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Veröffentlicht am 17.03.2022

Endlich gibt es Ruby Fairygale auch für Erstleser

Ruby Fairygale und die Insel der Magie (Erstlese-Reihe, Band 1)
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Inhalt:
Endlich Sommerferien! Jetzt kann Ruby den ganzen Tag ihrer Oma helfen. Die beiden kümmern sich nicht nur um Tiere, sondern auch um Feen, Kobolde und andere Fabelwesen! Gar nicht so einfach, dieses ...

Inhalt:
Endlich Sommerferien! Jetzt kann Ruby den ganzen Tag ihrer Oma helfen. Die beiden kümmern sich nicht nur um Tiere, sondern auch um Feen, Kobolde und andere Fabelwesen! Gar nicht so einfach, dieses Geheimnis zu bewahren - besonders vor Briana, dem unfreundlichsten Mädchen aus Rubys Klasse. Als die Fischernetze von Brianas Vater zerstört werden, hat Briana ein Rudel Seehunde in Verdacht und möchte die Tiere unbedingt vertreiben. Doch Ruby ahnt, dass etwas anderes dahintersteckt. Etwas ganz und gar Magisches ... Und tatsächlich: Eine kleine Meerjungfrau hatte sich im Fischernetz verheddert! Kann Ruby Briana noch aufhalten, ohne ihr Geheimnis zu verraten?

Meinung:
Die Sommerferien stehen auf Patch Island vor der Tür und Ruby freut sich sehr darauf ihrer Großmutter mehr zur Hand gehen zu können. Denn diese kümmert sich als Tierärztin nicht nur um hilfsbedürftige Tiere auf der Insel, auch magische Kreaturen, wie Feen, Kobolde und Meerjungfrauen, finden bei Rubys Oma Hilfe.
Eigentlich könnte für Ruby alles perfekt sein, wenn bloß die Kinder der Insel sie ebenfalls akzeptieren würden. Doch allen voran das Mädchen Briana findet Ruby ziemlich merkwürdig. Was verbirgt Ruby nur?

Hierbei handelt es sich um die Vorgeschichte zur eigentlichen Ruby Fairygale Reihe. Dieses Buch ist zudem an eine etwas jüngere Leserschaft gerichtet. Erstleser ab 7 Jahren sollen mit diesem Werk in die Welt von Ruby Fairygale eingeführt werden. Und für mich hat dieser Start für Erstleser wirklich klasse funktioniert.

Da wäre zum einen erst einmal die schöne Gestaltung des Buches. Illustratorin Verena Körting hat dafür gesorgt, dass es viele tolle farbige Bilder in diesem Buch zu betrachten gibt. Für mich wird der Charme und die Magie von Patch Island dabei gut eingefangen.
Die Schrift ist zudem groß gehalten und auch die Kapitel haben, gesehen auf die Dicke des Buches, genau die richtige Länge.

Wer jedoch dennoch einfach nicht gerne Bücher liest, dem kann ich die tolle Hörbuchproduktion ans Herz legen.
Fans der eigentlichen Reihe dürfen sich freuen, denn Julia Nachtmann vertont auch dieses Abenteuer von Ruby. Und dies tut sie wieder in gewohnt souveräner, anregender und entzückender Art und Weise.
Ich persönlich hätte mir noch ein wenig mehr irische Klänge als Hintergrundmusik gewünscht. Es ist wohl aber der relativ kurzen Hördauer von etwas unter einer Stunde geschuldet, dass es nicht ganz so viel irische Musik gibt.

Die eigentliche Geschichte ist der Altersgruppe angepasst. Dennoch hat sie auch mir als Erwachsene sehr gut gefallen. Denn das Thema Tier- und Naturschutz wurde in gutem Kontrast zum Überleben eines Fischers thematisiert. In der Geschichte wird daher auf die Bedürfnisse beider Parteien gut eingegangen.

