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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2022

Unterhaltsam und lässt sich schnell lesen

Stars Upon Us. Arena der Elemente
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Ein Buch über Magie und dann noch als Einzelband. Gibt es ja eher selten und für mich ein Grund zum Buch zu greifen. Emaya ist Erdkriegerin und lebt mit ihrer Zwillingsschwestern bei ihrem Volk. Ihre Mutter ...

Ein Buch über Magie und dann noch als Einzelband. Gibt es ja eher selten und für mich ein Grund zum Buch zu greifen. Emaya ist Erdkriegerin und lebt mit ihrer Zwillingsschwestern bei ihrem Volk. Ihre Mutter haben sie bei den Ehrenkämpfen verloren, ihr Vater verschwand vor knapp drei Jahren. Um mehr über sein Verschwinden herauszufinden, nimmt Emaya alles in Kauf, um auch bei den Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen. Doch dann findet sie Dinge heraus, mit denen sie niemals gerechnet hätte.
Mir hat die Idee mit den Kämpfen und der Magie und ihren Symbolen (z. b. Wolf, Bär, Hirschkuh, etc.) richtig gut gefallen. Emaya ist die Kämpferin und ihre Zwillingsschwester Kalliste Heilerin. Doch als sie ausgewählt werden, um an den Kämpfen teilzunehmen, wird Kalliste gewählt. Emaya gibt sich als diese aus und fährt in die Arena. Das kam mir doch etwas merkwürdig vor, denn so gut kann man sich doch nicht verstellen, dass das nicht auffällt oder? Mir war es etwas zu offensichtlich, aber immerhin war es kein langes Versteckspiel. Es gibt auch noch andere leicht unglaubwürdige Momente, doch alles in allem ist die Geschichte in sich stimmig und spannend. Die Grundidee ist jetzt nichts grundlegend Neues und kann doch mit den Kräften und Fähigkeiten Punkten. Die Auflösung am Ende war mir schon recht früh klar, auch wenn ich von ein paar Kleinigkeiten schon noch überrascht wurde. Die Liebesgeschichte war mir fast zu viel, es ging alles recht schnell und überstürzt, nur ist es auch schwierig sie langsam aufzubauen, wenn es alles in einem Buch abgehandelt werden muss und es ja auch nur ein paar Wochen bis zu den Kämpfen dauert.

Eine interessante Idee mit einer für mich teils vorhersehbaren Entwicklung. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und es lässt sich schnell lesen.

Veröffentlicht am 28.02.2022

Unterhaltsam, aber nicht perfekt

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar
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Ein neuer Auftakt einer Cosy-Crime-Reihe, das hat mich gleich angesprochen. Ich mag es, wenn Zivilisten ermitteln und hier sind das drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Da gibt es Mrs ...

Ein neuer Auftakt einer Cosy-Crime-Reihe, das hat mich gleich angesprochen. Ich mag es, wenn Zivilisten ermitteln und hier sind das drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Da gibt es Mrs Judith Potts, die unsere Hauptperson, ein bisschen speziell für ihr Alter ist und gern mal einen Schluss trinkt. Außerdem Suzie, die ihr Geld als Hundesitterin verdient und Becks, die Pfarrersfrau, die Ordnung liebt und die ihr Leben ihrem Mann, den Kindern und dem Haushalt gewidmet hat. Bis eben Judith in ihr Leben tritt und die drei Frauen gemeinsam einen Mord aufklären wollen.
Ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Einerseits hat es mich wunderbar unterhalten, mir hat es gefallen in die Leben unserer drei Frauen einzutauchen, andererseits war mir recht früh klar, was es mit den Morden und all dem auf sich hat, mir hat nur noch eine Sache gefehlt, um es zu lösen. Teilweise fand ich es auch komisch, das die drei Frauen sich so extrem in die Ermittlungen einmischen konnten ohne irgendwie groß getadelt zu werden und ein Einbruch kam mir sehr unrealistisch vor. Zudem fand ich es schade, wie die Polizistin Tanika dargestellt wurde, ich hätte ihr gerne etwas mehr Platz eingeräumt gehabt. So wirkte allgemein die Polizeiarbeit nutzlos und der ganze Polizeiapparat dümmlich.
Doch es gab auch jede Menge unterhaltsame Szenen, interessante Hintergrundinformationen zu den Charakteren, die ich nicht erwartet hätte und ich konnte mir Judith und die anderen super vorstellen. Der Stil ist auf jeden Fall lebendig und fesselnd und man kann es gut und schnell lesen, auch wenn mich die Geschichte an sich nicht komplett überzeugt hat.

