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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2022

Ganz nett, aber eher für eine jüngere Leserschaft

Ballet School – Der Tanz deines Lebens
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April mag Ballet nicht und will damit nichts zu tun haben. In ihren Augen ist es doof und das langweiligste auf der Welt. Und ihre Mutter hat das Tanzen geliebt, bis zu ihrem Tod. Und für diesen macht ...

April mag Ballet nicht und will damit nichts zu tun haben. In ihren Augen ist es doof und das langweiligste auf der Welt. Und ihre Mutter hat das Tanzen geliebt, bis zu ihrem Tod. Und für diesen macht Aprils Großmutter das Ballet verantwortlich.

Als April es dann aber doch gezwungenermaßen einmal in einer Probestunde mit dem Tanzen probiert erwacht in ihre eine ungeahnte Leidenschaft für das Ballet und sie ist von da an Feuer und Flamme. Doch ihre Großmutter ist nicht begeistert. Aber April will Tanzen, denn sie hat das Talent ihrer Mutter geerbt. Und so meldet sie sich heimlich bei der berühmten Royal Ballet School in London zum Vortanzen an, ohne das ihre Großmutter etwas davon zu sagen! Doch April hat nicht geahnt worauf sie sich da einlässt.

Ballet finde ich persönlich sehr interessant, aber ich habe absolut keine Vorkenntnisse zu diesem Thema. Daher war ich etwas skeptisch zu Beginn, ob ich das "Fachliche" überhaupt verstehen kann. Doch schnell habe ich gemerkt, dass die Fachbegriffe und die Welt des Tanzes auch für Anfänger in dieser Geschichte gut verpackt wurden. Ich habe mich nie verloren gefühlt zwischen einem Übermaß an Fachbegriffen oder anderen Ballet-Formeln.

Der Fokus der Geschichte liegt insgesamt deutlich mehr auf April und ihre Gefühlswelt. Leider habe ich hier gemerkt, dass die Geschichte nicht meins ist. Ich bin mit April einfach nicht warm geworden und auch die Geschichte aus ihrer Sicht konnte mich einfach nicht fesseln.

Insgesamt war es für mich somit eine nette Geschichte für zwischendurch, die toll von der Sprecherin vorgetragen wird. Leider konnte mich aber die Handlung nicht fesseln.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Mal was anderes

Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht
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Die zwanzige Jahre, England, eine glamouröse Familie und ein rätselhafter Mordfall mitten am Tag.

Als die 19-jährige Louisa eine Anstellung bei der berühmten Familie Mitford bekommt erfüllt sich für ...

Die zwanzige Jahre, England, eine glamouröse Familie und ein rätselhafter Mordfall mitten am Tag.

Als die 19-jährige Louisa eine Anstellung bei der berühmten Familie Mitford bekommt erfüllt sich für sie nicht nur ein Traum, diese Anstellung verspricht ihr auch einen Ausweg aus ihrem bisherigen Leben. Sie soll als Anstandsdame für die Töchter arbeiten und dabei besonders die 17-jährige Nancy nicht aus den Augen lassen. Denn Nancy ist liebt Abenteuer und Geschichten und als dann ein Mord ganz in der Nähe geschieht ist Nancy nicht mehr zu halten.

Der Einstieg in die Geschichte war für mich bereits etwas schleppend. Ich mochte zwar die Sprecherin bereits von Beginn an, allerdings war mir das Erzähltempo sowohl von der Sprecherin als auch von der Autorin deutlich zu langsam. Ich habe daher recht bald das Tempo etwas hochgestellt.

Die Charaktere konnten mich von Beginn an gut unterhalten und überzeugen. Ich mochte die Ausarbeitung und die nach und nach aufkommenden Facetten der unterschiedlichen Charaktere. Dennoch bleiben sie etwas ungreifbar und ich konnte keine der Figuren richtig ins Herz schließen, obwohl sie mir alle gut gefallen haben.

