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Veröffentlicht am 24.03.2022

Eine großartige Fortsetzung!

Mein Freund Pax – Die Heimkehr
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Da ich die Bücher von der US-amerikanischen Autorin Sara Pennypacker sehr gerne mag und mir vor allem „Mein Freund Pax“ total gut gefallen hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass die US-amerikanische ...

Da ich die Bücher von der US-amerikanischen Autorin Sara Pennypacker sehr gerne mag und mir vor allem „Mein Freund Pax“ total gut gefallen hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass die US-amerikanische Autorin eine Fortsetzung ihres erfolgreichen Romans geschrieben hat. Diese musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Der Junge Peter und der Fuchs Pax waren einst unzertrennlich, doch seit sie getrennte Wege gegangen sind, leben sie weit voneinander entfernt. Seit ihrem Abschied ist mittlerweile ein Jahr vergangen und vieles hat sich verändert. Der Krieg ist vorbei und die Menschen beginnen mit dem Wiederaufbau, Pax hat eine Familie gegründet und lernt, was es heißt, Verantwortung für sie tragen und Peter hat mit seinen seelischen Wunden zu kämpfen. Die Erinnerung an den jeweils anderen lässt allerdings beide nicht los. Als sich die zwei auf eine Reise durch die Wildnis aufmachen, wird das Schicksal sie aber nach langer Zeit endlich wieder zueinander führen.

Den ersten Band hatte ich damals kurz nach dem Erscheinen gelesen, was nun also schon gute fünf Jahre her ist. Die genaue Handlung war mir daher inzwischen nicht mehr allzu präsent, aber dank geschickt eingebauter Rückblicke, die uns die Geschehnisse aus dem Vorgänger in Erinnerung rufen, habe ich mühelos in die Fortsetzung hineingefunden. Vermutlich kann man den zweiten Teil sogar ohne jegliches Vorwissen lesen, allerdings würde ich davon abraten. Die Lesefreunde ist einfach um einiges höher, wenn man die Bände in der chronologischen Reihenfolge liest.

Mir jedenfalls hat das Buch wundervolle Lesestunden bereiten können, meine – äußerst hohen – Erwartungen konnten definitiv erfüllt werden. Auch mit dem zweiten Teil beschert uns die US-amerikanische Autorin ein unvergessliches Abenteuer voller Emotionen, Poesie und Weisheiten und vermittelt zahlreiche wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Liebe, Mut und Vertrauen, das Leben nach dem Krieg, Umweltverschmutzung, Trauer und das Loslassen.
Also in meinen Augen ist Sara Pennypacker mit „Mein Freund Pax – Die Heimkehr“ eine großartige Fortsetzung geglückt, mich hat dieser Band genauso begeistern und berühren können wie der vorherige.

Seit den Ereignissen aus dem Vorgänger ist ein gutes Jahr vergangen und es hat sich so einiges verändert. Da die Geschichte auch dieses Mal abwechselnd aus den Perspektiven von Peter und Pax geschildert wird – jeweils in der dritten Person und in angenehm kurzen Kapiteln – erfahren wir bei beiden, was ihnen in der Zwischenzeit so passiert ist und wie ihr Leben mittlerweile aussieht. Der inzwischen fast 14-jährige Peter lebt bei Vola und hat damit zu kämpfen, den Verlust seines Vaters und die Trennung von seinem Fuchsfreund zu verarbeiten, Pax wiederum hat mit der Füchsin Bristle eine Familie gegründet und ist mittlerweile stolzer Vater von drei kleinen Welpen.

Während ich im ersten Band die Kapitel von Peter ein bisschen lieber gelesen habe, war es dieses Mal genau andersherum. Ich mochte natürlich beide Sichtweisen sehr gerne und fand zudem den Kontrast zwischen ihnen, der dank ihrer unterschiedlichen Wahrnehmungen und Erzählweisen zustande kommt, erneut überaus interessant und faszinierend – die Passagen von Peter habe ich jedoch teils als ziemlich schwermütig empfunden. Da ich mich in ihn erneut so gut hineinversetzen konnte, sind mir die Einblicke in sein Seelenleben ungeheuer nahe gegangen. Ich habe an vielen Stellen zutiefst mit ihm mitgelitten und nur zu gut nachvollziehen können, warum er sich so verlassen, wütend und traurig fühlt.

Pax‘ Kapitel haben mich emotional aber natürlich ebenfalls sehr mitgenommen. Vor allem die Szenen mit seiner kleinen Tochter sind mir teilweise richtig unter die Haut und zu Herzen gegangen.
Die Geschichte ist insgesamt schon sehr düster und drückend, meinem Empfinden nach sogar noch etwas mehr als die im ersten Band, und da sie zudem äußerst ruhig erzählt wird, hadere ich auch dieses Mal etwas mit der Altersangabe des Verlags, muss ich sagen. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob die Erzählung für Leser*innen ab 10 Jahren schon geeignet ist. Die schweren und ernsten Themen und der Schmerz und die Gefühle unserer Figuren werden zwar sehr einfühlsam und sanft von der Autorin behandelt und beschrieben, aber ich persönlich würde das Buch dennoch erst ab etwa 12 Jahren empfehlen.