Schön ist es mitzuverfolgen, wie Ruby endlich Anschluss unter den Kindern des Dorfes findet und sich mit Briana anfreundet.
Ich hoffe daher sehr, dass es noch weitere Bände dieses neuen Formats geben wird.

Fazit:
Leser, die für die eigentliche Ruby Fairygale Reihe noch zu jung waren, können aufatmen. Denn endlich gibt es auch für Erstleser Geschichten über Ruby und ihr magisches Leben auf Patch Island. Aber auch mich als Erwachsener-Fan dieser Reihe konnte das neue Format absolut abholen und überzeugen. Themen wie
Tier- und Naturschutz werden in gutem Kontrast zum Überleben eines Fischers thematisiert.
Daher kann ich nichts anderes als 5 von 5 Hörnchen vergeben.

Veröffentlicht am 17.03.2022

Bunt, magisch und humorvoll

Madame Kunterbunt und das Geheimnis der Mutmagie
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Inhalt:
Die Schüler der 3a lieben ihre neue Klassenlehrerin! Madame Kunterbunt trägt Kleider in allen Farben des Regenbogens, wenn sie spricht, klingt es wie eine schöne Melodie, und sämtliche Sorgen werden ...

Inhalt:
Die Schüler der 3a lieben ihre neue Klassenlehrerin! Madame Kunterbunt trägt Kleider in allen Farben des Regenbogens, wenn sie spricht, klingt es wie eine schöne Melodie, und sämtliche Sorgen werden in ihrer Gegenwart ein bisschen kleiner. Das liegt auch an ihren Chamäleons Cilly und Rosso, die immer herrlich viel Blödsinn anstellen und auch ansonsten echt fantastisch sind. Denn ihre schimmernden Schuppen haben Zauberkräfte!

Meinung:
Nicky und Nick sind Cousine und Cousin und leben zusammen in einem Haus. Eines Nachts werden die beiden wach und erleben hautnah mit, wie nebenan eine neue Nachbarin einzieht. Doch dies nicht etwa auf ganz normale Art und Weise. Nein, viel mehr regnen Regenbogenschnipsel auf die Erde und eine Frau mit Zauberstab steht vor dem Haus. An Schlaf ist natürlich nicht wirklich zu denken. Daher verschlafen die beiden Kinder am nächsten Tag, dem ersten Schultag, prompt. Doch das ist gar nicht weiter schlimm. Denn auch ihre neue Lehrerin, Madame Kunterbunt, kommt zu spät zum Unterricht. Und bei dieser Frau handelt es sich um niemand anderen als die neue Nachbarin.
Ein aufregendes und magisches neues Schuljahr nimmt für die Schüler der 3a seinen Lauf.

Madame Kunterbunt klang für mich nach einer modernen Mary Poppins, die frischen Wind ins Schulleben bringt. Tatsächlich gibt es ein paar Ähnlichkeiten zu Mary Poppins, doch vieles ist neu und originell. Von daher hat mich dieser Aspekt nicht weiter gestört.

Denn Autor Thilo baut wirklich viele eigene, sehr kreative, Ideen in die Geschichte ein. Dies fängt beispielsweise bei dem tollen Lied an, das Madame Kunterbunt den Kindern beibringt. Denn dieses Lied besteht aus einem selbst ausgedachten Text und jedes Kind kann, wenn es möchte, eine eigene, selbst ausgedachte Strophe dem Lied beifügen. Dadurch wird die Kreativität der Kinder ungemein gefördert.

Allgemein setzt Madame Kunterbunt eher auf unkonventionelle Erziehungs- und Lernmethoden, die bei den Kindern super gut angekommen, beim Direktor der Schule jedoch eher weniger. Doch Madame Kunterbunt lässt sich davon nicht beirren und geht ihren eigenen Weg.
Mit an ihrer Seite sind die beiden Chamäleons Cilly und Rosso, die gerne Blödsinn machen und im Laufe der Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen.