Die Handlung an sich ist in meinen Augen etwas zäh. Die Art wie der Autorin erzählt hat mir zwar gut gefallen, dennoch hatte ich an einigen Stellen trotz erhöhter Geschwindigkeit doch etwas Mühe dran zu bleiben und nicht gedanklich zu sehr abzuschweifen. Die Ermittlungen im Mordfall und auch die damit einhergehenden Geschehnisse wurden gut beschrieben, aber es kam bei mir nur wenig Spannung auf.

Für mich war es insgesamt ein nettes Hörerlebnis mit einer eher interessanten als spannenden Geschichte. Das Ende konnte mich dann aber doch überraschen. Für Fans von ausschweifenden Cosy-Crime Geschichten auf jeden Fall einen Versuch wert, für Spannungsfans eher nur bedingt geeignet.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Gelungene Fortsetzung, insgesamt etwas schwächer als Band eins

Survivors - Das Riff der Anderen
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Nachdem Zacky, Scir, Heuler und ihre Freunde, die sich die Survivors nennen, ihr sterbendes Korallenriff verlassen mussten sind sie nun auf der Suche nach einem neuen Zuhause. In Formation schwimmt die ...

Nachdem Zacky, Scir, Heuler und ihre Freunde, die sich die Survivors nennen, ihr sterbendes Korallenriff verlassen mussten sind sie nun auf der Suche nach einem neuen Zuhause. In Formation schwimmt die ungleiche Gruppe durch das offene Meer und ist sich dabei der Gefahren überaus bewusst. Als sie nach einer abenteuerlichen Reise endlich ein neues, scheinbar gesundes Riff erreichen werden sie von den dort lebenden Fischen sehr freundlich empfangen. Doch auch in diesem Riff ist nicht alles so wie es zu sein scheint. Und schon steht den Survivors ihr nächstes Abenteuer bevor.

Diese Buchreihe befasst sich mit den Umweltproblemen im Meer und den Auswirkungen auf Meeresbewohner und auch auf den Menschen. Das Thema finde ich für eine Kinderbuchreihe (ab 10 Jahren) sehr interessant und war nach Band eins interessiert wie es mit den Survivors weiter geht.

Die Geschichte knüpft nahtlos an Band eins an, sodass es ratsam ist die Bücher in der Reihenfolge der Veröffentlichung zu lesen.

Genau wie Band eins konnte mich auch dieser Teil der Reihe wieder gut unterhalten. Die Unterschiedlichkeit der Gruppenmitglieder ist sehr interessant. Es wird schnell deutlich, dass jedes Mitglied seine Schwächen und Stärken hat. Der Autor arbeitet schön heraus, dass die Gruppe nur überlebt, wenn alle zusammenhalten.

Die Handlung war wieder interessant, aber in meinen Augen etwas schwächer als im ersten Teil. Dennoch waren die Umweltprobleme deutlich erkennbar und auch die Auswirkungen davon. Besonders die Rivalität um Ressourcen wurde gut dargestellt.

Insgesamt hat mir auch dieser Teil der Reihe wieder gut gefallen. Die Umweltthematik wird gut herausgearbeitet und in eine interessante Handlung verpackt. Das Buch wirkt dem empfohlenen Lesealter angepasst, aber dennoch anspruchsvoll. Für mich eine empfehlenswerte Reihe.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Ein schönes, düsteres Kinderbuch mit besonderem Erzählstil

Mio, mein Mio
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Astrid Lindgrens Kinderbücher sind weltbekannt und ich kenne einige von ihnen. Dieses Kinderbuch habe ich zuvor noch nicht gelesen und die Geschichte auch nicht gekannt. Durch die illustrierte Neuauflage ...

Astrid Lindgrens Kinderbücher sind weltbekannt und ich kenne einige von ihnen. Dieses Kinderbuch habe ich zuvor noch nicht gelesen und die Geschichte auch nicht gekannt. Durch die illustrierte Neuauflage war ich dann aber doch neugierig.