Dass die Handlung eine lange Zeit etwas recht Melancholisches ausstrahlt, hat mich nicht gestört. Es passt einfach perfekt zur Geschichte und verleiht dieser enorm an Authentizität. Und keine Sorge, die Stimmung ändert sich im Verlauf des Buches auch noch. Sowohl Peter als auch Pax werden sich während ihrer Reise wunderbar weiterentwickeln; vor allem Peter wird eine große Entwicklung durchmachen, sodass die Handlung zunehmend hoffnungsvoller und glücklicher wird. Ich habe unsere beiden starken Protagonisten nur zu gerne auf ihren Wegen durch die Wildnis begleitet und fand es herzerwärmend mitzuerleben, wie die beiden Freunde wieder mehr zu sich selbst und zum Ende hin schließlich auch endlich wieder zueinander finden werden.

Absolut bezaubernd fand ich auch die anschaulichen Beschreibungen der Kulisse. Ich habe beim Lesen die Wälder und Wiesen förmlich vor mir sehen, das Plätschern der Flüsse regelrecht hören und die frische Waldluft buchstäblich riechen können. Mit ihrer bildlichen Sprache beeindruckt mich Sara Pennypacker einfach immer wieder aufs Neue. Generell kann ich mich nur positiv zu ihrem Erzählstil äußern, bzw. zu der fabelhaften deutschen Übersetzung, die wir der Birgitt Kollmann zu verdanken haben.

Auch der kanadische Illustrator Jon Klassen hat erneut einen grandiosen Job gemacht. Das Cover, das er für diesen Band gestaltet hat, sieht einfach nur traumhaft aus, bei mir war es Liebe auf den ersten Blick, und auch von den kunstvollen schwarz-weiß Innenillustrationen, die eine ganz besondere Atmosphäre schaffen, bin ich völlig begeistert.

Das Ende hat mich ebenfalls gänzlich zufriedenstellen können. Es ist bewegend und emotional und schließt die Geschichte vollkommen stimmig und passend ab, sodass man das Buch mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen wieder schließen kann.

Fazit: Herzergreifend, atmosphärisch, wunderschön. Ein tief berührender und wertvoller Roman über wahre Freundschaft, Liebe, Hoffnung, Vergebung und Vertrauen.
Sara Pennypacker hat mit „Mein Freund Pax – Die Heimkehr“ einen würdigen Nachfolger aufs Papier gebracht, mit welchem sie die außergewöhnliche Geschichte von Peter und Pax rundum gelungen weitererzählt. Mir hat es unheimlich viel Freude bereitet, die beiden auf ihrer Reise zu sich selbst und zueinander zu begleiten und mich dabei von den poetischen Worten und ausdrucksstarken Illustrationen verzaubern zu lassen. Ich kann das Buch nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Warmherzig, ernst und witzig zugleich. Ein tolles Buch!

Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog
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Als ich das erste Mal von „Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ hörte, konnte der originelle Titel meine Neugierde sofort wecken. Das Cover, muss ich gestehen, gefiel mir erst auf den ...

Als ich das erste Mal von „Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ hörte, konnte der originelle Titel meine Neugierde sofort wecken. Das Cover, muss ich gestehen, gefiel mir erst auf den zweiten Blick, aber der Klappentext überzeugte mich dafür umso sehr. Das Buch klang einfach nur richtig gut – für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich es lesen möchte.

Cole wünscht sich nichts mehr als Geld zu haben. Er möchte nicht länger das arme Kind in seiner Schule sein und von seinen Mitschülern ständig „Poor Kid Cole“ genannt werden. Er will auch die neusten Klamotten und das angesagteste Handy haben und auf Klassenausflüge mitfahren. Doch all das wird wohl vorerst ein Traum bleiben. Coles Familie ist ziemlich arm, sie kommen kaum über die Runden und als seine Mutter dann auch noch ihren Job verliert, wird das Geld noch knapper. Coles Leben soll sich allerdings schlagartig ändern, als die weltberühmte Künstlerin Marika Loft an ihre Schule zu Besuch kommt und sein großes künstlerisches Talent entdeckt. Ehe er sich versieht, wird er als Nachwuchsstar der internationalen Kunstwelt gefeiert und gibt Interviews für Zeitung und Fernsehen. Alle warten nun auf sein nächstes Meisterwerk, welches bei einer Auktion versteigert werden soll. Cole kann es gar nicht fassen, als das Bild eine unglaublich hohe Summe einbringt. Endlich ist sein Wunsch wahr geworden, er ist nicht länger arm, er ist reich und berühmt. Was aber niemand weiß: Cole hat ein Geheimnis, welches seinen ganzen Erfolg zerplatzen lassen könnte, wenn es ans Licht kommt.