Auch der Humor ist zauberhaft. Am liebsten mochte ich den immer wiederkehrenden Vergleich zum Thema Pünktlichkeit. Denn der Direktor der Schule bringt bei Unpünktlichkeit gerne seinen Vergleich mit der Arche von Noah. Was wäre passiert, wenn Noah nur ein paar Minuten zu spät mit der Arche losgesegelt wäre? Madame Kunterbunt hat darauf jedoch eine sehr erfrischende Antwort. Welche das ist? Dafür müsst ihr schon selbst zu diesem Titel greifen.

Gesprochen wird die Geschichte von Marion Elskis, die mir bereits aus einigen Kinderbuchproduktionen bekannt ist. Ihre jung wirkende und mitreißende Stimme hat es auch dieses Mal wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen.

Fazit:
Wer es gerne bunt, magisch und humorvoll mag, dem kann ich Madame Kunterbunt und ihre Schulklasse nur ans Herz legen. Mit sehr viel Humor hat Auto Thilo eine sehr moderne Mary Poppins erschaffen, die jedoch ihren ganz eigenen Weg geht und daher nicht wie ein billiger Abklatsch wirkt.
Ich bin sehr angetan und vergebe daher 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.03.2022

Diese Geschichte sticht für mich absolut aus dem Genre heraus

Creepy Chronicles – Bloß nicht den Kopf verlieren!
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Inhalt:
Der 14-jährige Padraig stammt aus einer Familie von Monsterjägern. Dornenflügler, Angstzehrer und Friedhofsschlurfer gehören zu seinem Jagdalltag. Doch eines Tages sind die dämonischen Wesen in ...

Inhalt:
Der 14-jährige Padraig stammt aus einer Familie von Monsterjägern. Dornenflügler, Angstzehrer und Friedhofsschlurfer gehören zu seinem Jagdalltag. Doch eines Tages sind die dämonischen Wesen in der Überzahl und sein Vater muss in eine Parallelwelt flüchten. Kurz darauf rettet Padraig das Mädchen Hannah vor zwei Hautsammlern. Hannah bietet Padraig an, ihm bei der Suche nach seinem Vater zu helfen. Gemeinsam mit Brandon, dem Blogbetreiber der »Creepy Chronicles«, stoßen sie auf die Sage der vier Schlüssel, die das Tor zur Schattenwelt öffnen können – dem Ort, an dem Padraigs Vater verschollen ist …

Meinung:
Padraig geht mit seinem Vater zusammen auf Monsterjagd, denn beide gehören zu den Monsterjägern. Doch der jüngste Auftrag geht mächtig in die Hose und Padraigs Vater verschwindet spurlos.
Währendessen ist Brandon ein ganz gewöhnlicher, ziemlich durchschnittlicher Teenager. Er liebt Monster und hat daher einen eigenen Blog namens „Creepy Chronicles“ ins Leben gerufen. Hier berichtet er von außergewöhnlichen Sichtungen, komischen Kreaturen und merkwürdigen Vorkommnissen. Dennoch wünscht sich Brandon, endlich mal selbst etwas total Übernatürliches zu erleben. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung als er gedacht hätte. Denn eines Tages steht Padraig vor seiner Tür und bittet Brandon um seine Hilfe. Brandon stimmt sofort zu. Schließlich gilt die beste Freundin seiner Schwester seit kurzer Zeit als vermisst. Und Brandon ist sich sicher, dass da ganz klar ein waschechter Dämon dahinter steckt.

Ich muss gestehen, dass mich die Geschichte bereits beim Durchlesen des Klappentextes total gecatcht hat. Die Story klang nach einer gehörigen Portion Humor, aber auch nach spannenden Entdeckungen an mysteriösen Orten. Daher verwundert es wahrscheinlich auch nicht besonders, dass ich bereits nach den ersten Zeilen hin und weg von der Geschichte war.