In dem Buch geht es um einen Waisenjungen namens Bosse, der auf geheimnisvolle Weise in ein fremdes Land gelangt und dort auf seinen Vater trifft. Doch der Vater ist nicht irgendein Bewohner des Landes, sondern er ist der Köngig. Und auf einmal wird aus dem Waisenjungen Bosse der Prinz Mio. Neben seinem Vater findet Bosse bzw. Mio auch einen Freund, mit dem er sich auf die Reise ins Nachbarland begibt und dort ein Abenteuer erlebt.

Zuerst einmal möchte ich die tollen Illustrationen hervorheben. Sowohl die Covergestaltung als auch die Bebilderung im Inneren des Buches sind einfach ein Hingucker. Das Dargestellte unterstreicht die Ereignisse in der Geschichte sehr gut und lässt zudem noch genug Spielraum für eigene Vorstellungen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere sind recht oberflächlich, dennoch leicht ins Herz zu schließen. Der Bösewicht ist merklich böse, aber der Altersgruppe angepasst. Die Charaktergestaltung hat mir im Gesamten gut gefallen.

Die Welt bzw. das Land über das Mios Vater herrscht, ist schön dargestellt. Ebenso kann man sich auch das Nachbarland gut vorstellen. Die Beschreibungen sind kurz gefasst, aber in genau dem passenden Maß, dass man sich alles gut vorstellen kann.

Der Schreibstil macht diese Geschichte auf jeden Fall zu etwas besonderem. Man merkt, dass Astrid Lindgren ihr Handwerk beherrscht und das in dieses Buch viel Mühe und Arbeit geflossen ist. Leider muss ich sagen, dass ich mit diesem Schreibstil bis zur letzten Seite nicht wirklich warm geworden bin. Es gibt viele Wiederholungen und teils war auch die Satzstellung für mich immer wieder ein Hindernis in einen wirklichen Lesefluss zu kommen. Dennoch bin ich beeindruckt von der Art die Geschichte zu erzählen und ich verstehe warum die Autorin diesen Stil gewählt hat.

Insgesamt hat mich das Buch fasziniert und durch den Schreibstil auch ein bisschen frustiert. Dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen, da die Illustrationen wunderschön sind und die Handlung wirklich gelungen ist.

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Veröffentlicht am 01.02.2022

Schön für Anfänger

Mehr vom Weniger
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Minimalismus gibt es mittlerweile überall und man kommt kaum noch an dem Thema vorbei. Aus diesem Grund habe ich mich auch für das Buch interessiert. Ich habe mich schon ein bisschen mit dem Thema beschäftigt ...

Minimalismus gibt es mittlerweile überall und man kommt kaum noch an dem Thema vorbei. Aus diesem Grund habe ich mich auch für das Buch interessiert. Ich habe mich schon ein bisschen mit dem Thema beschäftigt gehabt bevor ich zu dem Buch gegriffen habe. Es selbst versucht oder mir eine richtige Vorstellung davon gemacht hatte ich mir aber noch nicht.

Was direkt auffällt ist die schöne Gestaltung des Buchs. Die Farben sind passend gewählt und das Design der Seiten wirkt aufgeräumt und ordentlich. Es passt also perfekt zum Thema des Buches.

Die Texte haben mir auch gefallen. Sie sind gut geschrieben und lassen sich leicht lesen. Die Überschriften laden dazu ein auch mal ein bisschen zu blättern und zu stöbern.

Die Aussagen in dem Buch sind für komplette Anfänger, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben bestimmt hilfreich. Für "Anfänger" die sich aber schon den ein oder anderen Gedanken zum Thema Minimalismus sind viele Dinge aber nicht unbedingt neu. Das ein oder andere kann man aber trotzdem noch mitnehmen. Besonders gefallen hat mir übrigens das Vorwort. Dadurch habe ich mich direkt wohl in dem Buch gefühlt.

Insgesamt hat mir das Buch optisch gut gefallen. Die Aussagen sind hilfreich, aber nicht unbedingt neu. Zudem wurde in meinen Augen etwas zu viel Werbung für das erste Buch der Autorin sowie für verschiedene Influencer aus der Minimalismusszene gemacht. Dennoch ein Buch, dass ich Minimalismus-Interessierten nicht vorenthalten würde.

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