Von der britischen Autorin Lisa Thompson hatte ich bisher noch nichts gelesen. „Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ war also mein erstes Werk aus ihrer Feder. Es wird auch hoffentlich nicht mein letztes gewesen sein: Mir hat das, was ich zu lesen bekommen habe, total gut gefallen, sogar noch etwas besser als von mir erhofft. Ich habe eine herrliche Zeit mit dem Buch verbracht und es leider viel zu schnell wieder beendet.

Ich habe mühelos in die Erzählung hineingefunden. Der Schreibstil sagte mir auf Anhieb zu, für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen, und die Handlung konnte mich sofort mitreißen und begeistern.
Auch unseren 12-jährigen Hauptprotagonisten Cole, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, mochte ich vom ersten Moment an unheimlich gerne. Er ist liebenswert, freundlich und klug und da er jederzeit vollkommen authentisch wirkt, wird sich die Zielgruppe garantiert prima mit ihm identifizieren können. Mir, als Erwachsene, ist es aber ohne Probleme geglückt, mich in ihn hineinzuversetzen. Ich habe beim Lesen richtig mit Cole mitgefiebert und an vielen Stellen ziemlich mit ihm mitgefühlt und mitgelitten.

Cole führt leider kein leichtes Leben. Da seine Familie sehr knapp bei Kasse ist, muss Cole auf vieles verzichten wie neue Klamotten, ein schickes Handy oder Klassenausflüge. Noch nicht einmal für die Heizkosten reicht das Geld, sodass der Familie ein weiterer Winter in einem eisig kalten Haus bevorsteht. In der Schule wird er von seinen Mitschülerinnen gemobbt, weil er arm ist und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, wird die Mutter dann auch ihren Job im Museum verlieren, weil dieses schließen muss.
Die Geschichte gewinnt durch die Themen Armut und Mobbing sehr ans Ernst und Tiefe und regt zum Nachdenken an, sie wird aber niemals zu traurig oder bedrückend. Lisa Thompson bringt uns alles auf eine sehr sanfte und genau richtig humorvolle Art und Weise näher, sodass das Buch auf jeden Fall für Leser
innen ab 10 geeignet ist. Der Altersempfehlung des Verlags kann ich mich daher nur anschließen.

Also meiner Ansicht nach ist es der Autorin perfekt gelungen, ernste und aktuelle Themen leicht und kindgerecht anzusprechen und in eine lustig-skurrile und spannende Geschichte zu verpacken.
„Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ handelt neben den zwei bereits genannten Dingen auch noch von Freundschaft, Familie und Zusammenhalt, von dem Glauben an sich selbst und das Lernen aus seinen Fehlern. Zudem steckt das Buch voller wunderbarer und wertvoller Botschaften. So es führt uns unter anderem vor Augen, dass Geld, Ansehen und materielle Sachen nicht unbedingt glücklicher machen. Menschen, die einen lieben und respektieren und immer für einen da sind, sind so viel wichtigere Reichtümer im Leben.

Auch mit den Nebencharakteren hat mich Lisa Thompson überzeugen können. Ob sympathisch oder nicht – allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und verzaubern und erheitern uns mit ihren verschiedenen Eigenschaften und Besonderheiten. Da hätten wir zum Beispiel Coles Eltern, die zwei herzensgute Menschen sind und ihre Kinder über alles lieben; seine süße kleine (aber auch etwas nervige) dreijährige Schwester Mabel und seine beiden tollen Freunde Mason und Isla, mit denen gemeinsam sich Cole auf eine aufregende Schnitzeljagd durch das Museum begeben wird. Da würde ich euch nun liebend gerne mehr berichten, ich fand diesen Teil der Story einfach so cool, aber da im Klappentext gar nichts darüber erwähnt wird und ich nicht zu viel vom Inhalt verraten möchte, werde ich diesbezüglich nun nicht näher ins Detail gehen. Ich kann euch auf jeden Fall versprechen, dass euch die Schatzsuche der drei Freunde ganz gebannt an die Seiten fesseln wird und ihr beim Lesen ordentlich ins Miträsteln geraten werdet.

Für jede Menge Spaß und Spannung sorgt dann natürlich auch der Handlungsstrang rundum Coles plötzliche Berühmtheit in der internationalen Kunstwelt. Auch dieser Einfall und deren Umsetzung hat mich absolut begeistern und packen können. Wie genau sich Coles Leben durch seine jähe Bekanntheit verändern wird und was sein großes Geheimnis ist, werde ich euch hier allerdings nicht erzählen und auch über den Ausgang der Geschichte werde ich selbstverständlich schweigen. All das müsst ihr schon selbst herausfinden. Mir jedenfalls hat das Ende sehr gut gefallen, mich hat es völlig zufriedenstellen können.

