Denn sie ist sich sicher, dass er nicht der Täter sein kann. Und gerade das macht die Spannung aus. Die Suche nach Hinweisen, Ann´s Gedanken und Gefühle, und auch die Erinnerungsfetzen an ihre Kindheit. Außerdem gibt es immer wieder Kapitel in der „Wir“-Sicht und Interviews und diese heizen das ganze noch an und man rätselt mit, wie es sich denn wirklich verhält. Es gibt so viele Fragezeichen, die am Ende dann wirklich beantwortet sind und ich hatte so manches Mal auch Gänsehaut während des Lesens. Dennoch fällt mir die Bewertung irgendwie schwer, da mir manches recht früh klar war und somit die Überraschung gleich null. Bin also etwas gespalten, was die Geschichte angeht.
Teilweise war ich auch etwas verwirrt, denn manche Rückschlüsse von Ann konnte ich so nicht ziehen und auch ihr Verhalten fand ich nicht immer ok und auch seltsam. Mir hat hier einfach die Verbindung zu den Charakteren gefehlt und zwar mehr oder weniger zu fast allen. Ich konnte mir weder den Vater, noch Ann richtig vorstellen, einzig in den Passagen aus der Kindheit, da ging es besser und ich konnte mich besser hineinfühlen. Dennoch war es extrem spannend. Es fällt mir wirklich schwer hier meine Meinung zu schreiben.

Hat jetzt ein paar Tage gedauert und dennoch fällt es mir immer noch schwer das Buch zu bewerten. Ich kann es nur bedingt empfehlen, auch wenn es spannend war und schnell zu lesen ist, denn mich hat es gefesselt.