Padraig und Brandon sind zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Padraig ist mutig, verwegen und sieht ziemlich gut aus. Er liebt es auf Monsterjagd zu gehen und verspürt nur selten Angst. Brandon hingegen ist die absolute Couch-Potato und kennt Abenteuer bisher nur aus dem Fernsehen. Er hat keine wirklichen Freunde, ist etwas dicklicher und Sport zählt nicht gerade zu seinen Lieblingsfächern. Doch Brandon hat einen wachen Verstand und ist der kluge Kopf der Runde.
Und dann gibt es noch das Mädchen Hannah, das plötzlich blutverschmiert vor Padraig auftaucht. Über sie erfährt man als Leser/Hörer nicht ganz so viel, wie über die beiden Jungs. Daher umgibt Hannah die ganze Zeit eine gewisse mysteriöse Aura.

Allgemein betrachtet gibt es verteilt über die Geschichte jede Menge mysteriöse und beunruhigende Erscheinungen. Die Monster in diesem Buch sind wirkliche und wahrhaftige Monster und versuchen den Protagonisten mehr als einmal nach dem Leben zu trachten. Dadurch entsteht eine Spannung, die zu keiner Zeit in der Handlung abflaut. Viel mehr sorgt diese Spannung dafür, dass man die Geschichte in einem Rutsch durchlesen/hören möchte.

Sergio Dudli besitzt zudem das richtige Händchen, was das Thema Humor angeht. Mehr als einmal musste ich lauthals loslachen und das obwohl die Geschichte natürlich auch ihre düsteren Momente zu bieten hat. Dennoch hat Sergio Dudli es perfekt gelöst, die Handlung mit witzigen Dialogen aufzulockern. Und dank des genialen Charakters von Brandon wird es somit immer sehr unterhaltsam.

In diesem ersten Band begegnet man Kreaturen wie Dornenflüglern, Angstzehrern und Friedhofsschlurfern. All diese Wesen darf man, dank der tollen Illustrationen von Falk Holzapfel, im Buch bewundern. Ich bin ein großer Fan von Falk Holzapfels Zeichenstil. Er versteht es einfach super böse Kreaturen und Monster interessant und ansprechend auf das Papier zu zeichnen. Daher darf man sich als Leser auf einige sehr stimmungsvolle und geniale Zeichnungen freuen.

Auch die Vertonung der Geschichte kann sich sehen lassen. Denn beim Hörbuch handelt es sich um eine ungekürzte Lesung, die von Marius Clarén und Dirk Petrick vertont wurde. Gerade die Stimme von Dirk Petrick passt für mich haargenau zum Charakter von Brandon. Ich habe es geliebt, seinen Passagen zu lauschen. Marius Clarén war mir aus anderen Hörbüchern bereits bekannt. Daher wusste ich, dass ich einen sprachgewandten, vielstimmigen und begnadeten Hörbuchsprecher lauschen darf. Beide Sprecher haben ihren Job für mich perfekt erledigt.

Fazit:
Wer gerne Geschichten über Monster liest und einem Hauch von Mystery und Übersinnlichem nicht abgeneigt ist, zudem guten Humor zu schätzen weiß, der sollte ganz dringend und unbedingt zum Auftaktband von „Creepy Chronicles“ greifen. Für mich sticht diese Geschichte eindeutig unter den vielen Büchern des Genres hervor und war für mich ein absolutes Highlight! Sowohl Buch als auch Hörbuch kann ich jedem Leser von Fantasybüchern, egal ob jung oder alt, nur ans Herz legen.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 15.03.2022

Gemeinschaftsgefühl und ein Hauch von Magie

Das zaubernde Klassenzimmer - Achterbahn statt Stundenplan (Das zaubernde Klassenzimmer 1)
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Inhalt:
Elena ist sauer: Weil ihre Eltern in das verschnarchte Kuhdorf Eigam gezogen sind, muss sie die Schule wechseln! Das ist sowas von ungerecht – und außerdem ist es dort sicher total öde!
Doch als ...