Fazit: Warmherzig, mitreißend, ein bisschen schräg und witzig und tiefgründig zugleich. Ein wundervolles Lesevergnügen für Jung und Alt!
Für mich hat sich mein erstes Werk von Lisa Thompson als ein echtes Highlight entpuppt. „Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ erzählt eine großartige Familien-Freundschafts-Abenteuergeschichte über das Fehler machen und aus ihnen lernen, über Ruhm und Reichtum und den Mut, sich selbst treu zu bleiben. Ich kann dieses Buch jedem nur ans Herz legen und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.03.2022

So schön! Bin total verzaubert von diesem Buch. Frau Honig ist einfach wunderbar

Frau Honig: Frau Honig und die Magie der Worte
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Da ich die Frau Honig-Reihe sehr liebe, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Frühjahr endlich ein vierter Band erscheinen wird. Dieser war natürlich ein absolutes Muss für mich.

Für Elsa Honig ...

Da ich die Frau Honig-Reihe sehr liebe, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Frühjahr endlich ein vierter Band erscheinen wird. Dieser war natürlich ein absolutes Muss für mich.

Für Elsa Honig gehört das Eintauchen in Bücher zu den tollsten Dingen dieser Welt. Die meisten Bewohnerinnen der kleinen Stadt, in der sich der Buchladen von Frau Fink befindet, sehen das Lesen und Schmökern von Büchern allerdings als reinste Zeitverschwendung an – der Buchhandlung stattet daher kaum noch jemand einen Besuch ab. Frau Fink ist verzweifelt, wenn das so weitergeht, wird sie ihren Laden wohl leider schließen müssen. Hier kann nur noch eine helfen: Frau Honig! Sie erkennt sehr schnell, was für eine erstaunliche Gabe in Charly, dem Sohn von Frau Fink, schlummert. Charly, der nichts lieber tut als in Bücherwelten zu flüchten, kann unglaublich gut vorlesen, seine Stimme lässt die Figuren aus ihren Büchern herausfliegen und lebendig werden. Ob dieses besondere Talent vielleicht dabei helfen kann, die Buchhandlung zu retten? Wird es ihnen gelingen, sie vor der Schließung zu bewahren?

Als ich mir damals den Klappentext durchlas, war ich mir sofort völlig sicher gewesen, dass ich diesen Band ganz besonders lieben werde. Eine Frau Honig-Erzählung, die in einer Buchhandlung spielt und sich rundum um das Lesen und um Bücher dreht? Das kann doch nur großartig sein!
Tja, und wisst ihr was? Ich habe damit goldrichtig gelegen. Für mich persönlich ist der vierte Teil der bisher beste Band der Reihe. Ich habe die Geschichte quasi mit einem Dauerlächeln auf den Lippen gelesen, weil ich sie so unheimlich schön fand, und ich gehe sehr davon aus, dass es jedem anderen Bibliophilen genauso ergehen wird. Dieses Buch ist eine wahre Liebeserklärung an das Lesen und steckt voller wertvoller Botschaften, Weisheiten und Herzenswärme. Allein schon die Kapitelüberschriften, bei denen es sich teils um Zitate handelt, haben mir ein wohlig warmes Bauchkribbeln beschert. Eigentlich bin ich ja nicht so jemand, der Zitate aus Büchern aufschreibt, aber hier habe ich dann doch mal zu Stift und Papier gegriffen, um mir die Kapitelüberschriften zu notieren. Mir sie haben sie einfach allesamt so gut gefallen.

„Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Fantasie.“

„Bücher sind wie Kekse, hast du einmal angefangen, kannst du nicht mehr aufhören.“

Ganz begeistert bin ich auch von dem Punkt, dass im Verlauf des Buches viele berühmte Kinderbuchklassiker genannt werden, die, so befürchte ich, der heutigen Generation größtenteils gar nicht mehr bekannt sind. Bei „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“ könnte ich mir noch vorstellen, dass die Kinder von heute sie kennen oder zumindest davon gehört haben, aber ältere Werke wie „Gullivers Reisen“ oder „Der geheime Garten“ wird ihnen wahrscheinlich eher nichts sagen. Vielleicht, hoffentlich, irre ich mich ja auch, aber mein Eindruck ist leider wirklich, dass solche Titel immer unbekannter werden. Dass Sabine Bohlmann nun einige von ihnen in die Handlung eingebaut hat, hat mich daher riesig gefreut. Diese zeitlosen Klassiker dürfen einfach auf gar keinen Fall in Vergessenheit geraten. Also ich hoffe sehr, dass so manche jungen Leser
innen von dieser Geschichte dazu angeregt werden, die herrliche Welt der klassischen Kinderliteratur kennenlernen zu wollen. Oder einfach generell die Lust dazu bekommen, die Nase in ein gutes Buch zu stecken. Das Eintauchen in fantastische Bücherwelten ist einfach etwas so Wunderschönes und Wichtiges. Genau das führt uns Frau Honig auf ihre außergewöhnliche, kreative und liebevolle Art und Weise in diesem Band vor Augen.