Von mir gibt es 3,5 Sterne, da ich nicht alles ganz passend empfand und mir relativ schnell klar, wie alles sich verhält und nur ein Puzzleteil zur Lösung gefehlt hat.

Veröffentlicht am 27.02.2022

Anders als erwartet

The Maid
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Molly Gray ist ein Vollblut-Zimmermädchen. Sie liebt ihren Job und freut sich jeden Tag darauf, in ihre Uniform zu schlüpfen und die Zimmer der Gäste in einen Zustand der Perfektion zurückzuversetzen. ...

Molly Gray ist ein Vollblut-Zimmermädchen. Sie liebt ihren Job und freut sich jeden Tag darauf, in ihre Uniform zu schlüpfen und die Zimmer der Gäste in einen Zustand der Perfektion zurückzuversetzen. Bis sie Mister Black findet. Tot in seinem Bett. Ab diesem Moment ändert sich ihr Leben schlagartig.
Der Klappentext klang richtig gut, ein Zimmermädchen, das Ermittlungen durchführt, fand ich sehr ansprechend und habe ich so glaube ich noch nicht gelesen. Doch ich hatte anfangs so meine Schwierigkeiten mit Molly und auch mit der Sprecherin Anna Thalbach. Mit ihr werde ich glaube ich nie ganz warm, doch nach ein bisschen Hörzeit ging es dann doch ganz gut. Molly selbst ist anders, sie kann keine Gesichtsausdrücke deuten und braucht auch sonst Anleitungen, um sich richtig zu verhalten. Um was es sich dabei genau handelt, darüber will ich gar nicht spekulieren, doch irgendwie hatte ich es nicht erwartet und ich musste mich erst an die Situation gewöhnen.
Zudem muss ich sagen, dass es für mich kein richtiger Cosy Crime war. Denn hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Molly, ihr Leben, ihre Freunde (oder auch nicht?!) und wie sie sich durchkämpft. Man erlebt mit ihr vieles und doch bleibt manches etwas oberflächlich. So wirkliche Mordermittlungen gibt es auch nicht, doch am Ende gibt es noch die ein oder andere Überraschung, mit der ich definitiv nicht gerechnet habe.

Anders als erwartet und dennoch hat es mir gefallen, nachdem ich in der Geschichte angekommen bin. Cosy Crime ist es aber nicht so wirklich.

Veröffentlicht am 27.02.2022

Hat mich nicht so begeistern können wie "Der Zopf"

Das Mädchen mit dem Drachen
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Das dritte Buch der Autorin Laetitia Colombani. Nachdem mir Der Zopf sehr gefallen hat, wollte ich die anderen Bücher auch noch lesen. Ehrlich gesagt fällt es mir jedoch schwer dieses Buch zu bewerten.

Léna ...

Das dritte Buch der Autorin Laetitia Colombani. Nachdem mir Der Zopf sehr gefallen hat, wollte ich die anderen Bücher auch noch lesen. Ehrlich gesagt fällt es mir jedoch schwer dieses Buch zu bewerten.

Léna ist hier die Hauptperson. Sie hat sich entschlossen ihre Heimat zu verlassen, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Jeden Tag geht sie an den Strand und trifft dort immer wieder auf ein Mädchen, das ihren Drachen steigen lässt. Was ihr eines Tages das Leben rettet, denn als eine Welle Léna erfasst, wird sie aufs Meer hinausgetrieben und nur Preeti und ihre Mädchen aus der Roten Brigade retten sie. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich Lénas Leben erneut.