Inhalt:
Elena ist sauer: Weil ihre Eltern in das verschnarchte Kuhdorf Eigam gezogen sind, muss sie die Schule wechseln! Das ist sowas von ungerecht – und außerdem ist es dort sicher total öde!
Doch als Elena in ihre neue Klasse kommt, geschehen jede Menge merkwürdige Dinge: Wohin ist die Schulkatze Finchen plötzlich verschwunden? Sind das tatsächlich drei Mäuse, die zum Ende einer jeden Stunde ein Lied piepsen? Und hat das Biologie-Skelett etwa gerade gewunken?
Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Felix versucht Elena, hinter das Geheimnis des zaubernden Klassenzimmers zu kommen. Vielleicht ist es in Eigam ja doch nicht so langweilig, wie sie ursprünglich dachte ...

Meinung:
Elena zieht mit ihrer Familie in das Kuhkaffdorf Eigam. Für Elena der blanke Horror, fährt der Bus hier doch tatsächlich nur dreimal am Tag. Auch sonst muss Elena sich erst an das ländliche Leben gewöhnen. Und noch vor Beginn des Schuljahres tritt sie bei einer ihrer neuen Mitschülerinnen gehörig ins Fettnäpfchen. Auf den ersten Schultag freut Elena sich daher mal so überhaupt nicht. Doch der erste Tag wird ganz anders als Elena dies gedacht hätte. Denn nicht nur, dass die Schulkatze Finchen verschwunden ist, auch drei Mäuse piepsen zum Ende einer jeden Stunde ein Liedchen.

Ein zauberndes Klassenzimmer klang nach einer sehr interessanten und ansprechenden Vorstellung. Daher wollte ich unbedingt mehr erfahren, über Elena und ihr neues Leben im langweiligen Örtchen Eigam.

Elenas Start in ihr neues Leben verläuft von Anfang an alles andere als rund. Hier kann sich die Zielgruppe (Kinder ab 8 Jahren) bestimmt sehr gut in ihre Gedankenwelt hineinversetzen. Man versteht als Leser einfach sehr gut wie Elena sich gerade fühlt und leidet mit ihr mit. Für Elena ist es zu Beginn wirklich hart sich an das neue Leben auf dem Dorf zu gewöhnen. Denn vieles ist hier ganz anders, als an ihrer alten Schule. So gibt es beispielsweise keine Cafeteria und auch von Whiteboards fehlt hier jede Spur. So muss sich Elena wieder an die gute alte Kreide gewöhnen.

Besonders gut an Elenas Abenteuer hat mir gefallen, dass das Mädchen nicht etwa in eine magische Klasse hineingerät, sondern Elena und ihre Mitschüler sich alle an das neue magische Zimmer gewöhnen müssen, was da plötzlich aufgetaucht ist. So entsteht für die gesamte Klasse eine völlig neue Situation, an die sich jeder Schüler erst einmal gewöhnen muss.

Immer mit an Bord ist der Humor. Dieser kommt in der Geschichte nicht zu kurz und sorgt dafür, dass die Geschichte noch kurzweiliger und schöner wird, als sie das ohnehin schon ist.

Auch das Ende macht große Lust auf den nächsten Band. Denn man ist wahnsinnig neugierig darauf wie das zaubernde Klassenzimmer zu dem geworden ist, was es jetzt und warum es vor so vielen Jahren verschlossen wurde.

Die Bilder im Buch wurden von Illustratorin Sandra Reckers gezeichnet. Dabei darf man sich auf einige sehr pfiffige und lustige Bilder freuen. Zudem gibt es eine Karte des kleinen Örtchens Eigam sowie eine Abbildung der wichtigsten Charaktere der Geschichte.