Mit Frau Honig hat die Sabine Bohlmann wahrlich eine wunderbare und ganz besondere Buchheldin erschaffen. In gewisser Weise erinnert dieses Kindermädchen zwar schon an Mary Poppins, da auch sie magische und wundersame Dinge vollbringen kann, aber mit Elsa Honig hat sich Sabine Bohlmann dennoch definitiv eine eigenständige und einzigartige Figur ausgedacht.
Fröhlich, herzensgut, witzig, hilfsbereit und einfühlsam – das ist Frau Honig. Man kann gar nicht anders, man muss diese lebenslustige, bienenliebende und stets gelb gekleidete Frau mit ihrem sonnigen Gemüt und ihren ungewöhnlichen Unterrichtsmethoden einfach gernhaben.

Auch die weiteren Charaktere, die einem in diesem Band begegnen, wachsen einem – bis auf wenige Aufnahmen – so richtig ans Herz. Besonders liebgewonnen habe ich den Jungen Charly, den Sohn von Frau Fink, der Besitzerin des Buchladens. Kennenlernen tun wir ihn, als er in der Kinderbuchabteilung gerade „Tom Sawyer“ mit einem vergnügten Kichern liest und da ich dieses Buch unglaublich gerne mag, war mir Charly wirklich auf Anhieb sympathisch. Charly ist einfach ein bezaubernder Junge, er ist liebenswert, schüchtern und neugierig und ein absoluter Bücherwurm, man muss ihn als Leser*in sofort ins Herz schließen.

Zu den weiteren Figuren sage ich nun mal nichts weiter, lernt sie doch einfach selbst kennen, und auch bezüglich der Handlung möchte ich eigentlich nicht mehr groß ins Detail gehen. Ich will schließlich nicht zu viel verraten. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass auch der vierte Teil an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt, mit lauter Überraschungen und fantasievollen Ideen aufwarten kann und eine gelungene Mischung aus herzerwärmenden, unterhaltsamen und ernsten Momenten enthält.
Eine Sache muss ich euch dann aber doch noch erzählen: Neben zahlreichen neuen Charakteren dürfen wir in diesem Band auch auf ein paar vertraute Gesichter aus den Vorgängern treffen, was mich total gefreut hat. Man kann das vierte Frau Honig-Abenteuer aber natürlich dennoch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Ich persönlich würde zwar raten, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, aber da die Erzählungen in sich abgeschlossen sind, lassen sie sich wirklich sehr gut unabhängig voneinander lesen.

Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und humorvoll, die Schrift ist recht groß, die Kapitel angenehm kurz und es gibt viele Bilder, die den Textfluss auflockern. Wer schon geübter im Lesen ist, sollte bei der Frau Honig-Reihe keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben.
Zum Vorlesen bieten sich die Bücher ebenfalls prima an und da sind sie in meinen Augen auch schon für Kinder ab etwa 6 Jahren geeignet.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die wunderhübsche Innengestaltung des Buches. Joëlle Tourlonias, deren unverkennbarer Zeichenstil ich über alles liebe, hat auch diesen Band mit zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die allesamt einfach nur zum Träumen schön sind. So kommen wir selbstverständlich auch dieses Mal in den Genuss von lauter süßen Bienenzeichnungen sowie einem kleinen Daumenkino und da die Geschichte in einer Buchhandlung spielt, gibt es natürlich auch jede Menge entzückende Bilder von Büchern wie von „Momo“, „Der kleine Prinz“ oder, bei diesem kleinen Gag musste ich sehr schmunzeln, auch von „Frau Honig“. ;)

Fazit: Auf den neuen Frau Honig-Band habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Sabine Bohlmann hat mich auch mit „Frau Honig und die Magie der Worte“ vollkommen verzaubern können. Die Geschichte ist eine wahre Hommage an das Lesen und die wundervolle Welt der Bücher, sie ist warmherzig, lustig, inspirierend und lehrreich und steckt voller Fantasie, Magie und Wunder.
Ob Jung oder Alt - ich kann jedem nur ans Herz legen, Frau Honig und ihre zauberhaften Abenteuer kennenzulernen. Der vierte Band erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.03.2022

Liebenswert, trubelig, wunderbar bunt - ein toller Reihenauftakt!

Ruby 1: Ruby
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Da ich die Bücher von der Susanne Fülscher wahnsinnig gerne mag und vor allem ihre Mia-Reihe sehr liebe, stand für mich sofort fest, dass ich den Auftakt ihrer neuen Kinderbuchserie für Leserinnen ab 10 ...