Der Prolog hat mich noch richtig neugierig gemacht und auch der erste Teil im Buch hat mich gefesselt, so dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Léna und ihrem Aufenthalt in Indien weitergeht. Sie schafft es mit wenigen Worten Bilder im Kopf zu erzeugen und hat mich als Leser schnell in ihren Bann gezogen. Gerade ihrer klaren Linien und ihr unverschnörkelter Stil haben Wiedererkennungswert. Doch das Thema, das sie in ihrer Geschichte behandelt, ist kein leichtes. Es geht um so viel mehr als nur um Lénas Engagement für die Mädchen und Frauen in Indien. Man lernt so einiges über das Land und die Autorin schafft es, das man sich selbst informiert, um weitere Hintergrundinformationen zu bekommen und sich ein umfangreiches Gesamtbild über die Lage zu verschaffen. Es geht um Akkordarbeit, Gewalt gegen Frauen und Kinder, Traditionen, aber auch Vergewaltigung und Zwangehen. Und all das findet man in diesem dünnen Buch. Und der Anfang ist wirklich stark, doch im Mittelteil war ich manches Mal etwas genervt, dass man nicht erfährt, was Léna geschehen ist. Das wurde mir zu lange hinausgezögert und auch sonst ist der zweite Teil im Buch etwas, sagen wir mal, trocken und einfach nicht so intensiv. Doch im dritten Teil konnte mich die Autorin wieder packen und ich war emotional richtig involviert. Es gab den ein oder anderen Moment im Buch, der bei mir Gänsehaut hervorgerufen hat und ich hoffe, das sich die Welt irgendwann ändert und eine Zukunft bereithält für alle Frauen und Kinder.



Ein Buch, das mich nachdenklich stimmt und doch nicht ganz so sehr begeistern konnte, wie das erste Buch der Autorin. Dennoch öffnet es die Augen und geht unter die Haut.

Veröffentlicht am 25.02.2022

Tolle Idee, Schwächen in der Umsetzung

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Zoe`s Traum wird wahr. Sie darf für ein Jahr als Austauschstudentin nach London. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sich dort einzugewöhnen, hat sie Freunde gefunden und fühlt sich richtig wohl. Doch dann ...

Zoe`s Traum wird wahr. Sie darf für ein Jahr als Austauschstudentin nach London. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sich dort einzugewöhnen, hat sie Freunde gefunden und fühlt sich richtig wohl. Doch dann passiert es: Auf einer ihrer Partys geht es ihr plötzlich schlecht und wacht am nächsten Tag in der Vergangenheit wieder auf!
Ich hatte keine zu hohen Erwartungen an die Geschichte, doch da mir die Kinderbuchreihe rund um Lia Sturmgold so gefällt, wollte ich natürlich auch dieses Jugendbuch lesen. An sich gefällt mir die Idee auch wirklich gut, auch andere Zeitreisebücher habe ich gern gelesen. Doch mir hat hier ein bisschen, das Feeling des entsprechenden Zeitalters gefehlt. Klar gab es Bälle und Frauen müssen sich entsprechend verhalten und auch das mit den Unterschieden in den einzelnen Gesellschaftsklassen wurde gut dargestellt, doch der Funke sprang nicht richtig über.
Was vielleicht ein wenig am Schreibstil lag. Irgendwie bin ich nicht direkt warm geworden und es hat etwas gedauert bis es fließend genug war, dass ich länger am Stück gelesen habe. Leider dauert es auch ein wenig bis es spannend wird, denn zuerst muss man Zoe in ihren Tagen als Zofe begleiten und lernt ihre neue Welt kennen. In der sie sich ohne Probleme zurecht findet, was sie ihren Lesegewohnheiten dankt. Das war für mich nicht so wirklich glaubhaft, denn von jetzt auf gleich ohne Strom, etc. kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Da wären ein paar Details schöner gewesen und hätten es authentischer gemacht.
Ein Pluspunkt sind die Whisper-Whisper-Briefe, die man am Kapitelende findet und die durch die weibliche Londoner Gesellschaft flaniert. Hier hätte ich mir aber ein paar klarere Worte gewünscht, so finde ich das nicht wirklich alle „helfen“. Vielleicht ist es aber auch einfach dem Stil und der Sprache der damaligen Zeit geschuldet.
Ab einem gewissen Zeitpunkt wird die Geschichte auch spannend und konnte mich doch noch packen, doch das Ende, das man so echt nicht bezeichnen kann, hat mich richtig enttäuscht. Es ist ja alles offen?! Wer kommt denn auf so eine Idee?

Ich bin leider nicht so schnell in die Geschichte gekommen, doch an sich konnte man sie schon gut lesen. Aber ich hatte mir wohl mehr erwartet. 3,5 Sterne, denn die Idee hat Potenzial und vielleicht kann der nächste Band mich mehr fesseln.