Fazit:
Sehr humorvoll und witzig kommt der erste Band von "Das zaubernde Klassenzimmer" daher. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Klasse gemeinsam die Magie rund um das geheimnisvolle Klassenzimmer entschlüsselt.
Vor allen Dingen das Ende macht super neugierig auf das nächste Abenteuer.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 15.03.2022

Unsere Welt braucht viel mehr Bellas!

Bella Baumädchen
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Inhalt:
Bella repariert, baut und schraubt viel lieber, als mit Puppen zu spielen. Die anderen Mädchen verstehen Bella nicht und die Jungs lachen sie sogar aus. Bis Bella mit einer ihrer Bau-Ideen allen ...

Inhalt:
Bella repariert, baut und schraubt viel lieber, als mit Puppen zu spielen. Die anderen Mädchen verstehen Bella nicht und die Jungs lachen sie sogar aus. Bis Bella mit einer ihrer Bau-Ideen allen sprichwörtlich aus der Patsche hilft.

Meinung:
Bella ist kein typisches Mädchen. Denn statt mit Puppen zu spielen, schraubt und sägt sie gerne. Bella liebt es zu basteln und Dinge zu bauen. Die Mädchen finden Bella daher ein wenig komisch und von den Jungs wird sie nur belächelt. Doch dann hilft eine Idee Bellas allen Kindern und plötzlich finden es die anderen Kinder gar nicht so schlimm, dass Bella lieber baut, anstatt mit Puppen zu spielen.

Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, war ich sofort begeistert von der Idee, die hinter der Geschichte steckt. Denn in einer Welt voller Klischees, in der wir nun einmal leben, ist es toll, dass es Bücher gibt, die dagegen ankämpfen. Und so ein Buch ist "Bella Baumädchen"!

Bella ist eigentlich ein Kind wie jedes andere. Sie ist aufgeweckt, neugierig und wissbegierig. Doch sie baut lieber Dinge, anstatt mit Puppen zu spielen. Bella ist es dabei total egal, dass sie dadurch ab und an ein wenig schief angeguckt wird. Denn Bella hat Spaß an ihrer Bastelei und lässt sich von anderen nicht beirren.

Ich finde es toll, mit welchem Selbstbewusstsein Bella über den Dingen steht. Natürlich ist sie noch ein Kind und nimmt manche Dinge gar nicht so wahr, wie wir dies als Erwachsene tun würden. Dennoch finde ich es beachtenswert, mit welchem Selbstverständnis sie ihrem Hobby nachgeht. Und genauso sollte es in unserer Gesellschaft heutzutage doch sein!

Die Geschichte habe ich zusammen mit meinem sechsjährigen Sohn gelesen und selbst bei ihm merkte ich bereits zu Beginn der Geschichte, dass er in unserer Welt voller Klischees aufgewachsen ist. Er fand es zunächst auch ein klein wenig merkwürdig, dass Bella lieber Dinge baut, als mit Puppen zu spielen. Es war jedoch schön zu sehen, wie sich im Laufe der Geschichte seine Einstellung zu dem Thema änderte und er es im Endeffekt als ganz normal ansah, dass Bella lieber baut.

Die Bilder in der Geschichte wurden von Illustrator Igor Lange gezeichnet. Ich mag seinen geradlinigen und dennoch ansprechenden Zeichenstil. Seine Bilder sind fröhlich und schön bunt.

Am Ende des Buches wartet noch ein QR-Code auf die Leser. Hierüber kann man den Song von Bella "Du kannst alles sein!" anhören. Ein wirklich sehr schönes Lied!

Fazit:
Unsere Welt braucht viel mehr Bellas! Denn mit ihrem Ideenreichtum und ihrem Selbstbewusstsein kann Bella selbst uns Erwachsenen noch einiges beibringen. Hier wird das Thema Klischees mal so ordentlich über den Haufen geworfen und eine ganz wundervolle und sehr wichtige Botschaft an Groß und Klein gesandt.
Wir vergeben 5 von 5 Junior-Hörnchen.