Da ich die Bücher von der Susanne Fülscher wahnsinnig gerne mag und vor allem ihre Mia-Reihe sehr liebe, stand für mich sofort fest, dass ich den Auftakt ihrer neuen Kinderbuchserie für Leserinnen ab 10 Jahren unbedingt lesen möchte. Auf den ersten Ruby-Band war ich tierisch gespannt.

Seit sich Rubys Eltern voneinander getrennt haben, wohnt die 12-jährige jeweils eine Woche bei ihrer Mutter und ihren Großeltern am grünen Stadtrand von Berlin und die darauffolgende Woche bei ihrem Vater in einer coolen WG in Bunt-Berlin. Ruby liebt ihre beiden völlig verschiedenen Lebenswelten, auch wenn das ständige hin und her Pendeln manchmal ziemlich anstrengend sein kann. Als eines Tages ein neuer Mieter in die WG ihres Vaters einzieht, wird Rubys Welt komplett auf den Kopf gestellt. Bei dem neuen Mitbewohner handelt es sich um einen berühmten Popstar, der sich eine kleine Auszeit nehmen möchte und eigentlich soll sein Untertauchen in der WG soll streng geheim gehalten werden. Wie aber nicht anders zu erwarten, dringt es schließlich doch an die Öffentlichkeit und als wäre das alles nicht schon mehr als genug Trubel, schreibt Rubys Mutter dann auch noch einen peinlichen Zeitungsartikel über ihre Tochter. Das Chaos ist perfekt. Zum Glück ist Ruby mit ihren Problemen aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat großartige beste Freundinnen hat, die immer für sie da sind.

Wie oben bereits erwähnt, bin ich ein großer Fan der Mia-Serie. Von „Ruby“ hatte ich mir nun etwas Vergleichbares erhofft. Ob mir dieser Wunsch erfüllt wurde? Kann Ruby mit Mia mithalten? Um es kurz zu machen: Ja, kann sie! Mir zumindest hat der Start von Susanne Fülschers neuer Serie ein sehr ähnliches Leseerlebnis voller Glücksgefühle bescheren können wie die Mia-Bücher. Auch mit „Ruby“ schenkt uns die deutsche Autorin eine Mädchenbuchreihe mit absoluter Wohlfühlgarantie, die von Familie, Schule, Zusammenhalt und wundervollen Freundschaften handelt, uns in eine trubelige Großstadt mitnimmt und einen tollen Einblick in das Leben eines junges Teenagers gibt.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in die Geschichte. Der locker-leichte, moderne Schreibstil von Susanne Fülscher konnte wie gewohnt auf Anhieb bei mir punkten und unsere sympathische und aufgeweckte Hauptprotagonistin Ruby, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, habe ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. Mit ihr hat die Autorin eine großartige Romanheldin erschaffen, die man als Leser
innen einfach sofort gernhaben muss und mit der sich die Zielgruppe garantiert prima identifizieren wird. Mir, als Erwachsene, ist es aber auch jederzeit mühelos geglückt, mich in unsere Ich-Erzählerin hineinversetzen. Rubys Denken und Fühlen wird einfach so schön echt und authentisch dargestellt, sie wirkt wie ein 12-jähriges Mädchen aus dem realen Leben. Das Ausarbeiten von wirklichkeitsnahen Charakteren ist in meinen Augen eine große Stärke von Susanne Fülscher, mit diesem Punkt kann sie mich jedes Mal aufs Neue begeistern. So also auch hier.

Nicht nur Ruby wurde überzeugend skizziert – auch die vielen weiteren Figuren wirken vollkommen glaubhaft und lebensnah und wachsen einem beim Lesen so richtig ans Herz. Sie sind zudem so schön vielfältig und frei von jeglichen Klischees gezeichnet, was ich total klasse fand. Ob mit Migrationshintergrund, homosexuell, ein Mädchen, das gerne Kickboxerin werden möchte sowie lauter verschiedene und bunte Familienkonstellationen - alles ist dabei.

Bunt: Dieses Wort beschreibt die Geschichte wahrlich perfekt. So ist vor allem Rubys Welt eine herrlich kunterbunte mit ihren zwei unterschiedlichen Wohnorten. Nicht nur, dass deren Viertel ziemliche Gegensätze ist (am Rand von Berlin vs. im Herzen der Stadt) – auch die Familien an sich sind sehr divers. Bei ihrer Mutter lebt Ruby in einem drei-Generationen-Haushalt, bei ihrem Vater in einer ungewöhnlichen, aber verdammt coolen WG mit einem schwulen Paar und einem ständig wechselnden weiteren Mieter. Ich fand es superinteressant und spannend, Ruby in ihre zwei ungleiche Leben zu begleiten, ihren jeweiligen Alltag dort kennenzulernen und dabei in den Genuss von ganz viel herrlichem Berlin-Feeling zu kommen.

Meiner Meinung nach hat die Autorin die Thematik Trennung der Eltern hervorragend verpackt: Originell, altersgerecht und einfühlsam. Ruby ist natürlich sehr traurig darüber, dass ihre Eltern nicht mehr zusammenleben und vermisst ihr altes Zuhause. Gleichzeitig liebt sie aber auch ihr jetziges, ziemlich außergewöhnliches und aufregendes Leben mit all seinen Überraschungen und neuen Abenteuern und Begegnungen.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe die Geschehnisse ganz gebannt verfolgt und es zutiefst genossen Zeit mit Ruby, ihrer Familie und ihren Freundinnen zu verbringen. Die Freundschaftsmomente haben mir ganz besonders gut gefallen; ich fand es wunderschön mitzuerleben, wie die Mädchen zusammenhalten und immer füreinander da sind. Mir ist da ganz warm ums Herz geworden.

Enden tut die Geschichte recht abgeschlossen, wir werden also zum Glück von einem fiesen Cliffhanger verschont, aber sofort zum nächsten Band greifen und weiterlesen möchte man natürlich dennoch. Ich jedenfalls fiebere dem Erscheinen der Fortsetzung, die bereits hinten im Buch angekündigt wird, schon jetzt ganz ungeduldig entgegen.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die zauberhafte Gestaltung des Buches. Isabelle Metzen hat die Geschichte mit vielen süßen kleinen schwarz-weiß Bildchen versehen, die die Handlung ideal begleiten, und das Cover ist in meinen Augen rundum gelungen. Es so fröhlich gelb und macht einfach nur richtig gute Laune.

Fazit: Turbulent, unterhaltsam, liebenswert und wunderbar bunt. Ein toller Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht!

Auf den ersten Band der neuen Reihe von Susanne Fülscher habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Ich bin hellauf begeistert von dem Buch. Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht, Zeit mit Ruby und den weiteren Charakteren zu verbringen und ich freue mich schon riesig auf mein Wiedersehen mit ihnen. Ich kann diesen bezaubernden Serienstart nur empfehlen, für mich war er ein echtes Wohlfühlbuch. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Ein neues tolles Abenteuer voller Spannung, Spaß & zauberhafter Blumenmagie

Der Zaubergarten – Wunder blühen bunt
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Da mich die bisherigen Bände der Zaubergarten-Reihe hellauf begeistern konnten, habe ich mich auf den fünften Band sehr gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl mit Tilda und Anni weitergehen wird.

Tilda ...

Da mich die bisherigen Bände der Zaubergarten-Reihe hellauf begeistern konnten, habe ich mich auf den fünften Band sehr gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl mit Tilda und Anni weitergehen wird.

Tilda und Anni fahren zusammen mit ihren Müttern und Dackel Floh für ein paar Tage ins Wiesental, in eine kleine gemütliche Hütte im Wald. Die beiden Mädchen freuen sich riesig auf den Kurzurlaub, endlich werden sie ihren Freund Lilian wiedersehen, der seit kurzem gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Oma auf dem Wiesenhof wohnt. Um ihren Einzug ins Wiesental zu feiern, hat Lilians Mama das gesamte Dorf für ein großes Willkommensfest auf dem Hof eingeladen, für welches bereits alles eifrig vorbereitet wird. Doch dann verschwindet auf einmal die Lachblume, die auf der Feier für gute Stimmung sorgen soll. Die drei Freunde sind sich ziemlich sicher, dass der fiese Michel und seine Bande hinter dem Diebstahl stecken und setzen sofort alles daran, die Lachblume zurückbekommen. Ob sie mit ihrem Verdacht wohl richtig liegen? Werden sie die magische Pflanze rechtzeitig wiederfinden?

Ehe ich euch berichte, wie mir das Buch gefallen hat, kurze Info an alle, die die Serie noch nicht kennen: Lest die Bände besser in der chronologischen Reihenfolge. Die Geschichten sind zwar recht in sich abgeschlossen, sodass ein Quereinsteig durchaus möglich ist, aber da sie dennoch aufeinander aufbauen, ist die Lesefreude zweifellos um einiges höher, wenn man von Band 1 aufwärts liest.

Da mir die Geschehnisse aus den Vorgängern noch sehr präsent waren, habe ich erneut mühelos in das Zaubergarten-Universum zurückgefunden und einmal wieder in darin eingetaucht, wollte ich es am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Nelly Möhle hat mich auch mit dem fünften Teil ihrer Kinderbuchreihe für Leser*innen ab ca. 9 Jahren auf ganzer Linie überzeugen können, mir hat Tildas und Annis neues Zauberabenteuer genauso gut gefallen wie ihre vier vorherigen. Ich habe erneut eine wundervolle Zeit mit den beiden Freundinnen verbracht und mich leider viel zu schnell wieder von ihnen verabschieden müssen.

Anders als in den Bänden davor, die bei Tilda und Anni zu Hause spielen, nimmt uns Nelly Möhle dieses Mal in das malerische Wiesental mit. Mir hat der Settingwechsel überaus gut gefallen, er bringt frischen Wind in diese Reihe und da das Wiesental eine Kulisse ganz nach meinem Geschmack war, bin ich schauplatzmäßig definitiv völlig auf meine Kosten gekommen.
Das Wiesental wird einfach herrlich beschrieben: Sehr idyllisch zwischen Hügeln gelegen, mit viel Natur, Wald und Bauernhöfen. Besonders angetan hat es mir allerdings die kleine Hütte, in der Tilda, Anni und ihre Mütter während ihres Kurzurlaubs wohnen werden. Diese kleine Hütte habe ich mir urgemütlich vorgestellt, am liebsten hätte ich sofort meine Koffer gepackt und ebenfalls dort Ferien gemacht.

Einen ruhigen oder gar langweiligen Urlaub werden unsere zwei Freundinnen allerdings wahrlich nicht im Wiesental verbringen. Die paar Tage im Wiesental werden für Tilda, Anni und ihren neuen Freund Lilian äußerst turbulent und bunt und selbstverständlich auch sehr magisch zugehen. Ihr könnt mir glauben: Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf. Die Suche nach Lilians verschwundener Lachblume treibt die Handlung ordentlich voran und die verschiedenen Zauberpflanzen, die bei der Lachblumen-Rettungsaktion zum Einsatz kommen werden, tragen ebenfalls dazu bei, dass man die Ereignisse ganz gebannt verfolgt.
Auch ich, als Erwachsene, bin beim Lesen so richtig ins Mitfiebern geraten und habe mich immerzu ganz gespannt gefragt, welche coole magische Wunderpflanzen Nelly Möhle wohl dieses Mal in die Geschichte eingebaut hat. In diesem Band werden es überwiegend bekannte sein, allerdings ist eine Blume irgendwie ein bisschen anders als ihre Vorgängerinnen, sodass ihr Zauber nicht so wirkt wie erwartet.
Gleich zu Beginn des Buches werden wir aber in den Genuss einer neuen Zauberblumenkraft kommen: Neugierig wie unsere liebe Anni nun mal ist, wird sie noch vor der Reise bei dem alten Herrn Bovist ein magisches Bonbon futtern und daraufhin eine längere Zeit ziemlich wurstig riechen – sehr zur Freude von Hund Rupert und Dackel Floh. ;)

Anni hat mir wieder ganz besonders gut gefallen, ich liebe einfach ihre witzige und etwas schräge und verrückte Art. Tilda, aus deren Sicht wieder alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, mag ich aber natürlich ebenfalls wahnsinnig gerne. Auch sie ist ein total lustiges und aufgewecktes Mädchen und wie sie uns stets von den Geschehnissen berichtet, ist einfach nur herzallerliebst und superunterhaltsam. Also mir haben die beiden Mädels mal wieder so einige Gründe zum Schmunzeln beschert.

Neben unseren beiden Buchheldinnen dürfen wir im Verlauf der Geschichte noch vielen weiteren großartigen und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren begegnen – sowohl vertraute Gesichter, als auch neue Personen. Da hätten wir zum Beispiel den bereits erwähnten Lilian, dessen Bekanntschaft wir schon im vorherigen Teil machen durften, der dort aber nur eine Nebenrolle gespielt hat. In diesem Band lernen wir ihn und seine Familie nun deutlich besser kennen, was ich richtig schön fand. Lilian habe ich inzwischen auch fest in mein Herz geschlossen, er ist ein unheimlich sympathischer Junge und genauso abenteuerlustig drauf wie Tilda und Anni. Es macht einfach nur jede Menge Spaß, Zeit mit diesem Trio zu verbringen und sich gemeinsam mit ihnen in aufregende und teils auch gefährliche Abenteuer zu stürzen.

Was dann natürlich nicht unerwähnt bleiben darf, ist die Gestaltung des Buches. Wobei ich zum Cover vermutlich gar nicht groß was sagen muss, oder? Sieht es nicht umwerfend aus? Also bei mir war es Liebe auf den ersten Blick, die Eva Schöffmann-Davidvov kann einfach so traumhaft zeichnen! Auch ihre bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen, die die Geschichte begleiten, sind wieder rundum gelungen und machen das Leseerlebnis nur noch schöner.

Fazit: Spannend, lustig, liebenswert. Ein weiterer wunderbarer Folgeband voller Überraschungen und zauberhafter Blumenmagie!
Auf mein Wiedersehen mit Tilda, Anni und Co. habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut – mich hat Nelly Möhle mit „Wunder blühen bunt“ vollauf begeistern können. Mir hat es tierisch viel Vergnügen bereitet, gemeinsam mit Tilda und Anni ins Wiesental zu reisen und sie auf ihrem neuen tollen Abenteuer begleiten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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